Die Videoüberwachung habe sich bewährt, deswegen soll sie ausgebaut werden. Der Innenminister plädiert außerdem für Sauberkeit.
Münchner Verein FC Mainaustraße
:Fußball spielen, um kurz die Angst vor der Abschiebung zu verdrängen
Beim preisgekrönten Münchner FC Mainaustraße spielen Geflüchtete aus mehreren Nationen zusammen Fußball. Der schwerste Gegner bislang: die Bürokratie.
Statistisches Jahrbuch
:Die Vermessung der Bayern
Geburten, Zuwanderung, Wirtschaft – das sind die Klassiker eines Statistischen Jahrbuchs. Acht Dinge, die Sie vielleicht bisher nicht über die 13 Millionen Menschen in Bayern wussten, vom Übergewicht bis zur Kaffeemaschine.
Migration
:Im Jahr 2025 weniger unerlaubte Einreisen nach Bayern
Die Zahl illegal eingereister Menschen in den Freistaat ist abermals rückläufig. Zwei Jahre zuvor waren es laut Bundespolizei noch mehr als doppelt so viele. Die meisten kommen aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan.
2025: Der Aufreger
:Freistaat stoppt umstrittene Container-Unterkunft in Bairawies
Ist es sinnvoll, 130 Geflüchtete in einem Dorf mit 280 Einwohnern unterzubringen? Nach monatelangen Protesten spricht der bayerische Innenminister ein Machtwort. Die Suche nach Flüchtlingsunterkünften setzt den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen allerdings weiter unter Druck – auch wenn es eine Verwechslung mit Dachau gab.
Unterkunft bei Dorfen
:Mietvertrag für Geflüchtete läuft aus
19 Bewohner hatten bereits die Kündigung erhalten, nun will die Regierung von Oberbayern ihnen doch zu einer neuen Bleibe verhelfen.
Streit um Flüchtlingsaufnahme
:In zehn Jahren: Stadt kann Bamberger „Ankerzentrum“ kaufen
Über die Zukunft des großen Geländes für Geflüchtete in Bamberg haben Stadt und Staatsregierung jahrelang gestritten. Nun gibt es eine Einigung.
Anhaltende Wirtschaftskrise
:Die Superlative werden auch in Bayern weniger
Kriselnde Industrie, schrumpfende Exporte: Das neue Statistik-Jahrbuch bietet nicht mehr so viele Jubelmeldungen wie früher. Da müssen schon mal die Lebkuchenbäckereien für Spitzenwerte herhalten.
SZ Gute Werke
:Mit steigenden Preisen schwinden die Chancen für die Kinder
Obwohl Elias A. in Vollzeit arbeitet, reicht sein Gehalt nicht, um seine Familie in München zu ernähren. Wegen der Inflation sorgt er sich nun auch um die Zukunft seiner Kinder.
Geflüchtete
:Wie Ukrainer Krieg und Exil bewältigen
Pullach hat seit 2022 besonders viele Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen. Die meisten haben hier Fuß gefasst und Arbeit gefunden. Doch die, die erst kürzlich gekommen sind, werden die Streichung des Bürgergeldes spüren. Und die Helfer sind erschöpft.
Streit um Flüchtlingsaufnahme
:Bamberger „Ankerzentrum“: Stadt lässt sich Weiterbetrieb versüßen
Eigentlich hatte die Stadt auf eine Schließung Ende des Jahres gepocht. Die Staatsregierung sah keine Alternative für einen Weiterbetrieb. Jetzt gibt es eine Lösung in dem langjährigen Streit.
Flüchtlinge
:440 000 Euro für Erdinger Integrationsberatung
Der Landkreis bekommt für seinen Fachbereich Asylmanagement einen Zuschuss vom Freistaat.
Abschiebungen
:Jeden Tag ein Kind zu viel
Fast täglich wird ein Kind aus Bayern abgeschoben. Viele kennen nur Deutschland als Heimat, sprechen die deutsche Sprache, gehen hier zur Schule. Dann kommt die Polizei – meist nachts. Die Unmenschlichkeit gehört zur alltäglichen Praxis.
Abschiebung
:Helfer von Aschaffenburg muss Deutschland verlassen
Ein mutiger Somalier verfolgte den Messerangreifer von Aschaffenburg und erhielt eine Medaille für Zivilcourage. Dennoch darf er nicht im Land bleiben.
