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Reiseführer Niederlande:Einkaufen

Von der Tulpenzwiebel bis zum Diamanten: Souvenirs gibt es in den Niederlanden wirklich für jeden Geldbeutel

MARCO POLO Autorin Elsbeth Gugger

Tulpen, klompen (Holzschuhe) und Windmühlen, diese drei wohl bekanntesten Symbole des Landes, stehen in den Souvenirgeschäften entsprechend hoch im Kurs. Viele dieser "typischen" Hollandsouvenirs sind mit blauen Motiven verziert und den Wörtern origineel Delftsblauw versehen. Vertrauen Sie ja nicht darauf - der Ausdruck Delftsblauw (Delfter Blau) ist nicht geschützt! Die Motive aus Delft erleben in den letzten Jahren eine Renaissance und werden auch unter den Einheimischen immer beliebter. Sie zieren heute auch USB-Sticks, Pantoffeln oder Küchenwecker, die Sie in vielen Krimskramsläden finden.

Antiquitäten & Antiquarisches

Leseratten sei der Gang in ein Antiquariat empfohlen. Vor allem in den größeren Städten gibt es sie in großer Zahl. Auch auf Antiquitätengeschäfte werden Sie immer wieder stoßen.

Blumenzwiebeln

Ein beliebtes Niederlande-Mitbringsel sind Tulpenzwiebeln, die Sie in jedem Souvenirgeschäft, aber natürlich auch auf Märkten oder in Gartencentern finden. Längst sind auch biologisch gezüchtete Blumenzwiebeln auf dem Markt. Sie tragen das Gütesiegel EKO - wie alle biologisch erzeugten Produkte in den Niederlanden. In einigen Souvenirläden finden Sie Tulpenzwiebeln neuerdings in hübsch verzierten Getränkedosen verpackt: Die Knollen stecken schon in Erde und fangen bei regelmäßigem Gießen etwa drei Wochen später zu blühen an. Abgesehen davon erlebt die Nationalblume ein richtiges Revival und ziert immer öfter Alltagsgegenstände: T-Shirts, Handtücher oder Geschirr, Salz- und Pfefferstreuer, Portemonnaies, Fingerhüte, Krawatten - der Phantasie sind kaum Grenzen gesetzt. Außerdem haben findige Designer die altehrwürdige Bauchvase mit Einstecklöchern für jede einzelne Tulpe aus der Mottenkiste geholt.

Diamanten

Ein etwas kostbareres holländisches Souvenir ist ein Diamant. Der berühmte Amsterdamer Schliff ist unter Fachleuten nach wie vor ein Begriff für Qualität. Einen echten Diamanten, allerdings nur einen klitzekleinen, gibt es bereits ab 30 Euro.

Kulinarisches

Schon im 16. Jh. wurden in Noord-Holland, in Friesland und Groningen runde Käselaibe hergestellt und auf den Märkten von Gouda und Alkmaar verkauft. Heute ist Käse ein wichtiges Exportprodukt der Niederlande. Gleichzeitig gibt es einen Trend zur traditionell-handwerklichen Käseherstellung. Wenn Sie über Land fahren, werden Sie immer wieder Schilder mit der Bezeichnung kaasboerderij (Käsebauernhof) sehen. Diese Bauern bieten nicht nur ihren selbst erzeugten Käse zum Verkauf an, sondern gewähren Besuchern häufig auch Einblicke bei der Arbeit.

In den Niederlanden wird (Goudaer) Käse in den folgenden Reifestufen verkauft: jong (vier Wochen gereift), jong belegen (acht Wochen), belegen (vier Monate), extra belegen (sieben Monate), oud (zehn Monate), overjarig (ein Jahr).

Als kulinarisches Mitbringsel eignen sich aber auch stroopwafels, das sind runde, mit dickflüssigem, süßem Sirup gefüllte Waffeln. Schnäpse sind ebenfalls beliebte Mitbringsel. Möchten Sie authentischen Korn, halten Sie Ausschau nach korenwijn oder berenburger.

Mode & Design

Wer sich ein außergewöhnliches Outfit leisten möchte, ist in den Niederlanden gut aufgehoben, denn Designergeschäfte sprießen nicht nur in den Städten aus dem Boden. Edelklamotten des Avantgardeduos Victor & Rolf (www.viktor-rolf.com) sind dabei übrigens genauso angesagt wie die Orson-und-Bodil-Kreationen von Alexander van Slobbe (www.orsonbodil.com). Die Designer des Amsterdamer Labels Droog (www.droog.com) sind weltweit bekannt für ihre eigenwilligen, nostalgischen Kreationen. Mit ihren Stühlen aus Lumpen, Lampen aus Milchflaschen oder Fingerringen, aus denen synthetisches Gras wächst, erfinden sie den Alltag neu.

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Elsbeth Gugger ist in Bern geboren und lebt seit 1992 in Amsterdam. Als Niederlande-Korrespondentin für Schweizer Medien reist sie kreuz und quer durchs Land, besucht Ausstellungen oder berichtet über die Prozesse an den internationalen Gerichten in Den Haag. Sie wohnt im östlichen Hafengebiet, einem nautischen Hotspot mit alten Lagerschuppen, die in Wohnungen umfunktioniert wurden.

Der SZ.de-Reiseführer wird Ihnen in Kooperation mit Marco Polo präsentiert. Alle Angaben ohne Gewähr auf Richtigkeit, Aktualität oder Vollständigkeit der Information. Die Verantwortung für die präsentierten Inhalte und Rechte liegt ausschließlich bei Marco Polo.

Quelle: www.marcopolo.de

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