:Wou! Ein Underdog ermittelt – kann aber nicht bellen
Der Oberpfalz-Underdog, die Identifikationsfigur des regionalen Marketingvereins, soll in einer neuen Kinderserie den Jüngeren ihre Heimat näherbringen. Nur das mit dem Dialekt hat er noch nicht ganz raus.
Notizen aus meinem Leben
:Wörter, die neu aufblitzen
Jede Zeit bringt ihre eigenen Begriffe hervor, und es macht Freude, sie zu sammeln. „Inszenierungsgesellschaft“ zum Beispiel.
Bullshit-Sätze
:Was Kollegen sagen – und was sie wirklich meinen
Kein Tag im Büro vergeht ohne sie: Floskeln und Fragen, die lästige Aufgaben abmoderieren, manipulative Arbeitsverteilung verschleiern oder jegliche Kritik abblocken. Ein Glossar.
Archäologie
:Warum es vor 3000 Jahren mehr Sprachen gab als heute
Zehntausende Sprachen könnte es in der Antike gegeben haben – so viele wie davor und danach nie wieder. Was setzte den Niedergang der Sprachenvielfalt in Gang?
Minisprachkurs
:Blablabla
Minions versteht man auf der ganzen Welt, aber überall nur ein bisschen. Höchste Zeit, Minionesisch zu lernen – ein Crashkurs.
Debatte
:Das Denken lenken
Alice Weidel wirft der ZDF-Journalistin Dunja Hayali vor, ein Interview mit ihren Fragen zu „framen“. Wie mit einem akademischen Begriff gerade handfest Politik gemacht wird.
Der Münchner Verlag Bilibri
:Mehrsprachige Kinderbücher - warum sie wichtig sind
Mehrsprachige Kinderbücher fristeten lange ein Nischen-Dasein, obwohl jedes dritte Kind nicht nur mit Deutsch aufwächst. Der Münchner Verlag bilibri veröffentlicht nun zweisprachige Bücher in sechzehn Sprachen.
SZ MagazinGute Frage an Johanna Adorján
:Aneinander vorbeigeredet
Sind Schlussformeln von Moderatoren wie »Bleiben Sie zuversichtlich« nur harmlose Floskeln? Ein Leser stört sich daran und überlegt, wie er am besten damit umgeht.
Internet-Slang
:Wer das liest, betreibt „Artikelmaxxing“
Die Nachsilbe „-maxxing“ nimmt in den sozialen Netzwerken überhand, anscheinend lässt sich jeder denkbare Aspekt des Lebens maximieren. Was hinter dem Slangwort steckt.
Schulen in Lettland
:Kein Platz für die Sprache des Gegners
Lettland verbannt Russisch aus dem Unterricht – die Muttersprache eines Drittels der Bevölkerung. Wie eine Schule in Riga versucht, zwei Identitäten zusammenzubringen.
Dörfer, Weiler, Einöden
:„Ortsnamen entpuppen sich als kleine Zeitkapseln“
In Pumpernudel gibt es keine Pasta und Schweinersdorf hat nichts mit Landwirtschaft zu tun. Sprachwissenschaftler Stefan Hackl beschäftigt sich schon lange mit ausgefallenen Ortsnamen. Dabei hat er Überraschendes herausgefunden.
Bundeskanzler
:Wie reden Sie denn mit uns?
Friedrich Merz galt in der Opposition als guter Redner, als Kanzler aber neigt er zum Belehren und zum Verplappern. Über einen, der die richtigen Worte als Mittel des Regierens noch immer nicht gefunden hat.
Bayerisch-ungarische Parallelen
:Was den Schußreima Sepp mit Viktor Orbán verbindet
Die Stämme Bayern und Ungarn sind seit einem Jahrtausend eng verbandelt. Zu den vielen Gemeinsamkeiten zählen nicht zuletzt die Kuriositäten der Namensnennung.
Volha Hapeyevas „Wörterbuch einer Nomadin“
:Wenn Identitäten ins Fließen geraten
Die Schriftstellerin Volha Hapeyeva denkt in ihrem „Wörterbuch einer Nomadin“ über Grenzen aller Art nach – von Sprache und Geschlecht bis zu den Grenzen Europas.
Elias Hirschl
:Welche Macht hat Sprache über uns?
Wenn jedes Objekt ein eigenes Wort bekommt, wird’s irgendwann schwer, den Überblick zu behalten: Das Gespräch mit Elias Hirschl auf der Buchmesse führt in die Welt der Linguistik-Nerds. Es wird sprachphilosophisch - und herrlich absurd.
Künstliche Intelligenz und Dialekt
:Die KI kann viel, aber kein Bairisch
Angeblich erleichtert künstliche Intelligenz Journalisten ihre Arbeit. Doch wehe, wenn sich drei Dialektsprecher zum Interview verabreden. Über Rührscheiße, Schwanzheit und den Schnupfer-Xare.
