Flüchtlinge in Bayern

Unterbringung von Geflüchteten
:Asylunterkünfte werden saniert

Während in Bayern die Anzahl der Unterkünfte für Asylbewerber um ein Viertel sinken soll, ist der Landkreis Dachau weiter damit beschäftigt, bestehende Anlagen instand zu setzen. Das liegt auch an einem Rechenfehler des Innenministeriums.

Von Jessica Schober

Sprachkenntnisse
:Deutsch lernen bei einer Tasse Kaffee

Ein neues Sprachcafé in Freising richtet sich an alle, die ihre Deutschkenntnisse verbessern möchten. Vor allem Geflüchtete sollen davon profitieren.

Von Gudrun Regelein

Abschiebung von Flüchtlingen
:Und eines Morgens stehen Polizisten am Bett

Die Kinder gehen in Unterhaching zur Schule, die älteste Tochter hat einen Ausbildungsplatz, der Vater ein Deutschzertifikat – dennoch wird eine sechsköpfige Familie aus Afghanistan nach Bulgarien abgeschoben.

Von Patrik Stäbler

Migration in Bayern
:Was von der Angst und vom Zorn übrig blieb

In Warngau und Großostheim gab es Proteste gegen Asylzentren, Angst ging um, die AfD erstarkte. Und heute? Ein Besuch.

SZ PlusVon Andreas Glas und Max Weinhold Hernandez

Einbürgerung
:Noch nie gab es so viele Neu-Bayern wie jetzt

Knapp 60 000 Menschen haben vergangenes Jahr in Bayern die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten – ein neuer Rekordwert. Innenminister Herrmann spricht von einer Erfolgsgeschichte, will die Regeln aber trotzdem verschärfen.

Von Johann Osel

Debatte um Abschiebung in Passau
:„Hätte sie jemanden mit dem Auto angefahren, hätte sie nicht abgeschoben werden können“

Eine fast 60 Jahre alte Mitarbeiterin des Passauer Traditionslokals „Goldenes Schiff“ ist nach Sierra Leone abgeschoben worden. Der Wirt macht den Behörden schwere Vorwürfe – mit einem Video, das viral geht.

Interview von Anna Hofstetter

Asylpolitik
:Bayern plant Wegfall von Tausenden Betten für Asylbewerber

Seit Monaten kommen weniger neue Asylbewerber in Bayern an, als ausreisen und abgeschoben werden. Der Freistaat will deshalb bei Unterkünften sparen – und hat ein klares Ziel bis Jahresende.

Justiz in Bayern
:Letzter Rettungsversuch für Wolfratshauser Schwarzbauten scheitert

Der Abriss der Häuser am Isarspitz steht kurz bevor. Das Verwaltungsgericht sieht keine Chance auf eine nachträgliche Baugenehmigung oder die Umnutzung zur Flüchtlingsunterkunft.

SZ PlusVon Benjamin Engel

MeinungFlüchtlingsunterkünfte
:Mit Provisorien löst man keine Probleme

Statt viel Geld für die Miete von Containern auszugeben, sollte der Landkreis Fürstenfeldbruck in feste Gebäude investieren. Die könnten erst für Geflüchtete genutzt werden – und dann die Wohnungsnot lindern.

SZ PlusKommentar von Gerhard Eisenkolb

Unterkunft für Geflüchtete
:Landratsamt zahlt Luxusmiete für Abrisshäuser und Container

Gröbenzells zweiter Bürgermeister Martin Runge hat ausgerechnet, dass der Preis für die umstrittene Flüchtlingsunterkunft an der Alpenstraße bei über 50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche liegt. Dabei hat die Fürstenfeldbrucker Kreisbehörde stets die Kosten als Argument für große Einheiten angeführt.

Von Gerhard Eisenkolb

Flucht und Migration
:„Keine einzige Turnhalle in Bayern mehr mit Flüchtlingen belegt“

Bayerns Innenminister Joachim Hermann präsentiert die Asylbilanz für das Jahr 2025 und lobt den „erfolgreichen Kurswechsel in der Migrationspolitik“. Nach Jahren hoher Zuwanderung hat sich die Zahl der Asyl-Neuzugänge demnach mehr als halbiert.

Von Johann Osel

Integrationsarbeit in Hebertshausen
:Bundesverdienstkreuz für Flüchtlingshelfer

Peter Barth engagiert sich seit 13 Jahren unermüdlich für die Integration geflüchteter Menschen. Dafür hat er nun die höchste Auszeichnung erhalten.

