Reisetipps Chicago

Sehenswertes Chicago Wolkenkratzer, Parks und Kultur

Eine Stadt für die Sinne: moderne Architektur und stimmungsvolle Stadtviertel, interaktive Museen und Kunst an jeder Ecke

Ganz Chicago ist eine Wolke - wenn man einen schlechten Tag erwischt und vom Sears Tower oder vom Hancock Observatory nur die andere Seite des Regens sieht. Wenn das Wetter stimmt, ist der Ausblick unvergleichlich, und die Riesenstadt liegt einem in ihrer ganzen Pracht zu Füßen: die vergoldete Spitze des Carbide and Carbon Building, die verspielten Ornamente am Wrigley Building, die Museumspaläste und Parks am Ufer des Lake Michigan.

Man sollte Chicago von oben gesehen haben, bevor man sich ins Getümmel stürzt, um den wahren Charakter dieser Stadt kennenzulernen. In den Zügen der „El“, im emsigen Treiben auf der State Street, auf den Plätzen vor den Hochhäusern und Banken, auf der Magnificent Mile nördlich des Chicago River, am Lake Shore Drive entlang dem Michigan-See, in Vororten wie Chinatown und Pilsen. Aus dem „Schweinemetzger für die Welt“ (Carl Sandburg) ist längst eine Vorzeigemetropole geworden - mit vielfältigem kulturellen Angebot, ausgefallener Architektur, schicken Einkaufsstraßen und Gourmetrestaurants.

In ein paar Tagen ist diese Stadt nicht zu schaffen. Deshalb sollte man erst gar nicht den Versuch machen, von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu hetzen. Selbst ein einziger Tag kann zum Erlebnis werden, wenn man sich auf einen Blick vom Hancock Observatory, die Mittagspause vor dem James R. Thompson Center, den Besuch des Museum of Science and Industry und einen gemütlichen Abend in einem Blues-Club beschränkt. Chicago mit allen Sinnen erleben, die Stadt sehen, hören, riechen und schmecken, am Ufer des Lake Michigan, unter der Hochbahn, am Hotdog-Stand, auf dem Navy Pier.

Achtung: Seit 9/11 sind öffentliche Gebäude wie das Board of Trade oder das Thompson Center gar nicht mehr oder nur schwer zugänglich.

Etwas Zeit sollte man für die Museen der Stadt mitbringen, nicht nur für die großen Drei: das Museum of Science and Industry, das Field Museum of Natural History und das Art Institute of Chicago. „Interaktiv“ heißt das Zauberwort. Aus dem „Hands up“ (Hände hoch) der Gangster-Ära wurde ein „Hands On“ (Hände drauf). In den Museen von Chicago darf man (fast) alles anfassen und wird auf spielerische Weise an die Geheimnisse von Wissenschaft und Technik herangeführt. Ein Paradies vor allem für Kinder, die hier nicht nur geduldet, sondern erwünscht sind.

Adler Planetarium

Am Ufer des Lake Michigan erhebt sich das Adler Planetarium als zwölfeckiger Granitbau mit einer kupfernen Kuppel. Es wurde von Max Adler, einem leitenden Angestellten der Kaufhauskette Sears & Roebuck, gegründet und 1930 eröffnet. Von einem gewaltigen Hightech-Einsatz sind Shows wie „The Other Side of Infinity“ im Star-Rider Theater bestimmt: Über 150 Projektoren zaubern beeindruckende Spezialeffekte an das künstliche Firmament, die Besucher sind wie in einem gewaltigen Computerspiel interaktiv dabei und bestimmen die Richtung der Raumreise. Auf drei Stockwerken wird die Entwicklung der Astronomie mit historischen Teleskopen und anderen Exponaten verdeutlicht. Die Weltraumfahrt ist mit einem Raumanzug und echtem Marsgestein vertreten. Über einen Monitor kann man Nahaufnahmen des Mondes und anderer Himmelskörper bestaunen. Im Internet können Sie das Planetarium virtuell erleben. Im Sommer Mo-Fr 9.30-18 Uhr, erster Freitag im Monat bis 22 Uhr, sonst tgl. 9.30-16.30 Uhr | Eintritt 10 Dollar | 1300 S. Lake Shore Drive | www.adlerplanetarium.org | Bus 12, 127, 146

The Art Institute of Chicago

Zwei Bronzelöwen des amerikanischen Bildhauers Edward L. Kemeys bewachen den Haupteingang des renommierten Art Institute, das anlässlich der Weltausstellung 1893 errichtet wurde und in den folgenden Jahrzehnten ständig erweitert und immer wieder renoviert wurde, zuletzt 1987. Führende Geschäftsleute hatten sich entschlossen, der Welt die kulturellen Schätze der Stadt zu zeigen. Eigentlich waren die Chicagoer Architekten Daniel Burnham und John Wellborn Root mit dem Bau beauftragt, aber Root starb überraschend, und Burnham war mit der Gestaltung der Weltausstellung ausgelastet. Deshalb beauftragte man eine Bostoner Firma, das Gebäude im klassizistischen Stil zu errichten. Eine Freitreppe führt zu den Ausstellungsräumen.

