Reisetipps Franken

Sehenswertes Franken

Region: Bamberg

Alte Hofhaltung

Durch das Schöne Tor betritt man den Renaissancebau (16. Jh.), der nur durch eine Gasse vom Dom getrennt ist. Innen wirkt die Front mit durchgebogenen Fachwerken, Galeriebalkonen und Giebeln inmitten alter Bäume wie ein Gemälde. Früher befanden sich hier u.a. Wirtschaftsgebäude der bischöflichen Verwaltung. Heute ist das Historische Museum (Mai-Okt. Di-So 9-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Domplatz 7 | www.bamberg.de/museum) hier untergebracht. Zahlreiche Relikte aus Vor- und Frühgeschichte der Region stammen von Ausgrabungen durch Forscher der Bamberger Universität. Hier liegt auch Bambergs berühmtester Türknopf. Das Apfelweibla war der Knauf des Hauses Eisgrube 14, der als Gesicht einer alten Frau geformt ist. E. T. A. Hoffmann besuchte das Haus oft, das Gesicht regte ihn zur Figur des Apfelweibla in seiner Erzählung „Der goldne Topf“ an.

Altes Rathaus

Das vielleicht malerischste Rathaus ganz Frankens (um 1400, 1744-56 barock umgestaltet) scheint auf der Regnitz zu schwimmen. Auf der im Mittelalter künstlich angelegten Insel steht der Rokokobau mit seinen plastischen Malereien, dem Brückentor und einem wie angeklebt wirkenden Fachwerkbau. Zwei Brücken verbinden dieses Stilgemisch mit den Ufern. Hier verlief früher die Grenze zwischen Bischofsstadt und Bürgerstadt. Weil der Fürstbischof den Bürgern Bauland für ihr Rathaus verweigert habe, sollen sie es - so die Legende - kühn auf Pfeilern im Fluss errichtet haben. Heute ist hier die Sammlung Ludwig untergebracht mit Porzellan und Fayencen aus verschiedenen Jahrhunderten (Di-So 9.30 bis 16.30 Uhr | Eintritt 3,50 Euro | Obere Brücke 1 | www.bamberg.info).

Altstadt

Sie liegt zwischen den beiden Regnitzarmen, auf der sogenannten Inselstadt, und rings um den Domberg. Hier befindet sich der Hauptteil der rund 2000 denkmalgeschützten Häuser Bambergs, etwa das Böttingerhaus, ein schönes Rokokopalais auf dem kleinen Platz An der Eisgrube. Oder das Karmelitenkloster (www.karmelitenorden.de/bamberg) mit seiner barock geschwungenen Sandsteinfassade, das 1273 gegründet und im 18. Jh. grundlegend umgestaltet wurde. Derzeit leben 19 Mönche darin. Besuchen Sie den schönen romanischen Kreuzgang.

Diözesanmuseum

Direkt neben dem Dom sehen Sie im prächtigen ehemaligen Domkapitelhaus (1731-33), von Balthasar Neumann gestaltet, den einzigartigen Sternenmantel Heinrichs II. (973-1024). Auf blauem Halbkreis sind in Gold sämtliche Sternzeichen aufgestickt. Im Haus sind auch der Domschatz, Plastiken und religiöse Volkskunst untergebracht. Jan.-Nov. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 3 Euro | Domplatz 5 | www.eo-bamberg.de

Dom

Schon die hohen Tore mit ihren verschlungenen Eisenornamenten sind ein Blickfang. Im Inneren des zwischen Romanik und Gotik entstandenen vierturmigen Doms beeindrucken die besondere Stimmung und das unbehandelte Sandsteinmauerwerk. Nur von einer Treppe aus zu sehen ist das von Tilman Riemenschneider geschaffene Hochgrab für den Kirchenstifter Kaiser Heinrich (973-1024) und seine Gemahlin Kunigunde. In einer Seitenkapelle befindet sich der geschnitzte Marienaltar von Veit Stoß (1447-1533). Der Bamberger Reiter (13. Jh.), eines der ältesten Reiterstandbilder des Mittelalters, gibt bis heute Rätsel auf: Wer wird dargestellt? Und warum? Im Seitengang, fast unscheinbar, ist das einzige Papstgrab Deutschlands für Clemens II. (1005-1047) zu sehen. Tgl. 8-17 Uhr, Führungen Mo-Sa 10.30 u. 14, Fr/Sa auch 15, So 13 und 14 Uhr | Führung 3 Euro | www.eo-bamberg.de

E.T.A.-Hoffmann-Haus

Das schmale Haus am Schillerplatz 26 erreichen Sie über die Nonnenbrücke. Hier lebte der Dichter von 1808 bis 1813. Dass er gern unter Alkoholeinfluss schrieb, zeigt das „Loch in der Ecke“, durch das er sich beim Schreiben Punsch reichen ließ. Wegen einer unglücklichen Liebe zu einer erst 15-jährigen Bambergerin musste der Dichter die Stadt 1813 verlassen. Mai-Nov. Di-Fr 15-17, Sa/So 10-12 Uhr | Eintritt 2 Euro | Schillerplatz 26 | www.etahg.de

Klein-Venedig

Entlang des Regnitzufers stehen die alten Fachwerkhäuser der Bamberger Fischer, die hier ab dem 14. Jh. ihr Viertel hatten. Reiches Fachwerk, kleine Ufergärten, Fischernetze und Kähne sorgen für ein fränkisch-venezianisches Bild, das dem Viertel seinen Namen gab. Den schönsten Blick haben Sie von gegenüber von der Uferstraße Am Leintritt.

