Das Internationale Olympische Komitee hat bestätigt, dass das Internet für die rund 25 000 ausländischen Journalisten während der Sommerspiele in Peking zensiert wird.
In der Kontroverse um die chinesische Internet-Zensur rückt IOC-Präsident Rogge von seinem Versprechen eines "freien und unzensierten" Internet-Zugangs ab.
Die Internetzensur in Peking ist vor allem nach innen gerichtet. Auf der Strecke könnte dabei IOC-Präsident Rogge bleiben.
Ein Kommentar von
Thomas Kistner
Steif verfolgt IOC-Chef Jacques Rogge die Eröffnung der Spiele, die seine Zukunft erheblich mitbestimmen. Oft hat er betont, dass er die stille Diplomatie bevorzuge. Noch öfter aber hat er geschwiegen.
Von
Jens Weinreich
Die Kapitulation des IOC vor der Internet-Zensur durch China ist ein unverschämter Wortbruch. Das Komitee macht sich damit zum Komplizen.
Von
Henrik Bork
China will den Internetzugang für Journalisten während der Olympischen Spiele zensieren. Nach anfänglichen Protesten ist das Internationale Olympische Komitee nun eingeknickt.
Von
Von Thomas Kistner
Die geschraubten Formulierungen des IOC zum Fackellauf stammen vermutlich aus der Feder der international tätigen PR-Profis von Hill & Knowlton, zu deren Kunden die chinesische Regierung und das Pekinger Organisationskomitee gehören. Die Agentur ist berüchtigt für ihre zwielichtige Krisen-PR - eine ihrer Lügen spielte in der Argumentation für den ersten Irakkrieg eine wichtige Rolle.
Von
Barbara Vorsamer
Im Streit um die Internetkontrolle verschärft sich der Ton: Während sich die Auslandskorrespondenten gegen unannehmbare Sperren wehren, wiegelt das Regime in Peking ab - und greift stattdessen US-Präsident Bush an.