Im zweiten Stock ist die europäische Kunst nach Epochen geordnet, vom Mittelalter bis zu den späten Impressionisten. Gemälde und Skulpturen bekannter Künstler sind in großzügigen Räumen untergebracht und erstrahlen im Tageslicht in ihrer ganzen Pracht. Holländische Meister wie Rembrandt, der Spanier El Greco, besonders aber große Impressionisten wie Claude Monet, Auguste Renoir, Edouard Manet und Edgar Degas sind mit bekannten Werken vertreten. Das Museum rühmt sich der weltgrößten Sammlung von Monet-Gemälden.

Zu den anderen Schätzen des Art Institute gehören Marc Chagalls bunte Glasfenster und Georgia O'Keefe's „Sky Above the Clouds“, das größte Gemälde (244 x 732 cm) des Museums. Die moderne Kunst ist mit Namen wie Pablo Picasso, Grant Wood und Edward Hopper vertreten. Weniger überlaufen sind die Ausstellungen asiatischer und afrikanischer Kunst und die Fotografien im Erdgeschoss. Dort befindet sich auch ein Education Center für kleine Besucher. Mo-Mi, Fr 10.30-17, Do 10.30-20 Uhr | Eintritt 12 Dollar | 111 S. Michigan Ave. | www.artic.edu | Bus 3, 4, 60, 145, 147, 151 | U-Bahn/El Green Line, Brown Line, Orange Line bis Adams

Carbide and Carbon Building

Aus einem Fundament aus schwarzem Granit erhebt sich der wohl eindrucksvollste Art-déco-Wolkenkratzer der Stadt. Seine Mauern sind mit dunkelgrünem Terrakotta verkleidet, die Spitze wurde mit Blattgold verziert. Angeblich haben die Burnham Brothers, nach deren Plänen dieses Gebäude 1929 gebaut wurde, dieses Design einer in Goldfolie verpackten Champagnerflasche abgeschaut. 230 N. Michigan Ave. | Bus 3 bis S. Water St. | U-Bahn/El Green Line, Orange Line, Brown Line bis Randolph

Chicago Board of Trade

Seit 1930 residiert die Börse in einem der schönsten Wolkenkratzer der Stadt. Weil die Börse im 19. Jh. vor allem den Getreidehandel organisierte, blickt Ceres, die griechische Göttin der Feldfrüchte, von der Spitze des Gebäudes herab. Die geheimnisvollen Handzeichen der Börsianer werden in einer Broschüre erklärt. Verspielte Art-déco-Motive schmücken den Wolkenkratzer, der 1980 durch einen modernen Anbau des Architekten Helmut Jahn ergänzt wurde. Ein weiterer Anbau entstand 1997. Wegen 9/11 keine Führungen, auch das Besucherzentrum im 5. Stock ist bis auf Weiteres geschl. | 141 W. Jackson Blvd. | www.cbot.com | Bus 1, 7, 60, 126, 151, 156 oder U-Bahn/El Blue Line, Red Line bis Jackson

The Field Museum of Natural History

Naturgeschichte im Überfluss: Nur ein Bruchteil der über 20 Mio. Objekte, die sich im Besitz des Field Museums befinden, ist in dem klassizistischen Prachtbau des Architekten Daniel Burnham ausgestellt. Zur Weltausstellung von 1893 waren die Artefakte noch im heutigen Museum of Science and Industry untergebracht. Seit 1921 gehört das Field Museum zu den größten und eindrucksvollsten Museen der Welt. Prachtstück ist das Skelett von Sue (www.fieldmuseum.org/sue), dem größten Tyrannosaurus Rex der Welt - es wurde 1990 in South Dakota gefunden.

Der Alltag und die Riten der ägyptischen Pharaonen wurden mit den Ausgrabungsstücken aus dem Grab von Unis-Ankh nachgestellt, sogar einen Marktplatz aus dieser Zeit hat man errichtet. Seit der Jahrtausendwende läuft die Ausstellung Underground Adventure, eine Reise in die Miniaturwelt der unterirdischen Prärie von Illinois. Dabei haben die Zuschauer den Eindruck, bis auf Käfergröße geschrumpft zu sein. Tgl. 9-17 Uhr | Eintritt 14 Dollar | Roosevelt Rd./Lakeshore Drive | www.fieldmuseum.org | Bus 6, 10, 12, 130, 156 bis zum Museum

Grant Park

Es war ausgerechnet A. Montgomery Ward, der legendäre Kaufhauskönig, der eine Bebauung des Areals am Lake Michigan verhinderte. Seiner Initiative ist es zu verdanken, dass östlich der Michigan Avenue ein 1,3 km² großer Park mit weitläufigen Rasenflächen entstand. Im Sommer wird der Grant Park zum Schauplatz zahlreicher Konzerte und Veranstaltungen, in der Petrillo Music Shell an der Ecke Jackson Boulevard/Columbus Drive erklingt im Sommer klassische Musik. Auffälligstes Bauwerk im Park ist der Buckingham Fountain, der, 1926 erbaut, einem Brunnen in Versailles nachempfunden wurde. Bus 3, 4, 6, 146, 151 bis Michigan Ave.

