Mit dem Negativpreis zeichnet der Landesverein für Heimatpflege Häuser aus, deren Abriss besonders bedauerlich ist. Heuer auf Platz 1: eine Unternehmervilla am Chiemsee. Nicht das einzige geschichtsträchtige Haus, das nun verloren ist.
Klingsölde in Niederbayern
:Wie zwei junge Männer ein Denkmal zum gemütlichen Haus umbauten
Ein 320 Jahre altes Holz-Bauernhaus in Altdorf stand jahrelang leer und verfiel zusehends. Was für ein Juwel die Bauherren gekauft hatten, merkten sie erst, als sie schon mitten in der Sanierung steckten.
Architektur
:Diese Münchner Gebäude sind nun Denkmäler
26 neue Einträge gibt es auf der Denkmalliste für die Stadt. Eine Auswahl – von der Heimat des wohl bekanntesten Kunstsammlers der jüngeren Vergangenheit bis zu historischen Tankstellen.
Historische Gebäude in Bayern
:Heimatschützer suchen wieder den „Abriss des Jahres“
Der Landesverein für Heimatpflege sammelt wieder traurige Beispiele verlorener Baukultur aus Bayern. Um welches abgerissene Bauwerk ist es besonders schade?
Denkmalschutz
:Restaurierung mit viel Fingerspitzengefühl
Mehr als 20 Jahre lang rührte sich am Hörhammerbräu nichts mehr. Nun wird dort fleißig gewerkelt. Das Projekt in der Dachauer Altstadt wirft ein Schlaglicht darauf, wie schwierig es sein kann, ein denkmalgeschütztes Anwesen neu mit Leben zu füllen.
Umstrittenes Vorhaben in Haimhausen
:Pläne für neues Wohnquartier treffen auf Denkmalschutz
Der neue Eigentümer der alten Schlossbrauerei hat seine Pläne für das Ensemble von Baudenkmälern vorgelegt. Im Gemeinderat herrscht Begeisterung – doch das Landesamt für Denkmalpflege hat Einwände.
Abriss des Kulmbacher Güterbahnhofs
:Stadt wehrt sich gegen „Debakel“-Vorwurf
Nach dem Aus eines Straßenbauprojekts attackieren Heimatpfleger die Stadt Kulmbach heftig. Diese erklärt den Abriss eines Erinnerungsorts für „weder voreilig noch sinnlos“.
Abriss eines geschichtsträchtigen Güterbahnhofs
:Das „Denkmal-Debakel“ von Kulmbach
In Kulmbach stand ein Kulturdenkmal im Weg, als man eine neue Straßen-„Tangente“ plante. Blöd nur: Der Erinnerungsort ist längst abgerissen – die „Tangente“ aber kommt jetzt wohl doch nicht.
Konflikt um Ehrensaal
:„Ein unverzeihlicher Akt des Vandalismus“
Das Deutsche Museum wollte seinen Ehrensaal neu und zeitgemäß gestalten. Doch beim Ortstermin reagiert der Landesdenkmalrat entsetzt und verlangt die Wiederherstellung des Nachkriegszustands. Nun ist die Aufregung groß.
Haus mit Geschichte: Forsthaus Diana
:Und oben wacht einsam der Waldkauz
1854 wurde das Forsthaus Diana mitten in den Ebersberger Forst gebaut und war einst Schauplatz von Wochenendgesellschaften und Familienleben. Jetzt steht es leer. Doch wie geht es mit dem denkmalgeschützten Gebäude weiter?
Denkmalschutz
:Elogen und Spitzen gegen den BR
Der Bayerische Landesverein für Heimatpflege zeichnet den FAZ-Kulturjournalisten Hannes Hintermeier mit dem Dieter-Wieland-Preis aus. Der 88-jährige Namensgeber nutzt die Gelegenheit, um seinen Heimatsender zu tadeln.
Starnberger Seebahnhof
:Verschönerungsaktion in der Grauzone
Der Gilchinger Unternehmer und CSU-Kommunalpolitiker Manfred Herz hat den verwahrlosten Eingangsbereich der Unterführung am Starnberger Seebahnhof aufhübschen lassen – auf eigene Kosten und ohne Genehmigung. Ist das nun nachahmenswertes bürgerschaftliches Engagement oder eine rechtlich fragwürdige PR-Aktion in eigener Sache?
