Reisetipps Gardasee

Sehenswertes Gardasee

Region: Desenzano

Castello

Nach langen Renovierungsarbeiten kann die Burg von Desenzano wieder besichtigt werden. Den kleinen Spaziergang wert ist die Aussicht, denn am flachen Südufer hat man sonst wenig Möglichkeiten, einen weiten Blick übers Land zu werfen.

Lungolago Cesare Battisti

Wer am Ufer entlangpromeniert, hat einen schönen Blick auf den See - und die Motorboote, die hier manchmal mit erheblicher Geschwindigkeit umherbrausen.

Santa Maria Maddalena

Die Hauptkirche Desenzanos ist ein Werk des Architekten Giulio Todeschini. Zu den Sehenswürdigkeiten in der Ausstattung zählen Gemälde von Zenone Veronese und Andrea Celesti. Berühmt ist Giambattista Tiepolos (1696-1770) „Letztes Abendmahl“. | Piazza Malvezzi

Villa Romana

Der Schreiner Emanuele Zamboni dürfte einst wenig erfreut gewesen sein: Als er 1921 mit dem Bau seines Hauses beginnen wollte, stieß er bei Grabungen auf die Überreste eines 100 m2 großen römischen Gutshofs. Interessant sind die Bodenmosaiken sowie die antiken Hohlraumheizungsanlagen, das römische Pendant zu heutigen Fußbodenheizungen. | Di-So 8.30-19.30 (Winter bis 17 Uhr) | Via Crocefisso 22

Seeschifffahrt

Piazza Matteotti 2 | Tel. 0309149511 | Fax 0309149520 | www.navigazionelaghi.it

Region: Torbole

Casa Beust

In dem markanten roten Haus am Hafen trafen sich früher Künstler, der deutsche Maler Johannes Lietzmann gründete um die Jahrhundertwende sogar eine Schule für Aktmalerei.

Region: Limone

San Benedetto

Ursprünglich stand hier eine römische Basilika. Auf deren Ruinen wurde die Pfarrkirche 1691 errichtet. Sehenswert sind drei Altäre aus dem 17. Jh. | So 8-18 Uhr

La Limonaia del Castel

Die limonaia ist restauriert worden, 2004 wurden 50 Zitrusgewächse angepflanzt, von Bitterorangen bis Zitronatzitronen. | Tgl. 10-12 und 16-18 Uhr | gut ausgeschildert im Ort | Tel. 0365954265 | Eintritt frei

Region: Torri del Benaco

Museo del Castello Scaligero

Im Volkskundemuseum in den Räumen des Scaligerkastells erfährt man viel über das Leben der Gardaseebewohner vor Beginn des Tourismus, als Fischfang und Olivenanbau noch die Haupteinnahmequellen waren. Interessant sind auch die Säle über Bootsbau und Felszeichnungen in der Umgebung. Wer das Museum besichtigt, kann auch einen Blick in ein Zitronengewächshaus aus dem Jahr 1760 werfen. Es ist das einzige am Ostufer, das noch betrieben wird. Der Überlieferung nach sollen Franziskanermönche den Zitronenanbau an den Gardasee gebracht haben. | Juni-Sept. Di-So 9.30-13 und 16.30-19.30, April/Mai und Okt. 9.30-12.30 und 14.30-18 Uhr | Viale Fratelli Lavanda 2

Santi Pietro e Paolo

Ungewöhnlich für Italien ist die große Kirchenorgel von 1744, die noch gespielt wird. Außerdem auffällig in der Barockkirche ist die Bronzestatue des ehemaligen Pfarrers Giuseppe Nascimbeni, der 1988 selig gesprochen wurde. Nascimbeni gründete in Torri einen karitativen Schwesternorden.

Santissima Trinità

In der kleinen Kirche am Hafen, in der Ecke der Piazza Calderini, können Sie renovierte Fresken der Giotto-Schule bewundern.

Region: Bardolino

Museo dell'Olio di Oliva

2 km südlich in Bardolinos Ortsteil Cisano können Sie im Olivenölmuseum nicht nur gute Ware kaufen, sondern sich auch umfassend darüber informieren, wie Olivenöl hergestellt wird. Nicht verpassen: das Video (auch auf Deutsch)! | Mo-Sa 9-12.30 und 14.30-19, So 9-12.30 Uhr | Via Peschiera 54 | www.museum.it

Museo del Vino

Eigentlich ist es ein Trick: Eine Kellerei sammelt alte Weinpressen und Abfüllanlagen, demonstriert so die Weinherstellung und nennt das Ganze Weinmuseum. Im Grunde steckt dahinter einfach eine Kellerei mit Verkostung - trotzdem interessant. | So-Fr 8-12 und 14-18, Sa 9-12 Uhr | Via Costabella 9

San Severo

Die kleine romanische Kirche liegt an der Durchfahrtsstraße. Der Bau ist auf die ältere Krypta aus dem 8. Jh. aufgebaut, zu sehen sind auch Fresken aus der ersten Hälfte des 12. Jhs.

