Reisetipps Kenia

Ausflüge & Touren Kenia

Rund um den „weissen Berg“

Die Route führt um die Westflanke des Mount Kenya - über Archer's Post in das Stammesgebiet der Samburu. Benötigte Zeit: zumindest 3 Tage. Der größte Teil der 700 km langen Strecke führt über befestigte Straßen und kann mit einem normalen PKW befahren werden. Wer über Isiolo hinaus bis in den Samburu-Nationalpark will, braucht dafür einen Geländewagen - und sollte die Fahrt nur in der Trockenzeit unternehmen. Wann immer die Strecke durch Regionen jenseits größerer Ortschaften führt, sollten Sie jede Gelegenheit nutzen zu tanken.

Sie verlassen Nairobi in nordöstlicher Richtung auf der Schnellstraße A 2. Der nächste größere Ort, nach 44 km, ist Thika. Hier lohnt ein Abstecher zum Blue Post Hotel, die Abfahrt von der A2 ist ausgeschildert. Es wurde erbaut, als die ersten weißen Siedler in der Region Fuß fassten. Sehenswert sind der tropische Garten und der Blick auf die Wasserfälle des Chania- und Thika-Flusses.

Die gut ausgebaute Straße führt zwischen den Bergen der Aberdares im Westen und des Mount Kenya im Osten über Sagana weiter nach Norden. Sanft geschwungene Hügelketten bestimmen das Landschaftsbild, Kaffeeplantagen wechseln sich mit Sisalpflanzungen ab, dazwischen liegen verstreut auf kupferrotem Lateritboden Rundhütten aus Lehm. Es ist das dicht besiedelte Kernland des größten Volkes Kenias, der Kikuyu.

Wer das Ziel nicht an einem Tag erreichen will, kann 5 km hinter Karatina den ausgeschilderten Abzweig D 451 nehmen. Nach ca. 20 km gelangen Sie zur Serena Mountain Lodge (bereits in Nairobi buchen | www.serenahotels.com | €€): eine Luxuslodge auf Pfählen in über 2000 m Höhe im Wald am Hang des Mount Kenya. Ein Elefantenwechsel führt direkt an der Lodge vorbei.

Weiter auf der Strecke, im Nordwesten um Nyeri, liegt das ehemals bevorzugte Siedlungsgebiet britischer Farmer, die fruchtbaren „White Highlands“: Weizenfelder bis zum Horizont, riesige Kaffeeplantagen, Rinderfarmen. Mit etwas Glück - die beste Zeit ist früh morgens - reißt der Wolkenkranz über dem Bergmassiv des Mount Kenya auf.

Naro Moru, 190 km von Nairobi entfernt, der nächste Ort auf der Strecke, ist der Ausgangspunkt für die Besteigung des Mount Kenya. Für einen Zwischenstopp geeignet ist die Naro Moru River Lodge (Tel. 62/62622 | €) mit Möglichkeiten zum Wandern und Forellenangeln. Kurz vor Nanyuki, 215 km von Nairobi, überquert die A2 den Äquator.

Zur Übernachtung bietet sich der Mount Kenya Safari Club (Tel. 02/216940 | www.fairmont.com/kenyasafariclub) an, der exklusivste Club Kenyas (Krawatte!) oder, entschieden preiswerter, das rustikale Sportsman's Arms Hotel (42 Zi. | Tel. 62/32348 | Fax 22895 | €€) in Nanyuki.

Ein empfehlenswerter Abstecher: Zwischen Bantu Lodge und Nanyuki führt eine Piste von der Asphaltstraße zum Trout Tree. Das malerisch gelegene Restaurant ist in und um einen gewaltigen Mugamo Fig Tree gebaut. Spezialität: fangfrische Forellen vom Holzkohlegrill (tgl. 11-16 Uhr | €).

Um die Nordflanke des Mount Kenya herum klettert die Straße auf 2000 m, um später wieder abzufallen, hinunter ins Tafelland. Ein beeindruckendes Panorama eröffnet sich: endlose Ebenen, am Horizont im Dunst verschwimmende Berge. Die Vegetation wird karger, die Luft heißer. Dann taucht Isiolo auf, ein kleiner Ort an der Nahtstelle zwischen Nord- und Südkenia, Treff- und Handelspunkt der unterschiedlichsten Volksgruppen des Landes. Unübersehbar sind die Nomaden mit ihren Kamelen, die hierher zum Markt kommen.