SZ-Serie: Kommunalwahl in der Region München
:Integration mit regionalen Spezialitäten

Berlin macht die Flüchtlingspolitik, Landkreise und Städte leisten Unterbringung und Integration. Obwohl es sich dabei um Pflichtaufgaben handelt, gibt es bei der Umsetzung zum Teil deutliche regionale Unterschiede. Und das liegt nicht nur am Geld.

Von Alexandra Vettori

Moscheen in Bayern
:Brauchen Imame Nachhilfe in Sachen Demokratie?

Die Grünen machen jetzt im Landtag Druck bei dem Thema: Außer „markigen Sprüchen“ gehe bei der Imam-Ausbildung nichts voran.

SZ PlusVon Johann Osel und Niklas Schneider

Aktuelle Zahlen der Ausländerbehörde
:Viele Kriegsflüchtlinge

Fast 3500 Menschen aus der Ukraine halten sich im Landkreis Fürstenfeldbruck auf. Etwa zwei Drittel sind privat untergebracht oder leben in eigenen Wohnungen.

Von Stefan Salger

Bayerische Sicherheitsstrategie
:Herrmann will mehr Kameras im öffentlichen Raum

Die Videoüberwachung habe sich bewährt, deswegen soll sie ausgebaut werden. Der Innenminister plädiert außerdem für Sauberkeit.

Von Johann Osel

Münchner Verein FC Mainaustraße
:Fußball spielen, um kurz die Angst vor der Abschiebung zu verdrängen

Beim preisgekrönten Münchner FC Mainaustraße spielen Geflüchtete aus mehreren Nationen zusammen Fußball. Der schwerste Gegner bislang: die Bürokratie.

Von Christoph Ruf

Statistisches Jahrbuch
:Die Vermessung der Bayern

Geburten, Zuwanderung, Wirtschaft – das sind die Klassiker eines Statistischen Jahrbuchs. Acht Dinge, die Sie vielleicht bisher nicht über die 13 Millionen Menschen in Bayern wussten, vom Übergewicht bis zur Kaffeemaschine.

Von Johann Osel

Migration
:Im Jahr 2025 weniger unerlaubte Einreisen nach Bayern

Die Zahl illegal eingereister Menschen in den Freistaat ist abermals rückläufig. Zwei Jahre zuvor waren es laut Bundespolizei noch mehr als doppelt so viele. Die meisten kommen aus der Ukraine, Syrien und Afghanistan.

2025: Der Aufreger
:Freistaat stoppt umstrittene Container-Unterkunft in Bairawies

Ist es sinnvoll, 130 Geflüchtete in einem Dorf mit 280 Einwohnern unterzubringen? Nach monatelangen Protesten spricht der bayerische Innenminister ein Machtwort. Die Suche nach Flüchtlingsunterkünften setzt den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen allerdings weiter unter Druck – auch wenn es eine Verwechslung mit Dachau gab.

Von Stephanie Schwaderer

Unterkunft bei Dorfen
:Mietvertrag für Geflüchtete läuft aus

19 Bewohner hatten bereits die Kündigung erhalten, nun will die Regierung von Oberbayern ihnen doch zu einer neuen Bleibe verhelfen.

Von Thomas Daller

Streit um Flüchtlingsaufnahme
:In zehn Jahren: Stadt kann Bamberger „Ankerzentrum“ kaufen

Über die Zukunft des großen Geländes für Geflüchtete in Bamberg haben Stadt und Staatsregierung jahrelang gestritten. Nun gibt es eine Einigung.

Anhaltende Wirtschaftskrise
:Die Superlative werden auch in Bayern weniger

Kriselnde Industrie, schrumpfende Exporte:  Das neue Statistik-Jahrbuch bietet nicht mehr so viele Jubelmeldungen wie früher. Da müssen schon mal die Lebkuchenbäckereien für Spitzenwerte herhalten.

Von Johann Osel

SZ Gute Werke
:Mit steigenden Preisen schwinden die Chancen für die Kinder

Obwohl Elias A. in Vollzeit arbeitet, reicht sein Gehalt nicht, um seine Familie in München zu ernähren. Wegen der Inflation sorgt er sich nun auch um die Zukunft seiner Kinder.

Von Karin Kampwerth

Geflüchtete
:Wie Ukrainer Krieg und Exil bewältigen

Pullach hat seit 2022 besonders viele Geflüchtete aus der Ukraine aufgenommen. Die meisten haben hier Fuß gefasst und Arbeit gefunden. Doch die, die erst kürzlich gekommen sind, werden die Streichung des Bürgergeldes spüren. Und die Helfer sind erschöpft.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

Streit um Flüchtlingsaufnahme
:Bamberger „Ankerzentrum“: Stadt lässt sich Weiterbetrieb versüßen

Eigentlich hatte die Stadt auf eine Schließung Ende des Jahres gepocht. Die Staatsregierung sah keine Alternative für einen Weiterbetrieb. Jetzt gibt es eine Lösung in dem langjährigen Streit.

