Flüchtlinge in Bayern

Tag der vermissten Kinder
:371 Kinder gelten in Bayern als vermisst

Die Zahlen des Landeskriminalamtes unterscheiden zwischen Ausreißern, Buben und Mädchen, die etwa nach Streitigkeiten um das Sorgerecht verschwunden sind sowie unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen.

Asylpolitik
:38 weitere Kommunen führen Bezahlkarten ein

Bayernweit wird die Bezahlkarte für Flüchtlinge in immer mehr Städten und Landkreisen eingeführt. Bis Ende Juni soll die Auszahlung der staatlichen Leistungen auf das neue System umgestellt sein.

Asylpolitik
:Plastik statt Papier

Von Juli an sollen Asylbewerber auch im Landkreis Ebersberg eine Bezahlkarte bekommen. An der Höhe der Unterstützung ändert sich dadurch nichts.

Von Wieland Bögel

SZ PlusMeinungFlüchtlingsunterkunft in Forstinning
:Frühzeitig vorgesorgt

Anders als bei den Nachbarn in Markt Schwaben bemüht man sich, frühzeitig möglichst viele einzubinden. Das könnte dem Frieden im Ort zugutekommen.

Kommentar von Alexandra Leuthner

Geflüchtete im Landkreis
:Weg frei für Flüchtlingsheim am Ziegelstadel

Der Markt Schwabener Gemeinderat beschließt die Umwidmung eines Teils des ehemaligen Atron-Geländes von einem Gewerbegebiet zu einem Gebiet mit sozialem Nutzen. Erste Geflüchtete könnten im August einziehen.

Von Merlin Wassermann

Taufkirchen
:Pläne für 168 Geflüchtete auf dem alten Tennisplatz

Das Landratsamt München rückt von dem ursprünglichen Ziel ab, etwa 300 Menschen am Postweg unterzubringen, will die provisorische Container-Unterkunft aber bis Herbst bezugsfertig machen.

SZ PlusEinbürgerung
:"Es fühlt sich an, als hätte ich etwas im Leben erreicht"

36 103 Menschen sind 2023 in Bayern eingebürgert worden - ein Rekordwert. Vier Neubayern erzählen, warum sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben wollten.

Von Nina von Hardenberg, Johann Osel, Clemens Sarholz und Christian Sebald

SZ PlusPolitik in Bayern
:"Ich wollte nie Abschiebeweltmeister sein"

Bezahlkarte, Rückführungen, Flüchtlingsunterkünfte - in der Migrationspolitik setzt die Staatsregierung auf Härte. Innenminister Joachim Herrmann (CSU) spricht im Interview über Überforderung beim Thema Asyl, die AfD und Islamisten.

Interview von Katja Auer, Andreas Glas und Johann Osel

Flüchtlingsunterbringung
:Baierbrunn will sein Soll erfüllen

Die Gemeinde möchte auf dem Wirthsfeld Container- oder Modulbauten für etwa 96 Schutzsuchende errichten. Im Mai soll über die Pläne mit der Bevölkerung gesprochen werden.

Von Udo Watter

Asylpolitik
:Asyl-Bezahlkarte wird auf 15 weitere bayerische Kommunen ausgeweitet

Seit dem 21. März setzen vier Kommunen bei der Auszahlung von Leistungen an Flüchtlinge auf ein Kartensystem. Nach ersten Tests wird der Kreis der Pilotkommunen nun deutlich größer.

Bildung in Bayern
:Immer mehr Erstklässler ohne Deutsch als Muttersprache

Im Schuljahr 2023/2024 liegt der Anteil bei 30,7 Prozent - eine leichte Steigerung im Vergleich zum Vorjahr.

Abschiebung nach Iran
:"Ich kann mich nicht über alle Entscheidungen des Bundes hinwegsetzen"

Obwohl sich die Menschenrechtslage nicht verbessert hat, schiebt Bayern wieder Iraner ab. Innenminister Joachim Herrmann sieht die politische Verantwortung dafür aber beim Bund.

Von Nina von Hardenberg

SZ PlusAsylpolitik
:Erneut sitzt ein Iraner in Bayern in Abschiebehaft

Obwohl sich an der Menschenrechtslage seit den Massenprotesten im September 2022 nichts geändert hat, schickt der Freistaat wieder Menschen nach Teheran zurück. Diesmal könnte es einen Christen aus Mittelfranken treffen.