Naturkundemuseum

Seit vor Kurzem in einem nahe gelegenen Steinbruch 150 Mio. Jahre alte Fossilien entdeckt wurden, hat das Museum neue Attraktionen: versteinerte Haifische und Meeresschildkröten. Berühmt ist der Vogelsaal mit seinen vielen präparierten Tieren. April-Sept. Di-So 9-17, Okt.-März 10-16 Uhr | Eintritt 2 Euro | Fleischstr. 2 | www.naturkundemuseum-bamberg.de

Neue Residenz

Direkt gegenüber der Alten Hofhaltung steht die vierflügelige Anlage (1613-1703), die sowohl Renaissance- als auch Barockelemente enthält. Sie ist der ehemalige Herrschersitz der Fürstbischöfe. Heute ist hier die Staatsgalerie mit Meisterwerken der Spätgotik untergebracht. Besonders schön ist der Kaisersaal, dessen Malerei die verblüffende Illusion von Stuck erzeugt. April-Sept. tgl. 9-18, Okt.-März 10-16 Uhr | Besichtigung nur mit Führung, Eintritt 4 Euro | Domplatz 8 | www.residenz-bamberg.de

Zur Residenz gehört der Rosengarten, der neben 4500 Rosenbüschen und barocken Sandsteinfiguren eine herrliche Aussicht auf die Stadt und den Michaelsberg bietet.

St. Michael

Das ehemalige Benediktinerkloster (11. Jh.) steht auf einem Hügel gegenüber dem Domberg. Botaniker und Laien sind gleichermaßen fasziniert von den über 600 exakt gemalten Pflanzenarten im Gewölbe der Kirche. Hier ruht der hl. Otto I. (1060-1139). Er wird wegen Rückenleiden angerufen. Wer daran glaubt und sich gebückt durch die Nische in seine Gruft begibt, soll der Legende nach geheilt werden. Tgl. 9-18 Uhr | Franziskanergasse 2

Schloss Geyerswörth

Die ehemalige Stadtresidenz des Fürstbischofs bietet von ihrem Turm einen wunderbaren Ausblick über die Dächer des Weltkulturerbes. Den Schlüssel bekommen Sie beim Tourist-Service im Gartenflügel des Schlosses. Mo-Do 9-16.30, Fr 9-12.30 Uhr | Geyerswörthplatz

Region: Bayreuth

Eremitage, Altes Schloss und Wasserspiele

Eine der prachtvollsten Parkanlagen Europas beeindruckt mit dem Sonnentempel in ihrer Mitte. Eine künstliche Grotte und eine antike Ruine (als Theater gedacht) geben zusammen mit den Wasserspielen einen faszinierenden Eindruck barocker Kunst. April-Sept. tgl. 9-18, 1.-15. Okt. 10-16 Uhr, Wasserspiele Mai bis Okt. jede Stunde: oberes Bassin 10-17 Uhr, untere Grotte 10.15 bis 17.15 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Eremitage Haus Nr. 1 | www.schloesser-bayern.de

Festspielhaus

Das riesige Festspielhaus (1872-75) nach Plänen Richard Wagners liegt hinter Bäumen auf dem Grünen Hügel oberhalb der Stadt. Vom dreiportaligen Eingang erklingt an Festspieltagen die Fanfare. Karten muss man auf Jahre im Voraus bestellen. Auf Führungen wird der zu seiner Entstehungszeit revolutionäre Akustikbau erklärt. Führungen Sept.-Okt. tgl. 10, 11, 14, 15, Dez.-April 10, 14 Uhr | Eintritt 5 Euro | Festspielhügel 1-2 | www.bayreuther-festspiele.de

Gartenkunst-Museum

In einem wundervollen Landschaftspark 5 km außerhalb bei Donndorf-Eckersdorf informiert eine Ausstellung in dem Lustschlösschen (1761-65) über die Kunst des Gartenbaus. April-Sept. Di-So 9-18, 1.-15. Okt. 10-16 Uhr, Park ganzjährig offen (Eintritt frei) | Eintritt 3 Euro | Bamberger Str. 3 | www.gartenkunst-museum.de

Jean-Paul-Museum

Die Sammlung erinnert mit Bildern, Porträts, Briefen und seltenen Erstausgaben an den fränkischsten aller Dichter. Unweit davon, in der Königsallee, ist die Rollwenzelei, ein Gasthaus, in dem Jean Paul (1763-1825) täglich Bier trank und schrieb. Sept.-Juni tgl. 10-12 u. 14-17, Juli-Aug. 10-17 Uhr | Eintritt 1,60 Euro | Wahnfriedstr. 1 | www.bayreuth.de

