Der türkische Präsident Erdoğan erfreut sich großer Beliebtheit. Nicht in seinem Land, aber auf der Weltbühne. Am Montag bekam er Besuch vom ungarischen Premier Orbán. Der dankte dem Gastgeber für nichts weniger als die Rettung Europas.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Bizarrer Hass der US-Rechten auf Europa
Die Ungeheuerlichkeiten der neuen US-Sicherheitsstrategie lösen in Brüssel Besorgnis aus. Sind die USA noch ein Verbündeter?
Kunstminister Markus Blume
:Wie aus dem neuen Konzerthaus ein Interim für die Oper werden könnte
Kunstminister Markus Blume tritt eine Diskussion los: Der vom Freistaat geplante Konzertsaal könnte einen Orchestergraben erhalten und so während der Generalsanierung des Nationaltheaters als eine der Ausweichspielstätten dienen.
MeinungRechtsstaat
:Deutschlands Justiz ist ein Bollwerk gegen Feinde der Freiheit. Und bleibt es hoffentlich
Für die Demokratie kommt es nicht nur auf die äußere Unabhängigkeit von Richtern an, sondern auch auf die innere. Was passiert, wenn diese Charakterprobe scheitert – dafür bieten die USA ein abschreckendes Beispiel.
Ungarn
:Viktor Orbán hat es wieder getan
Der ungarische Ministerpräsident besucht am Freitag erneut Wladimir Putin. Warum seine Reise nach Moskau gerade jetzt als besonders irritierend empfunden wird.
Film
:Kommt ein Walfisch nach Ungarn
„Die Werckmeisterschen Harmonien“, Béla Tarrs fabelhafter Film nach einem Roman des Nobelpreisträgers Laszlo Krasznahorkai, ist aktueller denn je.
MeinungKrieg in der Ukraine
:Dieser Plan ist für Europa wie ein Gruß aus der Hölle
Die Staaten der EU erkennen gerade, wie stark ihre Sicherheit bedroht ist. Kanzler Merz spricht von einem „Schicksalsmoment“. Mit Mut aber kann das Schlimmste noch verhindert werden.
MeinungDemokratien
:Wenn die Rechte mitregiert, wird sie nicht geschwächt – im Gegenteil
Sobald sie in Verantwortung kommt, unterliegt sie Sachzwängen, muss Kompromisse schließen, lernt Mäßigung. So lautet eine verbreitete Hoffnung. Doch eine Untersuchung von 57 Ländern zeigt: Dieser Glaube ist ein Irrglaube.
Booker Prize
:Was in dieser Geschichte fehlt, überzeugte die Jury
Der britisch-ungarische Autor David Szalay erhält für den Roman „Was nicht gesagt werden kann“ den Booker Prize. Er erzählt darin genial knapp an den Traumata seines wortkargen Helden vorbei.
Pressefreiheit
:Die Unabhängigkeit verkauft
In Ungarn wechselt das meistgelesene Online-Medium die Seiten: Der Schweizer Verlag Ringier hat den „Blikk“ abgegeben – nun gehört er einem Unternehmen, das Viktor Orbán treu ist.
Treffen in Washington
:Viktor Orbáns letzte Hoffnung: Donald Trump
Der Ungar ist nicht nur ein glühender Fan des US-Präsidenten. Er braucht auch dessen Nähe, um nicht die nächste Wahl zu verlieren.
Dem Geheimnis auf der Spur
:Die mystische Schrift
Bislang weiß man wenig über den Rohonc-Kodex. Geht das Manuskript, das bis heute nicht zu entziffern ist, auf das Volk der Daker zurück? Oder ist es einfach eine Fälschung?
Psychologie
:Deprimiert zur Demo
Neue Forschungsergebnisse aus 44 Ländern zeigen: Wer generell unglücklich ist, beteiligt sich womöglich eher an politischen Debatten. Nur was steht am Anfang, das Engagement oder das Unglück?
Demokratie
:Seid ihr noch zu retten?
