Reisetipps Frankfurt

Bloss nicht! Frankfurt

Das Stöffche unterschätzen

Frankfurts Nationalgetränk wirkt in größerem Umfang genossen nicht nur berauschend, sondern schlägt bei vielen auch kräftig auf die Verdauung. So mancher Fremde, der mutig seine ersten drei, vier Gläser Apfelwein pur getrunken hat, musste den Weg aufs Örtchen schon fast im Laufschritt bewältigen. Besser also Vorsicht walten lassen und vielleicht erst mal „gespritzt“ bestellen (mit Mineralwasser verdünnt). Und noch was: In traditionellen Apfelweinlokalen ist es nicht üblich, auf einem „eigenen“ Tisch zu bestehen, so man ihn nicht ausdrücklich reserviert hat. Man setzt sich normalerweise irgendwo dazu - und nimmt auch selbst Unbekannte an seiner Seite bzw. gegenüber gerne auf.

Handkäs' mit der Gabel aufspießen

Hinterlistig legen manche Apfelweinwirte auch zum Handkäs' ein komplettes Besteck auf den Tisch. Wer sich nicht sofort als Tourist outen will, lässt die Gabel beim Verzehr dieses Gerichts jedoch unbeachtet. Nur mit dem Messer schneidet und schichtet man den Käse (und die Zwiebeln) aufs dick mit Butter bestrichene Brot.

Zigarettenkippen wegwerfen

Nicht nur Singapur, auch Frankfurt zeigt Müllsündern die rote Karte. Wer seinen Dreck achtlos wegwirft und dabei erwischt wird, muss tief ins Portemonnaie greifen. Eine Zigarettenkippe kostet 20 Euro Buße, Gleiches gilt für ein Papiertaschentuch oder eine Pommestüte. Wer einen Kaugummi ausspuckt oder irgendwohin klebt, wird mit 35 Euro zur Kasse gebeten. Richtig teuer kommen Hundehaltern die Häufchen ihrer vierbeinigen Lieblinge - mindestens 75 Euro kassieren die Müllsheriffs dafür, auf Spielplätzen sogar mehr.

Anwohnerparkschilder missachten

Lange rangelten die Richter, aber nun ist es (wieder) amtlich: Auf vielen Frankfurter Straßen genießen die Anwohner das Erstparkrecht. Weißblaue Schilder markieren die entsprechenden Zonen; in der Regel sind diese Zonen zwischen 19 und 10 Uhr für Autofahrer, die keine Anliegerplakette haben, tabu (mitunter auch schon ab 17 Uhr). Wer hier ohne das entsprechende Papier parkt, riskiert Strafzettel und teure Abschleppmanöver.

Offenbach loben

Ob es der Fußball war - die Offenbacher Kickers spielten gegen die Frankfurter Eintracht einst erfolgreich in der Bundesliga - oder ein historisches Ereignis, liegt im Dunkeln. Von echten Frankfurtern wird die Nachbarstadt jedoch stets etwas herabgesetzt. „Typisch Offenbach“ heißt es z.B., wenn ein Auto mit dem OF-Kennzeichen bei grüner Ampel nicht gleich losprescht. Allerdings leben nun viele Frankfurter im mietgünstigeren Offenbach - bewahren aber möglichst ihr F auf dem PKW.