Harold Washington Library Center

Das Backsteingebäude mit den blasenden Engeln ist auch architektonisch eine Überraschung, vor allem der spektakuläre Winter Garden. Der eigentliche Magnet sind jedoch die Bücher. Keine andere öffentliche Bibliothek der USA verfügt über eine größere Auswahl. Für Urlauber sind besonders die wechselnden Ausstellungen, Veranstaltungen und Lesungen interessant. Das Programm erfahren Sie unter Tel. 312/7474300. Mo-Do 9-19, Fr, Sa 9-17, So 13-17 Uhr, Führungen 10 und 14 Uhr | 400 S. State St. | www.chipublib.org | Bus 11, 145, 146, 147 bis Loop | U-Bahn/El Red Line bis State, Brown Line, Orange Line bis Library

James R. Thompson Center

Das ehemalige State of Illinois Center gehört zu den umstrittensten modernen Gebäuden in Chicago. Die gewagte Konstruktion wurde in den 1980er-Jahren von dem deutschen Architekten Helmut Jahn entworfen und gegen den Widerstand vieler offizieller Stellen durchgesetzt. Blau, Orange und Silber dominieren in dem Riesengebäude aus Stahl und Glas, und der atemberaubende Lichthof, der im 17. Stockwerk von einer zylinderförmigen Krone abgeschlossen wird, vermittelt Besuchern den Eindruck, sich in einer Raumstation zu befinden. Das Gebäude wurde nach dem langjährigen Gouverneur von Illinois benannt. 100 W. Randolph St. | U-Bahn/El Blue Line, Brown Line, Orange Line, Green Line bis Clark

John G. Shedd Aquarium

Ein Korallenriff mitten in Chicago: Haie, Barrakudas und andere, farbenprächtige Fische schwimmen in den Wasserlandschaften des derzeit größten überdachten Aquariums der USA. Das künstliche Meer (11 Mio. l) liegt in einem achteckigen Marmorbau und beeindruckt mit einer tropischen Unterwasserwelt. Taucher füttern die Fische am Caribbean Reef. Im Salzwasser tummeln sich Belugawale, Delfine, Seeotter und Seelöwen aus amerikanischen Gewässern. In Ausstellungen werden Besonderheiten und Lebensweisen der Meeresbewohner erklärt. Fr-Mi 9-18, Do-22 Uhr, im Winter Mo-Fr 9-17, Sa, So 9-18 Uhr | Eintritt 23 Dollar | 1200 S. Lakeshore Drive | www.sheddaquarium.org | Bus 6, 10, 12, 130, 146 bis Michigan Ave.

Lake Michigan

Die Skyline von Chicago spiegelt sich im Wasser eines gewaltigen Sees. Und auch wenn im Winter ein eisiger Wind über den wie ein Meer wirkenden See pfeift: Ohne den Lake Michigan wäre die Stadt nur halb so schön. Wer Chicago kennt, nutzt die wenigen Sonnentage und verbringt die warmen Sommertage an einem der Strände oder in einem Boot auf hoher See. Auch in nackten Zahlen weiß der Lake Michigan zu beeindrucken: 494 km ist er lang, 190 km breit, seine größte Tiefe beträgt fast 300 m, und er besitzt eine Uferlänge von sage und schreibe 2635 km.

Die schönsten Ausblicke auf den See haben Sie vom Navy Pier, vom John G. Shedd Aquarium oder von einem der vielen Vergnügungsboote.

Lake Shore Drive

Die Hauptverkehrsstraße durch die Innenstadt, auch unter „outer drive“ und „US Highway 41“ in den Landkarten, ist vor allem nachts einen Umweg wert, wenn der Verkehr nicht so stark ist und Sie einen wunderbaren Ausblick auf die beleuchtete Skyline und den in allen Farben schimmernden Buckingham Fountain haben. Am schönsten ist die Straße zwischen Grand Avenue und Wacker Drive, bei der Fullerton Avenue und nördlich vom Hyde Park.

Marquette Building

Das E-förmige Gebäude, typisch für den Chicago Style des frühen Chicago, wurde von William Holabird und Martin Roche entworfen. Die beiden Architekten gestalteten um 1900 zahlreiche Gebäude in der Stadt. Die breiten Fenster versorgten alle Räume mit Tageslicht. Kunstvolle Reliefs über dem Hauptportal und Mosaike auf den Marmorwänden der Eingangshalle erzählen aus dem Leben des Entdeckers Jacques Marquette, der als erster Weißer über die Gegend berichtete, in der Chicago entstand. Nach ihm wurde das Gebäude benannt. 140 S. Dearborn St. | Bus 60, 130, 151 | U-Bahn/El Blue Line, Red Line bis Monroe

Merchandise Mart

Architektonisch hat das 1931 errichtete Gebäude wenig zu bieten, aber als größtes Lagerhaus der Stadt ist es über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Seine Fläche wird nur vom Pentagon übertroffen. Ursprünglich sollten in den riesigen Hallen nur die Waren von Kaufhauskönig Marshall Field gelagert werden, inzwischen haben sich Läden, Cafés und Restaurants in den unteren beiden Stockwerken einquartiert, und oben werden Möbel gelagert. In der Eingangshalle erzählen farbenfrohe Wandgemälde von den Handelsnationen der Erde. Zwischen Wells und Franklin St. | U-Bahn/El Brown Line bis Merchandise Mart

Michigan Avenue Bridge

Der perfekte Standort für ein Nachtfoto der beleuchteten Skyline. Der Tribune Tower mit seiner reich verzierten Fassade und das Wrigley Building mit seinen beiden Türmen erstrahlen in gleißendem Scheinwerferlicht. Der französische Trapper Louis Jolliet, nach dem eine kleine Stadt benannt wurde, und der Jesuitenpater Jacques Marquette waren die ersten Weißen, die im September 1673 an dieser Stelle den Fluss überquerten, acht Jahre später folgte ihnen der Entdecker La Salle auf dem Weg zum Mississippi.

