Der Winter in Deutschland zeigt sich in den kommenden Tagen milder und wegen Blitzeis mitunter auch gefährlicher. Südosteuropa leidet hingegen drastisch. Italien schließt einige Flughäfen, in Montenegro herrscht Notstand und Serbien spart Strom auf besondere Weise: Es erklärt die kommende Woche für arbeitsfrei.
Minus 27,3 Grad wurden in Oberstdorf im Oberallgäu in der Nacht zum Samstag gemessen, der Tiefstwert in diesem Winter. Mit der Kälte hatten auch die Skirennfahrerinnen beim Weltcup in Garmisch-Patenkirchen zu kämpfen.
Allein in der Ukraine sind bereits mehr als 100 Menschen erfroren: Der Osten Europas leidet besonders unter Sibirien-Hoch "Cooper" - doch auch in Italien starben bereits drei Menschen infolge der extremen Minustemperaturen. Hierzulande sind für heute und morgen die kältesten Tage des Winters vorhergesagt.
Vor der italienischen Riviera ist im stürmischen Winterwetter erneut ein Schiff leckgeschlagen. Italien erlebt gerade die schwersten Schneefälle seit 25 Jahren und auch der Rest Europas hat mit Kälteeinbrüchen zu kämpfen. Im Osten sind bereits fast 200 Menschen ums Leben gekommen.
Weite Teile des Kontinents haben mit strengem Frost zu kämpfen. Besonders die östlichen Länder leiden unter den eisigen Temperaturen - dort sind bereits mehr als 50 Menschen ums Leben gekommen. Verschärft wird die Lage mancherorts durch geborstene Wasserleitungen - und Einschränkungen bei Gaslieferungen aus Russland.
Bisher sind nur wenige große Staaten in der Lage, einen Cyber-Krieg zu führen. Doch die Technologie dafür verbreitet sich: Länder wie Iran oder Nordkorea könnten sich das zunutze machen - ebenso wie Hacker-Gruppen oder gar Terroristen. Wir stehen vor chaotischen Jahren, wenn wir die Abwehr dagegen nicht in Ordnung bringen, warnt James A. Lewis.
Interview:
Paul-Anton Krüger
Schlechtes Wetter und schwere See haben die Such- und Bergungsarbeiten am Wrack der "Costa Concordia" verzögert. Experten gehen davon aus, dass das Schiff noch bis Jahresende vor Giglio liegen bleiben wird. Die Anwohner versetzt das in Sorge - sie fürchten Einbußen im Tourismusgeschäft.
Eine Frau aus dem baden-württembergischen Landkreis Biberach ist unter den Leichen, die aus dem Wrack der havarierten "Costa Concordia" geborgen wurden. Mit ihrer Identifizierung steigt die Zahl der Todesopfer aus Deutschland auf sechs. Ebenso viele Deutsche werden weiterhin vermisst.
Die Gefahr für die Taucher wird zu groß: Die Einsatzkräfte haben die Suche nach Vermissten im Inneren des havarierten Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" eingestellt. Noch immer ist das Schicksal von 15 Menschen ungeklärt. In der Umgebung des Schiffes soll allerdings weitergesucht werden.
Seit die Costa Concordia in Schräglage vor Giglio liegt, sind Tausende Schaulustige auf die Insel gekommen. Sie ergötzen sich an der Havarie, während die Angehörigen der Getöten und Vermissten versuchen, mit der Tragödie fertig zu werden.
Das Schiffsunglück auf der "Costa Concordia" hatte ein älteres Paar aus dem Westerwald überlebt - doch auf der Heimreise kamen ihnen Mitarbeiter der Bahn in die Quere.
Sie sei als Passagierin auf der havarierten "Concordia" gewesen, nun fehle von der Ungarin jede Spur, meldete ihre Familie. Doch die Vermisstenanzeige war eine Lüge - die Frau ist bereits seit drei Jahren tot.
Auf Deck 3 des havarierten Kreuzfahrtriesen "Costa Concordia" haben Taucher die Leiche des 16. Todesopfers entdeckt. Rund um das Schiff wurde Öl im Meer gesichtet - der Treibstoff aus den Tanks des Wracks kann jedoch frühestens von Samstag an abgepumpt werden.
Bei stürmischer See ist vor der türkischen Schwarzmeerküste ein Frachter gesunken. Zwar konnten einige Seeleute gerettet werden, etliche Männer werden jedoch noch vermisst. Die Region hat seit Tagen mit frostigen Temperaturen und heftigen Niederschlägen zu kämpfen.
Ein deutscher Anwalt hat Strafanzeige gegen "Costa-Concordia"-Kapitän Francesco Schettino gestellt. Er vertritt 19 Überlebende der Schiffskatastrophe und wirft Kapitän und Offizieren unter anderem fahrlässige Tötung vor.
Während die Taucher vor Giglio ihre gefährliche Suche im Wrack der "Costa Concordia" fortsetzen, werden die Vorwürfe gegen die Reederei lauter: 2005 soll schon einmal eines ihrer Schiffe auf Grund gelaufen sein, berichtet ein Augenzeuge von damals. Der Vorfall sei vertuscht worden - mit einer haarsträubenden Erklärung.
Von
Lena Jakat
Die Zahl der tödlich verunglückten Deutschen nach der Havarie der "Costa Concordia" ist auf vier gestiegen. Einige Bereiche des Wracks wurden für die Einsatzkräfte jetzt von den Behörden gesperrt. Der Grund: Abfälle und Chemikalien an Bord des Kreuzfahrtschiffs könnten den Tauchern gefährlich werden.
Die Reederei des Unglücksschiffs "Costa Concordia" geht in die Offensive und einigte sich mit Verbraucherschützern in der Nacht auf 11.000 Euro Schadenersatz für jeden Passagier, der die Katastrophe unbeschadet überstanden hat. Der Einsatzleiter der Bergungsarbeiten weckt indes Hoffnung auf weitere Überlebende.
Mehr als 100 Stundenkilometer schnell und mit gewaltiger Kraft ist das Orkantief Andrea über die Bundesrepublik hinweggefegt. Der Sturm legte stellenweise Verkehr und Stromversorgung lahm, deckte Häuser ab, zerstörte eine Kirche - und forderte ein erstes Todesopfer.
Ein Vulkanausbruch auf Island verzögerte die Heimreise eines Ehepaars von der Karibik-Insel Antigua um neun Tage. Die Urlauber fanden es ungerecht, dass zuvor mehrere Flüge Richtung Heimat ohne sie starteten.
Kuriose Gerichtsfälle in
Bildern.
Erstmals will der Iran erfolgreich einen atomaren Brennstab selbst gefertigt und getestet haben. "Diese tolle Errungenschaft wird den Westen überraschen", heißt es in den Medien des Landes. Am Morgen soll der Iran bereits eine neue Mittelstrecken-Rakete abgefeuert haben.
Ein Todesopfer, etliche Verletzte, ein eingestürzter Kirchturm und Hunderttausende Euro Schaden: Sturmtief "Andrea" zieht sich aus Deutschland zurück - und hinterlässt eine Schneise der Verwüstung.
Die Havarie der "Costa Concordia" verunsichert viele Kreuzfahrt-Touristen: Sind die Schiffe sicher? Die Branche diskutiert neue Vorschriften für das Verhalten an Bord. Doch bis diese umgesetzt werden, dürften Jahre vergehen.
Von
Christoph Giesen