Von Nina von Hardenberg

Gertraud Gruber
:Kosmetikschule oder Flüchtlingsheim

Weil in Rottach-Egern am Tegernsee ein gerichtlicher Baustopp die Pläne einer prominenten Marke behindert, soll dort stattdessen eine Flüchtlingsunterkunft entstehen. Eine Drohung?

Kolumne von Matthias Köpf

Kriminalität
:Bayerns Innenminister fordert weitere Asylverschärfungen

Angesichts neuer Zahlen zu Straftaten bei Ausländern will Joachim Herrmann die Migration stärker eindämmen - und auch Pushbacks an den Grenzen erlauben.

SZ PlusIntegration
:Über den Job zur Bleibeperspektive

Mehr als 260 Geflüchtete haben im vergangenen Jahr im Landkreis München das sogenannte Chancen-Aufenthaltsrecht erhalten. Die Grünen im Landtag sehen das neue Gesetz als Erfolg.

Von Martin Mühlfenzl

Asylpolitik
:Flughafen-Drama um Iran-Abschiebung

Ein 34-jähriger Amazon-Mitarbeiter aus Bayern sitzt schon im Flugzeug nach Teheran, als er plötzlich flüchtet. Die Polizei nimmt ihn am Flughafen fest. Die geplante Abschiebung hatte schon zuvor Kritik ausgelöst.

Von Thomas Balbierer

Flucht und Integration
:Angekommen

Arbeiten, Geld verdienen, auf eigenen Füßen stehen - das sind die Ziele, die für Geflüchtete meist ganz oben auf der Wunschliste stehen. In der kleinen Gemeinde Königsdorf gelingt dies immer wieder.

Von Stephanie Schwaderer

SZ PlusAbschiebehaft
:Amazon-Mitarbeiter aus Bayern soll nach Iran abgeschoben werden

Trotz der kritischen Sicherheitslage soll ein 34-jähriger Lagerarbeiter nach Teheran ausgewiesen werden. Das Bundesinnenministerium distanziert sich, Kritiker sprechen von einem Skandal.

Von Thomas Balbierer

SZ PlusMeinungGeplante Iran-Abschiebung
:Bayern geht mit seiner Härte gegen Geflüchtete zu weit

Die geplante Abschiebung eines iranischen Amazon-Mitarbeiters ist nur ein besonders drastisches Beispiel einer übermäßig scharfen Asylpolitik. Wo bleibt die Humanität?

Kommentar von Thomas Balbierer

SZ PlusEuropawahl
:"Ich würde das europäische Asylsystem abschaffen"

Vor zehn Jahren ist Osama Kezzo aus Syrien geflüchtet, mittlerweile ist er deutscher Staatsbürger und kandidiert bei der Europawahl für Volt - vor allem um die "menschenverachtende Flüchtlingspolitik" zu beenden, wie er sagt.

Von Anna Schwarz

Gemeinderat Markt Schwaben
:Michael Stolze hofft auf einen Kompromiss

Der Markt Schwabener Bürgermeister bekräftigt die endgültige Entscheidung, sein Amt Ende Mai niederzulegen. Gleichzeitig berichtet er von neuen Gesprächen zur geplanten Flüchtlingsunterkunft am Ziegelstadel.

Von Saladin Salem

Verhinderte Abschiebung
:Der Staat muss Lehren ziehen

Wenn im Pflegenotstand ein gut integrierter kongolesischer Pflegefachhelfer in Ausbildung ausgewiesen wird, läuft etwas falsch.

Geflüchtete auf dem Arbeitsmarkt
:Zwischen Integration und Personalmangel

Tausende Menschen mit Fluchthintergrund sind in den Jobcentern der Landkreise Ebersberg, Freising, Erding und Dachau gemeldet. Arbeitgeber sollen nun aufgeklärt werden, wie diese Menschen ihre Betriebe verstärken können.

Von Saladin Salem

Bürgerversammlung Lenggries
:"Der gesellschaftliche Zusammenhalt ist wichtiger denn je"

In den Beiträgen von Landrat Josef Niedermaier und Bürgermeister Stefan Klaffenbacher nimmt das Thema Geflüchtete breiten Raum ein.

