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Reiseführer Usedom:Erlebnistouren

Jeder Zipfel dieser Erde hat seine eigene Schönheit. Wenn Sie Lust haben, die einzigartigen Besonderheiten dieser Region zu entdecken, wenn Sie tolle Tipps für lohnende Stopps, atemberaubende Orte, ausgewählte Restaurants oder typische Aktivitäten bekommen wollen, dann sind diese maßgeschneiderten Erlebnistouren genau das Richtige für Sie. Machen Sie sich auf den Weg und folgen Sie den Spuren der MARCO POLO Autoren.

Usedom perfekt im Überblick

Tag 1

Sie starten auf dem Festland in Lassan . Lauter selbst gemachte Köstlichkeiten gibt es zum Frühstück in der Ackerbürgerei. Laufen Sie danach übers Kopfsteinpflaster zum Hafen hinunter, um einen Blick aufs Achterwasser zu werfen. Dann machen Sie sich auf den kurzen Weg nach Pulow . Im Kräutergarten Pommerland können Sie bisher unbekanntes Grünzeug bestaunen, riechen und schmecken. Wenn Sie danach einmal rund um den Pulower See laufen, nehmen Sie Picknick, Badezeug und Handtuch mit und legen zwischen den Erlen am Ufer eine Bade- und Mittagspause ein, bevor Sie nach Wolgast fahren.

In Wolgast steigen Sie auf den Turm der Petrikirche. Achtung: Das wird Ihr erster Blick auf Usedom! Aber auch die Wolgaster Altstadt kann man super von hier oben überblicken. Anschließend besuchen Sie das Rungehaus. Schöne Zimmer finden Sie im Postel, ein gediegenes Abendessen im Der Speicher auf der Schlossinsel.

Tag 2

Und nun geht's endlich rauf auf die Insel! Über die Peenebrücke fahren Sie hinüber und dann gleich in den äußersten Nordwesten, nach Peenemünde . Das Historisch-Technisches Museum zeigt technische Exponate, aber auch die Verstrickung der Raketenbauer von Peenemünde in den Nationalsozialismus. Von hier aus ist es nicht mehr weit zum Nordstrand . Wenn Sie von hier mit den Augen dem Küstenverlauf folgen, liegen fast 45 km feiner Sandstrand vor Ihnen. In Karlshagen holen Sie sich beim Fischimbiss Ehmke ein Fischbrötchen. Setzten Sie sich zum Essen auf eine der Bänke im Hafen, und beobachten Sie das Hafenleben. In Karlshagen hat die Surfschule Usedom ihr Hauptquartier. Ein Schnupperkurs im Stand-up-Paddeling dauert 25 Minuten. Probieren Sie einfach mal aus, ob es Ihnen Spaß macht, auf dem wackeligen Brett zu stehen.

Nun fahren Sie nach Zinnowitz . Tee (oder Kaffee) und Kuchen bekommen Sie im Teeladen Waldesruh, wo Sie sich auf jeden Fall in den Garten voller Apfel- und Tujabäume setzen sollten. Und dann gehen Sie am Kurhaus mit seinem verfallenen Charme vorbei zur Strandpromenade und auf die Seebrücke. Nach dem Abendessen nehmen Sie als Absacker noch einen Cocktail in der Sinatra-Bar im Hotel Asgard, bevor es ins Hotel geht.

Tag 3

Holen Sie sich Kaffee, Brötchen und Obst im Naturwerk Bioladen am Achterwasser-Hafen von Zinnowitz. Frühstücken Sie am Hafen, dann leihen Sie sich ein Rad bei Fred Kruggel und fahren damit auf den Gnitz . Hier geht es auf schmalen Pfaden vorbei an verwunschenen Baumgestalten am Ufer und Magergraswiesen in Richtung Weißer Berg. Das Rad stellen Sie am Campingplatz ab. Ab jetzt geht es zu Fuß weiter zum steilen Kliffufer mit grandiosem Peenestrom-Blick.