Die politische Mitte hat einen reichen und erfolgreichen Gegner: die AfD. Umso bizarrer, dass sich vernunftbegabte Demokraten nahezu täglich aufführen wie die Schulhofschläger. Auf dem Spiel steht die zweite deutsche Demokratie.
Italien und Ungarn
:Schweigen, wenn der Besucher austeilt
Giorgia Meloni und Viktor Orbán schätzen und loben einander. Nun diskutiert Italien über ein Treffen der Regierungschefin mit dem ungarischen Kollegen. Bringt er sie in Verlegenheit? Und will sie in Brüssel die Rolle einer Vermittlerin?
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Quertreiber Ungarn: Was die EU tun kann
Orbáns Einladung an Russlands Machthaber Putin sorgt für Aufregung. Vor dem EU-Gipfel ist die Stimmung zwischen Brüssel und Budapest feindselig.
Spionageaffäre
:Was wollten Orbáns Agenten in Brüssel?
Der ungarische Ministerpräsident soll veranlasst haben, dass der Geheimdienst seines Landes die EU ausspioniert. Budapest weist die Vorwürfe zurück – und der Wille zur Aufklärung ist bei den europäischen Partnern nicht sonderlich groß.
MeinungItalien
:Meloni blinkt rechts, ist aber bisher nicht abgebogen
An diesem Mittwoch ist die Regierungschefin drei Jahre im Amt. Zum Faschismus schweigt sie – und arbeitet zugleich am Umbau des Staates. Sollte sie dabei überziehen, dürfte das Volk dazwischengehen.
MeinungCDU
:Dank der Sturheit des Kanzlers führt Deutschland diese fruchtlose Stadtbild-Debatte
Eigentlich wollten Friedrich Merz und seine Partei die AfD mit dem richtigen Ansatz stellen. Doch nun bleibt etwas anderes in Erinnerung. Wem das wohl nützt?
ORF-Moderator
:„Wir leben in einem Zeitalter des Opportunismus“
Der 95-jährige Journalist und Autor Paul Lendvai erzählt in dem schmalen Buch „Wer bin ich?“ sein Jahrhundertleben: Ein Gespräch über die Zerbrechlichkeit der Freiheit und darüber, warum er bislang nie offen über seine jüdische Identität geredet hat.
MeinungUngarn
:In einem halben Jahr ist Orbán weg. Aber nur ganz vielleicht
Der Regierungschef in Budapest muss im April um seine Wiederwahl kämpfen. Diesmal könnte es eng werden. Wie praktisch, falls nun tatsächlich seine Freunde Trump und Putin zu Besuch kommen, um über die Ukraine zu feilschen.
Angekündigtes Treffen von Trump und Putin
:Moskau ist entzückt
Putin hat es mal wieder geschafft: Statt über neue US-Waffen für die Ukraine spricht man nun über sein geplantes Treffen mit Trump in Ungarn – auch in der russischen Presse.
MeinungKrieg in der Ukraine
:Viktor Orbán als selbstloser Friedensstifter? Wer’s glaubt
Dem ungarischen Regierungschef käme ein Treffen von Trump und Putin in Budapest äußerst gelegen. Allerdings dürfte er dabei mehr sein eigenes Wohl als das Kiews im Blick haben.
Geplantes Treffen von Trump und Putin in Budapest
:Euphorie in Ungarn, Sorge in Brüssel
Donald Trump will Wladimir Putin zu Friedensverhandlungen in Budapest treffen. Der Plan stößt die Europäer vor den Kopf: Lässt sich der US-Präsident wieder einwickeln? Und dann ist da noch dieser Haftbefehl.
SZ-Podcast „München persönlich“
:Leslie Mandoki: „Ich kam als illegaler Einwanderer“
Der Ungar flüchtete vor 50 Jahren in den Westen. Als Musiker und Produzent lebt er nun am Starnberger See, denkt über demokratische Werte nach und sorgt dafür, dass Bayerns Ministerpräsident den richtigen Ton trifft.