Antrag der SPD
:Bessere Infrastruktur für geflüchtete Kinder gefordert
An die 100 Kinder und Jugendliche wohnen in der Unterkunft im früheren Sparkassengebäude. Doch die Bedingungen für sie sind schwierig, wie jetzt der Ebersberger Bürgermeister kritisiert.
Neubiberg
:Mietvertrag für Containerdorf verlängert
Die Geflüchteten-Unterkunft auf der ehemaligen Landebahn im Landschaftspark Hachinger Tal bleibt mindestens bis Mitte 2028 bestehen.
Flüchtlingshilfe in Bayern
:„Viele Bescheide sind absolut unverständlich“
Joachim Jacob aus Petershausen ist langjähriger Vorsitzender des „Verbands der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Bayern“. Im Interview spricht er über das freiwillige Engagement, die Bürokratie und seine Forderungen an die Politik.
Urteil im Traunsteiner Mammut-Prozess
:Hohe Haftstrafen für Mitglieder eines syrischen Schleuser-Clans
Das Landgericht Traunstein verurteilt einen führenden Kopf des international agierenden Al-Sarawi-Netzwerks zu zwölf Jahren Haft. Zwei Mittäter müssen ebenfalls für mehrere Jahre ins Gefängnis.
Kommunen in Finanznot
:Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete gerettet
Dass es das Nürnberger Angebot braucht, daran gab es wenig Zweifel. Wegen finanzieller Engpässe drohte ihm trotzdem das Aus. Nun kann es vorerst fortbestehen.
Tödlicher Angriff am Barbarossaplatz
:Gutachter halten Abschiebung von Messerangreifer von Würzburg für zu gefährlich
Ein psychisch Kranker griff 2021 Passanten an und tötete drei Frauen. Die Stadt Würzburg wollte ihn abschieben lassen. Doch Staatsanwälte halten das für zu gefährlich.
MeinungKeine Ermittlungen gegen Enamullah O.
:So dürfen Polizisten nicht arbeiten
Der Mann, der in Aschaffenburg ein Krippenkind tötet, greift Monate vorher eine Frau an, doch die Polizei interessiert das wenig. Dafür wird ein Beamter verurteilt. Richtig so.
Mehr als jedes andere Bundesland
:Bayern meldet Rekordzahl an Abschiebungen
14 646 Menschen haben Bayern dieses Jahr bislang verlassen. Und auch die Zahl der Asylbewerber sinkt drastisch. Innenminister Herrmann wertet das als Zeichen für eine erfolgreiche Migrationswende. Doch es gibt auch andere Lesarten.
Taekwondo
:Kämpfen wie Harry Potter
Muhammed Hami ist als Kind aus Syrien geflohen und nun für den TSV Dachau im Taekwondo erfolgreich. Er nimmt an der Weltmeisterschaft in China teil und will zu den Olympischen Spielen 2028. Der berühmte Zauberlehrling ist sein Vorbild, weil er sich, wie der Sportler selbst, gegen alle Widerstände durchsetzen musste.
Tödliche Messerattacke in Aschaffenburg
:„Er hat sich in einem Wahn befunden“
Ein kleiner Junge tot, der Mann, der ihm helfen wollte, ebenfalls. In Aschaffenburg beginnt das Verfahren gegen Enamullah O. Sein Anwalt sagt, er sei ein „sehr, sehr kranker Mensch“.
Rott am Inn in Oberbayern
:Blockade bei Flüchtlingsunterkunft - wegen Sanitäranlagen
Die Gemeinde Rott am Inn und das Landratsamt Rosenheim streiten seit vielen Monaten über eine Erstaufnahme für Geflüchtete. Eine Gerichtsentscheidung hat zuletzt alles nur noch mühsamer gemacht.
CSU
:Söder warnt vor falschen Signalen in der Migrationsdebatte
Der CSU-Chef lässt die Forderung seines Stellvertreters Manfred Weber, die Notwendigkeit von Zuwanderung besser zu erklären, abtropfen. Stattdessen müsse man die Probleme „an Hauptbahnhöfen oder in Schwimmbädern“ in den Blick nehmen.
CSU-Vize Manfred Weber
:„Unsere Städte werden ein Stück weit ihr Gesicht verändern“
Deutschland braucht Zuwanderung, sagt der Europapolitiker Manfred Weber. Das müsse seine CSU auch im Bierzelt erklären. Ein Gespräch über Kulturkämpfe, Vertrauensverlust und den Wandel des Stadtbilds.