Mittags essen Sie am besten ein paar mitgebrachte belegte Brote an einem schönen Platz. Denn im Gnitzer Seelchen in Neuendorf gibt's nur Kaffee und Kuchen. Fahren Sie dann zurück nach Zinnowitz, steigen um ins Auto und rollen weiter nach Koserow . Dort parken Sie gleich rechts am Ortseingang bei den Salzhütten und erklimmen den Gipfel (60 m!) des Streckelsbergs, um die Aussicht zu genießen. Jetzt freuen Sie sich aufs Abendessen. Dafür lohnt es sich, wieder ein Stück zurück nach Norden zu fahren, um in Zempin bei Tau'n Fischer un sin Fru Pommersche Fischgerichte zu genießen. Die Übernachtung im Strandhotel Seerose in Kölpinsee haben Sie natürlich vorab schon gebucht.

Tag 4

Die nächste Station ist Bansin . In den Kaiserbädern werden Sie Ihr Auto am schnellsten in einem Parkhaus los. Steigen Sie wieder um aufs Rad, das Sie bei mietrad-usedom.de ausleihen. Radeln sie über Neu Sallenthin an den Krebsseen vorbei nach Sellin , und halten Sie für ein Mittagessen im Biergarten des Naturcampingplatzes Nandalee mit Blick über den Schmollensee. Ganz dringend müssen Sie danach im Forsthaus Fangel , versteckt im Wald westlich des Großens Krebssees, ein Kännchen Kaffee und ein Stück Torte bestellen. Auf dem Rückweg nach Bansin planen Sie noch einen Halt beim Sieben-Seen-Blick ein und zählen mal nach. Sehen Sie wirklich sieben Seen? Zurück in Bansin geben Sie das Rad wieder ab, holen das Auto und fahren weiter Richtung Steiküste in den Wald zum Hotel Forsthaus Langenberg , wo Sie heute übernachten.

Tag 5

Nach dem Frühstück fahren Sie mit dem Auto an der 800-jährigen Suckower Eiche vorbei in den Lieper Winkel. Halten Sie in Morgenitz - hier können Sie an der Kirche steinzeitliche Trogmühlen besichtigen und eine Astrid Dannegger Keramikstudio Töpferei besuchen, bei der Sie hübsche, handgefertigte Keramik kaufen können. Mittags essen Sie in Rankwitz , im Hafenküche Rankwitz im Hafen gibt‘s frischen Fisch und einen tollen Blick beim Essen auf den Peenestrom. Dann "klettern" Sie auf den gerade mal 20 m hohen Jungfernberg und tragen sich ins Gipfelbuch ein. Übernachten können Sie in den Finnhütten direkt am Hafen Rankwitz.

Tag 6

Am Morgen fahren Sie über die B 110 nach Ahlbeck , wo Sie das Auto im Parkhaus abstellen. Laufen Sie einmal auf der berühmten Seebrücke Ahlbeck bis zur Spitze, und schlendern Sie dann einmal die Strandpromenade hinunter. Und dann fährt auch schon Ihre Fähre nach Swinemünde . Ein (veganes) Mittagessen gibt's dort in der Vegebar. Und dann machen sie einen Stadtrundgang, steigen auf den Lutherkirchturm der ehemaligen Martin-Luther-Kirche und besuchen das Fischereimuseum. Kaffee, Kuchen, Smoothies und Co. gibt's im Café El Papa Hemingway. Anschließend spazieren Sie durch den schönen Kurpark zum Strand, wo Sie die ein- und ausfahrenden Schiffe und Fähren beobachten können. Und dann noch ein letztes Bad in der Ostsee!

