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Reiseführer Peloponnes:Bloss nicht

Wie Sie Fettnäpfchen und Unannehmlichkeiten vermeiden

Antikes ohne Erlaubnis mitnehmen

Antiquitäten, alte Webarbeiten und Stickereien sowie alte Ikonen dürfen nur mit Genehmigung ausgeführt werden. Diese Erlaubnis sollte der Händler einholen. Mitbringsel aus antiken Stätten sind unzulässig; selbst kleine Keramikscherben dürfen nicht entfernt werden.

Brandgefahr unterschätzen

Die Waldbrandgefahr in Griechenland ist groß. Insbesondere Raucher und Camper werden um Vorsicht gebeten!

Verkehrsregeln missachten

Verkehrskontrollen sind zwar selten, aber wer erwischt wird, zahlt drastische Bußgelder. Wer falsch parkt, muss mit mindestens 60 Euro rechnen, wer bei Rot fährt, mit 700 Euro.

In jedem Fall Trinkgeld geben

Viele Griechen sind Fremden gegenüber äußerst hilfsbereit. Man weiß oft nicht, wie man sich bedanken soll. Ein Trinkgeld ist außerhalb von Hotels und Restaurants dafür immer der falsche Weg. Oft sind die Helfer wohlhabender, als sie aussehen; Bargeld wäre für sie eine Beleidigung. Besser, Sie laden sie zu einem Kaffee ein oder machen ein Foto von ihnen, das Sie ihnen später auch tatsächlich schicken.

Ohne Preiskontrolle Fisch bestellen

Wer im Restaurant frischen (und recht teuren) Fisch bestellt, sollte beim Abwiegen dabei sein und den Preis erfragen, um unliebsame Überraschungen beim Bezahlen zu vermeiden.

Mittagsruhe stören

Zwischen 14 und 17 Uhr sollte man keinen Griechen anrufen. Auch Mönchen und Nonnen ist die Mittagsruhe heilig: Zwischen 13 und 17 Uhr sind Besucher in Klöstern nicht willkommen.

Zu spärlich bekleidet sein

Am Strand und in den großen Badeorten stören sich Griechen nicht mehr an nackter Haut. In Kirchen und Klöstern aber sind bedeckte Schultern und Knie erwünscht. In manche Klöster werden Besucherinnen in Hosen nicht eingelassen. In den Dörfern wird man von den Einheimischen eher respektiert, wenn man nicht in Badekleidung durch die Gassen schlendert.

Falsche Schuhe tragen

Auch für kleine Wanderungen sollten Sie unbedingt feste Schuhe tragen. Die Wege sind oft steinig und rutschig, auch Marmor kann sehr glatt sein. Außerdem gibt es Schlangen, die zwar normalerweise vor Menschen flüchten - aber man weiß ja nie. Für den Strand empfehlen sich im Sommer Badeschuhe, denn der Sand wird oft sehr heiß.

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Der Bremer Reisejournalist Klaus Bötig ist seit 1973 mehrmals jährlich auf dem Peloponnes unterwegs. Ihn fasziniert vor allem das Miteinander von Küstenlandschaften und Hochgebirgen, in denen im Winter sogar Skilifte in Betrieb sind. Meist kommt er nur sehr langsam voran, denn ständig fordern urige Tavernen und gute Hotels, archäologische Stätten, Klöster und Museen sowie erzählfreudige Menschen zum Bleiben auf.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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