Reisetipps Normandie

Highlights Normandie

Region: Bayeux

Tapisserie de Bayeux

Bereits in den Jahrhunderten vor der Invasion von 1944 gab es spektakuläre Landungen diesseits und jenseits des Kanals. Eine der ersten ist in Bildern anschaulich dokumentiert: die Überfahrt des Normannenherzogs Wilhelm nach England im Jahr 1066. 58 auf einem 70 m langen, 50 cm breiten Leinenband aufgestickte Bilder aus dem 11. Jh. stellen anschaulich und eindrucksvoll die Überfahrt und die Eroberung Englands dar - fast wie in einer bande dessinée, einem modernen Comicstrip. Die große Attraktion von Bayeux - ursprünglich für die Ausschmückung der Kathedrale gedacht - hängt im Centre Guillaume le Conquérant, einem eigens umgebauten Jesuitenkolleg. Seit Kurzem ist die Tapisserie Bestandteil des Unesco-Welterbes der Menschheit. Das Museum wurde 2007 vollkommen modernisiert und auf den neuesten Stand der Museumstechnik gebracht. | Centre Guillaume le Conquérant | rue Nesmond | tgl. 9.30-12.30 und 14-18, im Sommer 9-19 Uhr | 7,70 Euro | www.tapisserie-bayeux.fr

Region: Honfleur

Pont de Normandie

Östlich von Honfleur spannt sich diese atemraubende Brücke auf gut 2 km über die Seinemündung. Von der Brückenmitte tolle Aussicht auf den Mündungstrichter. Einen ausgeschilderten Parkplatz finden Sie am Südufer (kostenlos, dann weiter zu Fuß). Die Überquerung mit dem Auto kostet 5 Euro.

Region: Cherbourg

Halbinsel La Hague

Die Halbinsel westlich von Cherbourg prägen granitene Postkartendörfer wie Omonville-la-Rogue, Saint-Germain-des-Vaux oder Auderville in wilder Heidelandschaft, malerische Buchten, geschützt von mächtigen Kaps, Frankreichs kleinster Hafen (Port Racine) und ein mächtiger Leuchtturm in der reißenden, bis zu 20 km/h schnellen Meeresströmung Raz Blanchard bei Goury. Dazu kommen großartige Aussichtspunkte (etwa Nez de Jobourg mit Blick auf die Kanalinseln) und ein einmaliges Dünenmeer bei Biville.

Der Küstenwanderweg GR 223 verbindet diese Höhepunkte auf spektakuläre Weise. Wanderführer bekommen Sie im Buchhandel und bei den Touristinformationen. Ziemlich deplatziert wirkt an dieser Stelle die nukleare Wiederaufbereitungsanlage der Cogema bei Beaumont; den einzigartigen Gesamteindruck der Kaplandschaft kann sie aber nicht wirklich trüben. Auskunft: rue Jallot | Beaumont-Hague | Tel. 0233527494 | Fax 0233520964 | www.lahague.org/tourisme

Das Restaurant La Bruyère (Sa-Mittag und Mo geschl. | Le Bourg | Tel. 0233527824 | www.labruyere50.com | €-€€) in Jobourg serviert vor einem großen Kamin nicht nur Frisches aus dem Meer, sondern auch würzige Fleischgerichte und raffinierte Desserts.

Region: Alençon

Le Pin-au-Haras

In dem kleinen Ort 45 km nördlich prägt schlichte, eindrucksvolle Eleganz das zum Staatsgestüt Haras du Pin gehörende Château (18. Jh.). Im Gegensatz zum Schloss können der in Hufeisenform angelegte Innenhof und die Stallungen des über die Grenzen hinaus berühmten Gestüts besichtigt werden. | April-Sept. tgl. 10 bis 18, Okt.-März 14-17 Uhr, Juni bis Sept. Do 15 Uhr Vorführungen, 5 Euro | Führung durch das Gestüt 9 Euro

Region: Évreux

Les Andelys

Auf einem Kalkfelsen hoch über einem malerischen Seinebogen und der beschaulichen Stadt (8500 Ew.) thronen knapp 40 km nordöstlich von Évreux die gewaltigen Ruinen der stolzen Zitadelle Château Gaillard. 1196 unter Richard Löwenherz innerhalb von nur zwei Jahren erbaut, war die Burg ein wichtiges Bollwerk der normannischen Verteidigung gegen Frankreich. Die Reste - vor allem der von einem Graben und einer Verteidigungsmauer umgebene Donjon - sind ebenso fotogen wie der großartige Rundblick über das Tal der Seine. | Mitte März-Mitte Nov. Mi-Mo 10-13 und 14-18 Uhr | 3 Euro

Giverny

An der Einmündung des Flusses Epte in die Seine steht im dörflichen Giverny 35 km östlich von Évreux eine der großen Attraktionen der Normandie: das einstige Wohnhaus des bedeutenden Impressionisten Claude Monet. In dem nach den Intentionen des Meisters gestalteten Garten um die kleine japanische Brücke und den Seerosenteich finden Sie eine Blumenszenerie und Blütenfülle ohnegleichen | (April-Okt. Di-So 9.30-18 Uhr | 5,50 Euro | www.fondation-monet.com).