Region: Malcesine

Museo Castello Scaligero

Das gesamte Scaligerkastell ist ein Museum. Der Teil im Palazzo Inferiore von 1620 im untersten Hof informiert über Flora, Fauna und Geologie des Monte Baldo und erklärt, wie die Venezianer im 15. Jh. Galeeren über den Landweg in den Gardasee brachten. Der Goethe-Raum zeigt Kopien der Gardaseezeichnungen des Geheimrats. | Kastell tgl. 9-19.30 Uhr, Museum April-Okt. tgl. 9-19, Nov.-März Sa/So 10-17 Uhr

Palazzo dei Capitani del Lago

Der Palast nahe beim Hafen wurde von den Scaligern im 13. Jh. erbaut, die unverwechselbaren Zinnen verpassten ihm die Venezianer; Ende des 15. Jhs. residierten dort die venezianischen Gouverneure. Heute ist hier das Rathaus untergebracht. Hin und wieder finden Ausstellungen statt, dann sollte man nicht versäumen, dem schönen Gebäude und auch dem kleinen Palmengarten direkt am See einen Besuch abzustatten.

Region: Gardone Riviera

Il Divino Infante

Italienische Jesuskindfiguren aus drei Jahrhunderten, die 200 Skulpturen umfassende Sammlung ist einzigartig. | März-Juni und Sept.-Okt. Fr-So 10-18 Uhr, Juli/Aug. Di-So 16-20 Uhr, Dez./Jan Di-So 10-18 Uhr | Via dei Colli 34 | Eintritt 5 Euro | Tel. 0365293105 | www.il-bambino-gesu.com

Giardino Botanico Hruska

Ursprünglich war dieser botanische Garten nur einer der vielen wundervollen Parks des Ortes, doch seit ihn der österreichische Medienkünstler André Heller Ende der Achtzigerjahre gekauft hat, wurde er mehr: Zwischen riesigen Bäumen klappern Wasserspiele, in manchen versteckten Winkeln sieht man eine moderne Plastik von Keith Haring oder Mimmo Paladino. | März-Okt. tgl. 9-19 Uhr | Gardone Sopra

Vittoriale degli Italiani

Eine kuriose Ansammlung von Gebäuden. Gabriele D'Annunzio (1863-1938) baute sich hier 1921 sein letztes Haus, in dem er bis zu seinem Tod lebte. Er vermachte es dem Staat als Nationaldenkmal. Zu sehen sind der Bug des Kriegsschiffs Puglia, D'Annunzios Auto und ein Flugzeug, mit dem der Dichter, der später die Faschisten unterstützte, im Ersten Weltkrieg Flugblätter über Wien abwarf. Im Park gibt es ein Freilichttheater, in dem im Sommer ein Stück des Autors aufgeführt wird. Im oberen Teil des Parks thront das faschistoide Mausoleum, im größten der Sarkophage ruhen seit 1963 die Gebeine des Dichters. Im Park des Vittoriale kann man herumstreifen, in das Wohnhaus gelangt man nur mit Führung. Neu eröffnet wurde ein Kriegsmuseum in den Räumen des Wohnhauses, dafür wurde einiges aus dem Depot geholt, was an D'Annunzios kriegerische Taten erinnern soll. | Okt.-März tgl. 9-17, April-Sept. 8.30-20 Uhr | www.vittoriale.it

Region: Lazise

San Nicolò

Die Kirche aus dem 12. Jh. steht direkt am Hafen. Sie war säkularisiert und wurde zeitweise als Theater genutzt. Die schönen Fresken wurden restauriert und können heute wieder besichtigt werden.

Scaligerkastell

Das Kastell stammt aus dem 12. und 13. Jh. und kann nur von außen besichtigt werden, da es sich heute in Privatbesitz befindet. Um den wichtigen Hafen von Lazise zu sichern, wurde das Scaligerkastell als Festung benutzt.

Stadtmauer

Dass Lazises Altstadt fast vollständig ummauert ist, hat historische Gründe: Gegen die Macht der Mailänder baute Venedig seine Stellungen am Gardasee immer weiter aus.

Region: Garda

Palazzo del Capitano della Serenissima

Die gotischen Spitzbogenfenster verraten es: Der reizende Palazzo stammt aus venezianischer Zeit. Er war der Sitz des Beamten der „Serenissima“, wie Venedig genannt wurde, der dem Rat der Uferstädte vorstand. Ursprünglich befand sich direkt davor der Hafen, doch das alte Becken wurde für einen Platz aufgeschüttet, auf dem sich nun die Fußgänger tummeln. | Piazza Catullo

Rocca di Garda

Das Wort Garda leitet sich vom germanischen wardon ab, das beobachten bedeutet, wie im Wort „Warte“ noch zu erkennen ist. Und von dieser hohen Warte - der Felsen liegt 200 m über dem See - hat man einen guten Ausblick. Hinter der Pfarrkirche Santa Maria Maggiore führt ein ausgeschilderter Wanderweg auf die Burg, von der nur noch wenige Mauerreste zu sehen sind.