Von Petra Schneider

Festival im Sinne der Demokratie
:München feiert ein Festival gegen Rassismus

Von 11. bis 24. März gibt es ein Programm mit Lesungen, Stadtführungen, Filmen, Vorträgen und mehr in nahezu allen Stadtteilen, von der Innenstadt bis nach Laim, Neuhausen und Hadern.

Von Jelena Maier

SZ PlusAsylpolitik
:Günzburg hat 800 Bezahlkarten bestellt

Als einer der Ersten will der Landkreis die Karten für Asylbewerber einführen. Landrat Hans Reichhart ist ein entschiedener Befürworter des Projekts. Beim Helferkreis sehen sie viele Probleme kommen.

Von Nina von Hardenberg

Flucht und Vertreibung
:Gräfelfing muss mehr Flüchtlinge aufnehmen

Die Modulhäuser an der Großhaderner Straße werden vermutlich ergänzt, der Betrieb der bestehenden Unterkunft bis 2041 verlängert.

Von Annette Jäger

Markt Schwaben
:Der Bürgerentscheid ist vom Tisch

Das Bürgerbegehren zur geplanten Flüchtlingsunterkunft Am Ziegelstadel wird in einer Gemeinderatssitzung für rechtlich unzulässig erklärt. Laut Bürgermeister Michael Stolze soll dies allerdings nicht als Scheitern der Initiative gewertet werden.

Von Saladin Salem

Geflüchtete im Landkreis
:"Auf die warten wir alle"

Ebersbergs Landrat Robert Niedergesäß begrüßt die geplante Einführung einer Bezahlkarte für Geflüchtete.

Von Andreas Junkmann

Weitere Briefe
:Mäßigung tut Not

Ob es um eine geplante Flüchtlingsunterkunft in Warngau geht oder um den Umgang mit protestierenden Bauern, Leser wünschen sich eine humanere Rhetorik.

SZ-Kolumne Zwischen Welten
:"Viele haben geweint"

Unsere Kolumnistin erkennt in einem Film über die Proteste auf dem Maidan vor zehn Jahren viele Lehren für die Gegenwart.

Von Emiliia Dieniezhna

SZ PlusBezahlkarte für Asylbewerber
:"Man muss sich sein Leben dafür ein wenig organisieren"

Ende März startet der Testbetrieb, der die Bargeldzahlung an Flüchtlinge in Bayern stark begrenzt. Die Staatsregierung verteidigt sich gegen Anwürfe, das Projekt stigmatisiere Menschen und funktioniere in der Praxis nicht. Doch offene Fragen bleiben.

Von Johann Osel

Flüchtlinge im Landkreis Ebersberg
:Wohnen im Hotel? Bitte nicht

In ein leer stehendes Hotel in Baldham könnten bald Flüchtlinge einziehen - dagegen regt sich Widerstand. Die Möglichkeiten der Gemeinde, Einfluss zu nehmen, sind aber begrenzt.

Von Wieland Bögel

SZ PlusMeinungFlüchtlingsunterkunft in Baldhamer Hotel
:Wo denn sonst?

Die Vorstellung, der Zuzug von Flüchtlingen lasse sich sofort stoppen, ist unrealistisch. Darum ist Pragmatismus gefragt.

Kommentar von Wieland Bögel

Flüchtlingspolitik
:Zahl unerlaubter Einreisen nach Bayern mehr als verdoppelt

Im vergangenen Jahr stellte die Grenzpolizei bei Kontrollen 4667 unerlaubte Einreisen und Wiedereinreisen fest.

SZ PlusMeinungMigration
:Strenge allein wird die Zuwanderung kaum bremsen

Die Kommunen wissen oft nicht mehr, wo sie die Geflüchteten unterbringen sollen. Der Wunsch nach weniger Migration ist verständlich. Doch so leicht ist das nicht. Und dann ist da noch die Sache mit dem deutschen Wohlstand.

Kommentar von Jan Bielicki

SZ PlusFlüchtlingspolitik
:Blanke Wut auf geplante Flüchtlingsunterkunft

Das Miesbacher Landratsamt plant in einer Gemeinde eine große Unterkunft für 500 Geflüchtete. Bei einer Bürgerversammlung im Dorf schlagen dem Landrat heftige Proteste entgegen. Er muss von der Polizei aus dem Saal eskortiert werden.

