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Vollkaskoversicherung Vergleich 2020 – Jetzt Angebote vergleichen und Vollkasko abschließen

Nur mit einer Kfz-Haftpflichtversicherung darf in Deutschland und vielen anderen Ländern ein Auto auf öffentlichen Straßen bewegt werden. Damit verbunden ist die Entschädigung der Menschen, die nicht schuldhaft an einem möglichen Unfall mit Ihrem Fahrzeug beteiligt sind. Wenn Sie der Unfallverursacher sind, bleiben Sie auf dem Schaden an Ihrem eigenen Fahrzeug sitzen, es sei denn, Sie haben zuvor absolut freiwillig eine Teilkasko– oder eben eine Vollkaskoversicherung abgeschlossen.

Die Vollkasko, das mag ihr Name schon suggerieren, bietet deutlich mehr Leistungen als eine Teilkasko. So fließt zum Beispiel auch dann Geld, wenn der Fahrzeughalter den Unfall verschuldet hat oder wenn es sich um Vandalismus handelt. Doch die Prämien für die Vollkaskoversicherung sowie das, was die Unternehmen wirklich zu leisten bereit sind, variieren so immens, dass wir Ihnen dringend den Vollkasko-Vergleich ans Herz legen möchten.

Was bedeutet Vollkasko überhaupt?

VollkaskoIm Spanischen bedeutet casco zum Beispiel „Schiffsrumpf“, also dessen gänzlich leerer Raum ohne technische Innereien, im Gegensatz zum Cargo, womit die Ladung gemeint ist. Schiffsladungsversicherungen haben tatsächlich lange Tradition, da klingt jedem bestimmt die „Deutsche Lloyd Transport-Versicherungs-AG“ in den Ohren.

Unter der kurzen Bezeichnungsweise Kaskoversicherung wird heute in der Regel eine Teil- oder Vollkaskoversicherung eines Kraftfahrzeugs verstanden. Durch die freiwillig abzuschließende Teilkasko sind Schäden am eigenen Fahrzeug abgedeckt, dabei kann es sich zum Beispiel um Glasbruch, Wildschaden, Diebstahl oder Brand handeln.

Die ebenfalls freiwillige Vollkaskoversicherung deckt auch Schäden am eigenen Fahrzeug ab, allerdings sind hier die Leistungen wesentlich umfangreicher als bei der Teilkasko. Was über Letztere hinausreicht, wird im Folgenden explizit aufgeführt.

Anders als die Kfz-Haftpflichtversicherung, die Schäden an Dritten übernimmt, besteht keine Verpflichtung dazu, eine Kaskoversicherung für das eigene Fahrzeug abzuschließen.

Die wichtigsten Aspekte der Vollkaskoversicherung kurz zusammengefasst

  • Anders als die gesetzlich vorgeschriebene Kfz-Haftpflichtversicherung handelt es sich bei Teil- und Vollkasko um freiwillige Zusatzversicherungen.
  • Die Kfz-Haftpflicht kommt für Schäden des Unfallgegners auf.
  • Die Teilkaskoversicherung bezahlt bei Brand, Diebstahl, Glasbruch und Wildschäden stets den Zeitwert all dessen, was zu Schaden gekommen ist.
  • Die Vollkaskoversicherung gleicht darüber hinaus Schäden durch Vandalismus aus oder wenn der Fahrzeughalter den Unfall selbst verschuldet hat. Der Neupreis wird meistens mehrere Monate nach dem Erwerb des neuen Fahrzeugs zur Basis genommen, danach orientiert sich auch die Vollkasko am Zeitwert.
  • Mit Blick darauf, dass die Vollkasko bereits die Teilkasko beinhaltet, ist es grundsätzlich möglich, für beide Versicherungskomponenten unterschiedliche Selbstbeteiligungen zu vereinbaren.
  • Schäden, die aus der Teilkaskoversicherung heraus ausgeglichen werden, haben keinen negativen Einfluss auf den Schadenfreiheitsrabatt bei der Vollkaskoversicherung, was auch nur konsequent ist.

Wo liegen die Unterschiede zwischen der Teilkasko- und Vollkaskoversicherung?

