Leichtathletik-WM - Die Leichtathletik-Weltmeisterschaft
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Vorberichte, Ergebnisse und Hintergrundberichte. Die 13. Leichtathletik-Weltmeisterschaften finden vom 27. August bis zum 4. September 2011 in Daegu/Südkorea statt.
Sieben WM-Medaillen, drei davon aus Gold - eine stolze Bilanz für den Deutschen Leichtathletik-Verband. Und auch wenn dem Sportdirektor am Ende ein bisschen der Gaul durchgegangen ist: Dem Erfolg von Südkorea wohnt eine wichtige Botschaft inne.
Ein Kommentar von
Thomas Hahn, Daegu
Es hat bis zum letzten Rennen gedauert, doch dann sorgt der Jamaika-Express mit Usain Bolt für den einzigen Weltrekord der Leichtathletik-WM in Südkorea. Die deutschen Staffeln enttäuschen. Und Caster Semenya kann ihren Titel nicht verteidigen.
Der letzte Wettkampftag der Leichtathletik-WM
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Jamaika gewinnt mit der 4x100-Meter-Staffel in Weltrekordzeit den Titel, die deutschen Staffeln verpassten den Final-Einzug, Caster Semenya kann ihren Titel über 800 Meter nicht verteidigen. Abel Kirui gewinnt Marathon-Gold.
Die letzten Entscheidungen der Leichtathletik-WM
im Liveticker
Er ist kein Kraftmeier, dafür aber ein feiner Techniker: Speerwerfer Matthias de Zordo schleudert seinen ersten Versuch auf 86,27 Meter, dann verletzt er sich - doch am Ende reicht es zum dritten WM-Gold für die deutschen Werfer. Usain Bolt zeigt sich gut erholt von seinem Fehlstart über 100 Meter und deklassiert einmal mehr die Konkurrenz. Einer australischen Hürdenläuferin gelingt derweil Erstaunliches.
Der WM-Tag im Überblick.
Von Thomas Hahn, Daegu
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Gelingt der Start? Ist er nervös? Nach seiner Disqualifikation über 100 Meter wurden Zweifel an Wundersprinter Usain Bolt laut. Doch über 200 Meter ist der Jamaikaner ganz der Alte: Er startet eindrucksvoll, lässt seine Gegner weit zurück - und kann sich am Ende sogar ein besonderes Mätzchen leisten.
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Hochsprung? Da gewinnt normalerweise Blanka Vlasic. Immer. Doch bei dieser WM kommt es anders - weil ihr eine Russin harten Widerstand leistet und am Ende Weltmeisterin wird. Auch ein Deutscher kann sich über einen WM-Titel freuen.
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Neue Weltmeisterin im Hochsprung: Die Russin Anna Tschitscherowa lässt mit einer Höhe von 2,03 Meter Seriensiegerin Blanka Vlasic knapp hinter sich. Der Staffel-Titel über 4x400 Meter geht an die USA - und über 1500 Meter gewinnt ein Kenianer.
Ergebnisse des vorletzten WM-Tages
Live
Nur Silber oder gar Bronze? Unvorstellbar für Usain Bolt. Über 200 Meter kann der Jamaikaner endlich zeigen, was er kann: Bolt startet gut, läuft eine Topzeit und holt sich den ersehnten WM-Titel.
Das Rennen zum Nachlesen im Liveticker
David Storl überrascht die Favoriten und wird mit 21 der jüngste Weltmeister der Kugelstoß-Geschichte. Seine Leistungssteigerung in Daegu ist enorm und es zeigt sich: Talentsuche ist nicht wirklich eine Frage des Systems, sondern auch des Zufalls.
Von
Thomas Hahn, Daegu
Ein WM-Titel und eine herbe Enttäuschung für den DLV: David Storl schafft im Kugelstoßen eine dicke Überraschung und lässt einige Favoriten hinter sich, dafür muss Speerwerferin Christina Obergföll eine bittere Niederlage hinnehmen. Die Jamaikanerin Veronica Campbell-Brown gewinnt über 200 Meter - und Usain Bolt glänzt wieder einmal mit großer Lockerheit.
Der WM-Tag in Bildern
Es war sein letzter Versuch, die letzte Chance auf die Goldmedaille - und David Storl stieß die Kugel auf unglaubliche 21,78 Meter. Damit düpierte der erst 21-Jährige die gesamte Kugelstoß-Elite und ist erstmals Weltmeister. Speerwerferin Christina Obergföll hingegen kämpfte mit den Tränen.
Der WM-Tag
Live
Die Weitspringer Sebastian Bayer und Christian Reif bleiben trotz guter Sprünge ohne Medaille, Speerwerferin Christina Obergföll kommt nach einem spannenden Wettkampf auf den vierten Rang, Katharina Molitor wird Fünfte. Veronica Campbell-Brown gewinnt das 200-Meter-Finale der Frauen.