Millennium Park

Weitläufiger Park im Norden des Grant Park mit kunstvoll angelegten Gärten, einem großen Freilichttheater und dem unterirdischen Music & Dance Theater. Die Skulptur „Cloud Gate“, im Volksmund nur bean (Bohne) genannt, vereint die Spiegelungen von Skyline und Himmel zu einem Gesamtkunstwerk. Ideal für Fotos der dramatischen Skyline. www.millenniumpark.org | Bus 3, 4, 6, 146, 151 bis Washington

Monadnock building

Um die Jahrhundertwende wurde das mächtige Monadnock Building als größtes Bürogebäude der Welt gefeiert. Die nördliche Hälfte des sechzehnstöckigen Gebäudes wurde aus massiven Ziegelsteinen gefertigt und von einer Fachzeitschrift der damaligen Zeit als riesiger Kamin verspottet, der südliche Teil wurde um ein Stahlgerüst gebaut. Die Baumeister - untypisch für diese Zeit - verzichteten auf jegliche Ornamente, verstanden ihre Konstruktion als nüchternes Geschäftsgebäude. Die südliche Hälfte wurde mit ihrem Stahlrahmen zum Vorbild für zahlreiche Wolkenkratzer der Art-déco-Ära. 53 W. Jackson Blvd. | Bus 60, 130, 151, U-Bahn Blue, Red bis Jackson

The Rookery

Seinen Namen (Vogelkolonie) hat das Gebäude von dem Rathaus, das früher an dieser Stelle stand und in dem nach dem großen Feuer von 1871 Vögel nisteten. Das elfstöckige Haus wurde 1888 fertiggestellt. Frank Lloyd Wright renovierte 1907 die Lobby. Außen fallen römische und maurische Motive und verspielte Art-déco-Ornamente auf, innen dominiert die großzügige und zweckmäßig orientierte Architektur von Wright. 1992 wurde die Rookery noch einmal renoviert, wobei auch die Originalverzierungen des ursprünglichen Architekten zum Vorschein kamen. Tagsüber geöffnet | 209 La Salle St. | Bus 1, 22, 60, 151 | U-Bahn/El Brown Line und Orange Line bis Quincy

Sears Tower

Mit 110 Stockwerken und 430 m Höhe gehört der Turm noch immer zu den eindrucksvollsten Wolkenkratzern. Von 1973 bis 1996 war der Sears Tower das höchste Gebäude der Welt. Seine Stabilität verdankt der Mammutturm einer festen Betonplattform und neun 23 m dicken Stahlröhren, deren Umfang zur Spitze hin abnimmt - ein Design des Architekten Bruce Graham, der für Skidmore, Owings & Merrill arbeitet. Besucher werden mit einem langweiligen Video eingestimmt, bevor die 70-Sekunden-Reise zum Skydeck im 103. Stockwerk beginnt. Von dort hat man eine gigantische Aussicht auf das Häusermeer und die Umgebung. In der Eingangshalle steht die Skulptur „Universe“ des Künstlers Alexander Calder. Tgl. 10-22 Uhr, im Winter bis 20 Uhr | Eintritt 12 Dollar | 233 S. Wacker Drive | www.thesearstower.com | Bus 1, 7, 126, 146, 151, 156 | U-Bahn/El Brown Line, Orange Line bis Quincy

Spertus museum

Jüdische Geschichte im Blickwinkel von Kunst und Kultur: Die eindrucksvolle Ausstellung von über 10000 Artefakten und Kunstobjekten umspannt 5000 Jahre jüdischer Geschichte. Im Artifact Center können junge Besucher in einer nachgestellten Ausgrabungsstätte des Nahen Ostens nach Tonscherben suchen. Zu den ständigen Ausstellungen gehören „Die Geschichte des jüdischen Humors“ und „Friedrich Adler: Von Art nouveau bis Art déco“. So-Mi 10-18, Do, Fr 10-15 Uhr | Eintritt 7 Dollar | 617 S. Michigan Ave. | Bus 3, 4, 6, 145, 157, 151, U-Bahn/El Red Line bis Jackson; U-Bahn/El Brown, Purple, Orange oder Green Line bis Adams Street

Chicago Tribune Tower

Einem Architektenwettbewerb hat die Chicago Tribune ihr imposantes Verlagsgebäude zu verdanken. Raymond Hood und John Mead Howells gewannen, und an der Michigan Avenue entstand ein neugotischer Prachtbau, der mit seinen 46 Stockwerken an eine gewaltige Kirche erinnert. In die Außenmauer wurden Steine berühmter Gebäude eingelassen, u.a. von der Berliner Mauer, der Cheops-Pyramide, dem Kolosseum in Rom, der Großen Mauer in China, der Westminster Abbey in London und dem World Trade Center. In der Eingangshalle sind die Titelseiten wichtiger Ausgaben der Chicago Tribune ausgestellt. Der Radiosender WGN, eine Institution in Chicago, sendet live aus der Lobby. Tgl. tagsüber geöffnet | 435 N. Michigan Ave. | Bus 3, 11, 29, 65, 147, 151, 157; U-Bahn/El Red Line bis Grand