Kfz-Haftpflichtversicherung

Wichtige UnterschiedeDies nur zur Vervollständigung: Wenn ein anderer Verkehrsteilnehmer durch Ihr Fahrzeug zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall einen Schaden erleidet, egal, ob dadurch sein Fahrzeug beschädigt wurde oder ob es sich sogar um einen Personenschaden handelt, begleicht Ihre Kfz-Haftpflicht sämtliche Kosten, die sich daraus ergeben. Diese Garantie reicht bis hin zu Vermögensschäden.

Teilkaskoversicherung

  • Raub, Diebstahl und Unterschlagung des Fahrzeugs. Dies gilt auch für Fahrzeugteile, wenn zum Beispiel die Reifen abmontiert werden.
  • Unwetterschäden zum Beispiel durch Sturm ab Windstärke 8, Hagel, Blitzeinschlag
  • Explosionen und Brand
  • Elektrischer Kurzschluss
  • Glasbruch
  • Zusammenprall mit wilden Tieren wie Rehe oder Wildschweine
  • Marderbisse

Vollkaskoversicherung

Anders als bei der Teilkasko werden auch Schäden durch Vandalismus und durch selbst verschuldete Unfälle übernommen. Sogar die Wertminderung, die ein Fahrzeug durch einen Unfall erfährt, wir ausgeglichen. Es muss ja bei einem Unfall nicht immer ein anderer Autofahrer beziehungsweise dessen Fahrzeug beteiligt sein. Wer ist nicht schon mal beim Ausparken an einen Baum oder eine Wand geschrammt? Auch bei der Auffahrt auf eine Fähre oder in ein Parkhaus kann es mal sehr eng werden. Oder ein Unfallgegner entzieht sich seiner Verantwortung durch Unfallflucht und kann nicht ermittelt werden. In allen denkbaren Fällen kommt die Vollkasko für die Schäden an Ihrem Fahrzeug auf.

Bei beiden Kasko-Versicherungen ist fest eingebautes Sonderzubehör wie Lautsprecherboxen oder Navigationsgeräte beitragsfrei mitversichert, allerdings nur bis zu einer bestimmten Grenze.

Für wen ist eine Vollkasko sinnvoll?

Wer sich ein ganz neues Auto oder ein besonders hochwertiges Fahrzeug gekauft hat, sollte unbedingt eine Vollkaskoversicherung abschließen. Bei geleasten oder anderweitig finanzierten Fahrzeugen bestehen die Mittelgeber sowieso auf dieser umfassenden Form der Absicherung. Bedenken Sie dabei, in welche Situation Sie da ohne Vollkasko geraten würden. Sie müssten weiterhin die Kreditraten bedienen und dennoch die Reparatur oder eine Neubeschaffung eines stark beschädigten Fahrzeugs aus eigener Tasche stemmen.

Für Neufahrzeuge ist eine Vollkaskoversicherung sehr sinnvoll. Wurde ein Auto auf Kredit gekauft oder geleast, ist die Vollkasko ohnehin unumgänglich.

Eine alte Faustregel besagt, dass Neufahrzeuge ungefähr die ersten 5 Jahre mit einer Vollkasko verbunden werden sollten. Für hochwertige Fahrzeuge darf dieser Zeitraum länger sein. Für ältere Fahrzeuge kann sich noch eine Teilkaskoversicherung lohnen, da diese bei Diebstahl zumindest den Wiederbeschaffungswert ersetzt.

Nun gibt es durchaus besondere Kombinationen aus Fahrzeugtyp, Schadenfreiheitsklasse – SF – und dem Wohnort, bei denen kaum ein Unterschied in den Beiträgen für die Teil- und Vollkasko besteht. Insofern lohnt sich unbedingt der Vergleich unterschiedlicher Tarife.

Anders ausgedrückt: Wer bereits eine hohe SF-Klasse erklommen hat, ist oft gut beraten, seine dann günstige Vollkaskoversicherung durchaus etwas länger fortzuführen. Das hat damit zu tun, dass die Teilkaskoversicherung grundsätzlich keine Schadenfreiheit im Tarif berücksichtigt. Auf jeden Fall sollten Sie Ihre Vollkasko solange weiter bestehen lassen, wie Ihr Fahrzeug gegebenenfalls geleast oder per Kredit finanziert ist.

Falls Sie über einen hohen Schadenfreiheitsrabatt verfügen, könnte die Prämie für eine Vollkaskoversicherung sogar geringer ausfallen als für eine Teilkasko, die einen SF nicht bereitstellt.

