Wenn jemand weiß, wie lebensgefährlich der Hass auf Jüdinnen und Juden sein kann, dann ist es Max Privorozki. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Halle hat den Anschlag auf seine Synagoge im Jahr 2019 überlebt.
Meinung
:Gesellschaften, die nur ihren Frieden wollen, sind besonders verwundbar
:Die Antisemitismus-Kritik an den Kammerspielen geht zu weit
Israels Generalkonsulin wirft dem städtischen Theater öffentlich Antisemitismus vor, ohne dies zu begründen. Die Stadtspitze sollte ihre Kulturinstitution gegen ungerechtfertigte Kritik verteidigen, ebenfalls öffentlich.
Nach einer Diskussionsrunde
:Israelische Generalkonsulin wirft Kammerspielen Antisemitismus vor
Gab es ein „Israel-Bashing“ bei einer Podiumsdiskussion in dem Münchner Top-Theater? Wurden „rote Linien“ überschritten? Die Stadtspitze äußert sich zurückhaltend. Die Veranstalter weisen den Vorwurf zurück.
Antisemitismus in der Schweiz
:„Ein schwieriges Kapitel“
Auch in der Schweiz nimmt der Antisemitismus zu. Die Regierung versucht gegenzusteuern. Dazu gehört eine Aufarbeitung der eigenen Geschichte.
Nach dem 7. Oktober
:Der Antisemitismus in Italien nimmt zu
Ein Angriff auf eine Synagoge, problematische Banner bei Demonstrationen: Judenfeindliche Vorfälle häufen sich auch in Italien. Die rechte Regierung reagiert mit einem Gesetz, das viele kritisch sehen.
Politische Bildung
:Zuhören und scrollen gegen den Hass auf Juden
Mit einem Digitalprojekt möchte das Max-Mannheimer-Studienzentrum in Dachau Jugendliche dazu anregen, über Antisemitismus zu reflektieren. Es beleuchtet jüdisches Leben in Deutschland anhand der Biografien von Holocaust-Überlebenden und einer jungen Frau heute.
Die Linke und der Nahostkonflikt
:Wie der Israelhass junger Linker der Partei Probleme bereitet
Die Linke wächst rasant, selbst bei den Landtagswahlen im Westen könnte sie erfolgreich sein. Doch vor allem die Jungen tragen einen alten Streit in die Partei: die Haltung zu Israel – und zu antisemitischen Tendenzen eigener Mitglieder.
Verleumdungsprozess
:Nach Ofarims Aussagen reagiert sein Anwalt
Juristisch ist der Verleumdungsprozess seit mehr als zwei Jahren vom Tisch. Doch im Dschungelcamp äußert sich der Musiker mit überraschenden Behauptungen dazu - und dann meldet sich sein Anwalt.
Dschungelcamp
:Gil Ofarim äußert sich überraschend zum Verfahren
Kurswechsel im Dschungelcamp: Gil Ofarim spricht plötzlich ausführlicher über den Prozess gegen ihn in Leipzig. Ihm geht es vor allem um Videoaufnahmen – was viele Fragen aufwirft.
Ermittlungen in München
:Patrone in der Post: Unbekannter schickt Drohbrief an Israelitische Kultusgemeinde
Das jüdische Gemeindezentrum erhält einen Umschlag mit scharfer Munition und einem antisemitischen Schreiben. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt, Politiker im Stadtrat zeigen sich entsetzt.
Antisemitismus-Debatte
:Mehr Mut zur Meinungsfreiheit
Nach einem Eklat an der Kunstakademie Düsseldorf fordern Leser mehr Meinungstoleranz und mehr Gehör für propalästinensische Stimmen.
„Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!“
:Schuld und Bühne
Zwei Wochen Dschungelcamp, zwei Wochen lang Szenen wie bei Schirach: Gil Ofarim erlebt sein zweites Gerichtsverfahren, diesmal sind alle dabei. Ein Prozessbericht vor dem Finale.
Meinung„Stefan Raab Show“ zu Gil Ofarim
:Viel plakativer kann man Antisemitismus nicht zur Schau stellen
„Die Stefan Raab Show“ unterstellt Gil Ofarim das „Betrüger-Gen“.