Historic Water Tower

Der historische Wasserturm gehört zu den wenigen Gebäuden, die dem Feuer von 1871 widerstanden, und wurde zum Symbol für das Jetzt-erst-recht-Gefühl der Bürger, die innerhalb weniger Monate eine neue Innenstadt aufbauten und Chicago zu der am schnellsten wachsenden US-Metropole im 19. Jh. machten. Der pseudogotische Turm wurde 1869 von William W. Boyington erbaut, einem bedeutenden Architekten, der zahlreiche kommerzielle Gebäude von Chicago mit seinem „Revival Style“ beeinflusste. Auch nach dem Feuer blieb er ein gefragter Baumeister. Eigentlich war der knapp 50 m hohe Water Tower kein wichtiges Gebäude. Er hatte lediglich die Funktion, mit seinen Rohren den Wasserfluss aus dem benachbarten Pumpengebäude zu stabilisieren. Aber der Symbolwert des Turms ist bis heute ungebrochen und macht ihn zu einer der bedeutendsten touristischen Attraktionen von Chicago. 800 N. Michigan Ave. | Bus 11, 66, 145, 146, 147, 151; U-Bahn/El Red Line bis Chicago

John Hancock Center Observatory

Vom Observatory im 94. Stock, das 1997 aufwendig renoviert wurde, haben Sie eine herrliche Aussicht auf das Häusermeer und den Lake Michigan. Auf einer Aussichtsplattform spürt man den heftigen Wind - nichts für Besucher mit Höhenangst. Zu den Attraktionen gehören sogenannte sprechende Fernrohre (sie beherrschen Englisch, Spanisch, Französisch und Japanisch, leider kein Deutsch) mit Soundeffekten und eine history wall, die über die Geschichte der Stadt informiert. In der Ticket Lobby berichtet eine Ausstellung über den Bau des 344 m hohen Wolkenkratzers. Der angeblich schnellste Aufzug der Welt ist zum Observatory 40 Sekunden unterwegs. Tgl. 9-23 Uhr | Eintritt 12 Dollar | 875 N. Michigan Ave. | www.hancock-observatory.com | Bus 145, 146, 147, 151; U-Bahn/El Red Line bis Chicago/State

Museum of Contemporary Art

Über die nüchterne Fassade und die etwas düstere Erscheinung des Museums für zeitgenössische Kunst - so stellen sich einige Kritiker das Museum einer mittelgroßen Stadt in Deutschland vor - ist man in Chicago geteilter Meinung. Der Berliner Architekt Josef Paul Kleihues hat den Bau zu Beginn der 1990er-Jahre entworfen. Aber über die ständig wechselnden Ausstellungen moderner Kunst seit 1945 gibt es keine Diskussionen. Mehr als 7000 Objekte von bekannten Künstlern wie René Magritte, Ed Paschke, Claes Oldenburg, Andy Warhol, Max Ernst und Christo sind in den neuen Hallen ausgestellt. Besonderer Wert wird auf die Darstellung experimenteller Kunst in verschiedenen Bereichen gelegt: Malerei, Fotografie, Video, Tanz, Musik und Performance. Einige Künstler sind mit Retrospektiven vertreten. Vom M Café blickt man auf moderne Skulpturen in einem Garten. Mi-So 10-17, Di 10-20 Uhr | Eintritt 10 Dollar | 220 E. Chicago Ave. | www.mcachicago.org | Bus 3, 10, 11, 66, 125, 145, 146, 151; U-Bahn/El Red Line bis Chicago

Navy Pier

Der Navy Pier diente im Zweiten Weltkrieg als Trainingszentrum für Marinepiloten und wurde 1995 zu einem Vergnügungspark mit Restaurants, Läden und Karussells umgebaut. Das 45 m hohe Riesenrad wurde dem Original der Weltausstellung von 1893 nachempfunden. Weitere Attraktionen sind eine Eisbahn, ein Imax-Kino, ein Hightech-McDonald's, die Skyline Stage für Open-Air-Konzerte und das hervorragende Smith Museum of Stained Glass Windows, u.a. mit kostbaren Tiffany-Fenstern. Auch eine Fahrradvermietung gibt es hier (Std. 10 Dollar, Tag 34-44 Dollar). So-Do 10-22, Fr, Sa 10-24 Uhr, im Winter Mo-Do 10-20, Fr u. Sa 10-22, So 10-19 Uhr | Eintritt frei | 600 E. Grand Ave. | www.navypier.com | Bus 29, 56, 65, 66, 120, 121; U-Bahn/El Red Line bis Grand/State, ab dort kostenloser Trolley