Ausstellung „Sweeter Than Honey“ in der Pinakothek der Moderne
:Die Macht der Schrift
Sprache kann die Türen zu verborgenen Welten öffnen. Das kann sehr befreiend, aber auch gefährlich sein, wie eine aktuelle Ausstellung in München zeigt.
Tag der Muttersprache
:An der Grenze zum kulturellen Rassismus
Wer Dialekt spricht, wird im Zweifel immer noch für ein bisschen beschränkt gehalten. Das muss sich schleunigst ändern, sagt der Chef des Bunds Bairische Sprache – und er hat auch ein paar konkrete Ansätze dafür.
Sachbuch
:Der Mann, der sich an Wörtern stößt
David Hugendick ist erfolgreicher Journalist – und er stottert. Eine Eigenheit, die er in seinem Buch „Jetzt sag doch endlich was“ ergründet. So schön hat selten jemand über stockende Sprache geschrieben.
Sprachenlernen
:Ach du grüne Eule!
135 Millionen Menschen sind der App mit dem Vogel verfallen. Auch unsere Autorin. Zwischen würzigen Spinnen und Wortpaar-Wundern fragt sie sich: Lernt man mit Duolingo wirklich Französisch? Oder ist das Daddeln mit gutem Gewissen?
Sprache als Unternehmenskultur
:„Ich bin fine damit“
Immer neue Anglizismen prägen die Kommunikation in deutschen Unternehmen. Steckt dahinter nur Wichtigtuerei? Oder sind die englischen Begriffe eine echte Bereicherung?
Sprechstörung
:„Ich bin ja nicht nur ein Stotterer, ich bin noch ganz viel anderes“
David Hugendick hat ein heiteres Buch über sein Stottern geschrieben. Ein Gespräch über Bonuskonsonanten, übertrieben mitfühlende Blicke und Bud Spencer.
Kommunikation
:Können Sie Small Talk?
Immer öfter begegnet man Menschen, die Probleme haben, ihrem Gegenüber zuzuhören. In Podcasts und Reels monologisieren alle vor sich hin. Dabei könnten Gespräche so schön sein!
Jugendsprache
:Ist „unc“ das neue „Boomer“?
Ein neues Jugendwort macht sich über „Onkelhaftes“ lustig. Und manche fragen sich, ob das nur eine weitere Spielart von „Du nervst, Alter“ ist. Ganz und gar nicht!
Sprache
:Bayern sucht dialektbegeisterte Jugendliche
Zum dritten Mal schreibt Bayerns Heimatministerium den „Dialektpreis Jugend“ aus. Bewerben kann man sich bis 17. April – wenn man ein bestimmtes Alter hat.
Sprache von Bekennerschreiben
:Von Zorro eins auf die Glocke
RAF, Vulkangruppe oder Gruppe Vulkan: Der Ton linksradikaler Bekennerschreiben wie nach dem Anschlag in Berlin erinnert an die legendären Satiriker von „Monty Python“. Ganz lustig. Und todernst.
Wer spricht noch Bairisch?
:Ausgleichsbairisch statt echter Dialekt: Was Sprachforscher per App herausgefunden haben
Mit der App „DaBay“ versuchen Forscher herauszufinden, wie intensiv in Bayern noch Bairisch, Fränkisch und Schwäbisch gesprochen wird. Eine Erkenntnis: Der Dialekt stirbt nicht aus – aber er verändert sich.
Sprachanalyse
:Es geschehe
Warum ist die kleinkindhafte Rhetorik des US-Präsidenten so erfolgreich? Weil er einen Redner performt, der fortwährend „Action!“ ruft. Zur Sprache Donald Trumps. Und weshalb es sinnlos ist, den Mann „entlarven“ zu wollen.
Sprache
:„KI-Ära“ ist Wort des Jahres 2025
Der Einfluss der KI stehe für einen „epochalen Wandel“, so die Jury. Auf dem zweiten Platz landet der Ausdruck „Deal“, eines der Lieblingswörter von US-Präsident Donald Trump.
SZ MagazinSprache
:Alles gut?
Gar nichts ist gut. Über die Karriere einer besonders trügerischen Floskel.
Schreiben mit KI
:Die Gedankenstriche haben ihn verraten
Forscher sind sich sicher: Der Einfluss künstlicher Intelligenz verändert das Schreiben, das Sprechen und womöglich sogar das Denken. Woran man das merkt? Etwa an den Satzzeichen.
MeinungGesellschaft
:Wir brauchen eine politische Sprache, welche die Menschen mitreißt
Politik ist auch immer ein Kampf um Begriffe – die Rechtspopulisten haben das längst begriffen. Warum wir dagegen eine Grammatik der Freiheit stellen sollten.
Rom
:Nur bei Beischlafproblemen
Latein soll als erste Amtssprache des Vatikans weichen? Nun, in Wahrheit ist sie das längst. Warum es schon vor Jahrzehnten kaum möglich war, im päpstlichen Rom eine Uni-Vorlesung in der Sprache der alten Römer zu hören.
