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Reiseführer Schottland:Bloss nicht

Schotten sind weder geizig noch Engländer

Falsch parken

Camper werden an jeder dritten Kurve in schottischer Landschaft versucht sein, den Wagen zu parken, der Aussicht wegen. Besonders Passierbuchten entlang einspuriger Straßen verlocken zum Übernachten, aber auch Picknickstellen an Gewässern. Tun Sie's nicht und beachten Sie die Verbotsschilder: Sie behindern sonst den Verkehr.

Aufs Bier warten

In den Pubs ist Bestellung und Mitnehmen am Tresen angesagt. Wer am Tisch aufs Bier wartet, bleibt auf dem Trockenen sitzen.

Schlecht ausgerüstet in die Berge

Immer wieder müssen die schottischen Ranger leichtsinnige Touristen aus Nationalparks und Bergregionen retten. Das Wetter kann schnell umschlagen, Wanderungen und Bergbesteigungen sollten Sie deshalb nur mit dem passenden Outfit und der richtigen Ausrüstung angehen.

Ohne Genehmigung angeln

Lassen Sie sich nicht von der Einsamkeit täuschen: Die Angelrute einfach in ein Gewässer zu halten kann teuer werden. Die meisten Lochs und Flüsse liegen auf privatem Grund, und dafür brauchen Sie eine Angellizenz. Wer das ignoriert, muss mit hohen Strafen rechnen.

Mückenschutz vergessen

Im Mai und Juni ist die Hochzeit der Mücken. Die kleinen, summenden Plagegeister tummeln sich dann vor allem in Gewässernähe und an den Küsten zu Abertausenden. Ohne entsprechenden Schutz können Zelt- und Wandertouren zu einem Desaster werden. Guten Mückenschutz gibt es in allen Apotheken.

Die Schotten als Engländer bezeichnen

Das ist nicht nur unhöflich, sondern auch falsch. Die Schotten sind selbstständig und konstituierten 1999 ihr eigenes Parlament. Aufgrund der mitunter blutigen Historie ist jeder Schotte zu Recht beleidigt, wenn man ihn in einen Topf mit den Engländern wirft.

Die Schotten für geizig halten

Geiz wird den Schotten bis heute sprichwörtlich nachgesagt. Doch selten wird man ein Volk finden, das so gastfreundlich ist, und selten ein Land, in dem so viel und so großzügig für allgemeinnützige Zwecke gespendet wird.

An die kulinarische Einöde glauben

Fish & chips, und das war's? Falsch, Schottland ist keine kulinarische Einöde, sondern hat exzellente Restaurants zu bieten. Allerdings haben die auch ihren Preis– das sollte man bei der Reiseplanung einkalkulieren.

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Seit 30 Jahren zieht es Martin Müller regelmäßig nach Schottland. Für eine Weile ließ sich der Journalist und Fotograf sogar auf Orkney nieder, wo sich keltisches und nordisches Temperament vermischen. Wandern und Whisky, Kajak- und Städtetouren: Die vielen Facetten der Insel hat Müller in zahlreichen Reportagen beschrieben. Sein ständiger Begleiter auf Reisen: ein Tweedsakko. „So kann ich mich immer in Schottland einwickeln.“

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Quelle: www.marcopolo.de