Die WM
im Liveticker
Die Weitspringer und Dreispringerinnen zeigten am sechsten der Leichtathletik-WM ihr akrobatisches Talent über und in der Sandgrube. Während die einen wie die Killerkrebse daherkamen, zeigten die anderen ihre Emotionen bereits im Moment der Landung.
In Bildern.
Slideshow
Sogelau Tuvalu aus Amerikanisch-Samoa ist eigentlich Kugelstoßer, doch bei der WM in Daegu nahm er als 100-Meter-Läufer teil. Bevor nun Häme und Spott über den Athleten hereinbrechen: Auch Tuvalu hat das Zeug zum Weltmeister.
Von
Jürgen Schmieder und Ivonne Wagner
Live
Im Hochsprung-Finale reißt der Deutsche Raúl Spank dreimal 2,32 Meter und scheidet aus, es gewinnt Jesse Williams. Im Speerwerfen steht Matthias de Zordo im Finale - über 3000 Meter Hindernis feiert ein tanzender Kenianer das wichtigste Gold für sein Land.
Die WM im Liveticker
Jennifer Barringer Simpson gewinnt überraschend über 1500 Meter - auch über 400 Meter Hürden und im Hochsprung der Männer geht Gold an die USA. Die Deutschen erleben einen mäßigen WM-Tag: Hochspringer Raul Spank scheidet früh aus, dafür überzeugt Speerwerferin Christina Obergföll.
Der WM-Tag im Überblick
Bilder
Eine Leichtathletik-WM ist auch immer eine Messe des Körperkults. So auch dieser Tage in Daegu: Die Jugend der Welt sendet Bilder von Kraft, Eleganz und bisweilen auch Schönheit. Die Vermarktung des eigenen Körpers gehört dazu.
Eine Auswahl
Der Diskuswerfer aus Berlin verteidigt trotz einer Verletzung seinen WM-Titel und widmet seine Medaille einem in Afghanistan gefallenen Freund. Martina Strutz springt mit deutschem Rekord zu Silber im Stabhochsprung und Jennifer Oeser feiert ihre große Aufholjagd im Siebenkampf.
Der Tag im Überblick
Jennifer Oeser erlebt im Siebenkampf einen verrückten Wettkampf: Am ersten Tag lief alles schief, dann holt die Deutsche doch noch Bronze - und hat dafür anschließend eine einfache Erklärung. Eine heftige Enttäuschung erlebt hingegen ein britisches "Poster Girl".
Der Siebenkampf in Bildern
Live
Schlimme Schmerzen im Knie? Egal. Diskus-Weltmeister Robert Harting liefert einen überragenden Wettkampf und verteidigt seinen WM-Titel. Im Stabhochsprung holt Martina Strutz überraschend Silber, auch im Siebenkampf gibt es deutsches Edelmetall. Die 400 Meter der Männer gewinnt der 18-Jährige Kirani James.
Die WM im Liveticker
Meinung
Die Regel, wonach der erste Fehlstart zur Disqualifikation führt, erregt nach dem WM-Aus von Usain Bolt die Leichtathletik. Dabei gab es gute Gründe, sie einzuführen. Und es wäre lächerlich, wenn sie jetzt kippen würde, bloß weil seine Hoheit Usain von Bolt es nicht hinkriegte. Oder wollte sich da jemand ohnehin nur vor der Dopingkontrolle drücken?
Ein Kommentar von
Thomas Hahn
Bilder
Tränen, Verzweiflung, Entschlossenheit: Das Finale im Kugelstoßen wird zum Theater. Nadine Kleinert schafft im zweiten Durchgang des Finales keinen gültigen Versuch, Valerie Adams schüchtert die Konkurrenz ebenso ein wie Jillian Camarena-Williams.
Durch einen Handkontakt über der vorletzten Hürde kommt der wieder erstarkte Chinese Liu Xiang aus der Balance, der Kubaner Robles feiert nur kurz. Carmelita Jeter ist die schnellste Frau der Welt, Botswana feiert das erste WM-Gold der Geschichte - und der beinamputierte Oscar Pistorius scheidet aus.
Binnen eines Moments wandelt sich der pfeilschnelle Witzbold zu einem ohnmächtigen Mann: Wegen eines absurden Fehlstarts wird der Weltrekord-Inhaber Usain Bolt im WM-Finale über 100 Meter disqualifiziert. Es gewinnt sein Trainingskollege Yohan Blake.
Von
Thomas Hahn
Der Hype ist gigantisch, sein Fall ist ein Gewinn für diese Welt: Als erster Mensch mit Behinderung stand Oscar Pistorius im Halbfinale einer Leichtathletik-WM. Dort ist er am Montag zwar gescheitert. Doch aus seinem Vorbild ziehen viele Menschen neue Kraft, vor allem jene, die selbst körperbehindert sind. Trotzdem wird Pistorius nie ganz unumstritten sein.
Von
Thomas Hahn, Daegu