In Isiolo endet die Asphaltstraße. Von hier geht es nur noch im geländegängigen Fahrzeug weiter. An der Ortsausfahrt ein Polizeiposten. Den Schlagbaum kann nur passieren, wer Namen, Fahrzeugkennzeichen und das Reiseziel einträgt. Vorsichtshalber sollten Sie sich bei den Rangern nach dem gegenwärtigen Zustand der weiteren Strecke und nach der Sicherheitslage erkundigen.

Es folgt eine knochenharte Waschbrettpiste zum Archer's Post, dem Eingang sowohl zur Samburu- als auch zur Buffalo-Springs- und Shaba National Reserve. Die schönste Route führt in die Samburu National Reserve, an den Uaso River in den Samburu Intrepids Club (25 Zelte | Tel. 64/30813 | Fax Nairobi Tel. 20/444600 | www.sales.heritagehotels.co.ke | €€€). Unbedingt vorher in Nairobi buchen! Die Unterkunft besteht aus Luxuszelten direkt am Fluss, der ideale Ausgangspunkt für Touren in die faszinierende Landschaft des Samburu-Parks: Buschsavanne, Schirmakazienwälder, in der Ferne ein Tafelberg, der Ololokwe, und dazwischen das silbern glänzende Band des Flusses Uaso-Nyiro, die Ufer von Palmen gesäumt.

Auf der Rückfahrt lohnt es, eine andere Strecke zu nehmen, die um die fruchtbare und dicht besiedelte östliche Flanke des Mount Kenya führt. Man fährt zunächst denselben Weg zurück, verlässt dann aber 21 km hinter Isiolo an der nächsten Straßenkreuzung die A2, und folgt der Ausschilderung nach Meru. Wer Zeit hat, sollte hier eine Übernachtung in Elsa's Kopje einlegen: 9 Cottages in der nahezu unberührten Wildnis des Meru-Nationalparks (Eintritt 30 Euro). Berühmt wurde der Ort durch George Adamson und seine Löwin „Elsa“, der Star des Films „Born free“ (Buchung: Tel. Nairobi Tel. 02/604053 | www.chelipeacock.co.ke | €). Über Embu führt die Route wieder nach Thika und Nairobi zurück.

Abenteurer in menschenleerer Wüstenregion

Die Route führt von Nairobi durch das Rift Valley in den äußersten Norden Kenias, zum Turkana-See. Die organisierte Fahrt mit dem „Turkana Bus“ ist eine Campingsafari im geländegängigen Wagen unter der Obhut kenianischer Führer. Dauer: 8 Tage, Start in Nairobi, Übernachtung in Zelten, verpflegt werden die Teilnehmer von einem kenianischen Koch.

Zunächst geht es hinunter ins Rift Valley. Der erste Stop wird am Lake Nakuru mit einem Besuch der Flamingokolonien eingelegt. Dann geht's weiter nach Maralal; die Nacht wird im Zeltcamp am Fuße des Oldonyo-Nyiru-Berges verbracht. Spektakuläre Ausblicke auf das Rift Valley Escarpment bieten sich am nächsten Tag auf der Weiterfahrt in den Northern Frontier District, in die absolute Einsamkeit. Allmählich geht das Land in Halbwüste und schließlich in Wüste über, spärlich besiedelt von Nomaden und ihren Kamelherden. Flimmernde Hitze, schwarzes Lavagestein - eine Landschaft, in der jedes Leben erstorben scheint. Plötzlich schimmert jadegrün eine endlose Wasserfläche: Das Ziel ist erreicht, der Turkana-See. Über 230 km erstreckt er sich vom Mount Kulal bis zur Grenze nach Äthiopien. Auf der Insel Central Island (Bootsausflüge möglich) befindet sich das landesweit größte Brutgebiet von Krokodilen. Am Ostufer bei Koobi Fora liegt eine inzwischen weltberühmte Ausgrabungsstätte: der Fundort eines 2,2 Mio. Jahre alten Hominidenschädels.

Buchung und Information: Let's Go Travel