Kunstmuseum Bayreuth

Expressionismus, Surrealismus und moderne Konzeptkunst sind unter einem Dach mit der tabakhistorischen Sammlung der British-American Tobacco untergebracht. Di-So 10-17 Uhr | Eintritt 1,60 Euro | Altes Rathaus | Maximilianstr. 33 | www.kunstmuseum-bayreuth.de

Markgräfliches Opernhaus

Von außen wirkt das Opernhaus beinahe ein wenig nüchtern, innen prunkt und glänzt es drei Stockwerke hoch bis in den Himmel des riesigen Deckenfreskos. Markgräfin Wilhelmine (1709-58) ließ es von 1744 bis 48 ausbauen, um im bis dato nüchternen Bayreuth glanzvoll repräsentieren zu können. April-Sept. tgl. 9-18, Okt.-März 10-16 Uhr | Eintritt 5 Euro | Opernstr. 14 | www.bayreuth.de

Neues Schloss

Vor den lang gezogenen Mauern erhebt sich der prächtige Markgrafenbrunnen mit dem Reiter. Die ehemalige Stadtresidenz der Markgrafen (1753) besitzt seit Kurzem eine Staatsgalerie mit 80 Meisterwerken des späten Barock. April-Sept. Di-So 9-18, Okt.-März 10-16 Uhr | Eintritt 5 Euro | www.schloesser-bayern.de

Richard-Wagner-Museum

Die Villa Wahnfried wurde neoklassizistisch vom Meister selbst entworfen. Neben seinem Klavierzimmer zeigt das Haus 60 Modelle von Wagner-Inszenierungen. April-Okt. tgl. 9-17, Di/Do 9-20, Nov.-März tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 4 Euro, Juli/Aug. 4,50 Euro | www.wahnfried.de

Region: Ansbach

Gumbertuskirche

Zentral in der Stadtmitte erheben sich die drei charakteristischen Türme von St. Gumbertus (15. Jh.). Die Gruft der Ansbacher Markgrafen liegt unter der Schwanenritterkapelle (links vorm Hochaltar). Die bläulich-weiße, stuckverzierte Barockorgel (1736-39) ist eine der größten in Franken. Gumbertusplatz 1 | www.gumbertus.de

Markgrafenmuseum

Dramatik pur im Erdgeschoss: Hier ist Kaspar Hauser das Thema. Angeblich ein badischer Prinz, als Kind aus politischen Gründen im Verlies gehalten, tauchte der junge, verwirrte Mann 1831 in Ansbach auf. Ein Attentat wurde vermutet, als Hauser 1833 mit tödlicher Stichwunde im Hofgarten gefunden wurde. Die Sammlung zeigt neueste Erkenntnisse der bis heute rätselhaften Geschichte. In den Geschossen darüber wird die Stadt- und Grafschaftsgeschichte lebendig. Okt.-April Di-So 10-17, Mai-Sept. tgl. 10-17 Uhr | Eintritt 2,50 Euro | Kaspar-Hauser-Platz

Markgräfliche Residenz

Vor der Residenz (Anfang 18. Jh.) steht die auffällige Pferdeplastik des Bildhauers Jürgen Goertz (geb. 1939). Drinnen sind von den 27 Prunkräumen der zweigeschossige Festsaal, das Spiegelkabinett und der Kachelsaal hervorzuheben, dessen rund 2800 Fliesen aus der ehemaligen Ansbacher Fayencenmanufaktur stammen. April-Sept. Di-So 9-18, Okt.-März Di-So 10-16 Uhr | Eintritt 4 Euro | Promenade 27 | www.schloesser.bayern.de

Orangerie und Hofgarten

Im Rücken der lang gestreckten Orangerie (schönes Café: Mo geschl. | www.orangerie-ansbach.de) mit ihren hohen Fenstern, dem Zitrushaus und dem Kräutergarten liegt der Hofgarten mit seinen alten Bäumen. Ein Gedenkstein markiert die Stelle, an der Kaspar Hauser zu Tode kam.

Synagoge

Das barocke Bauwerk mit dem gelb-weißen Stuck ist innen effektvoll ausgestattet. Die Synagoge überlebte als eine der wenigen das Dritte Reich. Rosenbadstr. 3 | Führungen auf Anfrage beim Amt für Kultur und Touristik Tel. 0981/51243

Region: Coburg

Europäisches Museum für Modernes Glas

Im lichtdurchfluteten, modernen Langhaus gegenüber der Orangerie in Park Rosenau sehen Sie Glas-Licht-Objekte und faszinierende künstlerische Verfremdungen des Materials. April-Okt. tgl. 9.30-13 u. 13.30-17, Nov.-März Di-So 13-16 Uhr | Eintritt 3 Euro | Rosenau 10 | Rödental | www.kunstsammlungencoburg.de

Naturkundemuseum

Versteinerungen und naturgeschichtliche Objekte aus aller Welt. Tgl. 9-17 Uhr | Park 6 | Eintritt 2 Euro | www.naturkunde-museum-coburg.de

Schloss Ehrenburg

Die Fassade des Stadtschlosses der Herzöge erinnert an die Houses of Parliament in London, Mitte des 19. Jhs. wurde es entsprechend umgebaut. Die Gemäldegalereie zeigt deutsche, flämische und holländische Malerei vom 16. bis zum 18. Jh. Besichtigung nur mit Führung möglich. April-Sept Di-So 9-17, Okt.-März 10-15 Uhr, Führungen zu jeder vollen Stunde | Eintritt 4 Euro | Schlossplatz 1 | www.schloss-ehrenburg.de