Flüchtlingsfamilie aus Dinkelsbühl
:Ärztin und Kinder kämpfen um ihre Rückkehr – und es gibt Hoffnung
Sie wird als Fachkraft in Deutschland gebraucht. Trotzdem musste eine Ärztin aus Kasachstan mit ihren drei Kindern Bayern verlassen. Nun könnte sie mit einem Visum zurückkehren. Das könnte dank vieler Spenden gelingen.
Flüchtlingsarbeit
:„Ich fühle mich als Sherpa“
Thomas Sulzer vom Verein Soulsupport will Geflüchteten in seelischer Not Orientierung im Alltag geben. Gleichzeitig bietet er psychologische Unterstützung für die stark unter Druck stehenden Helfer – denn die fühlen sich oft alleingelassen.
Lehren aus dem Gillamoos
:„Dann gnade uns Gott“: Wie CSU und Freie Wähler auf die AfD-Stärke reagieren
Auch in Bayern strotzt die AfD vor Selbstvertrauen, CSU und Freie Wähler ringen um eine Haltung. Während Hubert Aiwanger seinen Ton verschärft, probiert sich Markus Söder an einem schwierigen Drahtseilakt. Eine Analyse.
Politik in Bayern
:Digitale Integrationslandkarte als Service für Migranten
Auf einer neuen Internetseite bündelt der Freistaat alle Integrationsangebote des bayerischen Innenministeriums. Das Angebot richtet sich nicht nur an Zugewanderte.
Messerangriff in Aschaffenburg - ein halbes Jahr danach
:„Du siehst, wenn der Lebensfunke im Auge erlischt“
Der Gärtner, der Erste Hilfe leistete, der Kita-Chef und der Vater eines schwer verletzten Kindes: Drei Menschen berichten, wie sie die Tat im Park Schöntal erlebt haben – und wie es ihnen heute geht.
Zehn Jahre Flüchtlingskrise
:Rückkehr ans Ende der Balkanroute
Niederbayern war 2015 der Schauplatz einer großen Wanderung, nirgendwo kamen mehr Geflüchtete an. Ein Besuch an den Hotspots und bei den Menschen, die damals mittendrin waren.
ExklusivAnklage gegen bayerischen Polizisten
:Hätte die Messerattacke von Aschaffenburg verhindert werden können?
Der mutmaßliche Täter von Aschaffenburg soll fünf Monate zuvor eine Frau mit einem Fleischermesser angegriffen haben. Alles wurde dokumentiert – aber ein Polizist gab die Erkenntnisse offenbar nicht an die Staatsanwaltschaft weiter. Jetzt ist er angeklagt wegen Strafvereitelung im Amt.
Fluchtsommer 2015
:Als Traglufthallen zur Rettung wurden
Im Jahr 2015 kommen so viele Flüchtlinge, dass die Behörden verzweifelt nach Unterbringungsmöglichkeiten suchen. In Taufkirchen nutzen sie das erste aufblasbare Quartier in Bayern, jenes in Pliening wird als eines der letzten wieder abgebaut.
SZ-Podcast „Das Thema“
:Zehn Jahre „Wir schaffen das“: Neue Heimat
2015 hat Deutschand viele Flüchtlinge aufgenommen. Wie sieht es zehn Jahre später mit der Integration aus?
Flüchtlingsherbst 2015
:„Es war eine Zeit, in der jeder machte, was er konnte“
Bis zu tausend Geflüchtete kamen an manchen Tagen im Herbst 2015 im Landkreis München an. Landrat Christoph Göbel organisierte damals die Unterbringung der Menschen. Im Interview erinnert sich der CSU-Politiker an große Hilfsbereitschaft – und spricht darüber, was sich seitdem verändert hat.
Ehrenamtlicher Integrationsmanager
:„Wir sind zu großzügig im Umgang mit Flüchtlingen“
Dutzenden Geflüchteten half Reinhard Kastorff beim Start ins Berufsleben. Er ist stolz auf seine Bilanz. Leider werde über jene, die sich gut integrieren und arbeiten, kaum gesprochen. Er findet: Wer sich nicht anstrengen will, der soll wieder gehen.