Ungarn
:Viktor Orbán ist mitgemeint
Der Literaturnobelpreisträger László Krasznahorkai hat ein Leben lang gegen Autoritarismus angeschrieben. Das hindert Ungarns Regierung aber nicht, sich mit seinem Erfolg zu schmücken.
Männlichkeit
:Ja, nichts ist okay
Er redet nicht viel, die Frauen fliegen auf ihn, und es heißt, dies sei der Held, der lesefaule Männer wieder für Bücher gewinnen könne: Wie plausibel ist die maskuline Identifikationsfigur in David Szalays Roman „Was nicht gesagt werden kann“ wirklich?
Literaturnobelpreis
:Im Punkt steckt der Tod
Sein Widerstand gegen den Autoritarismus, nicht nur in Ungarn, ist humorvoll und kompromisslos, die Apokalypsen, von denen er erzählt, findet er im Alltag: László Krasznahorkai bekommt den Literaturnobelpreis.
EU-Parlament
:Immunität für Orbáns Konkurrenten
Das Europaparlament hat die Immunität von drei EU-Abgeordneten im Konflikt mit ungarischen Behörden verteidigt. Zum einen wurde die Immunität des ungarischen Abgeordneten und Oppositionsführers Péter Magyar und der ungarischen Oppositionellen Klára ...
MeinungWahlen in Tschechien
:Der Sieg von Andrej Babiš ist eine schlechte Nachricht für Europa
Der populistische Milliardär mag kein Putin-Freund sein. Doch unter ihm dürfte sein Land zum unsicheren, nervigen und im schlechtesten Fall bedeutungslosen Mitglied am EU-Tisch werden.
„Er ist wieder da“-Autor Timur Vermes
:Was sich von Kinohelden lernen lässt
Als Timur Vermes seine Satire über den Siegeszug eines Wiedergängers von Adolf Hitlers schrieb, gab es die AfD noch nicht, und Donald Trump war längst nicht Präsident. Was sagt der Autor, wenn man ihn fragt, was ihm heute trotzdem Hoffnung macht?
Fünf Jahre Haft für Hanna S.
:„Es gibt keine gute politische Gewalt“
Die mutmaßliche Linksextremistin Hanna S. ist zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Sie soll 2023 in Budapest drei Rechtsextreme am „Tag der Ehre“ verprügelt haben. In seiner Urteilsbegründung wird der Richter grundsätzlich.
Zehn Jahre nach der Krise
:Das steckt hinter dem griechischen Aufschwung
Als Griechenland vor zehn Jahren die Staatspleite drohte, wurde es von Deutschland regelmäßig belehrt. Nun steckt Deutschland in der Rezession, die griechische Wirtschaft wächst. Für die Griechen ein Grund zum Feiern? Nicht ganz.
Trump-Rede vor den Vereinten Nationen
:„Na, vielen Dank!“
US-Präsident Donald Trump prügelt in einer Rekordrede vor der UN-Vollversammlung auf die Vereinten Nationen ein. Auch Europa greift er massiv an.
Prozess
:Gute Gewalt, schlechte Gewalt
Hanna S. soll in Ungarn Rechtsextreme angegriffen haben, die Bundesanwaltschaft wertet das als versuchten Mord und fordert neun Jahre Haft. Es bleibt die Frage der Verhältnismäßigkeit – und ob linke und rechte Gewalt wirklich gleich geahndet werden?
Ungarn
:Schwedens Ministerpräsident wirft Orbán „empörende Lügen“ vor
Zwischen den EU-Ländern Schweden und Ungarn verschärfen sich die Spannungen. Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson warf dem ungarischen Regierungschef Viktor Orbán „empörende Lügen“ über sein Land vor. „Das überrascht nicht von einem ...
Literatur
:Es ist jetzt seine Welt
Er findet seine Stimme erst noch und erzählt doch schon von einem ganzen Jahrhundert: Auf einen Eistee in Zürich mit Nelio Biedermann, dessen Roman „Lázár“ die erstaunlichste Entdeckung der Saison ist.