Einen Besuch lohnt auch das 1992 von dem Chicagoer Kunstmäzen Daniel J. Terra gegründete Musée d'Art Américain (April-Okt. Di-So 10-18 Uhr | 99 rue Claude Monet | 5,50 Euro | www.maag.org), in dem Werke der amerikanischen Impressionisten, die sich in Giverny um Monet scharten, ausgestellt sind. Das lichtdurchflutete, moderne Gebäude lädt mit salon de thé und Restaurantterrasse, einer Kunstbuchhandlung und Veranstaltungen zum Verweilen ein.

Ein Caférestaurant mit besonderem Flair: Im früheren Hôtel Baudy (So-Abend und Mo geschl. | 81 rue Claude Monet | Tel./Fax 0232211003 | €) wohnten, speisten, feierten und malten die Monet-Anhänger aus aller Welt. Das alte Dekor der einstigen Kolonie blieb erhalten. Einfache, schmackhafte Küche, Sommerterrasse im Schatten von Linden; gönnen Sie sich eine Mittagspause im betörend duftenden alten Rosengarten.

In Giverny selbst gibt es nur ein einziges Hotel, verbunden mit einer Restaurantcrêperie (Mo geschl.): La Musardière (10 Zi. | rue Claude Monet | Tel. 0232210318 | Fax 0232216000 | €-€€). 2 km nordwestlich im Grünen liegt das Landhaus La Réserve (5 Zi. | Tel./Fax 0232219909 | €€€), ein schöner Ausgangspunkt für Spaziergänge in die Umgebung. Fahrrad und Malutensilien sind im Preis inbegriffen. Auskunft nur in Vernon oder im Internet: www.cape-tourisme.fr

Region: Le Havre

Étretat

Aus einem stillen Fischerdorf rund 30 km im Norden hat sich ein lebendiger Badeort (1600 Ew.) entwickelt, der zu jeder Jahreszeit viele Besucher anzieht - vor allem wegen der grandiosen Naturkulisse aus weißem Kalkgestein links und rechts des Kieselstrandes. Westlich erhebt sich die Kalkklippe Falaise d'Aval mit Blick auf die phantastische Aiguille (Nadel) und den aus den Klippen ins Meer hineinragenden Torbogen. Auf der östlichen Seite ermöglicht die Falaise d'Amont einen herrlichen Rundblick auf den Ort und die fotogenen Gesteinsformationen gegenüber. Im Ort lohnt es sich, die Kirche Notre-Dame und die Altstadt mit den alten Markthallen zu besichtigen. Für Fans skurriler Felsformationen: Nur 4 km weiter, am Cap d'Antifer, gibt es mit der Aiguille Belval noch eine weitere Felsnadel zu bewundern.

Am Ortsausgang Richtung Le Havre in Le Valaine halten Agnès und Bernard Dherbécourt rund um ihren schmucken Manoir de Cateuil (route du Havre | www.levalaine.com) eine ansehnliche Ziegenherde. Deren Milch wird vor Ort in Köstlichkeiten wie Käse oder Schokolade verwandelt - zusehen erwünscht, Verkauf im Hofladen. Zum Übernachten eignet sich Le Donjon (8 Zi. | chemin de Saint-Clair | Tel. 0235270823 | Fax 0235299224 | www.ledonjon-etretat.fr | €€€), ein Herrenhaus auf der Klippe mit Blick auf die Kreideküste. Auskunft: place Maurice Guillard | Tel. 0235270521 | Fax 0235288720 | www.etretat.net

Region: Rouen

Jumièges

Die großartige Abteianlage der Benediktiner aus dem 10./11. Jh. rund 30 km westlich von Rouen zählt ohne Frage zu den eindrucksvollsten Ruinen der Normandie. Die beiden 46 m hohen Fassadentürme der Abteikirche Notre-Dame aus dem 11. Jh. lassen die ursprünglichen riesigen Ausmaße des Bauwerks erkennen. Vom Laternenturm steht noch eine Wand. Schöne präromanische Teile zeigt die Kirche Saint-Pierre aus dem 14. Jh. In den bis heute erhaltenen Klostergebäuden sind die steinerne Treppe, Teile des Kapitelsaals und der Keller aus dem 12. Jh. zu besichtigen. | Mitte April-Mitte Sept. tgl. 9.30-19, Mitte Sept.-Mitte April 9.30-13 und 14.30-17.30 Uhr | 4,60 Euro