The Spirit of Chicago

Kreuzfahrt auf dem See: Sightseeing-Touren und Dinner Cruises mit Abendessen und Showprogramm über den Lake Michigan. Der Blick auf die abendliche Skyline von Chicago ist atemberaubend. Lunch-, Dinner- und Afternoon Cruises | Tickets ab 52 Dollar | Navy Pier | 600 E. Grand Ave. | Tel. 312/8367888 | www.spiritcitycruises.com | Bus 29, 56, 65, 66, 120, 121; U-Bahn/El Red Line bis Grand, ab dort kostenloser Trolley

Terra Museum of American Art

Gemälde von 1700 bis heute: Kenner schwärmen von den meist unbekannten, hochklassigen Werken. Ziel der Terra Foundation ist es, das Verständnis für die kulturelle und künstlerische Entwicklung in den USA zu fördern. Mi-Sa 10-18, Di 10-20, So 12-17 Uhr | Eintritt 7 Dollar | 664 N. Michigan Ave. | www.terraamericanart.org | Bus 3, 11, 125, 145, 147, 151; U-Bahn/El Red Line bis Chicago

Chicago Historical Society

Kein trockenes Museum, sondern lebendige Ausstellungen zur Geschichte Chicagos und der USA. Die Entwicklung der Stadt am Lake Michigan wird von ihrer Gründung als Wildnisposten bis zum 20. Jh. nachgezeichnet. Zahlreiche Fotografien und Dokumente belegen den unternehmerischen Geist der Bürger von Chicago. Ständige Ausstellungen wie „Chicago: Crossroads of America“ beleuchten unterschiedliche Aspekte der Stadtgeschichte. Wechselnde Ausstellungen beschäftigen sich mit dem alltäglichen Leben in der Pionierzeit. Mo-Mi, Fr, Sa 9.30-16.30, Do 9.30-20, So 12-17 Uhr | Eintritt 5 Dollar | 1601 N. Clark St. | www.chicagohistory.org | Bus 11, 22, 36, 72, 151, 156 bis Lincoln Park

Lincoln Park

Der größte (und vor allem längste) Park der Stadt erstreckt sich entlang dem Ufer des Lake Michigan. Die Anlagen wurden in den 1970er-Jahren auf dem ehemaligen Stadtfriedhof errichtet. Die Statue des berühmten Präsidenten, der dem Park seinen Namen gab, wurde von Augustus Saint-Gaudens geschaffen. Im Park gibt es Strände, den Zoo, ein Konservatorium, einen Golfplatz, viele Sport- und Spielplätze und zwei Museen. Spazier- und Radwege durchziehen den Park, der zum bevorzugten Revier für Jogger wurde. Bus 22, 145, 146, 147, 151, 156

Lincoln Park Zoo

Freier Eintritt und das ganze Jahr geöffnet - das gibt's nur im Lincoln Park Zoo, einem der schönsten und größten zoologischen Gärten der USA - und dem meistbesuchten. Über tausend Vögel, Reptilien und Säugetiere, darunter Elefanten, Gorillas, Nashörner, Bären und - zum Teil höchst seltene - Raubkatzen, leben in den fantasievoll gestalteten Gehegen der Anlage. Mo-Fr 9-18, Sa, So 9-19 Uhr, im Winter bis 16.30 Uhr | Eintritt frei | 2200 N. Cannon Drive | www.lpzoo.org | Bus 151, 156 bis Lincoln Park

Peggy Notebaert Nature Museum

Wissenschaft leicht gemacht: seltene Pflanzen und Tiere in einem originellen „Hands-On“-Museum. Spielerisch kann man hier die Geheimnisse der Natur und des Umweltschutzes erfahren. Im Butterfly Haven umflattern Sie exotische Schmetterlinge in „freier Wildbahn“. Mo-Fr 9-16.30, Sa, So 10-17 Uhr | Eintritt 9 Dollar | 2430 N. Cannon Dr. | www.naturemuseum.org | Bus 77 bis Nature Museum

Rush/Division

Das neue Vergnügungsviertel der Stadt liegt am nördlichen Ende der Rush St. zwischen Rush, Dearborn, Oak und Division St. Eine Vielzahl von trendigen Restaurants, Cafés und Bars zieht vor allem jugendliches Publikum an. Bis spät in die Nacht tobt hier das Leben, an warmen Sommertagen sogar auf den Gehsteigen vor den Lokalen. Bus 151 bis Division

Museum of Science and Industry

Seit 1933 eine weltberühmte Institution in Chicago, heute Vorbild für alle anderen interaktiven Museen der Welt: Das Museum of Science and Industry mit seinen über 2000 Ausstellungen und Präsentationen sollte auf der Sightseeing-Liste ganz oben stehen. Der klassizistische Prachtbau war der Palace of Fine Arts während der Weltausstellung 1893. Planen Sie für den Besuch mindestens drei Stunden ein.