Warum ist der Vollkasko-Vergleich so wichtig?

VollkaskoversicherungEs gibt eine ganze Reihe von Einzelschäden, die beim Vollkaskoversicherung-Vergleich besondere Beachtung verdient:

  • Marderschäden
    Viele Versicherungsunternehmen übernehmen in diesen Fällen lediglich Reparaturkosten für beschädigte Kabel, Schläuche oder Dichtungen. Doch es gibt auch großzügigere Versicherungen, die sogar Folgeschäden daraus bis zu einer zuvor festgelegten Grenze bezahlen. Bedenken Sie dabei, dass ein beschädigter Kühlschlauch im schlechtesten Fall zu einem irreversiblen Motorschaden führen kann.
  • Aufprall durch Tiere
    Manche Unternehmen versteifen sich in ihrer Eingrenzung noch immer auf sogenanntes Haarwild. Doch die seriöseren Anbieter haben den Zoo, der zuweilen unsere Landstraßen bevölkert, inzwischen deutlich erweitert, sodass sie sogar Tarife finden können, bei denen es auf die Art des Tieres, das ein Unfall verursachte, gar nicht mehr ankommt. Achten Sie also möglichst auf eine Formulierung wie „Tiere aller Art“, denn in diesen Tarifen sind auch Zusammenstöße mit Vögeln, Nutztieren und so weiter mitversichert.

Der „Verzicht auf die Einrede wegen grober Fahrlässigkeit“ ist von besonderer Bedeutung

Wenn bei einem Unfall grobe Fahrlässigkeit festgestellt wird, lehnen viele Versicherungen eine Regulierung des Schadens am Fahrzeug des Versicherungsnehmers ab. Doch es gibt auch Unternehmen beziehungsweise Tarife, in denen derartige feinsinnige rechtliche Bewertungen außen vor gelassen und grundsätzlich immer reguliert werden. Ein solcher Tarif ist unbedingt zu bevorzugen und unter obigem Stichwort „Verzicht auf die Einrede wegen grober Fahrlässigkeit“ zu finden.

Die gesetzliche Definition der groben Fahrlässigkeit ist ohnehin etwas schwammig und oftmals auf die Lebenswirklichkeit nicht richtig abzubilden. Dies führt dann immer wieder zu langwierigen Auseinandersetzungen vor Gericht, wo die Versicherungsgesellschaft übrigens in der Pflicht steht und die grobe Fahrlässigkeit des Fahrers nachweisen muss.

Falls Ihnen grob fahrlässiges Verhalten im Straßenverkehr vorgeworfen wird beziehungsweise vorgeworfen werden könnte, ist es gut, wenn Sie zusätzlich über eine Verkehrsrechtsschutz-Versicherung verfügen.

Neuwert oder Wiederbeschaffungswert?

Bitte genau hinschauenAls Obergrenze bei der Regulierung gilt in der Regel der Wiederbeschaffungswert des Autos. Wenn nach einem Unfall die Reparaturkosten plus der Restwert des Fahrzeugs dessen Wiederbeschaffungswert deutlich übersteigen, ist der Sachverhalt des wirtschaftlichen Totalschadens gegeben. In einem solchen Fall wird das defekte Fahrzeug der Verwertung zugeführt, was Ihnen schon mal einen geringen Betrag einbringt, und die Versicherung zahlt Ihnen den Restbetrag bis zur Höhe des Wiederbeschaffungswertes aus.

Neufahrzeuge verlieren bekanntlich in den ersten Jahren sehr schnell an Wert. Falls Ihr neues, finanziertes Auto bald nach dem Kauf gestohlen wird oder einen Totalschaden erleidet, bekommen Sie von der Versicherung deutlich weniger Geld als Ihre Verbindlichkeiten bei der Bank noch ausmachen. Doch die Leasinggesellschaft oder Bank pocht dann oft auf eine unmittelbare Ablösung des noch offenen Kredits.

Um einer solchen Bredouille zu entgehen, können Sie das Tarifmerkmal Neuwertentschädigung beziehungsweise Premium-Deckung wählen. In diesem Fall können Sie den Zeitraum der Neupreiserstattung selbst festlegen, maximal allerdings auf 2 Jahre.