Flüchtlinge
:440 000 Euro für Erdinger Integrationsberatung

Der Landkreis bekommt für seinen Fachbereich Asylmanagement einen Zuschuss vom Freistaat.

Von Wieland Bögel

Abschiebungen
:Jeden Tag ein Kind zu viel

Fast täglich wird ein Kind aus Bayern abgeschoben. Viele kennen nur Deutschland als Heimat, sprechen die deutsche Sprache, gehen hier zur Schule. Dann kommt die Polizei – meist nachts. Die Unmenschlichkeit gehört zur alltäglichen Praxis.

Kommentar von Jessica Schober

Abschiebung
:Helfer von Aschaffenburg muss Deutschland verlassen

Ein mutiger Somalier verfolgte den Messerangreifer von Aschaffenburg und erhielt eine Medaille für Zivilcourage. Dennoch darf er nicht im Land bleiben.

Antrag der SPD
:Bessere Infrastruktur für geflüchtete Kinder gefordert

An die 100 Kinder und Jugendliche wohnen in der Unterkunft im früheren Sparkassengebäude. Doch die Bedingungen für sie sind schwierig, wie jetzt der Ebersberger Bürgermeister kritisiert.

Von Barbara Mooser

Neubiberg
:Mietvertrag für Containerdorf verlängert

Die Geflüchteten-Unterkunft auf der ehemaligen Landebahn im Landschaftspark Hachinger Tal bleibt mindestens bis Mitte 2028 bestehen.

Flüchtlingshilfe in Bayern
:„Viele Bescheide sind absolut unverständlich“

Joachim Jacob aus Petershausen ist langjähriger Vorsitzender des „Verbands der ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer Bayern“. Im Interview spricht er über das freiwillige Engagement, die Bürokratie und seine Forderungen an die Politik.

SZ PlusInterview von Gregor Schiegl

Urteil im Traunsteiner Mammut-Prozess
:Hohe Haftstrafen für Mitglieder eines syrischen Schleuser-Clans

Das Landgericht Traunstein verurteilt einen führenden Kopf des international agierenden Al-Sarawi-Netzwerks zu zwölf Jahren Haft. Zwei Mittäter müssen ebenfalls für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Von Matthias Köpf

Kommunen in Finanznot
:Fachstelle für traumatisierte Geflüchtete gerettet

Dass es das Nürnberger Angebot braucht, daran gab es wenig Zweifel. Wegen finanzieller Engpässe drohte ihm trotzdem das Aus. Nun kann es vorerst fortbestehen.

Von Max Weinhold Hernandez

Tödlicher Angriff am Barbarossaplatz
:Gutachter halten Abschiebung von Messerangreifer von Würzburg für zu gefährlich

Ein psychisch Kranker griff 2021 Passanten an und tötete drei Frauen. Die Stadt Würzburg wollte ihn abschieben lassen. Doch Staatsanwälte halten das für zu gefährlich.

MeinungKeine Ermittlungen gegen Enamullah O.
:So dürfen Polizisten nicht arbeiten

Der Mann, der in Aschaffenburg ein Krippenkind tötet, greift Monate vorher eine Frau an, doch die Polizei interessiert das wenig. Dafür wird ein Beamter verurteilt. Richtig so.

SZ PlusKommentar von Max Weinhold Hernandez

Mehr als jedes andere Bundesland
:Bayern meldet Rekordzahl an Abschiebungen

14 646 Menschen haben Bayern dieses Jahr bislang verlassen. Und auch die Zahl der Asylbewerber sinkt drastisch. Innenminister Herrmann wertet das als Zeichen für eine erfolgreiche Migrationswende. Doch es gibt auch andere Lesarten.

Taekwondo
:Kämpfen wie Harry Potter

Muhammed Hami ist als Kind aus Syrien geflohen und nun für den TSV Dachau im Taekwondo erfolgreich. Er nimmt an der Weltmeisterschaft in China teil und will zu den Olympischen Spielen 2028. Der berühmte Zauberlehrling ist sein Vorbild, weil er sich, wie der Sportler selbst, gegen alle Widerstände durchsetzen musste.

