Reisetipps Schweden

Bloss nicht! Schweden

Ein Privathaus ungefragt mit Schuhen betreten

In den Winter- und Herbstmonaten ist es in Schweden sehr feucht, und das Schuhwerk wird häufig schmutzig. Es ist deshalb üblich, Wohnungen nicht mit Schuhen zu betreten. Sie sollten vorher immer fragen, ob die Schuhe ausgezogen werden sollen.

Elchschilder abmontieren

Touristen, die Warnschilder von Fahrbahn querenden Elchen abmontieren, machen sich nicht nur strafbar, sondern auch äußerst unbeliebt. Die Elchschilder mögen zwar ein außergewöhnliches Souvenir sein, doch das Ansehen der Touristen bei den Einheimischen steigt dadurch nicht gerade.

Die schwedische Ordnungswut kritisieren

Schweden schätzen es, wenn alles wie am Schnürchen läuft. In der Post, der Apotheke, dem Bahnhof und an der Käsetheke wird nur bedient, wer zuvor ein nummerlapp gezogen hat. Sich über das System zu mokieren, ist ein Affront. Genauso wenig sollten Sie sich darüber lustig machen, dass die Schweden das Prinzip „Rechts stehen, links gehen“ auf der Rolltreppe auch dann beherzigen, wenn es wahnsinnig voll ist und alles schneller gehen würde, würde die gesamte Treppe belegt.

Den schwedischen Wohlfahrtsstaat in Frage stellen

In keinem anderen Land der Welt werden so hohe Steuern erhoben wie in Schweden. Bis zum 22. August jedes Jahres arbeitet der Durchschnittsschwede für die Staatskasse. Umgekehrt wissen die Schweden aber sehr genau, wie sie von den Segnungen des mächtigen Zentralstaats profitieren können. Diese starke Verbindung von Staat und Gesellschaft in Frage zu stellen ziemt sich nicht - schon gar nicht für Ausländer oder Nicht-Sozialdemokraten. Selbst die seit 2006 regierende bürgerliche Koalition gebärdet sich unterdessen als oberste Schutzmacht der sozialen Wohlfahrt. Und die konservative Partei betrachtet sich inzwischen als „neue Arbeiterpartei“ Schwedens.

Schweden mit "Sie", „Frau“ oder „Herr“ ansprechen

Seit 30 Jahren sprechen sich alle Schweden mit „Du“ an. Die „Du“-Reform löste die zwischen unterschiedlichen Gesellschaftsklassen unterscheidenden Anredeformen ab. Tiefergestellte Personen wurden zuvor mit einem herablassend empfundenen „Sie“ (schwed. „Ni“) angesprochen, das vornehme Volk mit „Herr“ und „Frau“ plus Nachnamen angeredet. Heute sollten diese Formen geflissentlich vermieden werden. Einzige Ausnahme: Begegnet Ihnen ein Mitglied des Königshauses, bitte NICHT duzen, sondern nur in dritter Person ansprechen („Ist die Königin auch im Urlaub?“).