Veste Coburg

Mit ihren Türmen, Erkern und ungewöhnlichen Wasserspeiern wacht die sogenannte Fränkische Krone über der Stadt. Schwere Harnische und riesige Donnerbüchsen in der Waffenkammer zeigen die kriegerische Vergangenheit. Luther versteckte sich hier, Wallenstein versuchte sie vergeblich zu erobern. Die Kunstsammlung zeigt Gemälde und Möbel. April-Okt. tgl. 9.30-17, Nov. bis März Di-So 13-16, Eintritt 5 Euro | www.kunstsammlungen-coburg.de

Region: Rothenburg ob der Tauber

Burggarten

Zwischen Hecken und Sandsteinfiguren spazieren und durch die alten Bäume hindurch den herrlichen Blick ins Taubertal genießen - der Burggarten verdankt seinen Platz einem Erdbeben 1356, das eine Burg der Staufer zerstörte, die an dieser Stelle stand. Nur die Blasiuskapelle blieb erhalten.

Historiengewölbe

Hellebarden, Waffen und Möbel erinnern im Historiengewölbe im Rathaus an die Zeit des Dreißigjährigen Kriegs, als Bürgermeister Georg Nusch die Stadt durch den „Meistertrunk“ (3,5 l Wein auf einen Zug) vor der Brandschatzung durch die Kaiserlichen rettete. Daran erinnert alljährlich im April die Aufführung des Stücks „Der Meistertrunk“. Im Verlies darunter wurde der Bürgermeister Heinrich Toppler (1340-1408) ermordet. Er hatte großen Anteil an der heutigen Gestalt der Stadt, wurde aber Opfer einer Intrige. März-April tgl. 10-16, Mai-Okt. Mo-Fr 9.30 bis 17.30, Sa/So 10-16 Uhr | Eintritt 2 Euro | Rathaus | Lichthof

Mittelalterliches Kriminalmuseum

Schaurige Instrumente wie die Halsgeige, der Pranger oder der Käfig für die Bäckertaufe sind sicher der Gruselclou. Aber das Museum zeigt auch, mit wie viel Spaß am Design im Mittelalter Siegel fälschungssicher gemacht wurden. April-Okt. tgl. 9.30-18, Nov., Jan./Feb. 14-16, Dez. und März 10-16 Uhr | Eintritt 3,80 Euro | Burggasse 3-5 | www.kriminalmuseum.rothenburg.de

Plönlein

Stellen Sie sich unter das Schild vom Goldenen Hirschen, und schauen Sie auf den Siebersturm und das Kobolzeller Tor (1360): Das Plönlein - der kleine Platz - ist der vielleicht schönste Platz in Rothenburg ob der Tauber.

Rathaus

Rothenburgs Rathaus vor dem Georgsbrunnen besteht eigentlich aus zwei Rathäusern: dem sandsteinfarbenen Renaissanceteil und dem weißen, gotischen Teil mit dem beeindruckenden Kaisersaal und dem 60 m hohen Turm. Die reizvolle Aussicht auf die Herrengasse führt bis in die Wälder Rothenburgs. Turm: April bis Okt. tgl. 9.30-12.30, 13-17, Dez. 10-12.30, 13-17, Nov., Jan.-März Sa/So 12-15 Uhr | Eintritt 2 Euro

St.-Jakobs-Kirche

Steil ragt die gotische Kirche (15. Jh.) mit ihren beiden unterschiedlich hohen Türmen aus dem Dächermeer. In der Westempore sehen Sie den Heilig-Blut-Altar (1502), ein Hauptwerk Tilman Riemenschneiders. Einzigartig, wie der Künstler das Licht über die drei Flügel lenkt! Vor allem im zentralen Abendmahl lässt Riemenschneider die Hände der Apostel sprechen. Jan.-März, Nov. tgl. 10-12 u. 14-16, April-Okt. 9-17.15, Dez. 10-16.45 Uhr | www.rothenburgtauber-evangelisch.de | Eintritt 2 Euro

Region: Aschaffenburg

Park Schönbusch

Eigentlich ist das, was sich da im Stadtteil Nilkheim an den Mainbogen schmiegt, kein Park, sondern ein Landschaftstheater mit künstlichen Seen, Bächen, der Roten Brücke, dem Freundschaftstempel und einem künstlichen Dörfchen. Die Krönung: Schloss Schönbusch, dessen klassizistische Fassade unter den hohen, alten Bäumen hervorschaut. Die Mainzer Erzbischöfe legten den Park Ende des18. Jhs. im alten Wildgehege an.