Wanderausstellung in Wartenberg
:„Antisemitismus ist leider wieder lauter geworden“
In der Marie‑Pettenbeck‑Schule ist derzeit die Ausstellung „Antisemitismus in Bayern“ zu sehen. Darin geht es um den erstarkten Judenhass. Am Eröffnungsabend spricht auch der Überlebende René Kaufmann, der im benachbarten Langenpreising wohnt.
Shoa-Überlebender Roman Haller über Antisemitismus
:„Eigentlich müsste ich längst weg sein“
Roman Haller wurde vor 81 Jahren als jüdisches Kind in einem Bunker in Polen geboren, versteckt von einer Polin und einem Wehrmachtsmajor. Stoff für einen Kino-Film und ein Broadwaystück. In München hat er sich sein Leben aufgebaut. Er liebt diese Stadt. Doch wird er bleiben?
Antisemitismusvorwürfe in Düsseldorf
:Na dann, gute Nacht
Die Kunstakademie Düsseldorf lädt eine palästinensische Filmemacherin ein, die Israel das Existenzrecht abspricht. Die Rektorin soll zurücktreten – und verweist im Gegenzug auf die Meinungsfreiheit. Über einen exemplarischen Fall im Umgang von Universitäten mit dem Nahostkonflikt.
Gedenken an den Holocaust
:„So begann es hier in den Dreißigerjahren“
Der Bundestag gedenkt der Opfer des Nationalsozialismus. Die Rede hält die 87 Jahre alte Tova Friedman. Sie hat als Kind Auschwitz überlebt, und sagt, der Antisemitismus mache ihr heute wieder Angst.
Erinnerungskultur
:„Die KZ-Lager zeigen, dass Massenmord vor der Haustür stattfand“
Damit die Shoah einen Platz im kollektiven Gedächtnis behält, müsse es neue Formen der Erinnerungsarbeit geben, sagt die Präsidentin der Holocaust-Gedenkstättenstiftung und Grünen-Landtagsabgeordnete, Gabriele Triebel.
Holocaust-Gedenktag
:Michel Friedman: Juden in Deutschland gefährdet wie lange nicht mehr
„Ich will diese Sätze nicht mehr hören“, sagt der Publizist zu Appellen wie „Nie wieder“. Diese seien sinnlos, wenn im Alltag „der Judenhass explodiert“. Auch andere äußern sich eindringlich.
Gedenkveranstaltung in Dachau
:Drei Kilometer gegen das Vergessen
Beim ersten „March of the Living“ in Dachau legen 500 Menschen die geschichtsträchtige Strecke vom ehemaligen KZ zum Bahnhof zurück. Jugendliche, Politiker und Vertreter der Kultusgemeinde und des Staates Israel finden mahnende Worte gegen Antisemitismus.
Holocaust-Gedenktag in Wörthsee
:„Redet mit uns, nicht über uns!“
Im Rathaus Wörthsee geht es am Dienstag, 27. Januar, um jüdisches Leben in Deutschland und das Projekt „Coffee with a Jew“.
Antisemitismus
:Eure Gleichgültigkeit ist unser Tod
Antisemitismus lebt nicht nur von Hass, sondern immer auch von Wegsehen, von Schweigen und dem Wunsch, sich nicht positionieren zu müssen.
MeinungAuswärtsspiele von Maccabi Tel Aviv
:Was hier passiert, ist im Kern antisemitisch
Fans des israelischen Fußballklubs müssen regelmäßig um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten. Wenn die Polizei in Freiburg ein Spiel mit mehr als 2000 Einsatzkräften sichern muss, hat das mit politischem Protest nichts zu tun.
Berliner Kulturverwaltung
:Wünsch dir was
Haben Berlins Kultursenatoren Fördergelder zur Antisemitismus-Bekämpfung freihändig vergeben – trotz Bedenken ihrer Beamten? Bemerkenswerte Fakten aus von der SZ exklusiv ausgewerteten Akten.
Antisemitismus
:Karnevalsverein angefeindet
Der nach eigenen Angaben weltweit einzige jüdische Karnevalsverein „Kölsche Kippa Köpp“ in Köln teilt mit, er sei antisemitisch angefeindet worden: Er habe eine anonyme E-Mail erhalten, sagte Vereinspräsident Aaron Knappstein. Demnach wollte der ...
Studieren in Bayern
:Exmatrikulation als „scharfes Schwert“ – neuer Strafenkatalog an bayerischen Hochschulen geplant
Wissenschaftsminister Blume will Sanktionen im Landesrecht verankern und Studierende zur Not hinauswerfen. Kritiker warnen vor einem Ausschluss unbequemer Stimmen.