Wanderung durch die Usedomer Schweiz

10:00

Tourstart ist in Benz , an der aus Feldsteinen erbauten Sankt Petri. In der Holztafeldecke können Sie nach zwei gleichen Sternen in der Deckenbemalung suchen. Dann folgen Sie der Kirchstraße Richtung Stoben und biegen nach ca. 200 m rechts in den Feldweg ein. Nach weiteren 400 m erreichen Sie den Steg am Schmollensee . Jetzt unbedingt immer mal wieder nach oben schauen, Sie sind mitten im Seeadlerrevier! Vom Steg aus haben Sie einen weiten Blick über den See. Der ist so grün, weil sein Wasser sehr nährstoffreich ist. Statt zu baden, setzen Sie sich deshalb lieber auf die Bank und genießen die Ruhe. Beim Verlassen des Steges halten Sie sich ca. 500 m links auf dem Deich in nordöstlicher Richtung bis an die Waldkante. Am Wald müssen Sie sich rechts halten und einen kleinen Anstieg nehmen, bis sich der Pfad mit dem Hauptwaldweg kreuzt. Der ist an seinen ausgewaschenen Fahrspuren gut zu erkennen. Folgen Sie ihm wieder nach links, und laufen Sie ca. 600 m bis zu einer Gabelung, wo Sie sich links halten. Steil steigt der ausgewaschene Weg nun an und zweigt nach etwa 500 m kurz vor dem Waldrand scharf nach links ab. Diesem Weg müssen Sie nach links folgen. Nach 200 m verlassen Sie den Wald und stehen inmitten der Usedomer Schweiz auf einer Anhöhe , die Sie für einen Moment vergessen lässt, wo Sie eigentlich sind. Denn wenn Sie über den Schmollensee im Tal blicken, könnte man sich fast im Alpenvorland wähnen. Auf dem sanften Abstieg bis nach Sellin begleitet Sie im Frühling und im Sommer ein buntes Blumenmeer am Feldrand.

12:30

Sie sind nun am Ortseingang von Sellin angekommen. Nach links geht es zum Naturcampingplatz Nandalee, rechts sehen Sie die rohrgedeckten Dächer von Sellin. Sie wenden sich nach rechts und folgen den Schildern bis zum Hofladen Sellin. Dort kaufen Sie selbst gemachte Wurstwaren und andere Leckereien für einen Imbiss an der schönen Picknickstelle unten am See. Nach der Mittagspause laufen Sie den leicht ansteigenden Weg durch das Dorf, der schon bald hinter dem Ortsausgang zu einem Sandweg wird. Es geht immer weiter durch den Wald, bis Sie an die Hauptstraße zwischen Alt Sellenthin und Benz kommen. Diese überqueren Sie und setzen dann Ihren Weg Richtung Reetzow fort. Links sehen Sie Usedoms größten See, den Gothensee, und dahinter schon die Dächer von Bansin. In Reetzow halten Sie sich bei Erreichen der Hauptstraße rechts, nehmen die nächstmögliche Abzweigung wieder rechts und folgen dieser, bis Sie auf den steil ansteigenden Weg zum Kückelsberg treffen.

15:30

Jetzt erst mal anhalten und schauen: Von der Aussichtsplattform auf dem Kückelsberg haben Sie einen Panoramablick über das ganze Achterland. Von der Ostsee schauen Sie über den Gothensee und das Thurbruch bis weit in den Südosten zum kleinen und großen Haff. Hier liegt Ihnen die ganze Insel zu Füßen. Von der Plattform steigen Sie wieder ab und gehen geradeaus durch den Wald. Anschließend halten Sie sich leicht links, Richtung Benz . In Benz biegen Sie gleich nach links zur Holländermühle ab. Hier warten frisch gebackener Kuchen und Kaffee auf Sie. Ihren Startpunkt, den Turm der Sankt-Petri-Kirche, können Sie von hier aus wunderschön sehen.

Radtour Boddenblicke

Tag 1

Ein Fahrrad bekommen Sie in Wolgast beim Fahrradservice Kruggel. Dann fahren Sie durch die Stadt Richtung Tierpark und von dort weiter über flaches Land nach Kröslin . Steigen Sie in Kröslin an der Marina ab und machen Sie zu Fuß eine Exkursion auf dem Damm nördlich der Marina Richtung Peenestrom. Hier rasten Gänse und Silberreiher, und die Seeadler sind allgegenwärtig. Wieder auf dem Rad, ist im Nu Freest erreicht. Im Fischereihafen können Sie wirklich fangfrischen Fisch essen oder Räucherfisch als Proviant mitnehmen. Weiter geht es auf verschlungenen Wegen die Küste entlang Richtung Spandowerhagen . Dabei schauen Sie auf Rügen, die Peenestrommündung und die Insel Ruden.