Vatikan
:„Habemus papam“ war gestern
Spötter werden sagen, auch die Kirche sei mit ihrem Latein am Ende. Aber das hieße, die Tragweite dieser Entscheidung zu verkennen: Die bisherige Amtssprache des Vatikans verliert ihren exklusiven Status.
Kochbuch „Fei Guad“
:Soulfood aus dem Herzen Bayerns
Im Kochbuch „Fei Guad“ des Fotografen-Ehepaars Antonia und Alexander Feig finden Tradition, Mundart und gutes Essen aus der Oberpfalz und den benachbarten Regionen zueinander.
Krieg gegen die Ukraine
:Russisch? Nie wieder ein Wort
Immer mehr Ukrainer weigern sich, russisch zu reden, obwohl viele von ihnen sogar in der Sprache der Angreifer träumen. Sie sprechen jetzt ukrainisch, auch wenn sie es erst lernen müssen. Denn Worte kann ihnen selbst Putin nicht nehmen.
Mehrsprachigkeit
:Wie schafft man es, zehn Sprachen zu lernen?
Erika Tutzschky spricht mehr als 20 Sprachen, Christian Koch kann sie gar nicht mehr alle richtig zählen. Ist das nur Talent, oder könnte das jeder?
Wie die Generation Z tickt
:Sie tun es für den Plot
Die Gen Z ist schwer zu verstehen? Nur für die Boomer. Welche Gewohnheiten die Digital Natives haben und was sie bedeuten – eine Zoomerin klärt auf.
Leute
:Und jährlich grüßt Tom Cruise
Dakota Fanning bekommt immer das gleiche Geschenk, Jeff Bezos vollzieht einen Look-Wandel, und ein Südtiroler reagiert gelassen auf deutsche Dialekt-Häme.
Medizin
:Wenn Kinder vor Fremden kein Wort sagen
Selektiver Mutismus ist ein gar nicht so seltenes Leiden, wird aber oft als Schüchternheit fehlgedeutet. Wie Kinder lernen können, auch in ungewohnten Situationen zu sprechen. Und was Eltern wissen sollten.
Stottern bei jungen Menschen
:Wenn die Worte im Hals stecken bleiben
Wie ist es, wenn die Angst vor dem Sprechen zum ständigen Begleiter wird? Junge Menschen wie Julius, Maria und Vincent erlernen Techniken, mit dem Stottern umzugehen. Dennoch bedeutet jedes Gespräch eines: Stress.
Archäologie
:Der mit den Toten spricht
Vor zweieinhalbtausend Jahren ging das Königreich Urartu im heutigen Ostanatolien unter, und mit ihm die Sprache der Urartäer. Bis Mehmet Kuşman, der Pförtner der Ausgrabungsstätte, anfing, die Keilschrift zu entziffern. Na dann, auf ein Wort.
Sprache
:„Das crazy“ ist Jugendwort des Jahres
Das hat der Langenscheidt-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.
Dialekt
:Das oberfränkische „Wort des Jahres“ ist gekürt
Es gibt Wörter, die außerhalb Oberfrankens kaum jemand versteht. Deshalb kürt der Bezirk alljährlich ein „Wort des Jahres“. Heuer geht es um einen praktischen Helfer auf dem Bau oder im Garten.
Gruß aus der Linguistik-Küche
:Was Kochrezepte über Sprache und Kultur verraten
Die kulinarischen Angebote werden immer ausgefallener, doch die Wortwahl in den Rezepten bleibt meist nüchtern und karg. Eine linguistische Analyse zeigt jetzt, wann die Koch-Prosa doch emotional wird.
Vor Umzug nach Freimann
:BR findet Abnehmerin für über 100 000 CDs
Der Bayerische Rundfunk muss seine Bestände reduzieren. Eine frühere BR-Mitarbeiterin hat sich bereit erklärt, den CD-Bestand zu übernehmen – bis auf 1100 Tonträger mit Volksmusik. Die könnten beim Zentrum für Volksmusik unterkommen.
Kolumne: „Wie redet ihr denn?“
:Sie können es kaum erwarten
„Zeitenwende“, „Epochenumbruch“: Warum reden in letzter Zeit so viele das Ende der Welt, wie wir sie kennen, herbei?
Historischer Verein Erding
:Bairisch für Kenner und Laien
Host mi? Gerald Huber, Sprachforscher und BR-Journalist, widmet sich in Erding der Entstehung und Zukunft des Bairischen und wirbt zugleich für den selbstbewussten Einsatz des Dialekts.
Unter Bayern
:Vom Wagnis, sein Gspusi Weibi zu nennen
In der Kernfrage, was man noch alles sagen darf, spielen die im Bairischen fantasievoll gestalteten und üppig vorhandenen Benennungen der Frauen eine Schlüsselrolle.
Stilkritik
:Freiheit für den Apostroph
Auch in Österreich darf es künftig „Gusti’s Würstelstand“ oder „Bärbel’s Treff“ heißen. Pingeligen Worthütern stellen sich da freilich die Nackenhaare auf. Hilft aber nichts, Deppen sind längst Alltag.