Deutsche Sprache

Weniger Förderung für Integrationskurse
:Ohne die Sprache ist alles nichts

Innenminister Dobrindt will bei Deutschkursen sparen – Bildungseinrichtungen und Hilfsorganisationen sind entsetzt. Sie sehen in den Kürzungen einen Rückschlag für die Integration von Ausländern und die Qualifikation dringend benötigter Arbeitskräfte.

SZ PlusVon Irmengard Gnau und Annette Jäger

Nachruf
:Die KämpferIN

Marlies Krämer setzte sich für die Gleichbehandlung von Frauen ein, als das noch kaum jemand tat. Auch dank ihr tragen Tiefdruckgebiete jetzt auch Männernamen. Zum Tod einer Unermüdlichen.

SZ PlusVon Gianna Niewel

Tag der Muttersprache
:An der Grenze zum kulturellen Rassismus

Wer Dialekt spricht, wird im Zweifel immer noch für ein bisschen beschränkt gehalten. Das muss sich schleunigst ändern, sagt der Chef des Bunds Bairische Sprache – und er hat auch ein paar konkrete Ansätze dafür.

Sachbuch
:Der Mann, der sich an Wörtern stößt

David Hugendick ist erfolgreicher Journalist – und er stottert. Eine Eigenheit, die er in seinem Buch „Jetzt sag doch endlich was“ ergründet. So schön hat selten jemand über stockende Sprache geschrieben.

SZ PlusVon Patrick Bauer

Glosse
:Das Streiflicht

Playmobil-Figürchen waren bislang eiserne Schweiger. Jetzt wurde spruchreif, dass sie bald reden können. Ist das eine gute Nachricht?

SZ Plus

Sprachkritik
:Kulturschaffende: Schafft euch ab!

Ein Begriff aus dem Wörterbuch des Nationalsozialismus wird immer populärer als Selbstbezeichnung von Künstlern und Medienmenschen. Warum stört das keinen?

SZ PlusEssay von Claudius Seidl

SZ-Kolumne Typisch deutsch
:In Damaskus wird jetzt auffällig häufig Deutsch gesprochen

Millionen Syrer haben in den vergangenen Jahren in Deutschland gelebt, gelernt und gearbeitet. Für viele ist Deutsch Teil ihres Alltags, ihrer Identität -  und damit kehren sie nun zurück.

SZ PlusKolumne von Mohamad Alkhalaf

Nordrhein-Westfalen
:Wer nicht gut genug Deutsch spricht, muss ein Jahr früher zur Schule

Jeder dritte angehende Grundschüler in NRW fällt durch den vorschulischen Sprachtest. Künftig sollen alle, die das betrifft, schon mit fünf Jahren Deutschunterricht bekommen.

Von Christoph Koopmann

Sprache
:„Sondervermögen“ ist Unwort des Jahres

Der Gebrauch des Begriffs in der öffentlichen Kommunikation verdecke, was mit ihm eigentlich gemeint sei – nämlich die Aufnahme von Schulden, so das Urteil der Jury.

Deutscher Alltag
:Wann sind wir?

Das Jahr 2026 wird mancherorts Verspätung haben, weil das vorausfahrende Jahr 2025 noch nicht angekommen sein wird. Ein Rückblick mit Zukunft.

SZ PlusVon Kurt Kister

Wer spricht noch Bairisch?
:Ausgleichsbairisch statt echter  Dialekt: Was Sprachforscher per App herausgefunden haben

Mit der App „DaBay“ versuchen Forscher herauszufinden, wie intensiv in Bayern noch Bairisch, Fränkisch und Schwäbisch gesprochen wird. Eine Erkenntnis: Der Dialekt stirbt nicht aus – aber er verändert sich.

Sprache
:„KI-Ära“ ist Wort des Jahres 2025

Der Einfluss der KI stehe für einen „epochalen Wandel“, so die Jury. Auf dem zweiten Platz landet der Ausdruck „Deal“, eines der Lieblingswörter von US-Präsident Donald Trump.