Holocaust-Gedenken
:Marsch gegen das Vergessen
Zum ersten Mal findet in Dachau der „March of the Living“ statt, der vom einstigen Konzentrationslager zum Bahnhof führt. Die Teilnehmer, darunter Charlotte Knobloch und Uschi Glas, wollen damit ein Zeichen für Erinnerung und gegen Judenhass setzen.
Podcast
:Sollen das diese sogenannten unbequemen Wahrheiten sein?
„Hoss und Hopf“ standen mit rechtslastigem Geschwurbel zeitweise an der Spitze der deutschen Podcast-Charts. Nun raunt „Hoss“ öffentlich über eine angebliche jüdische Weltverschwörung – sein Co-Host erklärt das Projekt für beendet.
Gaza-Konflikt
:„Wenn man dem Antizionismus nicht entgegentritt, bleibt kein Jude übrig“
Die israelische Publizistin Einat Wilf verhandelte einst für linke israelische Politiker über einen Frieden mit den Palästinensern. Sie empfindet sich immer noch als links – hält die Härte Israels inzwischen aber für den einzigen Weg. Ein Gespräch.
Fernsehen
:„Holocaust“-Eklat bei der BBC
Der irische Rekordtorhüter und TV-Experte Shay Given hat mit seiner Analyse zum schottischen Meister Celtic Glasgow für einen Eklat gesorgt. Die nur 33 Tage dauernde Amtszeit des französischen Trainers Wilfried Nancy bezeichnete der 134-malige ...
Erstes von zwei ausverkauften Olympiahallen-Konzerten
:Xavier Naidoo singt Gebete in München – seine Sünden beichtet er nicht
Xavier Naidoo stimmt Gotteslob, Antikriegslieder und seine harmloseren Hits an. Zur Rückkehr aus seiner selbstverschuldeten Verbannung sagt er nichts. Die Fans bejubeln den hochumstrittenen Soul-Sänger.
Alice Merton mit neuem Album
:„So jemand wie Kanye West darf meine Songs nicht verwenden“
Alice Merton ist ein Do-It-Yourself-Popstar. In den USA hat die Nachfahrin von Holocaust-Opfern den Rap-Potentaten Kanye West verklagt. Mit dem neuen Album „Visions“ hat die „No Roots“-Sängerin jetzt lähmende Einflüsse überwunden.
Linksradikalismus
:„Es ist erstaunlich, dass wir nicht schon mehr Terroranschläge erlebt haben“
Der Extremismus-Forscher Peter R. Neumann befürchtet nicht erst seit dem jüngsten Berliner Anschlag eine neue Welle des gewaltbereiten Linksradikalismus. Davon profitiert in seinen Augen vor allem eine Partei: die AfD.
Brandenburg
:Er macht weiter, trotz Morddrohung
Erst brennt beinahe sein Haus ab, dann erhält Andreas Büttner einen üblen Brief. Warum der brandenburgische Antisemitismusbeauftragte dennoch nicht aufgeben will.
Morddrohung in Brandenburg
:Solidarität mit Antisemitismusbeauftragtem
Nach einem Brandanschlag und einer Morddrohung hat Brandenburgs Antisemitismusbeauftragter Andreas Büttner Sicherheitsvorkehrungen verschärft. An seinem Wohnhaus in Templin gebe es jetzt zunächst einen objektbezogenen 24-Stunden-Schutz, sagte der ...
Ermittlungen gegen Fürther Lokal
:Aushang gegen Israelis: Staatsanwaltschaft sieht keine Volksverhetzung
Per Plakat hatte das Restaurant israelischen Bürgern den Zugang verwehrt. Das hatte in der Stadt für viel Kritik gesorgt. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft ihre Ermittlungen eingestellt.
Templin
:Anschlag auf Grundstück des Brandenburger Antisemitismusbeauftragten
Ein Schuppen auf dem Grundstück von Brandenburgs Antisemitismusbeauftragten Büttner gerät in der Nacht in Brand. Regierungschef Woidke verurteilt die Tat.
Politische Bildung in Dachau
:Mit „Storytellings“ gegen Antisemitismus
Das Max-Mannheimer-Studienzentrum in Dachau hat ein neues Bildungsprojekt entwickelt, das Jugendliche anhand von Bilderfolgen und kurzen Texten zum Reflektieren anregen soll: über die Judenverfolgung in der deutschen Vergangenheit und über Ressentiments in der Gegenwart.
