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Reiseführer Nordseeküste Schleswig-Holstein:Einkaufen

Küstenkitsch, Souvenirs, Praktisches, Kleidsames, Leckeres, Flüchtiges und ein paar Ideen für die Ewigkeit

Im Urlaub lässt man sich ja gern verführen; gönnt sich dies und das, was es zu Hause nicht gibt. Ein Souvenir, das an den Urlaub erinnern soll, ein Mitbringsel für die Daheimgebliebenen oder Leckeres, was zu Hause Erinnerungen an die Tage an der Küste weckt.

Souvenirs

Dänisches

Im Königreich gibt es Design, Kerzen, Möbel, Tabak und viele Sorten süßen Kuchen. Die Möbelhäuser in Tønder haben in den Sommermonaten auch samstags und sonntags geöffnet und liefern Bett, Schrank und Sofa meist kostenlos auch nach Deutschland. Für Küche und Wohnzimmer gibt es zudem schickes dänisches Design und all den Schnickschnack, den man zwar nicht braucht, aber schön findet. Wer Geld ausgeben möchte, der findet edle Leuchter und Gläser skandinavischer Glasbläsereien, Porzellan der Manufaktur „Royal Copenhagen“ oder Besteck und Accessoires des dänischen Gold- und Silberschmieds Georg Jensen.

Küstenkitsch

Anker für die Hausschlüssel, Flaschenöffner mit handschmeichelnder Badenixe, getrocknete Seesterne, Schneckenhäuser, die es in der Nordsee nicht gibt, die dafür aber am Ohr rauschen; Pharisäertassen mit Inhaltsangabe oder ein Leuchtturm für den Vorgarten: Wer Küstenkitsch liebt, kommt ganz auf seine Kosten. Und für die Kinder gibt es Seehunde, Lämmer, Plüschflundern & Co. zum Kuscheln.

Delikatessen

Lammmettwurst, -schinken oder geräucherte Keule, Wurst vom Galloway- oder vom Highlandrind sowie Schafs- oder Ziegenkäse, gekauft am letzten Urlaubstag, gehören in die Kühltasche. Haltbarer sind ein Glas rote Grütze oder Marmelade z. B. aus Sanddorn sowie eingewecktes Sauerfleisch. Mittlerweile gibt es diese Köstlichkeiten auch in Bioqualität, nicht nur in den zahlreichen Hofläden, sondern auch in normalen Geschäften. Auch Tee können Sie sich mitnehmen, doch Vorsicht: Es gibt obskure Mischungen, deren fantasievolle Verpackungen mehr versprechen, als ihr Inhalt hergibt. Wem das egal ist, der kann den Tee mit einem Schuss hochprozentigem Köm veredeln. Nachteil all dieser Köstlichkeiten: Sie sind vergänglich und schmecken zu Hause doch irgendwie anders.

Kunsthandwerk & Design

Die Schilder „Galerie“ und „Töpferei“ am Straßenrand versprechen Kunst und Handwerk. Nehmen Sie sich die Zeit, und schauen Sie mal rein. Ob es sich bei dem Aquarellleuchtturm oder der Küstenlandschaft in Öl nun um Kunst handelt, darüber lässt sich streiten. Letztendlich entscheiden Sie, ob es zu Hause noch einen Platz an der Wand gibt. Dem Töpfer an seiner Drehscheibe über die Schulter zu schauen ist faszinierend, und womöglich erstehen Sie ein Service, gebrannt mit friesisch-farbiger Glasur. Sollten Bilder, Becher und Kannen ein Preisschild tragen, geben Sie dennoch ein Gebot ab. Handeln ist erlaubt!

Mode

Absolut regional authentisch sind die blau-weißen Fischerhemden. Sie wehen nicht nur auf dem Bügel vor den Souvenirläden, sondern es gibt sie auch im Fachgeschäft. Komplett ist die Tracht mit einem roten Halstuch. Wem das nicht reicht, der setzt sich eine Pudelmütze oder die blaue Schirmmütze namens „Elbsegler“ auf. Zu Hause zweifelt dann niemand mehr, dass Sie von der Küste kommen.

Sonstige Einkaufen

Warmes

Es soll doch etwas für die Ewigkeit sein? Wie wäre es mit einem Fell vom Schaf, hell oder dunkelbraun? Solch eine natürliche Wärmflasche kaufen Sie besser dort, wo Bock und Lamm zu Hause sind, sonst kann es Ihnen passieren, dass Sie ein Schnuckenfell aus der Lüneburger Heide in der Kinderkarre oder auf dem Autositz spazieren fahren. Wem ein ganzes Fell gar zu tierisch ist, wer aber auf wärmende Wolle nicht verzichten möchte, für den bleiben ein paar Knäuel Wolle – handgesponnen und naturgefärbt. Daheim ist dann jede Masche mit einer schönen Erinnerung verbunden.

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Der gebürtige Hamburger (55) lebt im Städtchen Burg am Nord-Ostsee-Kanal, wo er sein Geld als freiberuflicher Autor – u. a. auch für die MARCO POLO Bände „Sylt“ und „Föhr/Amrum“ – und als Lektor verdient. In seiner Freizeit ist er gern im Marschland der Westküste – quasi direkt vor seiner Haustür – unterwegs und engagiert sich für den Schutz des Weltnaturerbes Wattenmeer.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de