Haftbefehl
:Ach du meine Goethe

Stehen die Texte des Rappers Haftbefehl auf einer Stufe mit den großen deutschen Klassikern? Was seine Sprache so besonders macht – und weshalb sie trotzdem nicht gleich auf den Stundenplan muss.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Lyrik und Rap
:„Deepe Message in die Fresse“

Rapper wie Haftbefehl haben die vulgäre Pöbelei auf Deutsch in Mode gebracht? Keineswegs. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt: Leidenschaftlich beschimpft haben sich Dichter schon vor Jahrhunderten.

SZ PlusVon Alexander Estis

Georg-Büchner-Preis
:Zwischen allen Fronten

Die Akademie für Sprache und Dichtung verleiht ihre wichtigsten Preise an Ursula Krechel, Dan Diner und Ilma Rakusa, und ein Wochenende lang geht es um Wahrheit, Lüge und wie man der simplen Empörung widersteht.

SZ PlusVon Claudius Seidl

Interview mit Sprachforscher
:„Es gibt leider viele Vorurteile über die deutsche Sprache“

Was ist eigentlich schönes Deutsch? Ein Gespräch mit dem Sprachforscher Roland Kaehlbrandt über Weltschmerz, die Texte von Herbert Grönemeyer – und „Das crazy“, das Jugendwort des Jahres.

SZ PlusInterview von Leon Frei

Sprache
:„Das crazy“ ist Jugendwort des Jahres

Das hat der Langenscheidt-Verlag auf der Frankfurter Buchmesse bekannt gegeben.

„Jugendwort des Jahres“
:Heute noch tuff, morgen schon cringe

„Das crazy“ heißt das neue „Jugendwort des Jahres“. Wahrscheinlich wird es genauso schnell wieder aus dem Sprachschatz verschwunden sein wie die meisten seiner Vorgänger. Warum erfinden Jugendliche eigentlich permanent neue Ausdrücke?

SZ PlusVon Martin Zips

Dialekt im Freistaat
:Wie fit sind Sie im Bairischen?

Zipfelbritschn? Breznsoiza? Keine besonders freundlichen Bezeichnungen für das Gegenüber – oder? Testen Sie, wie gut Sie Mundart verstehen.

Kolumne: „Wie redet ihr denn?“
:Sie können es kaum erwarten

„Zeitenwende“, „Epochenumbruch“: Warum reden in letzter Zeit so viele das Ende der Welt, wie wir sie kennen, herbei?

SZ PlusVon Teresa Präauer

Stilkritik
:Freiheit für den Apostroph

Auch in Österreich darf es künftig „Gusti’s Würstelstand“ oder „Bärbel’s Treff“ heißen. Pingeligen Worthütern stellen sich da freilich die Nackenhaare auf. Hilft aber nichts, Deppen sind längst Alltag.

Von Martin Zips

MeinungTolles Wording
:Gendern pfui, Denglisch hui? Eine kleine Sprachkritik

Gendern verunstaltet „unsere schöne deutsche Sprache“? Well, das macht auch der Kanzler, wenn er Sätze mit englischen Versatzstücken bildet. Sein hybrider Ausdruck drängt eine noch wichtigere Frage auf: Welche Sprache sprechen wir überhaupt?

SZ PlusEssay von Peter Littger

MeinungPro und Contra
:Ist es richtig, dass offizielle Stellen das Gendern verbieten?

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer untersagt in seiner Behörde Binnen-I und Gendersternchen. Für die einen ist dies ein Dienst an der Sprache, für andere schlicht Diskriminierung.

SZ PlusKommentare von Detlef Esslinger und Jonas Junack

Bedrohte Sprachen
:Halunder soll leben

Der Student Jakob Martens möchte das alte Helgoländer Friesisch mittels künstlicher Intelligenz retten. Doch warum sollte man eine sterbende Sprache überhaupt retten wollen?

