Angela Merkel krempelt die CDU um. Unter ihrer Führung haben die Christdemokraten Kinder in Krippen gebracht, die Wehrpflicht abgeschafft, den Papst kritisiert und sich von der Atomenergie verabschiedet. Jetzt lässt die Kanzlerin auf dem Parteitag sogar über Mindestlöhne diskutieren. Acht ehemalige Kernpositionen - und wie die CDU sich von ihnen verabschiedet.
Von
Jakob Kienzle
Die Wirtschaft darbt - und die Regierung steht parat: Deutschland spendiert Mittelständlern mit dem Krisenfonds viel Geld. Staatssekretär Schauerte freut sich über die Akzeptanz.
"Die Finanzkrise wird uns treffen." Besorgte Worte aus dem Mittelstand: Viele fürchten die Folgen des Finanzdebakels, das sie nicht selbst verursacht haben.
Von
Markus Balser
Deutsche Firmen machen Geschäfte mit Iran - und handeln sich damit harsche Kritik aus Israel und den USA ein.
Von
Paul-Anton Krüger und Nicolas Richter
Ein neues Innovationsprogramm soll die Transparenz der staatlichen Förderprogramme verbessern. Staatssekretär Schauerte erläutert die Hintergründe.
Von
Interview: Steffen Uhlmann
Der Bundestag hat am Freitag einen erheblichen Ausbau der klimafreundlichen Kraft-Wärme-Kopplung beschlossen. Bis 2020 soll ein Viertel des deutschen Stroms aus Anlagen kommen, die gleichzeitig Elektrizität und Wärme erzeugen.
Bislang bot sich Mittelständlern ein Wust an staatlichen Förderprogrammen für Forschung und Entwicklung - nun soll das Angebot überschaubarer werden
Von
Steffen Uhlmann
Die Gefahr ist nicht gebannt: Faule Kredite und ein Anstieg der Firmenpleiten könnten im Herbst die nächste Bankenkrise auslösen. Die Institute sorgen vor.
Von
H. Einecke u. Th. Fromm
Nokia hat nun auch in Rumänien Ärger: Die dortige Gewerkschaft beschuldigt den Konzern, die Arbeitszeit auf 70 Stunden pro Woche ausweiten zu wollen - und spricht von Sklaverei.
Die Bundesregierung will Arbeitsplätze beim Handyhersteller weiterhin erhalten, die IG Metall droht mit Streiks für einen Sozialtarifvertrag. Dennoch: Nokia-Chef Kallasvuo bekräftige erneut die Pläne zur Werksschließung.
Von
Sibylle Haas
Tausende demonstrieren gegen das Ende des Nokia-Werkes in Bochum, doch der finnische Mobilfunkkonzern zeigt sich völlig unbeeindruckt. Jetzt wollen einige Politiker sogar ihre Handys zurückgeben.
In der Skandalserie um die Kostenexplosion beim Virtuellen Stellenmarkt der Bundesagentur für Arbeit verliert Behördenchef Frank-Jürgen Weise nun offenbar auch die Rückendeckung der Bundesregierung.
Im Bundestag formiert sich nach Medienberichten erneut Widerstand gegen eine Wahl Lothar Biskys zum Vizepräsidenten des Parlaments. Ein Unionspolitiker kündigte an, seine Partei werde den Chef der Linkspartei nicht wählen. Bisky war bereits in drei Wahlgängen gescheitert.
EU-Kommissionspräsident Barroso hat europäische Hilfen für die Verlagerung der Nokia-Fabrik nach Rumänien ausgeschlossen. Die Bundesregierung will nun mit dem finnischen Handy-Hersteller verhandeln.
Die CDU-Bundestagsabgeordnete Hildegard Müller wird im Kabinett von Angela Merkel Staatsministerin im Kanzleramt für die Koordination zwischen Bund und Ländern.
Von
Jens Schneider
Der stellvertretende CSU-Chef Horst Seehofer sagte der Süddeutschen Zeitung, auch die Union brauche eine Wertediskussion über die Gesellschaftspolitik heute und in der Zukunft.
Von
Von Thomas Hummel
Empörung über die Schließung des Bochumer Nokia-Werks: Der Bund und das Land Nordrhein-Westfalen wollen die Verlagerung des Produktionsstandortes nicht hinnehmen. Nun hat sich Bundeswirtschaftsminister Glos eingeschaltet.
Von
C. Hulverscheidt und D. Graalmann
Die Union streitet darüber, ob sie nach einem Sieg bei der geplanten Bundestagswahl die Mehrwertsteuer anheben soll. Die Bundesregierung dementiert, dass sie ähnliche Pläne hegt. Offenbar fürchten viele Politiker heftige Wählerreaktionen.
Alle Bürger, die Sozialleistungen empfangen, müssen Einkommensnachweise erbringen - nach einem Entwurf des Wirtschaftsministerium künftig auf elektronischem Weg.
Bundeskanzlerin Merkel hat die Nokia-Werksschließung in Bochum zur Chefsache erklärt: Sie versteht den Boykott-Aufruf und fordert eine Erklärung vom finnischen Konzern.
Die Union und Wirtschaftsverbände haben längere Arbeitszeiten für die Arbeitnehmer in Deutschland gefordert. CDU-Chefin Angela Merkel und der CSU-Vorsitzende Edmund Stoiber empfahlen die Wiedereinführung der 40-Stunden-Woche beim Elektronik-Konzern Siemens anderen Unternehmen und Branchen zur Nachahmung.
CDU-Generalsekretär Laurenz Meyer hat dem Vorstandschef der Behörde, Florian Gerster, vorgeworfen, er habe dem Wirtschaftsausschuss des Bundestages falsche Angaben zu einem der umstrittenen Beraterverträge gemacht.