Pompejanum

Die Villa und der Garten davor könnten so auch in der Nähe von Rom stehen. Das Pompejanum, von 1843 bis 1848 auf dem Weinberg bei Schloss Johannisburg errichtet, ist ein nachgebautes Idealbild. So stellte sich Bauherr König Ludwig I. von Bayern die Villen im römischen Pompeji vor, dessen Entdeckung 1840 ihn inspiriert hatte. Mandelbäume und Weinranken davor, Bodenmosaike und Wandmalereien im Innern - für die hier ausgestellten antiken Kunstwerke, die aus dem Fundus der Bayerischen Schlösserverwaltung stammen, könnte das Umfeld nicht passender sein. April-Mitte Okt. Di-So 9-18 Uhr | Eintritt (inkl. Schlossmuseum) 6 Euro

Schloss Johannisburg

Die Harmonie der Größenverhältnisse macht Schloss Johannisburg zum Lehrbeispiel der Renaissancearchitektur. Wenn die Sonne auf den rötlichen Sandstein fällt, scheint die Schlossfassade (1614) zu glühen. Das Schlossmuseum zeigt neben den Räumen der Mainzer Erzbischöfe, deren Nebenresidenz Aschaffenburg war, die bedeutendste Sammlung von Gemälden Lucas Cranachs d. Ä. (1472-1553). Außerdem ist hier die weltweit größte Sammlung von Korkmodellen antiker Gebäude, die der Hofkonditor Carl May um 1792 schuf. Besonders eindrucksvoll wirkt der Nachbau des römischen Kolosseums. April-Sept. Di-So 9-18, Okt. bis März Di-So 10-16 Uhr | Eintritt 4 Euro | Schlossplatz 4 | www.museen-aschaffenburg.de

Region: Bad Kissingen

Burg Botenlauben

Die Burgruine ist das Wahrzeichen der Stadt. Im 13. Jh. gehörte sie dem Minnesänger Otto von Botenlauben, im Markgräfler-Krieg (1552) wurde sie zerstört.

Gradierbau

Unweit des Museums Obere Saline steht ein mächtiges Holzgerüst, in dem Salzwasser über Reisigbündel rinnt. Die salzhaltige Luft tut gut, im Sommer ist es angenehm kühl. Die Idee zur Salzgewinnung wurde hier im 16. Jh. erfunden, heute inhalieren die Gäste hier. April-Okt. | An der unteren Saline

Kuranlagen

Der Arkadenbau im antiken Stil und der Regentenbau mit Sälen und Wandelhalle vermitteln auf einem Spaziergang durch die Kuranlagen das mondäne Flair, das einst Adel und Prominenz in Bad Kissingen genossen. Tgl. | Eintritt frei, bei Kurkonzerten mit Kurkarte

Museum Obere Saline

Im mehrflügeligen, alten Bau befinden sich ein stadtgeschichtliches Museum und die original hergerichteten Wohnräume Otto von Bismarcks. Der Eiserne Kanzler war auch ein eiserner Kurgast: 15 Mal kurte er in Bad Kissingen. Mi-So 14-17 Uhr | Obere Saline 20 | Eintritt 3 Euro | www.museum-obere-saline.de

Region: Naturpark Frankenwald

Wasserschloss Mitwitz

Eines der schönsten fränkischen Wasserschlösser ist das mittelalterliche Schloss Mitwitz mit seinen Wallgräben, Türmen, Schießscharten und dem großen Landschaftspark. Im Schlosspark mit riesigen, alten Bäumen und einem kleinen See kann man Boot fahren, angeln, reiten oder am Pool mit Liegewiese ausspannen. Im Sommer ist das Schloss stimmungsvolle Kulisse für Konzerte und andere Events. Führungen Mai-Sept. Sa 14.30, So 11 und 14 Uhr | Eintritt 3 Euro | Unteres Schloss 5 | www.mitwitz.de

Region: Nürnberg

Albrecht-Dürer Haus

Unterhalb der Burg gelegen, führt Sie Dürers Frau Agnes, per Multimedia zugeschaltet, durch einen Künstlerhaushalt der Renaissance. Die vielen original gestalteten Stuben mit eisernen Kachelöfen, geschnitzten Möbeln, vor allem aber die dunkle, rußige Küche lassen Sie eine Zeitreise von 500 Jahren machen. Di-So 10-17, Do 10-20 Uhr, Juli-Sept. auch Mo | Eintritt 5 Euro | Albrecht-Dürer-Str. 39 | www.museen.nuernberg.de/duererhaus

Burgberg

Was oft nicht mal die Nürnberger wissen: Der Burgberg ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Bis zu 15 m unter der Erde verläuft ein Netz von Räumen und Korridoren verschiedener Jahrhunderte, die als Bierkeller, aber auch als Versteck genutzt wurden. Führungen bietet der Förderverein Nürnberger Felsengänge. Ostersamstag-Okt. tgl. um 11, 13, 15, 17 Uhr, Fr/Sa zusätzl. 18 Uhr (Bierführung mit Bierprobe) | ab 4,50 Euro | Bergstr. 19 | Tel. 0911/227066 | www.felsengaenge-nuernberg.de

DB-Museum Nürnberg

Der legendäre „Adler“, die erste Dampflok der Welt, ist das Prunkstück des Hauses. Auf drei Etagen zeigt das Museum eine faszinierende Zeitreise von den Anfängen der Bahn bis heute. Mit dem „Adler“ werden auch regelmäßig Publikumsfahrten zwischen Nürnberg und Fürth gemacht. Di-Fr 9-17, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Lessingstr. 6 | www.dbmuseum.de

Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände

Im hufeisenförmigen Riesenbau des Parteitagsgeländes erklärt Ihnen eine Audioführung durch die Ausstellung „Faszination und Gewalt“, wie die Nationalsozialisten durch Architektur und Massenveranstaltungen Menschenmassen indoktrinierten. Neben dieser Dauerausstellung gibt es regelmäßig wechselnde Ausstellungen zum Thema Drittes Reich. Mo-Fr 9-18, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | Bayernstr. 110 | www.museen.nuernberg.de/dokuzentrum

Ehekarussell-Brunnen

Unmittelbar am Weißen Turm (der allerdings gar nicht weiß ist) wogen üppige Brüste, glotzen Kröten und ringen Gerippe - der riesige Ehekarussellbrunnen aus Bronze und Marmor von 1984 zeigt drastisch und komisch zugleich, wie sich der Künstler Jürgen Weber den Weg zwischen Jawort und Tod vorstellt. Inspiriert wurde er dabei von einem Gedicht des Meistersingers Hans Sachs. Ludwigsplatz

Fembohaus

Das tönende Stadtmodell im Dachgeschoss zeigt Ihnen anhand eines fantastisch detaillierten Panoramas die Geschichte Nürnbergs, eine Multivision im Kino. Und den Auftritt historischer Figuren wie Elsbeth Tucher sollten Sie nicht verpassen. Di-Fr 10-17, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | Burgstr. 15 | www.museen.nuernberg.de/fembohaus

Germanisches Nationalmuseum

Ein Besuch reicht kaum, um die weltberühmte Sammlung, die im alten Kartäuserkloster untergebracht ist, anzuschauen. Das Museum beherbergt Gemälde von Dürer, Skulpturen von Ernst Barlach und Joseph Beuys, einen riesigen Saal mit Schwertern, Schilden und Rüstungen für Mensch und Pferd sowie eine der bedeutendsten Sammlungen historischer Musikinstrumente. Es verschafft weiterhin einen umfassenden Überblick über Mode und Volkskunst aus dem gesamten deutschsprachigen Raum. Beeindruckend sind auch die riesigen Historiengemälde mit Darstellungen antiker Schlachten sowie die Sammlung alter medizinischer Geräte. Die grafische Sammlung gehört mit 300000 Blättern zu den größten ihrer Art in Europa. Mi 18-21 Uhr Eintritt gratis | Di-So 10-18, Mi 10-21 Uhr | Eintritt 6 Euro | Kartäusergasse 1 | www.gnm.de

Kaiserburg

Der Weg hinauf ist steil, aber der Blick von der Burg (11. Jh.) auf Altstadt und Handwerkerviertel ist wunderbar. Den runden, massigen Sinnwellturm können Sie auf einer Führung besichtigen. Nebenan, unter dem riesigen Dach mit den vielen Gauben, war früher die Kaiserstallung, die heute Jugendherberge ist. Innen sehen Sie Geschütze, Hellebarden und Feuerwaffen. April-Sept. tgl. 9-18, Okt.-März 10-16 Uhr | Eintritt 5 Euro | Auf der Burg 13

Museum Alte Mine

Wenn Sie schon immer wissen wollten, warum die Arbeiter in einer Bleistiftminenfabrik „Rußkäfer“ genannt wurden und wie komplex so ein Bleistift eigentlich ist - im alten Werk der Firma Faber-Castell an der Pegnitz zeigt man es Ihnen. Dritter So im Monat 11-17 Uhr und nach Vereinbarung | Eintritt 4 Euro | Mühlstr. 2 | Stein | Tel. 0911/99655536

Neues Museum - Staatliches Museum für Kunst und Design

Schon die fast 100 m lange Glasfront in Nähe des Hauptbahnhofs macht klar: Hier geht es um Ästhetik. Faszinierende Möbel, verblüffende Plakatkunst und ausgesuchte Designs seit 1945. Di-Fr 10-20, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 4 Euro | Klarissenplatz | www.nmn.de

St.-Lorenz-Kirche

Im Inneren der doppeltürmigen Kirche (um 1250) mit der großen Fensterrose scheint Maria mit dem Engel in einem Heiligenschein aus Engeln zu schweben - der „Englische Gruß“ (1518) von Veit Stoß (1447-1533) ist ein weltberühmtes Werk der Spätgotik. Wie ein Baum reckt sich das ebenso bedeutende Sakramentshaus empor (1496). Dort hat sich der Künstler Adam Kraft (1460-1509) mit Hammer und Meißel kniend dargestellt. Mo-Sa 9-17, So 13-16 Uhr | Eintritt 1 Euro (freiwillig) | Lorenzplatz | www.lorenzkirche.de

Schloss Stein

Hinter den Jugendstilmauern von Schloss Stein lebte und liebte von 1946 bis 48 die internationale Szene der Hochliteratur: Ernest Hemingway (1899-1961), John Dos Passos (1896-1970) und andere weltberühmte Schriftsteller waren während der Nürnberger Prozesse im Pressecamp untergebracht. Zahlreiche Bilder und Dokumente lassen die Atmosphäre von damals lebendig werden. Dritter So im Monat 11-17 Uhr und nach Vereinbarung | Eintritt 5 Euro | Nürnberger Str. 2 | Stein | Tel. 0911/99655536

Schöner Brunnen

Es ist nicht leicht, den goldenen Messingring im gotischen, bunten Schmuck des Schönen Brunnens (Ende 14. Jh.) auf dem Hauptmarkt zu finden. Vergoldete Heilige mit Lanzen und Krummstäben türmen sich auf knapp 20 m Höhe und lenken von dem angeblichen Glücksbringer ab, den Sie möglichst berühren und drehen sollten.