Von Martin Zips

Aktuelles Lexikon
:Woher kommt das Wort Ferien?

„Feriae“ – das bezeichnete im alten Rom noch einzelne Feiertage. Doch schon Papst Silvester I. war der Meinung: Eigentlich ist jeder Tag ein „giorno feriale“.

Von Martin Zips

Schule
:Viele Schüler müssen erst einmal Deutsch lernen

Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund haben oft nur geringe Kenntnisse der Landessprache. Ein neues Programm soll helfen, das zu ändern.  Ein Unterrichtsbesuch an der Mittelschule Lochham.

Von Annette Jäger

Pflegenotstand
:„Mei Knie tut weh wie d'Sau“

Warum spricht der Patient im Bett von einem Schwein? Viele ausländische Pflegekräfte tun sich schwer mit den Dialekten ihrer Patienten. In Markgröningen lernen sie jetzt Schwäbisch.

SZ PlusVon Christina Lopinski

MeinungSprachmodelle
:Man kann sich kaum noch vor der pappsüßen KI retten

Nachrichten, die vor Freundlichkeit triefen, überfluten unsere Postfächer. Selbstgeschriebene, ungeschliffene Texte sind bald nur noch Liebhaberstücke.

SZ PlusKommentar von Elisabeth Gamperl

MeinungSZ JetztDeutsche Eigenheiten
:Wieso imitieren Deutsche so gerne Dialekte?

Mundart, stellt unser Autor fest, löst in seinen Landsleuten viel aus, und sichert nicht nur ihm auf Partys zuverlässig Lacher. Von Schrippen und Semmeln – und Überheblichkeit.

SZ PlusKolumne von Kolja Haaf

Bayerisches R
:Rrrroll für mich, Bayern!

Die Bayern sind bekannt für ihr gerolltes Zungenspitzen-R. Vor 300 Jahren war das noch anders: Da wurde im gesamten deutschsprachigen Raum noch fleißig gerollt. Dann wanderte das R von der Zungenspitze in den Rachen – nur in Bayern blieb es ganz weit vorne. Warum eigentlich?

SZ PlusVon Joshua Sprenger

Sprachkritik
:Krieg den Phrasen! Aber proaktiv!

„Und scho sama wieda draußn!“: Wer in einem Wiener Kaffeehaus einen „Caffè Latte“ bestellt, muss damit rechnen, dass der Ober ihn des Hauses verweist. Richtig so?

SZ PlusGastbeitrag von Michael Maar

Gymnasien in Bayern
:Das waren die Aufgaben im Deutsch-Abitur 2025

5900 Schülerinnen und Schüler brüteten im Freistaat über diesen Prüfungsfragen. Hätten Sie die Antworten gewusst?

Von Anna Günther

Sprachlabor
:Wie entsteht Heu?

Ferner: Trump, der sich nun wie ein Monarch gebiert.

Von Hermann Unterstöger

Ostern
:Feiert die Eier!

Ostereiersuche mal anders: Diese Zeitungszeilen enthalten mehr als 200-mal den Laut „ei“. Wie fein!

Glosse von Nadeschda Scharfenberg

Deutschtests für Kindergartenkinder
:„Bürokratischer Irrsinn, diagnostischer Unsinn“

Der Bayerische Lehrerverband hat eine klare Meinung zu den ersten Deutschtests für Tausende bayerische Kindergartenkinder und hinterfragt die Effizienz des Verfahrens. Dass die Elternbriefe komplex und kaum verständlich sind, macht die Sache nicht leichter.

Von Anna Günther

Reaktion auf Pisa-Schlappe
:Verpflichtende Sprachtests für Kita-Kinder: Chaos oder Segen?

