Reportage

Was bleibt

Im März verstarb Zaha Hadid. Nun wollen ihre Mitarbeiter das Werk der weltbekannten Architektin international fortsetzen. Aber lässt sich Genie einfach so reproduzieren?

Von Laura Weissmüller

Peter Eisenman, 2004
Schäden am Holocaust-Mahnmal

Architekt kritisiert Sparmaßnahmen

Einige drohen auseinanderzubrechen, zwei wurden heimlich abtransportiert: Die Stelen des Holocaust-Mahnmals in Berlin sind nach neun Jahren schwer beschädigt. Nun äußert sich US-Architekt Peter Eisenman - und weist die Schuld von sich.

Holocaust-Mahnmal mit US-Design-Preis ausgezeichnet
Marode Gedenkstätte in Berlin

Das Holocaust-Mahnmal zerfällt

Einst schwärmte der Architekt vom "besten Beton, den ich je in Berlin gesehen habe", doch neun Jahre nach Fertigstellung sind die Stelen des 27,4 Millionen teuren Holocaust-Mahnmals schwer beschädigt. Die Reparaturkosten wären horrend. Nun wird nach Verantwortlichkeiten gesucht - und eine nächtliche Aktion zeugt von Brisanz.

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Homosexuellen-Denkmal

Entwertung der Geschichte

Der Streit um das Homosexuellen-Denkmal in Berlin zeigt, wie der Nationalsozialismus in der Ferne verschwimmt.

Von Stephan Speicher

Im Stelen-Wald des Holocaust-Mahnmals
Berlin

Holocaust-Mahnmal wird eröffnet

17 Jahre wurde debattiert, zwei Jahre gebaut: Jetzt wird das Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin eröffnet. Zu der Feier werden über 1000 Gäste aus aller Welt erwartet.

Rosen am Holocaust-Mahnmal, AP
Holocaust-Denkmal

Fragezeichen statt eines Schlusspunkts

Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden vermisst am heute eröffneten Mahnmal die Frage nach dem Warum, der Architekt gesteht ein, dass sein Bau provozieren kann, und Bundestagspräsident Thierse begrüßt die Kontroversen. Denn die Zeitzeugen, die ans Geschehen erinnern könnten, verschwinden.

Architekten-Liste

Marktführer und Mittelständler

Welche Architekten und Bauträger um den 400-Millionen-Mark- Auftrag ringen.

Von Jan Bielicki

oly2_archiv
Architekten

Acht Stars für das neue Stadion

Sir Norman Foster, Peter Eisenman, Helmut Jahn, Volkwin Marg - weltbekannte Architekten bewerben sich um den Bau des Fußballstadions in Fröttmaning.

Von Jan Bielicki

topographie des terrors
Berlin: "Topographie des Terrors"

Eigenartig idyllisch

Von hier aus wurde der Mord an den europäischen Juden organisiert - das neue Ausstellungsgebäude in Berlin kontert mit Zurückhaltung. Heute ist Richtfest.

Von Jens Bisky

Berliner Holocaust-Mahnmal

Gestoppte Stelen

Die Arbeiten am Berliner Holocaust-Mahnmal wurden unterbrochen. SZ-Redakteur Lothar Müller diskutiert, warum. Dazu ein Leserforum

Von LOTHAR MÜLLER

Das Holocaust-Mahnmal in Berlin wird fertig

Aller Stelen

Ein Raum für Einzelne und Gleiche: Das Mahnmal ist still, einfach, vernünftig, aufgeklärt, zivil, fromm, alles zusammen. Erste Eindrücke von einem modernen Kunstwerk.

Von GUSTAV SEIBT

Im Porträt

Lea Rosh

Streitbare und oftmals siegreiche Publizistin und Mit-Initiatorin des Holocaust-Mahnmals in Berlin.

Von Petra Steinberger

Die Zeichen der Architektur

Eine Form der Möglichkeit

Die offene Architektur des Mahnmals ist auf zwiespältige Weise bedeutsam.

Von GERHARD MATZIG

Holocaust-Mahmnal in Berlin

Die Beerdigung eines Zahns

Lea Rosh will das Mahnmal für die ermordeten Juden heimlich zum privaten Grabmal machen.

Von JENS BISKY

17 Jahre Mahnmal-Debatte: Eine unabgeschlossene Diskussion

Nichts war unumstritten

Die Diskussion war lang, eine Entscheidung ist gefallen. Doch die Fragen der Mahnmal-Debatte werden wiederkehren.

Von LOTHAR MÜLLER

dpa, Holocaust-Mahnmal, Easyjet, Fotos, Shooting
Holocaust-Mahnmal

Easyjet entschuldigt sich für Fotoshooting

Der Billigflieger hatte in seinem Magazin am Holocaust-Mahnmal aufgenommene Modefotos gezeigt - die Denkmalstiftung wusste von nichts.

Paul Spiegel, Reuters
Holocaust-Mahnmal

Juden erwägen Boykott

Entsetzt hat der Präsident des Zentralrats der Juden auf die Absicht von Lea Rosh reagiert, den Zahn eines Opfers in eine der Stelen einzulassen. Präsidiumsmitglied Meyer sagte, die Juden müssten sich überlegen, ob sie den Ort dann überhaupt noch betreten.

Holocaust-Mahnmal

Fundamental: Stellt Degussa die Machtfrage?

Degussa will, koste, was es wolle, den Auftrag für das Mahnmal zum Zwecke der Selbstreinigung bekommen. Als "Sponsoring des Graffitischutzes" wird das Projekt konzernintern geführt.

Holocaust Mahnmal Berlin
Neue Schäden am Holocaust-Mahnmal

Es bröckelt

Zwar wurde das Holocaust-Mahnmal in Berlin erst 2005 eröffnet, doch schon jetzt nimmt es immer weiter Schaden: Nach einem neuen Gutachten hat inzwischen die Hälfte der Stelen Risse.

Protest von Architekt Eisenman

Das Mahnmal als "Geisel der political correctness"

Im Streit um den Ausschluss des Chemieunternehmens Degussa vom Bau des berliner Holocaust-Mahnmals hat sich nun dessen Architekt Peter Eisenman mit einer erstaunlichen Bemerkung zu Wort gemeldet: "Wäre das Projekt schon im Geist der `Correctness` begonnen worden, hätte ich nie mitgewirkt."

Bau des Holocaust-Mahnmals in Berlin

Stelenfeld
Holocaust-Mahnmal

Thierse lobt den "Stein des Anstoßes"

Im Beisein von Architekt Peter Eisenman wurde an der umstrittenen Gedenkstätte die Fertigstellung des Rohbaus mit einem Richtfest gefeiert.

Porträt

Michael Naumann - der Kulturherausgeber

Der Spitzenkandidat der Hamburger SPD wurde berühmt als Staatsminister für Kultur und zur Institution als Herausgeber der Wochenzeitung Die Zeit. Sein Leben zwischen Kultur und Politik bietet Stoff für mehrere Biographien. Hier eine kurze.

Holocaust Mahnmal

Bauarbeiten gestoppt

Grund ist die Entscheidung des Kuratoriums der Denkmal-Stiftung, die für den Graffiti-Schutz zuständige Firma Degussa vom Projekt auszuschließen - eine Tochterfirma von Degussa hatte im Zweiten Weltkrieg das Gift Zyklon B hergestellt.

7 Bilder
Holocaust-Mahnmal in Berlin

Marode Gedenkstätte

Vor neun Jahren wurde das Berliner Holocaust-Mahnmal eröffnet. In Hunderten der Stelen sind inzwischen Risse aufgetreten.