Schwurgerichtssaal 600

Im Gerichtssaal mit der dunklen Holzvertäfelung wird die Organisation der Nürnberger Prozesse erklärt, ein Film zeigt eines der wichtigsten Gerichtsverfahren der Weltgeschichte. Nur mit Führung, Sa/So 13-16 Uhr zu jeder vollen Stunde | Eintritt 2,50 Euro | Landgericht Nürnberg-Fürth, Eingang Bärenschanzstr. 72 | www.museen.nuernberg.de/prozesse

Sebalduskirche

Die ältere der beiden Stadtkirchen (um 1230) Nürnbergs liegt oberhalb des Hauptmarkts. Beachten Sie die rätselhaften Figuren auf den Pfeilern. Innen befindet sich das spätgotische Grabmal (1508-1519) des Stadtheiligen St. Sebald. Das „Bamberger Fenster“ im Ostchor oben hat Albrecht Dürer (1471-1528) 1501 entworfen. Tgl. Jan.-März 9.30-16, April-Mai und Mitte Sept.-Dez. 9.30-18, Juni-Mitte Sept. 9.30-20 Uhr | Albrecht-Dürer-Platz 1 | www.sebalduskirche.de

Spielzeugmuseum

Hinter der Renaissancefront finden kleine und große Kinder eine faszinierende Welt vom Holzspielzeug bis zum Computerspiel. Di-Fr 10-17, Sa/So 10-18 Uhr | Eintritt 5 Euro | Karlstr. 13-15 | www.museen.nuernberg.de/spielzeugmuseum

Tiergarten

Hier schießen Delphine durchs Wasser, dösen afrikanische Löwen neben Sibirischen Tigern in zerklüfteten Felslandschaften. Einer der schönsten deutschen Landschaftszoos zeigt auf 70 ha Fläche über 2500 Tiere in natürlich gestalteten Gehegen. Besonders beliebt bei Besuchern sind die 30-minütigen Vorführungen im Delphinarium, die täglich mehrmals stattfinden. Im Dezember 2007 löste die Geburt von Eisbärin Flocke einen Besucheransturm und ein derart gewaltiges Medienecho aus, dass sich die Stadt Nürnberg den Begriff „Eisbär Flocke“ kurzerhand als Marke schützen ließ. Sehr schöner Spielplatz. Ende März-Anfang Okt. tgl. 8-19.30, Anfang Okt.-Ende März 9-17 Uhr | Eintritt 7,50 Euro (Delphinarium zusätzl. 4,50 Euro) | Am Tiergarten 30 | www.tiergarten.nuernberg.de

Region: Würzburg

Alte Mainbrücke

Mit ihren acht weiten Steinbögen verbindet die älteste Brücke Würzburgs (11. Jh.) das Festungsviertel mit der Altstadt. Unter den zwölf überlebensgroßen Heiligenskulpturen, die die Brücke rechts und links flankieren, sind die drei Frankenmärtyrer Kilian, Kolonat, Totnan und andere Heilige mit fränkischem Hintergrund.

Dom St. Kilian

Die viertürmige, romanische Basilika (12. Jh.) sieht von außen fast schmal und unscheinbar aus. Ganz anders innen. Der Altarraum mit seinem leuchtenden Stuck und den Putten wirkt riesig. Das Langschiff erscheint dagegen beinahe nüchtern. Im Zweiten Weltkrieg völlig zerstört, wurde es beim Wiederaufbau kühl-modern gestaltet. Entlang der Stützpfeiler befinden sich die Grabmäler von Fürstbischöfen und Domherren. Rechts vom Hochaltar stechen zwei polierte rote Granitwerke von Tilman Riemenschneider heraus. Zwischen ihrer Entstehung liegen Jahrzehnte, weswegen der Stil des Meisters sich deutlich verändert hat und bei dem späteren Werk schon Renaissancezüge trägt.