Bis Anfang Mai werden Zehntausende bayerische Kinder in ihren künftigen Grundschulen getestet. Wer nicht gut genug Deutsch kann, bekommt Förderunterricht, damit der Start in der Schule klappt. Aber wie gut funktioniert das vor Ort?

Von Anna Günther und Laura-Grazia Indelicato

Sprachlabor
:Zu Wasser und Luft

Ferner die Kunde, dass Pilze „Hinterpolige“ sind.

Von Hermann Unterstöger

Kolumne „Schön doof“
:Du, ich, Groko, jetzt

Friedrich und Lars duzen sich. Das Trend-Pronomen hat sich durch deutsche Unternehmen und bis in die Koalitionsverhandlungen gekämpft. Von Erfolgen und Grenzen der zweiten Person Singular.

Von Saladin Salem

Sprachlabor
:Zweite und erste Frau

Ferner: Warum „Ungläubige“ in Gänsefüßchen gehören

Von Hermann Unterstöger

Sprachlabor
:Fehlgebiert

Ferner: Sind Anschläge per se gleich Attentate?

Von Hermann Unterstöger

Glosse
:Das Streiflicht

Bewegung im Reich der Wörter: Angela Merkel verwahrt sich gegen den Titel „Putinversteherin“, und als teuerstes Wort – 50 Milliarden Euro wert – konnte sich „Zusätzlichkeit“ etablieren.

SZ Plus

18 Monate vor der Einschulung
:Bayern prüft Deutschkenntnisse bei Kindern – verpflichtend

Mit schlechten Sprachkenntnissen ist die Einschulung von Kindern schwierig. Damit niemand durchs Raster fällt und schon in der ersten Klasse frustriert abschaltet,  werden Mädchen und Jungen ab sofort schon im Kindergartenalter geprüft. Das klingt dramatischer, als es ist.

Protestaktion
:Tausende Tassen für Friedrich Merz

Friedrich Merz sagte im Wahlkampf, er wolle Politik für die Mehrheit der Menschen machen, die „alle Tassen im Schrank“ haben. Daraufhin schickten Hunderte Leute ihr überflüssiges Porzellan an die CDU-Parteizentrale.

Von Marcel Laskus

Aktuelles Lexikon
:Macker

Etikett, das die Grünen nun Markus Söder zuweisen. Ist von ihnen nicht als Kompliment gemeint.

Von Marc Hoch

Sprachlabor
:Geht schon!

Warum das Komma nicht nur für den Opa wichtig ist.

Von Hermann Unterstöger

Sprachlabor
:Merz’ Wähnen

Ferner: Ein Baby-Hacker oder ein Hacker-Baby sowie die Frage, wer schlauer ist, das Huhn oder der Hahn?

Von Hermann Unterstöger

Das Bairische ist bedroht
:„Jetzt schnabeln sogar de oidn Weiber auf Englisch!“

Die deutsche Sprache wird malträtiert wie selten zuvor - und das Bairische droht ganz zu verschwinden. Und das, obwohl Dialekt besonders viele Emotionen weckt. Über die Wege zu seiner Rettung gibt es  unterschiedliche Ansichten. Ein Essay zum Tag der Muttersprache.

SZ PlusVon Hans Kratzer

Kulturvermittlerin im Gefängnis
:„Was im Haftbefehl steht, ist für mich nicht entscheidend“

Vor ihr sitzen Mörderinnen oder Enkeltrick-Betrügerinnen: Die ehemalige Mittelschullehrerin Alexandra Prechtel bietet in der Justizvollzugsanstalt Stadelheim Deutschunterricht, Mal-Zeit und Lesungen an. Über einen Job hinter Mauern.

SZ PlusVon Barbara Hordych

Sprachlabor
:Angefast

Ferner die Frage, was tödlicher als tödlich ist.

Von Hermann Unterstöger

Sprachlabor
:Goldige Lifte

Ferner: Über das Nichts und dessen Gegenteil.

Von Hermann Unterstöger

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