Denkmalpreis
:„So ein Haus bereichert das Ortsbild und damit uns alle“
Der Bezirk Oberbayern ehrt die Eigentümer von vier historischen Gebäuden aus der Region mit dem Denkmalpreis. Im Interview spricht Elke Wendrich vom Denkmalnetz Bayern über die Bedeutung des Erhalts alter Häuser und über die Probleme dabei.
Nachverdichtung in München
:„Ami-Siedlung“ ein Denkmal? 1000 günstige Neubau-Wohnungen auf der Kippe
Der Bund will die Siedlung am Perlacher Forst in München in großem Stile nachverdichten und die Wohnungen dann für zehn Euro pro Quadratmeter vermieten. Doch einflussreiche politische Kräfte arbeiten daran, dass das Areal unter Schutz gestellt wird – womit das Bauvorhaben hinfällig wäre.
Denkmalschutz
:Würdigung der Kriegergedächtniskapelle in Biburg
Der Bezirk Oberbayern verleiht neben Denkmalpreisen auch Anerkennungen für vorbildlich sanierte Bauwerke. So auch für jenes in der Gemeinde Alling, für das nun noch eine historisch-kritische Einordnung folgen soll.
Rasen auf dem Max-Joseph-Platz
:Münchens neue grüne Mitte
Der Max-Joseph-Platz vor der Staatsoper wird noch bis Dezember umgestaltet. Statt der grauen Isarkiesel hat die Stadt große Rasenflächen verlegt.
Sanierung für 14 Millionen Euro
:Villa Stuck nach eineinhalb Jahren wiedereröffnet
Das berühmte Künstlerhaus von Franz von Stuck musste für 14 Millionen Euro saniert werden. Wieder einmal. Was ist neu? Was ist anders? Und was sieht man davon?
Nach Anwohnerbeschwerden
:Gericht stoppt Baupläne im Herzogpark
Eigentlich wollten die Eigentümer der Gebäude an der Mauerkircherstraße 17 und 19 im Hinterhof nachverdichten und aufstocken – unter Protesten der Anwohner. Nun signalisiert das Gericht: So bald darf dort wohl gar nichts gebaut werden.
Zeitgeschichte in Moosburg
:Lösung für Stalag-Wachbaracken in Sicht
Denkmalschützer sagen in Moosburg Geld für eine Notsanierung der maroden Gebäude aus der NS-Zeit zu, um sie als Zeitzeugnis zu erhalten. Langfristig soll an der Schlesierstraße ein Dokumentationszentrum entstehen.
Bund der Steuerzahler
:Sanierung des Augsburger Staatstheaters – „Fass ohne Boden“
Viele Bauprojekte brauchen länger als geplant, auch die Kosten laufen oft aus dem Ruder. Der Steuerzahlerbund veröffentlicht nun eine neue Negativ-Liste, auch Beispiele aus Bayern sind dabei.
Starnberg
:Stadt verkauft ihr marodes Hotel
Für das seit Jahren leer stehende Hotel „Bayerischer Hof“ zeichnet sich eine Lösung ab: Investor Peter Löw erwirbt das sanierungsbedürftige Gebäude.
Denkmalschutz im Oberland
:Bunte Fenster und leuchtende Sterne
Die lange marode Ammerlander Schlosskapelle ist saniert und für Besucher geöffnet. Die können den Sakralbau aus dem 17. Jahrhundert in neuer Pracht erleben.
Denkmalschutz auf dem Wasser
:Segler wollen ihr schwimmendes Vereinsheim retten
Die Andechs war von 1907 bis 1955 als Dampfer auf dem Ammersee im Einsatz, seitdem liegt sie als Sitz der Bayerischen Seglervereinigung in Utting am Steg. Doch im Rumpf wütet der Rost. Nun muss das Industriedenkmal saniert werden.
Immobilien in München
:Türen aus denkmalgeschütztem Haus entfernt: Stadt verhängt Baustopp
Prozesse um angeblichen Eigenbedarf und WG-Zimmer zu astronomischen Preisen: Das Anwesen in Bogenhausen ist seit Jahren eine der umstrittensten Immobilien in München. Nun schreitet die Denkmalschutzbehörde ein.
Judentum in München
:„Der Antisemitismus ist so groß wie seit 1945 nicht mehr“
Es ist vollbracht – die Synagoge in der Münchner Reichenbachstraße ist wiedereröffnet. Die Rede zum Festakt am 15. September 2025 von der Initiatorin des Rettungsakts.