Von Matthias Köpf

Zuzug erwartet
:Icking sucht Paten für Geflüchtete

Zweite Bürgermeisterin Claudia Roederstein und Pfarrerin Sabine Sommer laden zum Gespräch ein.

SZ PlusGarching
:"Wir wollen eine Brücke sein"

Der Integrationsbeirat setzt sich seit fast zwei Jahrzehnten für das Miteinander von Einheimischen und Menschen mit Migrationshintergrund in der Stadt ein. Was treibt den Vorsitzenden Claudio Cumani und Zahra Taher an? Beide wurden für ihr Engagement kürzlich mit dem Ehrenamtspreis der Stadt ausgezeichnet.

Von Sabine Wejsada

SZ PlusAsylpolitik
:Geplantes Flüchtlingslager neben Müllverwertungsanlage sorgt für Protest

In Warngau errichtet der Landkreis Miesbach eine Flüchtlingsunterkunft für 500 Menschen neben dem Wertstoffzentrum. Die Einheimischen fühlen sich überfordert, der Landrat sieht keine andere Wahl.

Von Matthias Köpf

Asylpolitik
:Bezahlkarte für Flüchtlinge kommt bundesweit

Über die Karte sollen Asylbewerber staatliche Leistungen ausgezahlt bekommen. Fast alle Länder haben sich auf gemeinsame Standards geeinigt.

SZ PlusIntegration
:Zu viel des Guten

Unterschleißheim erfüllt wie viele Kommunen nicht das Soll bei der Aufnahme von Geflüchteten. Dennoch lehnt der Stadtrat eine Unterkunft für 300 Menschen im Stadtzentrum ab. Warum gerade Rathäuser, die von SPD und Grünen geführt werden, bei der Unterbringung hinterherhinken.

Von Bernhard Lohr

Asyl
:Bauernhöfe und ein altes Gasthaus als Zwischenlösung

In Brunnthal leben besonders wenige Flüchtlinge. Wie die Gemeinde versucht, die vorgeschriebene Quote zu erfüllen.

Von Angela Boschert

SZ PlusRechtsextremismus
:"In Deutschland weiß man nie, warum eine Person einen anschaut"

Priscilla Hirschhausen hat sich jahrelang für die Belange und Integration von Geflüchteten eingesetzt, sie gewann im vergangenen Jahr den Kulturförderpreis der Stadt Nürnberg. Nun geht sie von Franken nach Ghana - in das Geburtsland ihrer Eltern. Ein Grund: die AfD.

Interview von Laurens Greschat

Migration
:Zahl der unerlaubten Einreisen nach Bayern auf 34 000 gestiegen

Das sind laut Bundespolizei fast 5000 Fälle mehr als im Jahr 2022. Zugleich ist die Zahl der Zurückweisungen und Abschiebungen an der Grenze gesunken.

SZ PlusDemos in Bayern
:"Das könnte jetzt eine Wende im Denken sein"

Wer sich für Geflüchtete einsetzt, fühlte sich zuletzt oft entmutigt. Die Proteste gegen Rechtsextremismus am Wochenende aber haben etwas verändert, sagt Flüchtlingshelfer Stephan Reichel.

Interview von Nina von Hardenberg

Debatte in Markt Schwaben
:Ein Nein, das wohl ohne Folgen bleibt

Eine Mehrheit im Markt Schwabener Gemeinderat lehnt die geplante Flüchtlingsunterkunft Am Ziegelstadel ab. Derweil verweist Landrat Robert Niedergesäß auf den geltenden Vertrag - und Flüchtlingshelfer kritisieren die Verschärfung der Debatte.

Von Merlin Wassermann

Nach der Klage der Gemeinde Greiling
:Asyl-Eilentscheidung verärgert den Landrat

Laut Josef Niedermaier lassen sich Asylbewerber nur mit Mitwirkung der Gemeinden unterbringen. Er will abwarten, inwiefern das Verwaltungsgericht den Zuweisungsstopp nach Greiling bestätigt.

Von Benjamin Engel

Flüchtlingsunterkünfte
:Letzter Halt Landratsamt

Die Regierungen schicken den Landräten in Bayern regelmäßig Busse mit Geflüchteten, die sie dann irgendwo unterbringen müssen. Selbst haben sie allerdings keine solchen Durchgriffsrechte auf die einzelnen Gemeinden.

Von Matthias Köpf und Johann Osel

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