Passen Sie bei den Formulierungen in den Versicherungsbedingungen gut auf. Da könnte zum Beispiel drinstehen, dass eine Neuwertentschädigung NUR bei Erstzulassung möglich ist. Alle Fahrzeugen, die auch nur eine einzige Tageszulassung hatten, was bei Händlern üblich ist, fallen dann durchs Raster.

Bei der sogenannten GAP-Deckung verringert sich der Erstattungshöchstbetrag dynamisch mit den abnehmenden Verbindlichkeiten im Rahmen des Leasingvertrages. Auf diese Weise ist gewährleistet, dass es praktisch zu jedem Zeitpunkt keine Finanzierungslücke zwischen Wiederbeschaffungswert und Restwert des Leasingvertrages gibt. Der Vollkasko-Vergleich bietet die Möglichkeit, ganz konkret nach Tarifen mit diesem Zusatzbaustein, der aber auch seinen Preis hat, zu suchen.

Das Tarifmerkmal Neuwagenentschädigung lohnt sich bei hochwertigen und bei finanzierten/geleasten Fahrzeugen.

Was beeinflusst die Prämie einer Vollkasko-Versicherung?

Die wesentliche Grundlage zur Ermittlung der Versicherungsprämie ist die Schadenstatistik des „Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft“ – GDV. Jedes der circa 27.000 Fahrzeugmodelle kann mit einer individuellen Schadenhäufigkeit und durchschnittlichen Höhe der Schäden aufwarten, was nach den Zulassungsbezirken aufgeschlüsselt wird.

Bitte merken!Das ist die Basis der Einstufung in Regional- und Typklassen. Dabei unterscheiden sich die Statistiken mit Bezug auf die Teilkasko und Vollkasko zum Teil erheblich. Eine höhere Klasse bedeutet immer auch eine teurere Prämie. Wenn ein Fahrzeugmodell ganz neu auf den Markt kommt, muss eine initiale Schätzung her.

Nach jedem Versicherungsjahr erfolgen dann Korrekturen dahingehend, dass die zuvor festgelegten Zahlen den beobachteten Realitäten angepasst werden. Vor der Hauptfälligkeit werden entsprechende Informationen zu notwendigen Beitragsänderungen an die Kunden versendet.

Die Prämie der Vollkaskoversicherung wird im Wesentlichen durch diese drei Größen bestimmt:

  1. Fahrzeugabhängige Typklasse
  2. Wohnortabhängige Regionalklasse
  3. Höhe der von Ihnen festgelegten Selbstbeteiligung
Die Selbstbeteiligung ist ein ganz wesentlicher Faktor für die Kosten Ihrer Kaskoversicherung. Bei Vollkasko hat sich eine Selbstbeteiligung in Höhe von 300 Euro gut bewährt. Vielleicht macht es Ihnen nichts aus, sogar eine höhere Selbstbeteiligung zu akzeptieren. Doch die Erfahrung zeigt, dass das Entgegenkommen der Unternehmen in diesem Fall etwas dürftig ausfällt.

Weitere prämienbestimmende Faktoren

AchtungZusätzlich können Sie zum Teil recht attraktive Rabatte geltend machen und sich dadurch eine besonders günstige Autoversicherung zurechtlegen, falls Sie sich folgenden Regelungen unterwerfen können:

  • Je sicherer Sie Ihr Auto nachts zwischen 22.00 und 6.00 Uhr unterbringen können, desto günstiger ist Ihre Prämie. Gern gesehen sind bei den Versicherungen Einzel- oder Doppelgaragen, Carports, eigene Grundstücke oder Tiefgaragen. Allein der Nachweis eines Eigenheims kann Ihnen Pluspunkte einbringen.
  • Wenn das Fahrzeug nur von Ihnen und Ihrer Partnerin – oder vice versa – benutzt wird, stellt dies für Ihre Versicherung ein wesentlich geringeres Risiko dar, als wenn das Auto einer ganzen Kommune jederzeit zur Verfügung steht oder als Dienstwagen von mehreren Mitarbeitern einer Firma genutzt wird. Dabei spielt das Alter der Nutzer keine unbeträchtliche Rolle.
  • Kaskoversicherungen lieben es, ihren Kunden bestimmte Werkstätten vorzuschreiben, woran das auch immer liegen mag. Größere Rahmenverträge im Hintergrund spielen gewiss eine Rolle. Falls Ihnen dies nichts ausmacht, können Sie bei der Vollkasko etwas Geld sparen.