Dorfgeschichte
:Privater Partner für Türkenfelder Denkmal gesucht
Für die Gemeinde wäre die Sanierung des Salettls zu teuer. Gesucht wird ein überzeugendes Konzept für das „Juwel im Herzen Türkenfelds“. Bedingung: Der Parkplatz muss bleiben.
Denkmal
:Der einzigartige Luftschutzkeller von Erding
Der private Rundbunker, erbaut im Zweiten Weltkrieg von Familie Stahl, gilt aufgrund seiner Bauweise und seines Zustandes als Besonderheit. Nach der kürzlich abgeschlossenen Sanierung finden wieder kurze Führungen statt. Ein Besuch im Keller, in dem die Zeit auf gespenstische Weise stehen geblieben ist.
Textilkunst
:Geschichte aus Seide in Gefahr
Der Alexandermantel, hergestellt vor 1200 Jahren in Byzanz, ist ein Prunkstück im Museum des Klosters Ottobeuren. Jetzt blüht darauf der Schimmel. Ein Expertenteam will das wertvolle Gewebe vor dem Zerfall bewahren.
Die Thomas-Mann-Villa in Bad Tölz, das Kloster Beuerberg oder die Staffelalm am Rabenkopf mit den Fresken von Franz Marc: Am 14. September kann man diese und weitere besondere Bauten beim Tag des offenen Denkmals besichtigen. Warum der so wichtig ist und welchen Wert die historischen Schätze haben, erklärt Kreisheimatpfleger Thomas Lauer.
Wohnen mit Fachwerk-Flair
:Das Haus über dem Fluss
Die Krämerbrücke ist Wahrzeichen der Stadt Erfurt und die längste durchgehend bebaute und bewohnte Brücke Europas. Zu Besuch bei der Künstlerin Beate Kister, die dort eine jahrhundertealte Tradition pflegt.
Denkmalpflege
:Ein Wirtshaus als Kulturerbe
Am Streichen steht ein Berggasthaus, das für das Achental und den ganzen Chiemgau identitätsstiftend ist. Bürger aus dem Tal haben es vor dem Zugriff von Investoren bewahrt. Seither saniert die Stiftung Kulturerbe Bayern das Haus mit großem Aufwand. Bald braucht es nur noch einen Wirt.
Schweden
:Eine Kirche zieht um
Wie eine Szene aus einem surrealistischen Film: Im nordschwedischen Kiruna rollt eine 672 Tonnen schwere Kirche durch den Ort, weil sie einer Eisenerzmine weichen muss. Eine Besichtigung.
Archäologie
:Keltensiedlung Manching gibt neue Geheimnisse preis
Was verraten Metallfragmente, Handwerksviertel und Recycling über den Alltag der Kelten? Und warum freuen sich Forscher über Fischgräten? Neue Ausgrabungen in Manching liefern spannende Erkenntnisse.
Ringen um die Nutzung von Schloss Neuschwanstein
:Musik versus Massentourismus
Seit Kurzem besitzt König Ludwigs Traumschloss den begehrten Status Weltkulturerbe. Doch wenn in seinen Mauern auch mal Kultur stattfinden soll und Stars wie Rolando Villazón, Klaus Florian Vogt oder der Cellist Hauser auftreten, gibt es Probleme über Probleme.
Schloss Mainberg
:Das Traumschloss, das niemand haben will
Fürsten und Industrielle lebten hier, Playboy Gunter Sachs verbrachte seine ersten Lebensjahre auf Schloss Mainberg. Doch die Zukunft des Mittelalterbaus ist ungewiss, denn es gibt da ein paar Probleme.
München 1972
:Das olympische Erbe muss dringend saniert werden
Ein 1,6 Kilometer langes Röhrensystem zieht sich in bunten Farben durch das Olympische Dorf. Einst standen die „Media-Linien“ für Aufbruchstimmung, doch viel ist davon nicht geblieben. Jetzt suchen die Verantwortlichen nach Geld für eine Wiederherstellung.
Bayerische Adelsgeschichte
:Hausbesuch im Märchenschloss: Wie lebt es sich in einer Filmkulisse?
Marie Antoinette Gräfin von Ingelheim ist die Herrin von Schloss Mespelbrunn. Zu Besuch an einem geschichtsträchtigen Ort im Spessart, wo die Jagd Tradition hat – und Lilo Pulver wilde Räuber mit ihrem Charme niederstreckte.