In Spandowerhagen machen Sie am Kanuhof Spandowerhagen Station, leihen sich ein Kanu aus und paddeln eine Runde über den Struck. Wenn Sie wieder festen Boden unter den Füßen haben, geht es weiter nach Westen, 5 km am ehemaligen Kernkraftwerk vorbei, dann zur Marina und von dort über den Dünenradweg ins Seebad Lubmin . Dort können Sie in der Pension Villa Erika einchecken und später mit einem Cocktail auf der Strandterrasse der Alte Wetterstation ganz entspannt den Sonnenuntergang über dem Bodden genießen.

Tag 2

Morgens fahren Sie am Teufelsstein vorbei Richtung Vierow. Hier müssen Sie die Küstenlinie für 4 km verlassen, in Gahlkow sind Sie dann aber zurück am Wasser. In Loissin gibt es im Campingplatzladen für den Notfall schnelle Kalorien: Schokoriegel, Brötchen, Eis. Von dort jetzt schnell an den Strand! Die Pause genießen Sie vor alten, ins Wasser gestürzten Eichen. Wenn es windig ist, sind hier Kitesurfer unterwegs, denen Sie zusehen können. Jetzt geht‘s weiter durch das zauberhafte Drachenreich Lanken, ein Naturschutzgebiet, bis zum Fähranleger Ludwigsburg . Ab und zu sollten Sie anhalten und andächtig staunen. Von Ludwigsburg aus fährt meist die fast 100 Jahre alte "Stubnitz" nach Greifswald . Nur bei Niedrigwasser kommt sie nicht bis zum Steg. Deshalb vorher an Bord anrufen. Im Notfall geht‘s auch mit dem Rad in Richtung Greifswald weiter.

Die alte "Stubnitz" tuckert von Ludwigsburg am Flutsperrwerk vorbei in den Wiecker Hafen. Und dann unter der alten, handbetriebenen Holzklappbrücke durch entlang des Treidelpfads mitten ins Zentrum von Greifswald . Um 17 Uhr gehen Sie im Museumshafen von Bord, um gleich das nächste Schiff zu entern: Auf der Hornfischbar Pomeria, einem schwimmenden Restaurant und Bistro, bekommen Sie gute Fischbrötchen mitten im Greifswalder Hafentrubel. Der letzte Zug nach Wolgast fährt um 22.38 Uhr ab Hauptbahnhof Greifswald.

Kulinarische Wanderung im Achterland

10:00

Usedom ist Start und Ziel der Wanderung. Erst ein (zweites?) Kuchenfrühstück in der Blaumerie, dann laufen Sie in östlicher Richtung aus der Stadt, über den Weißen Berg und anschließend durch einen Kiefernforst und über eine alte, kopfsteinbepflasterte Kastanienallee Richtung Welzin .

13:00

In Welzin probieren Sie in der Inselkäserei guten Wein und leckeren Käse. Vor allem die frischen Raclettebrötchen sind zu empfehlen. Und danach vielleicht noch ein Käsekuchen? Zwischendrin können Sie Steffen, dem Käser, über die Schulter schauen und Proviant für später einkaufen. Anschließend geht es über eine schmale Nehrung zwischen Haff und Usedomer See weiter nach Ostklüne . Familie Gaede betreibt die Ruderfähre, mit der Sie über die schmale Kehle zwischen Ostklüne und Westklüne setzen. Vorher an- oder einfach hinüberrufen, dann werden Sie abgeholt. Von Westklüne führt der Weg erst auf dem Deich, dann entlang des Ufers wieder zurück nach Usedom -Stadt. Vorsicht nach starkem Regen, dann können sich auf dem sandig-lehmigen Untergrund große Pfützen bilden!

17:00

Zurück in Usedom , hat Sie die Wanderung bestimmt wieder hungrig gemacht. Im kleinen Garten beim Snack am Hafen haben Sie zum Abschluss die Wahl zwischen Kuchen und regionalen, selbst geräucherten Fischspezialitäten.

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Kerstin Sucher und Bernd Wurlitzer (www.tourismus-journalisten.de) leben und arbeiten als freie Reisejournalisten in Berlin. Ihre große Liebe gehört Mecklenburg-Vorpommern; durch zahlreiche Veröffentlichungen gelten sie als profunde Kenner dieses Bundeslandes. Häufig sind sie auf Usedom und in den Eingangstoren Anklam und Wolgast unterwegs.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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