Santa Maria Maggiore

Die Pfarrkirche Gardas liegt außerhalb der ursprünglichen Stadtmauern. Vermutlich war der langobardische Vorgängerbau aus dem 8. Jh. die Burgkapelle, denn die Kirche liegt direkt unterhalb der Rocca. Sehenswert ist der Kreuzgang aus dem 15. Jh. | Piazzale Roma 11

Villa Albertini

Die dunkelrote Villa am nördlichen Ortseingang mit ihren markanten, historisierend ghibellinischen Zinnentürmen ist nicht zu übersehen. Sie ist nur von außen zu besichtigen.

Region: Riva del Garda

Chiesa dell'Inviolata

Die auffällige, achteckige Kirche wurde im 17. Jh. außerhalb der Altstadt erbaut. Sie gilt als die schönste Barockkirche des Trentino.

Museo Civico

Das modern gestaltete Museum umfasst drei Stockwerke der Burg. In den Räumen ausgestellt sind Gemälde und Interessantes zur Stadtgeschichte, zudem gibt es eine archäologische Abteilung. | Di-So 9-12.30 und 14.30-17 Uhr

Rocca

Schon im 12. Jh. stand hier eine Wasserburg, die Scaliger bauten sie 1370 zu einer starken Befestigung aus. Heute logiert das Stadtmuseum in der Burg.

Torre Apponale

Das 34 m hohe Wahrzeichen der Stadt, das Riva auf Fotos unverwechselbar macht, wurde Anfang des 13. Jhs. zum Schutz des Hafens gebaut. Zu seinen Füßen breitet sich die lebhafte Piazza III Novembre aus, das Herz der Altstadt.

Region: Salò

Isola di Garda

Außer von Garda aus kann die Insel auch von Salò aus besucht werden: Abfahrt Hafen Barbarano | Mai-Sept. Di und Do 9.30 Uhr | 27 Euro inkl. Verköstigung und Führung | Reservierung obligatorisch: Tel. 036562294

Palazzo del Podestà/Rathaus

Im 16. Jh. wurde dem alten Rathaus aus dem 14. Jh. eine venezianische Fassade mit Arkadengang verpasst, und das steht ihm bis heute nicht schlecht. Original ist davon nichts mehr, das Erdbeben von 1901 zerstörte auch den Palazzo del Podestà.

Santa Maria Annunziata

Salò hat als einziger Ort am See einen Dom. Mit dem Bau des spätgotischen Gotteshauses wurde 1453 begonnen. In die schlichte Backsteinfassade wurde später ein weißes Renaissanceportal eingefügt. | Tgl. 8-12 und 15-19 Uhr | Piazza Duomo

Region: Gargnano

San Francesco

Das Kloster und die Kirche San Francesco in Gargnano wurden 1289 gegründet, original erhalten ist noch der Kreuzgang, ein romanisch-spätgotisches Kleinod.

Villa Bettoni-Cazzago

Als die Gardesana Occidentale, die westliche Uferstraße, gebaut wurde, wurde wenig Rücksicht auf Kulturdenkmäler genommen. Und so durchschnitten die Straßenbauer gnadenlos einen der schönsten Barockgärten am See. Der heutige Urlauber hat dadurch allerdings die Möglichkeit, einen Blick in den Park der Villa Bettoni-Cazzago im Ortsteil Bogliaco zu werfen. Eintreten kann man immer Ende April, dann wird ein Gartenmarkt mit ausgesuchten Pflanzen veranstaltet (Tel. 0303772521 | www.ilgiardinodidelizia.it).

Region: Sirmione

Grotte di Catullo

Seit im 15. Jh. die Bezeichnung „Grotten des Catull“ aufkam, werden die Reste einer römischen Villa so genannt, auch wenn umstritten ist, ob der römische Dichter wirklich hier an diesem reizenden Fleck lebte. Eine Besichtigung der großen Anlage lohnt sich aber allemal: Man kann stimmungsvoll unter Olivenbäumen spazieren und die umfangreichen Mauerreste besichtigen. Im Eintrittspreis inbegriffen ist der Besuch des Museums. Hervorragend beschriftet - auch auf Deutsch - gibt es einen guten Überblick nicht nur über die gesamte Anlage, sondern auch über die frühe Geschichte des Gardasees. | Di-Sa 8.30-19 (Winter bis 16.30), So 9-18 Uhr

Scaligerkastell

Mastino della Scala baute im 13. Jh. innerhalb der Ringmauern eine Wasserburg auf römischen Fundamenten. In der alten Festungsanlage am Eingang zur Altstadt finden manchmal Ausstellungen statt, aber auch ohne solch kulturelle „Dreingaben“ gibt es im Kastell einiges zu sehen - steigen Sie auf den Turm, von dort sieht man schön über die Dächer der Altstadt. Wer jetzt eine Erfrischung braucht: Vor der Burg steht, seit Jahren schon, ein schöner, alter Obststand, der frische Melonenhälften und Ananasviertel, Zitronenschnitze und Kokosschiffchen verkauft. | April-Sept. Di-Sa 9-20, So 9-13 Uhr, Nov.-März Di -So 9-13 Uhr