Denkmalschutz in Bayern
:Ärmel hochkrempeln und anpacken
Wer Baudenkmäler sanieren will, der darf sich von harter ehrenamtlicher Arbeit und Chaos durch langwierige Baustellen nicht abschrecken lassen. Gerade deshalb bekommen der Verein für Heimatgeschichte im Zweiseenland Kochel und die Stadt Freising die Bayerische Denkmalschutzmedaille.
Bürokratie in Bayern
:Wohnen im Denkmal: Regelkatalog soll entschlackt werden
Die bayerische Staatsregierung will Denkmaleigentümern das Leben leichter machen. Dafür soll das Denkmalschutzgesetz von überflüssigen Vorschriften befreit werden.
Leistungsschau für bayerische Architektur
:Beispiele für gutes Bauen
Bei den „Architektouren“ haben Besucherinnen und Besucher Gelegenheit, ausgezeichnete Projekte in ganz Bayern zu besichtigen. Unter dem Motto „Vital bauen“ steht Nachhaltigkeit im Fokus. Tipps von Oberbayern bis Unterfranken.
Gastronomie in Bayern
:Diese historischen Biergärten sind einen Besuch wert
An kaum einem Ort spürt man das bayerische Lebensgefühl so unmittelbar wie im Biergarten. Mittlerweile stehen einige von ihnen sogar unter Denkmalschutz. Wo es sich besonders schön historisch einkehren lässt.
Sozialer Wohnungsbau versus Denkmalschutz
:Wie Bayern günstige Wohnungen verhinderte
Eine Genossenschaft will im mittelfränkischen Weißenburg 100 erschwingliche Mietwohnungen bauen. Doch dann müssen auf dem Grundstück erst einmal monatelang archäologische Grabungen durchgeführt werden, die den Bauträger 1,14 Millionen Euro kosten.
Denkmalschutz
:Warum zwei junge Leute eine alte Synagoge retten
Andreas und Anna-Maria Heck richten in Unterfranken mit Holz, Kalk, Lehm, Stroh und Sand ein Haus aus dem Mittelalter wieder her. Über ein idealistisches Projekt zwischen Leidenschaft und Unvernunft.
Immobilien in der Innenstadt
:Verkaufsgerüchte um die Alte Akademie
Das Erbbaurecht für die Bauruine in der Münchner Fußgängerzone liegt nach wie vor bei René Benkos Signa-Gruppe. Nun aber sucht der Freistaat als Eigentümer des wertvollen Areals offenbar nach einer anderen Lösung.
Vergessenes Barockjuwel
:Wie der Psallierchor öffentlich zugänglich werden könnte
Das herzogliche Schloss am Tegernsee war einst eines der bedeutendsten Klöster im südlichen Bayern. Der Chorraum, in dem die Benediktiner ihre Psalmen sangen, ist seit Langem fest verschlossen. Das könnte sich ändern.
Auszeichnung für Denkmalsanierung in Moosburg
:„Behutsam und vorbildlich“ vorgegangen
Johannes Becher erhält für die Sanierung des 500 Jahre alten Hudlerhauses am Gries den Anerkennungspreis für Baukultur der Europäischen Metropolregion München.
Nachruf
:Ein Stückchen Ewigkeit gesichert
Barbara Regul hat sich für die Rettung der Leonhardikapelle in Dietramszell starkgemacht. Nun ist sie im Alter von 82 Jahren gestorben.
Denkmalpflege
:Rettet die DDR!
Das Denkmalschutzamt Brandenburg stellt seinen Jahresbericht vor. Auffallend ist, dass inzwischen viele Bauten aus DDR-Zeiten unter Denkmalschutz gestellt werden – vom Plattenbau bis zu einem schlossartigen Anwesen des Dramatikers Peter Hacks bei Groß Machnow.
Oberbayern
:Archäologen sichern Funde aus Bronze- und Römerzeit
Lange war klar, dass es in der Gegend um Weilheim frühe Siedlungen und Gräber gab. Doch was die Archäologen fanden, übersteigt die Erwartungen.
Kunstgeschichte
:Cein Cranach in Bettbrunn
Zwei Jahre lang haben Expertinnen vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege nach allen Regeln der Kunst ein Gemälde durchleuchtet, das sie für einen möglichen Cranach gehalten haben. Am Ende hat sich das C aus der Künstler-Signatur aber als überpinseltes G herausgestellt.