Der Schadenfreiheitsrabatt ist ein wesentliches Kriterium

Schadenfreie Jahre werden durch die Versicherungsgesellschaften durchaus etwas unterschiedlich bewertet, hier die Prozentsätze im Einzelnen:

SF-Klasse Bedingung Beitragshöhe
M (Malusklasse) Fahranfänger nach Unfall (eigene Schuld) über 100%
S Nach Rückstufung aus SF 1 über 100%
0 Fahranfänger über 100%
SF 1/2 mindestens 3 Jahre EU-Führerschein über 100%
SF 1 1 Jahr unfallfrei ca. 65-100%
SF 2 2 Jahre unfallfrei ca. 60%
SF 3 3 Jahre unfallfrei ca. 55%
SF 4 4 Jahre unfallfrei ca. 50%
SF 5-8 5-8 Jahre unfallfrei ca. 45-50%
SF 9-15 9-15 Jahre unfallfrei ca. 40-45%
SF 16-25 16-25 Jahre unfallfrei ca. 30-35%
ab SF 26 mehr als 26 Jahre unfallfrei ca. 25-30%
Falls Sie Ihren Anbieter wechseln, behalten Sie Ihre Schadensfreiheitsklasse und werden dementsprechend von der neuen Versicherung eingestuft.

Laufzeiten und Kündigungsfristen bei der Vollkaskoversicherung

Es ist oftmals so, dass die Vollkaskoversicherung zusammen mit der Kfz-Haftpflichtversicherung auf den Weg gebracht wird, es gelten also die gleichen Kündigungsfristen, Hauptfälligkeiten und Laufzeiten. Der Vertrag für die Vollkasko kann dann zur Hauptfälligkeit, normalerweise der 30. November, unter Berücksichtigung der Monatsfrist gekündigt werden.

Bei jeder Beitragserhöhung besteht aber ein außerordentliches Kündigungsrecht, und zwar 4 Wochen lang nach dem Zugang des entsprechenden Informationsschreibens. Dies gilt aber nicht, wenn Ihr Tarif sich zum Beispiel deshalb verteuert, weil Ihr Schadensfreiheitsrabatt zurückgestuft wurde. Durch den Verkauf oder die Abmeldung des Fahrzeugs erlischt der Vertrag mit demselben Datum automatisch.

Falls Sie den Anbieter der Kaskoversicherung wechseln möchten, ist für die Kündigung der Stichtag, zum Beispiel der 30. November, zu beachten. Dagegen besteht bei jeder Beitragserhöhung, bei Fahrzeugwechsel oder dessen Abmeldung und bei jedem gemeldeten Schadensfall ein Sonderkündigungsrecht, auch dann, wenn der Schaden zu Ihrer Zufriedenheit reguliert wurde.

Fazit

Wichtiger HinweisIn jeder Vollkaskoversicherung ist eine Teilkaskoversicherung bereits enthalten, doch sie bietet einen umfassenderen Schutz für das eigene Fahrzeug, auch dann, wenn der Fahrzeughalter einen Unfall selbst verschuldet hat und grobe Fahrlässigkeit nicht einmal auszuschließen ist. Wenn die voraussichtlichen Reparaturkosten und der Restwert des Fahrzeugs dessen Wiederbeschaffungswert übersteigen, handelt es sich formal um einen Totalschaden. Wem es wichtig ist, kann optional eine Neuwertentschädigung für einen längeren Zeitraum bis zu 2 Jahre vereinbaren.

Für jedes Jahr, in dem kein Vollkaskoschaden gemeldet wird, erhöht sich der Schadenfreiheitsrabatt, der Ihre Kaskoversicherung verbilligt. Dies kann so weit gehen, dass eine Vollkasko sogar günstiger ist als eine Teilkaskoversicherung, die die Schadenfreiheit nicht berücksichtigt. Doch es gibt große Unterschiede im Preis-Leistungs-Verhältnis der verschiedenen Anbieter, sodass vor jedem Vertragsabschluss ein Vollkasko-Vergleich unbedingt zu empfehlen ist.