Mit seiner indirekten Aufforderung, die hessische SPD-Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti wegen ihrer Energiepläne nicht zu wählen, hat sich Wolfgang Clement den Zorn der SPD zugezogen. Seine Noch-Partei sieht in ihm nur noch einen Energie-Lobbyisten. Nicht ganz zu Unrecht, denn Clement sitzt im Aufsichtsrat des Energieriesen RWE Power. Hinzu kommen Aufsichtsratsmandate - unter anderem beim Gebäudedienstleister Dussmann und beim Verlag DuMont Schauberg. Eine weitere Aufgabe fand er im Oktober 2006 als Vorsitzender des in London angesiedelten "Adecco Institute". Die Forschungseinrichtung und Denkfabrik zu Fragen des Arbeitsmarktes wurde vom weltgrößten Leih- und Zeitarbeitskonzern Adecco gegründet.
Seit Oktober 2007 ist Wolfgang Clement außerdem Gastprofessor für Politikmanagement an der NRW School of Governance der Universität Duisburg-Essen.
Als Verteidiger in seinem Parteiausschlussverfahren hat Clement einen früheren Kabinettskollegen engagiert, der ebenfalls in die Wirtschaft gewechselt ist:
Clement im November 2005 mit seiner Entlassungsurkunde als Bundeswirtschafts- und Arbeitsminister.
Armutsflüchtlinge aus Afrika
Die EU erlebt seit Jahren an ihren südlichen Grenzen einen gewaltigen Ansturm von Flüchtlingen aus Afrika. Zu tausenden und unter Einsatz ihres Lebens stürmen sie die Wohlstandsgrenze, getrieben von der vagen Hoffnung auf ein besseres Auskommen. Viele sterben auf dieser Reise und wer ans Ziel kommt, ist dort nicht willkommen.
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