Australien
:Brandanschlag auf das Auto eines Rabbiners
Anderthalb Wochen nach dem Attentat am Bondi Beach mit 15 Toten brennt in Melbourne ein Auto mit der Aufschrift „Happy Chanukah“.
Sprengsätze
:Neue Erkenntnisse zum Terroranschlag in Sydney
Nach den tödlichen Schüssen auf ein jüdisches Fest wird bekannt, wie akribisch die Attentäter ihre Morde planten. Australiens Premier entschuldigt sich bei der jüdischen Bevölkerung.
Aktivistische Kunst
:Subtil ist das nicht
Anne Frank mit Kufija? Juristisch mögen die Werke von Pro-Palästina-Aktivisten die Grenzen der Kunstfreiheit nicht immer überschreiten – die des guten Geschmacks überschreiten sie systematisch.
MeinungAntisemitismus
:Ich, Antisemit? Ich sorge mich nur ums Klima!
Der moderne Judenhass ist nicht religiös, sondern politisch. Greta Thunbergs Guru – der Öko-Sozialist Andreas Malm – etwa meint zu wissen, dass es die Erderwärmung auch wegen der Zionisten gibt. Die immerwährende Botschaft auf der ganzen Welt: Schuld seid ihr!
Anschlag am Bondi Beach
:Mutmaßlicher Täter soll vor Gericht sprechen
Per Videocall soll der 24-Jährige aus dem Krankenhaus zugeschaltet werden. Er ist wegen 15-fachen Mordes angeklagt. Mehrere Verletzte werden noch im Krankenhaus behandelt.
Buchvorstellung von Uschi Glas
:Auf der Suche nach der Menschlichkeit
Uschi Glas hat sich mit Charlotte Knobloch auf eine Reise in beider Vergangenheit begeben. Was sie in ihren Gesprächen über Antisemitismus und Mut, aber auch ihren eigenen Vater herausgefunden hat, erzählt sie im Literaturhaus.
Terror in Australien
:Auf den Horror folgt die Hoffnung
Nach dem islamistischen Terrorakt am Bondi Beach von Sydney sitzt der Schock in der großen Jüdischen Gemeinde tief. In die Trauer mischt sich aber schon die typisch australische Zuversicht.
Nach dem Attentat am Bondi Beach
:„Australien, da war ich mir sicher, würde uns beschützen“
Ihre Eltern überlebten die Lager der Nazis, am anderen Ende der Welt begann die Familie neu. Dass ihr Zufluchtsort aber nicht das Paradies ist, hätte unsere Autorin schon nach dem 7. Oktober ahnen können: „Vergast die Juden!“, skandierte da ein Mob in Sydney.
MeinungDas Attentat von Bondi Beach
:Ihr kennt alle die Angst
Australien, das neue Amerika? Vergiss es! Der Terroranschlag auf das Chanukka-Fest in Sydney beweist: Juden können fliehen, wohin auch immer, der Hass der Antisemiten ist schon da.
Terror in Sydney
:Zwei Attentäter von nebenan
Australiens Behörden versuchen, die Hintergründe der Terrortat aufzuklären, bei der zwei Männer am Sonntag 15 Menschen bei einem jüdischen Fest erschossen haben. Was man bisher weiß.
Sydney
:„Er macht uns alle stolz“: Wie die Familie und Politiker den Helden vom Bondi Beach feiern
Ein Passant überwältigt und entwaffnet einen der Attentäter vom Bondi Beach und rettet damit womöglich viele Menschenleben. Das Video geht viral – und die Familie ist voller Stolz.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Anschlag in Sydney: „Es ging darum, jüdische Menschen zu töten“
Für Josef Schuster, den Präsidenten des Zentralrates der Juden, verstärkt das antisemitische Attentat in Australien das Unsicherheitsgefühl der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland.
Terror gegen Juden
:Angreifer von Sydney waren Vater und Sohn – Zahl der Anschlagsopfer steigt auf 15
Ziel der Attacke war eine Chanukka-Feier an dem weltweit bekannten Strand Bondi Beach. Der Vater wird erschossen, der Sohn schwer verletzt. Noch immer liegen Dutzende Menschen im Krankenhaus. Als Reaktion auf die Tat diskutiert Australien über strengere Waffengesetze.