SZ PlusVon Andreas Wolkenstein

Tödliche Messerattacke in Aschaffenburg
:„Er hat sich in einem Wahn befunden“

Ein kleiner Junge tot, der Mann, der ihm helfen wollte, ebenfalls. In Aschaffenburg beginnt das Verfahren gegen Enamullah O. Sein Anwalt sagt, er sei ein „sehr, sehr kranker Mensch“.

SZ PlusVon Max Weinhold Hernandez

Rott am Inn in Oberbayern
:Blockade bei Flüchtlingsunterkunft - wegen Sanitäranlagen

Die Gemeinde Rott am Inn und das Landratsamt Rosenheim streiten seit vielen Monaten über eine Erstaufnahme für Geflüchtete. Eine Gerichtsentscheidung hat zuletzt alles nur noch mühsamer gemacht.

Von Matthias Köpf

CSU
:Söder warnt vor falschen Signalen in der Migrationsdebatte

Der CSU-Chef lässt die Forderung seines Stellvertreters Manfred Weber, die Notwendigkeit von Zuwanderung besser zu erklären, abtropfen. Stattdessen müsse man die Probleme „an Hauptbahnhöfen oder in Schwimmbädern“ in den Blick nehmen.

Von Thomas Balbierer

CSU-Vize Manfred Weber
:„Unsere Städte werden ein Stück weit ihr Gesicht verändern“

Deutschland braucht Zuwanderung, sagt der Europapolitiker Manfred Weber. Das müsse seine CSU auch im Bierzelt erklären. Ein Gespräch über Kulturkämpfe, Vertrauensverlust und den Wandel des Stadtbilds.

SZ PlusInterview von Thomas Balbierer und Roman Deininger

Flüchtlingsfamilie aus Dinkelsbühl
:Ärztin und Kinder kämpfen um ihre Rückkehr – und es gibt Hoffnung

Sie wird als Fachkraft in Deutschland gebraucht. Trotzdem musste eine Ärztin aus Kasachstan mit ihren drei Kindern Bayern verlassen. Nun könnte sie mit einem Visum zurückkehren. Das könnte dank vieler Spenden gelingen.

Von Nina von Hardenberg

Flüchtlingsarbeit
:„Ich fühle mich als Sherpa“

Thomas Sulzer vom Verein Soulsupport will Geflüchteten in seelischer Not Orientierung im Alltag geben. Gleichzeitig bietet er psychologische Unterstützung für die stark unter Druck stehenden Helfer – denn die fühlen sich oft alleingelassen.

Von Sabine Bader

Lehren aus dem Gillamoos
:„Dann gnade uns Gott“: Wie CSU und Freie Wähler auf die AfD-Stärke reagieren

Auch in Bayern strotzt die AfD vor Selbstvertrauen, CSU und Freie Wähler ringen um eine Haltung. Während Hubert Aiwanger seinen Ton verschärft, probiert sich Markus Söder an einem schwierigen Drahtseilakt. Eine Analyse.

SZ PlusVon Thomas Balbierer, Andreas Glas und Johann Osel

Politik in Bayern
:Digitale Integrationslandkarte als Service für Migranten

Auf einer neuen Internetseite bündelt der Freistaat alle Integrationsangebote des bayerischen Innenministeriums. Das Angebot richtet sich nicht nur an Zugewanderte.

Messerangriff in Aschaffenburg - ein halbes Jahr danach
:„Du siehst, wenn der Lebensfunke im Auge erlischt“

Der Gärtner, der Erste Hilfe leistete, der Kita-Chef und der Vater eines schwer verletzten Kindes: Drei Menschen berichten, wie sie die Tat im Park Schöntal erlebt haben – und wie es ihnen heute geht.

SZ PlusVon Max Weinhold Hernandez

Zehn Jahre Flüchtlingskrise
:Rückkehr ans Ende der Balkanroute

Niederbayern war 2015 der Schauplatz einer großen Wanderung, nirgendwo kamen mehr Geflüchtete an. Ein Besuch an den Hotspots und bei den Menschen, die damals mittendrin waren.

SZ PlusVon Andreas Glas (Text) und Sebastian Beck (Fotos)

ExklusivAnklage gegen bayerischen Polizisten
:Hätte die Messerattacke von Aschaffenburg verhindert werden können?

Der mutmaßliche Täter von Aschaffenburg soll fünf Monate zuvor eine Frau mit einem Fleischermesser angegriffen haben. Alles wurde dokumentiert  – aber ein Polizist gab die Erkenntnisse offenbar nicht an die Staatsanwaltschaft weiter. Jetzt ist er angeklagt wegen Strafvereitelung im Amt.

SZ PlusVon Olaf Przybilla und Max Weinhold Hernandez

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