Reisetipps Dresden

Bloss nicht! Dresden

Der Bierwerbung vertrauen

Das gute Radeberger Pilsner wird nämlich im 15 km entfernten Radeberg gebraut - und wirklich nicht in der Semperoper. Auch wenn das nach dem bekannten TV-Spot - „Es ist an der Zeit, ein Bier zu feiern, wie es so gebraut kein zweites gibt …“ - viele unbeirrt glauben. Wundern Sie sich also nicht, wenn Sie vor der Semperoper stehend auf die Frage „Und wo ist denn nun hier die Radeberger-Brauerei?“ nur Kopfschütteln ernten. Die Brauerei hat inzwischen die Konsequenzen gezogen und einen neuen (viel weniger lustigen) Spot gedreht.

Die Neustadt für gefährlich halten

Hartnäckig hält sich die Mär, dass hier allerlei finstere (oder auch bunte) Gestalten lauern, die einem ans Leder wollen. Das Viertel ist jedoch nicht mehr oder weniger gefährlich als andere Großstadtviertel auch. Bisweilen kann man sich sogar sicherer fühlen als anderswo - selbst nachts um drei sind hier noch jede Menge Leute unterwegs. Wirklich aufpassen sollte man auf die Tretminen, die überall lauern, denn die Neustädter sind ein hundefreundliches Völkchen.

Die Elbseite wechseln

Zumindest nicht im Berufsverkehr und mit dem Auto. Die Brücken sind heimtückische Nadelöhre, vor allem die Carolabrücke und das „Blaue Wunder“. Am besten zwischen 14 und 18 Uhr gar nicht Auto fahren, zumindest nicht in der Innenstadt oder am „Blauen Wunder“. Man schafft in Dresden ohnehin (fast) alles zu Fuß oder mit Bus und Bahn!

Parken, wo es nicht erlaubt ist

Oder ohne zu bezahlen. Die städtischen Parkordnungshüter sind fleißig und ziemlich gnadenlos. Kostenlose Parkmöglichkeiten gibt es in der Innenstadt praktisch keine mehr, gebührenpflichtige Parkplätze und -häuser sind jedoch ausreichend vorhanden. Und die Parkgebühren halten sich - im Vergleich zu anderen Großstädten - immer noch in Grenzen.

Den „Besserwessi“ herauskehren

Versuchen Sie als Besucher aus dem Westen bitte nicht, die Menschen im Osten zu belehren. Zum Beispiel darüber, wie sie vor der Wende gelebt haben. Das wissen die nämlich selbst am besten - sie waren schließlich „vierzsch“ Jahre dabei. Lieber mal fragen, so lernt man sich kennen. Gar nicht gut an kommt der Satz: „Das habt ihr wohl alles von unseren Solibeiträgen gebaut.“ Was viele „Wessis“ nämlich immer noch nicht wissen: Auch die „Ossis“ selbst müssen die Soli-Euros berappen.