Zehn Jahre nach dem Fluchtsommer 2015
:„Die Stimmung im Land macht mich betroffen, traurig und manchmal auch aggressiv“
Ausbildung statt Abschiebung: Seit zehn Jahren organisiert Josefine Steiger Visa für Geflüchtete, damit diese legal in Deutschland bleiben dürfen. Gespräch mit einer Frau, die seit 2015 nicht aufhören kann zu helfen.
Zehn Jahre Flüchtlingssommer
:Willkommen bei der Menschlichkeit
Im Sommer 2015 rückten Fremde zusammen, um das Unmögliche möglich zu machen. Heute blicken die Freiwilligen von damals zurück – auf eine Zeit zwischen Erschöpfung, Euphorie und Realität.
Zehn Jahre „Wir schaffen das“
:Was wurde aus den Geflüchteten von damals?
Zwischen 2014 und 2016 kamen rund eine Million Menschen nach Deutschland, um hier Schutz zu suchen. Wie haben sie sich im Land verteilt? Wer ist geblieben? Und wie viele haben Arbeit gefunden? Die Zahlen zur sogenannten Flüchtlingskrise.
Zehn Jahre Flüchtlingssommer
:„Unsere Lehrer waren nullkommanull darauf vorbereitet“
Die Ankunft der vielen Flüchtlingskinder 2015 hat das bayerische Schulsystem überfordert. Doch die Startschwierigkeiten konnten dank des Einsatzes aller Beteiligter überwunden werden – ehe die Stimmung kippte.
Migration
:Nach zehn Jahren in Bayern: Warum Tiba al Saadi nach Bagdad heimkehrt
Zwei ihrer Kinder sind hier geboren und in Deutschland ist alles besser, sagt die Irakerin. Trotzdem kehrt sie in wenigen Tagen in ihre Heimat zurück. Die Geschichte einer sogenannten freiwilligen Ausreise.
Debatte um Abschiebung von psychisch Kranken
:Rechtswidrig – oder nur konsequent?
Vor zwei Wochen hat Bayern drei Männer aus einer Psychiatrie nach Afghanistan abgeschoben. Das verstoße gegen geltendes Recht, kritisiert ein Betreuer. Bei der Staatsregierung sieht man das anders.
Donaustauf
:Schwimmende Notunterkunft für Geflüchtete schließt
Es war ein Aufreger, als das frühere Hotelschiff MS „Rossini“ zur Flüchtlingsunterkunft umfunktioniert wurde. Nun wird die Notunterkunft geschlossen – und die Bilanz fällt überraschend aus.
Flucht und Asyl
:Große Lücken bei der Integrationsberatung
Nach der überraschenden Insolvenz des Vereins „Hilfe von Mensch zu Mensch“ fehlen in der Region Dutzende dezentrale Beratungsstellen. Asylhelfer und Politiker warnen vor den Auswirkungen auf die gesamte Gesellschaft.
Integration
:Zerstörtes Vertrauen
Es hätte sich gelohnt, für den Verein „Hilfe von Mensch zu Mensch“ zu kämpfen. Bei der Integrationshilfe zu sparen, zahlt sich hingegen nicht aus.
Asylbewerber im Landkreis Fürstenfeldbruck
:Auch nach einem Jahr bleibt die Bezahlkarte umstritten
Fürstenfeldbruck war im März 2024 einer der Pilot-Landkreise bei der Einführung der Bezahlkarte für Asylbewerber. Gut ein Jahr später haben sich die Geflüchteten offenbar mit dem neuen System arrangiert. Aber hat es auch den gewünschten Effekt? Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt.
Polizeistatistik
:Illegale Einreisen sinken um fast ein Drittel
Stefan Kurth, Leiter der Bundespolizeiinspektion Rosenheim, legt beim Sicherheitsgespräch im Landratsamt Bad Tölz-Wolfratshausen Zahlen vor. Demnach werden auch weniger Schleuser erwischt.
Ukrainische Schüler
:„Ich wollte mein Leben wieder selbst in die Hand nehmen“
Alina Byrka ist nach dem russischen Angriff auf ihr Heimatland mit ihren Eltern geflüchtet, hat in kurzer Zeit Deutsch gelernt und wurde nun in ein Stipendienprogramm für Talente aufgenommen. Damit ist die 19-Jährige aus Freising allerdings eine Ausnahme, denn bei der Integration ukrainischer Schüler gibt es einige Defizite.