Auf keinen Fall versäumen sollten Sie die im offiziellen Lageplan durch farbige Piktogramme hervorgehobenen Attraktionen. Am bekanntesten wurde die originalgetreue Nachbildung eines Kohlebergwerks, in das man mit einem Förderkorb hinabfahren kann. Andere Highlights: der Gang durch ein deutsches U-Boot aus dem Zweiten Weltkrieg, in dem kriegsentscheidende Geheimdokumente gefunden wurden, und eine teilweise zerlegte Boeing 727 (das Cockpit steht offen), eine Brutstation für Küken (man sieht die Küken aus den Eiern schlüpfen), das Modell eines menschlichen Herzens, in dem man sich frei bewegen kann, Apollo- und Mercury-Raumkapseln samt einem Mondfelsen von der Apollo-17-Mission, eine Main Street um die Wende zum 20. Jh. und eine Idea Factory, eine Ideenfabrik für Computerkids, die spielerisch in die Geheimnisse der Wissenschaft eingeführt werden. Im Omnimax-Theater können Sie preisgekrönte Dokumentationen wie „Ocean Oasis“ im Superformat sehen. Mo-Sa 9.30-16, So 11-16 Uhr | Eintritt 13 Dollar, 20 Dollar mit Omnimax | 57th St./Lake-shore Drive | www.msichicago.org | Bus 6 bis S. Hyde Park/56th St.; Bus 10 (Sommer) bis Museum

Robie House

Das großzügige Design und die Betonung der Horizontalen sind hervorstechende Merkmale der Prairie-School-Architektur, die an die Ebenen des amerikanischen Mittelwestens erinnern soll und von dem Architekten Frank Lloyd Wright entwickelt wurde. Bestes Beispiel für diese eher nüchterne Bauweise ist das 1909 errichtete Robie House in der Woodlawn Avenue. Ein Teil des Gebäudes wurde renoviert und ist öffentlich zugänglich. Führungen Mo-Fr 11, 13 und 15 Uhr, Sa, So halbstündlich 11-15.30 Uhr | Eintritt 12 Dollar | 5757 S. Woodlawn Ave. | www.gowright.org/robiehouse/robiehouse.html | Bus 55 bis Woodlawn

Rockefeller Memorial Chapel

Ohne das „Kleingeld“ des John D. Rockefeller, so sangen die Studenten zur Eröffnung, gäbe es keine University of Chicago. Über 35 Mio. Dollar spendete er der Universität. Die neogotische „Kapelle“, die heute seinen Namen trägt, ist ein monumentales Gebäude, das von Bertram G. Goodhue, dem Architekten des Empire State Building in New York, entworfen wurde. Über dem Altar wölbt sich ein kreisrundes bemaltes Fenster, und zu den häufigen Konzerten mit geistlicher Musik erklingt das zweitgrößte Glockenspiel der Welt. Das Gebäude ist für Besucher geöffnet. Konzerte während des Semesters: Mi 12.15 Uhr, Do 19.30 Uhr, während der Sommerferien (Juni- Aug.) So 16 Uhr | Besucher tgl. 8-16 Uhr | 5850 S. Woodlawn Avenue | Bus 6 bis Stony Island/57th St.

Baha'i house of worship

Louis Bourgeois gestaltete den weißen Prachtbau, der von gepflegten Gärten umgeben ist. Errichtet wurde das Gebäude für die Anhänger des Baha'i, die an die Einheit aller Glaubensrichtungen glauben. Besucherzentrum im Sommer tgl. 10-20 Uhr, im Winter bis 17 Uhr, Gebetshaus tgl. ab 7 Uhr | 100 Linden Ave. | Wilmette | www.us.bahai.org | U-Bahn/El Purple Express bis Linden

Chicago Botanic Garden

Zwanzig Gärten, ein Name: Der Botanische Garten von Chicago ist so groß, dass Sie in einer kleinen Bahn durch die Blütenpracht transportiert werden. Zu den Schmuckstücken gehören die English Walled and Rose Gardens, die sich auch vor einem englischen Schloss ausbreiten könnten, die Japanese Islands mit ihren eigenwilligen japanischen Gärten, der Fruit and Vegetable Garden mit fruchtbaren Obst- und Gemüsefeldern, der Waterfall Garden mit seinen Wasserfällen und der Prairie Demonstration Garden, in dem die Flora der Prärie veranschaulicht wird. Tgl. 8 Uhr bis Sonnenuntergang | Eintritt frei, Parkgebühr 15 Dollar | 1000 Lake Cook Rd. | Glencoe (30 Min. nördlich der Stadt) | www.chicago-botanic.org | Vorortzug bis Glencoe, dann Bus 213 bis Botanic Garden

Graceland Cemetery

Der zweifellos der schönste Friedhof der Stadt wurde 1860 angelegt und liegt im Schatten der Apartmenthäuser an der Clark Street. Zu dieser Zeit gab es nur wenige öffentliche Parks in den USA, und die Friedhöfe hatten einen doppelten Zweck zu erfüllen: Sie sollten Ruhestätte für die Toten und Erholungsstätte für die Lebenden sein. Zahlreiche Berühmtheiten liegen hier begraben: Architekten wie Ludwig Mies van der Rohe und Louis Sullivan, der Eisenbahnwaggonhersteller George Pullman, der Privatdetektiv Allen Pinkerton, Kaufhausgründer Marshall Field und der Mitbegründer der amerikanischen Baseball-Liga, William A. Hulbert, dessen Grabstein natürlich von einem Baseball gekrönt wird. Tgl. bis zur Dunkelheit | 4001 N. Clark St. | El Brown bis Irving Park