Hatvanpuszta in Ungarn
:„Orbáns Versailles“ strahlt im Sommerloch
Ein Oppositionspolitiker filmte heimlich ein luxuriöses Landgut der Familie Orbán. Bilder, die der ohnehin angeschlagene Regierungschef in Budapest gerade gar nicht gebrauchen kann. Die Opposition weiß sie zu nutzen.
Interview mit Martin Andree
:„Wir müssen die Lage sehr ernst nehmen“
Tech-Monopole und Rechtspopulisten sind im Begriff, demokratische Regierungen zu verdrängen, schreibt der Medienwissenschaftler Martin Andree. Dabei ließe sich die Entwicklung aufhalten – wie ausgerechnet das Beispiel China zeigt.
Österreich und Ungarn
:Ein Zaun und viele Feindbilder
Österreich und Ungarn stellten sich schon vor zehn Jahren gegen die Linie der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Bis heute wird dort Stimmung gegen Geflüchtete gemacht.
Rechtspopulismus
:„Die Demokratie wird ausgehöhlt, aber die Fassade bleibt intakt“
Der Politikwissenschaftler Peter R. Neumann über Strategien rechtspopulistischer Parteien in Europa, Macht und Korruption unter Viktor Orbán – und Besonderheiten der AfD in Deutschland.
MeinungViktor Orbán
:Hilfe, er könnte Gastgeber für Putin und Selenskij werden
Der ungarische Ministerpräsident steht vielleicht vor der Chance, sich als Friedensstifter zu inszenieren. Wenn das mal gut für ihn ausgeht.
Weltweite Autokratiebestrebungen
:Kollektiver Kater der Demokratien
Peter R. Neumann und Richard C. Schneider zeigen in analytischer Schärfe anhand von sechs Staaten, wie der Parlamentarismus von innen erodiert und was den Populisten dabei hilft.
EU
:Orbán behauptet: „Russland hat diesen Krieg gewonnen“
Kurz vor dem geplanten Treffen zwischen US-Präsident Trump und Kremlchef Putin einigen sich fast alle Staats- und Regierungschefs der EU auf eine gemeinsame Linie. Nur einer möchte nicht mitmachen – und legt noch mal nach.
MeinungUkraine
:Orbán schert wieder aus. Nur interessiert es diesmal keinen
Der ungarische Regierungschef verweigert sich vor dem Trump-Putin-Gipfel der europäischen Solidarität mit der Ukraine. Das ist für den Lauf der Geschichte unerheblich.
Formel 1
:Hamiltons Frust über Ferrari verschärft sich
Er fühle sich nutzlos, Ferrari solle ihn aus dem Cockpit nehmen: Beim für den italienischen Rennstall desaströsen Wochenende in Ungarn stellt Lewis Hamilton offen die Sinnfrage.
Ungarn
:Polizei verhört Bürgermeister von Budapest
In Ungarn hat die Polizei am Freitag den Budapester Bürgermeister Gergely Gergely Karácsony verhört. Hintergrund der Vorladung war die Pride-Parade, bei der Ende Juni bis zu 300 000 Teilnehmende durch die Hauptstadt marschiert waren. Die ...
Ungarn
:Ein Revolutionär in Radlerhosen
Der ungarische Oppositionelle Péter Magyar liegt seit Monaten in allen Umfragen vorn. Doch wie realistisch ist die Wende in Ungarn? Unterwegs mit einem, der das System Orbán stürzen will.
Viktor Orbáns Ungarn
:Masterplan für Demokratieverächter
Wie schaffte es Viktor Orbán, zum Vorbild illiberaler Staatenlenker zu werden? Die Journalistin Petra Thorbrietz kann das auch nicht eindeutig klären, doch ihr Buch besticht durch enorme Detailkenntnis der ungarischen Gesellschaft.
Ungarn
:Maja T. im Hungerstreik – Außenminister will mit Ungarn reden
Der in Budapest angeklagten, mutmaßlich linksradikalen Person aus Deutschland geht es offenbar sehr schlecht. Minister Wadephul will kommende Woche bei der ungarischen Regierung bessere Haftbedingungen erreichen.