Festung Marienberg

Mit den hohen, kantigen Mauern und Türmen wirkt die Festung Marienberg (ab 7. Jh.) uneinnehmbar. Sie ist der Logenplatz schlechthin auf die Altstadt, von der sie der breit fließende Main trennt. Im Kommandantenbau ist das Mainfränkische Museum untergebracht, das neben fränkischer Kunst und Geschichte mit 81 Skulpturen die größte Tilman-Riemenschneider-Sammlung zeigt. Im Fürstenbau-Museum daneben beeindruckt ein riesiges Holzmodell der 1945 zerstörten Stadt. Die Festung war bis zum Umzug der Fürstbischöfe in die Residenz der Herrschaftssitz. April-Okt. Di-So 10-17, Nov.-März 10-16 Uhr | Eintritt 3 Euro | www.mainfraenkisches-museum.de

Käppele

Auf dem Nikolausberg rechts vom Marienberg leuchtet aus dichtem Grün die grazile Rokokoantwort auf die kantige Festung daneben. Zum Käppele (1748) mit den schlanken Zwiebeltürmchen und dem gelb-weißen Fassadenschmuck führt der stufenreiche Kreuzweg unterhalb der Kirche (Zugang ab der Nikolausstraße ausgeschildert). Im Inneren der Kapelle beeindrucken üppig in Stuck gefasste Malereien und reich verzierte Kirchenbänke. Offiziell heißt die 1748 von Balthasar Neumann gebaute Kirche zwar Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, aber selbst auf den amtlichen Straßenschildern wird sie fränkisch-herzlich Käppele genannt.

Lusamgarten

Genau im Rücken des Neumünsters führt ein Torbogen in einen stillen Innenhof mit Bäumen und Efeu. Ein großer, weißer Steinsarkophag birgt die Gebeine des Minnesängers Walther von der Vogelweide (1170 bis 1230). Wundern Sie sich nicht, wenn Sie hier Liebespaare sehen, die sich über der Steinplatte küssen: Walther war immerhin Schöpfer des berühmtesten Liebesgedichts des Mittelalters: „Du bist min, ich bin din ...“

Marienkapelle

Sie sieht ein bisschen aus, als hätte ein riesiger gotischer Zuckerbäcker seine Hände im Spiel gehabt. Die Marienkapelle (15. Jh.) am Marktplatz ist durch das Rot von Turm, Pfeilern und gotischem Zierrat und dem kontrastierenden Weiß der hohen Mauern ein Blickfang. Die Skulpturen auf den Pfeilern gelten als die besten der mainfränkischen Kunst des 15. Jhs.

Museum im Kulturspeicher

Hinter der 130 m langen Front des ehemaligen Hafenlagerhauses sind Gemälde aus Romantik, Impressionismus, Expressionismus und zeitgenössischer Kunst zu sehen, ein besonderer Schwerpunkt ist europäische konkrete Kunst nach 1945. Mi-So 11-18, Di 13-18, Do 11-19 Uhr | Eintritt 3,50 Euro | Veitshöchheimer Str. 5 | www.kulturspeicher.de

Residenz

Trotz der langen Bauzeit von 1720 bis 1780 erscheint der ehrgeizigste Schlossbau des Spätbarock nach Plänen von Balthasar Neumann innen und außen wie aus einem Guss. Deshalb erklärte ihn die Unesco 1983 zum Weltkulturerbe. Die riesige Barockfassade beherrscht den Rücken der Altstadt. Zusammen mit weiteren Gebäuden, Kolonnaden und Obelisken umschließt sie einen riesigen, gepflasterten (Park-)Platz mit dem Franconia-Brunnen darauf. Durch das linke schmiedeeiserne Tor gelangen Sie zu Fuß in den Hofgarten. Schöner als die Brunnen und die geschnittenen Buchsbäume sind die vielen kleinen Putten, die in zum Teil erotischen Szenen entlang der Arkaden und der Treppenaufgänge des Gartens stehen. Höhepunkt im Inneren ist das größte Deckenfresko der Welt im Treppenhaus. Auf 670 m² malte der eigens aus Venedig dafür geholte Giambattista Tiepolo (1696 bis 1770), wie die Allegorien der damals vier bekannten Erdteile dem Fürstbischof huldigen. Im Kaisersaal droht Genickstarre: Maler und Stuckateur haben verblüffende optische Täuschungen in die Deckengemälde eingebaut (Residenz: April-Okt. tgl. 9-18, Nov.-März 10-16.30 Uhr | Eintritt inkl. Führung 5 Euro).

Die Hofkirche (um 1750) im Südwestflügel der Residenz ist leicht zu übersehen, so nahtlos fügt sie sich in deren Fassade ein. Innen ist die Kirche ein Feuerwerk des Barock: Altargemälde von Tiepolo, Stuck, Gold, spiralförmige Säulen und viel Marmor entfalten fürstlichen Pomp. Der fürstbischöfliche Auftraggeber legte Wert darauf, dass die Hofkirche von außen nicht das Gesamtbild stört. Architekt Balthasar Neumann nutzte daher architektonische Tricks, um den unverzichtbaren, aber störenden Kirchturm der Hofkirche diskret verschwinden zu lassen. Von der Theaterstraße aus noch sichtbar, wird er beim Näherkommen immer kleiner, bis er gar nicht mehr zu sehen ist (Hofkirche: tgl. 10-16.30 Uhr). www.residenz-wuerzburg.de

Siebold-Museum

In der großen Gründerzeitvilla (Ende 19. Jh.) ist der Nachlass des ersten Japanologen ausgestellt: Philipp Franz von Siebold (1796-1866) gilt als Vater der wissenschaftlichen Erforschung Japans. Sie sehen Kimonos, Rüstungen, Samuraischwerter und ostasiatische Kunst. Di-Fr 16-17, Sa/So 10-12 u. 15-17 Uhr | Frankfurter Str. 87 | Eintritt 4 Euro