National Museum of Mexican Art

Mexikanische Kunst in Pilsen, dem Wohnviertel der mexikanischen Einwanderer: Das vorbildliche Museum zeigt die ganze Bandbreite lateinamerikanischer Kunst, von präkolumbianischen Götterstatuen bis zur Avantgarde junger mexikanischer Einwanderer in die USA. Unter den über tausend Objekten, die zurzeit ausgestellt sind, befinden sich Gemälde mexikanischer Meister wie Diego Rivera, José Clemente Orozco und David Alfaro Siqueiros, Folk Art der Linares-Familie und zeitgenössische Kunst von Carmen Lopez Garza. Den Gedenktag „Tag der Toten“, der acht Wochen gefeiert wird und im September beginnt, begleitet das Museum mit besonderen Ausstellungen und kulturellen Programmen in der eigenen Radiostation WRTE (90,5 FM). Di-So 10-17 Uhr | Eintritt frei | 1852 W. 19th Street | www.nationalmuseumofmexicanart.org | Bus 9, U-Bahn Blue Line bis 18th Street

Rosehill Cemetery

Seit 1859 ein beschaulicher Friedhof in der North Side und letzte Ruhestätte für mehrere Hundert Soldaten des amerikanischen Bürgerkrieges. Deshalb wird jedes Jahr eine Zeremonie zu Ehren der kämpfenden Truppe in dieser blutigen Auseinandersetzung abgehalten. Auch Julius Rosenwald, Gründer des Museum of Science and Industry, und John G. Shedd, Gründer des gleichnamigen Aquariums, liegen hier begraben. 5800 N. Ravenswood Ave. | Bus 49 B, El Brown bis Western Avenue

Unity Temple

Das Gotteshaus der Unitarian Universalist Church gilt als perfektes Beispiel für den zweckmäßigen Prairie-House-Stil von Frank Lloyd Wright. Der Architekt war gezwungen, mit einem minimalen Budget auszukommen, ließ verstärkte Betonziegel verwenden und war dennoch zufrieden: „Die erste wahre Verkörperung meiner Idee!“ Im nüchternen Innenraum des Gotteshauses fühlt man sich von der Welt abgeschirmt, man steht nahe beim Prediger und verlässt die Kirche, indem man auf ihn zugeht. Der seitliche Eingang soll Privatsphäre schaffen. Interessant auch das geometrische Design der bernsteinfarbenen Fenster, die ein eigentümliches Licht während der Andacht verbreiten. Tgl. 10-17 Uhr, im Winter Mo-Fr 10.30-16.30, Sa, So 13-16 Uhr | Führungen Sa, So stdl. 13-15 Uhr | Eintritt 8 Dollar | 875 Lake St. | El Green Line bis Harlem

Architecture River Cruise

Anderthalbstündige Rundfahrt der Chicago Architecture Foundation, von Kennern als bestes Angebot dieser Gesellschaft gepriesen, weil es interessante Information mit großartigen Panorama-Ansichten der Skyline verbindet. Die Guides sind für ihre kurzweiligen und informativen Vorträge bekannt. Mai-Nov. Mo-Fr stdl. ab 11 Uhr, Sa u. So stdl. ab 10 Uhr (im Hochsommer auch halbstdl.) | Ticket 28 Dollar (Mo-Fr), 30 Dollar (Sa, So) | Michigan Avenue Bridge | Bus 2, 3, 10, 145, 146, 147, 150, 151 bis Wacker Drive

Chicago Architecture Foundation

Die Gesellschaft bietet mehr als 60 geführte Touren an, die sich alle mit der einzigartigen Architektur von Chicago befassen. Fachkundige guides kennen die Geschichte der Gebäude bis ins Detail und geizen nicht mit Anekdoten. Es werden auch Ausstellungen und Vorträge veranstaltet. Mo-Sa 9-18.30, So 9-18 Uhr | Tickets ab ca. 47 Dollar | 224 S. Michigan Ave. | Tel. 312/9223432 | www.architecture.org | Bus 60, 151; U-Bahn/El Green Line, Orange Line, Brown Line bis Adams

Loop Tour Train

Bei dieser Tour geht es in einem Zug der Hochbahn auf architektonische Entdeckungsreise. An jedem Samstag (nur im Sommer) führen die guides der Gesellschaft Sie während der vierzigminütigen Rundfahrt durch die Innenstadt. Kostenlose Tickets im Visitor Information Center/Chicago Cultural Center | 77 E. Randolph St. | www.architecture.org | die Fahrt beginnt am Bahnhof Randolph/Wabash, Abfahrt 10 und 10.40 Uhr

Untouchable Tours

Auf den Spuren legendärer Gangster wie Al Capone werden Sie durch Chicago und zu den Hochburgen der wilden 1930er-Jahre geführt. Die guides fahren als Gangster verkleidet im Bus mit und erklären historische Schauplätze wie den O'Bannion's Flower Shop, in dessen Garage das berüchtigte St. Valentine's Day Massacre stattfand. Eine der unterhaltsamsten Sightseeing-Touren. 10924 S. Prospect Ave. | die Touren beginnen vor dem Rock 'n' Roll McDonald's an der Ecke Clark/Ohio St. | Tel. 773/8811195 | www.gangstertour.com | Mo-Mi 10, Do 10 u. 13 Uhr, Fr 10, 13 u. 19.30, Sa 10, 13, 15 u. 17, So 11 u. 13 Uhr | Tickets 27 Dollar | U-Bahn/El Red Line bis Grand/State