Die Zahl der Menschen, die Hilfe brauchen, wird weiter steigen. Die Pflegewissenschaftlerin Angelika Zegelin erklärt, was sich für Alte und Kranke dringend ändern muss.
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Pflegerin des Jahres
:Sie hilft Menschen, denen sonst niemand hilft
Vanessa Body stammt aus Madagaskar. Schon als Kind hat sie den Traum, Krankenpflegerin zu werden. In Deutschland erfüllt er sich. Von einer Frau, die weiß, was es braucht, um glücklich zu sein.
Kulturpaten in München
:Demenz erträglicher machen
Für die Krankheit gibt es fast nie eine Heilung. Doch das Projekt „Kulturpaten und Gäste“ schafft es, manche Symptome zu lindern. Was dahintersteckt.
MeinungReformen
:Merz und Klingbeil haben zu viel Angst davor, den Menschen etwas zuzumuten
Corona, Agenda 2010, Wiedervereinigung: Die Bürger haben große Einschnitte schon getragen. Was ihnen heute fehlt, ist nicht die Einsicht, sondern eine Regierung, die ihnen erzählt, was es am Ende zu gewinnen gibt.
Interview mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi
:„Das ist aberwitzig, vollständig aberwitzig“
Die Reformdebatte mache sie wütend, sagt Yasmin Fahimi. Ob Gesundheit, Arbeitsrecht, Sozialstaat – die DGB-Vorsitzende stellt sich gegen mehrere Pläne der Bundesregierung. Sie fordert ganz andere Lösungen.
Familienpolitik
:Sparen bei Kindern und Inklusion? Was wirklich geplant ist
Ein Kürzungspapier von Bund, Ländern und Kommunen löst bei Alleinerziehenden und pflegenden Eltern einen Aufschrei aus. Die Regierung will beruhigen: Noch sei nichts entschieden. Aber grundlos sind die Sorgen nicht.
200 Jahre LMU Klinikum
:Eine Jubiläumsfeier im Sitzen
700 geladene Gäste aus Politik und Wissenschaft feiern das 200-jährige Bestehen des LMU Klinikums. Über einen langen Abend mit einem Versprechen und einer ganz besonderen Innovation.
Arbeitszeit
:Vier Tage arbeiten, gleiches Gehalt? So kann das funktionieren
Die Seniorenheime der Münchenstift testen ein neues Arbeitszeitmodell – offensichtlich mit Erfolg. Geschäftsführer Andreas Lackner erklärt, auf was es ankommt.
Reden wir über Geld
:„Täter haben ein Gespür dafür, wann die Menschen besonders verletzlich sind“
Ordensschwester Bernadette Brommer kümmert sich um Opfer von Erbschleichern. Sie weiß, was es bedeutet, wenn das Vermögen der Mutter plötzlich an wildfremde Menschen geht. Und erklärt, warum der finanzielle Verlust oft nicht das Schlimmste ist.
Munich Economic Debates
:Einmal Bad putzen, bitte!
Die Gesellschaft altert, es gibt zu wenige Pflegekräfte. Können Roboter hier eine Hilfe sein? Ja, sagt der Münchner Robotik-Professor Alexander König. Die Geschwindigkeit ihrer Entwicklung sei „atemberaubend“.
Häusliche Pflege
:Warum so viele alte Menschen nicht das Geld erhalten, das ihnen zusteht
Alte Kleidung, einfachste Möbel – wenn die Pflegeberaterin Anika Grashof alte Menschen zu Hause besucht, sieht sie viel Armut. Jetzt zeigt eine Studie zur häuslichen Pflege: Das System der Hilfsgelder ist so kompliziert, dass Hunderttausende leer ausgehen.
Neustrukturierung in der München Klinik
:Wartezeiten in der Notaufnahme? Soll es nicht mehr geben
Vier, acht oder sogar 20 Stunden müssen Patienten in deutschen Notaufnahmen auf ihre Behandlung warten. Experte Tim Flasbeck erläutert, wie die München Klinik aus „diesem ineffizienten Wahnsinn herauskommen“ möchte.
Pflege und Migration
:„Es gibt Faktoren, die ein würdevolles Altern erschweren“
Ältere Migranten zählen zu der am stärksten wachsenden Bevölkerungsgruppe in Deutschland. In der Pflege werden sie dennoch übersehen, sagt Altersforscherin Hürrem Tezcan-Güntekin.
Psychologie
:Wenn Kinder die Elternrolle übernehmen
Papa trösten, den kleinen Bruder versorgen, den Haushalt schmeißen: Wenn Eltern aus verschiedenen Gründen an die Belastungsgrenze kommen, übernehmen Söhne und Töchter viel Verantwortung. Wann wird es zu viel?
München Klinik Schwabing
:Lichtes Wohnen für Pflegende statt Lungenkranke
Drei denkmalgeschützte ehemalige Bettenhäuser der Schwabinger Klinik werden saniert. Einziehen soll bald Personal der städtischen Krankenhäuser und Pflegeheime - zu bezahlbaren Mieten.
Literatur
:Diagnose: hoffnungslos?
In seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“ schreibt Robert Menasse über einen EU-Beamten, der sich um seine kranke Mutter kümmern will. Das erinnert nicht zufällig an das kränkelnde Europa.
Indie-Pop aus München: young hoffi
:Zwischen Notaufnahme und Tonstudio
„Musik und Pflege sind gegenseitige Auszeiten“, sagt Niklas Hoffmann. Als „young hoffi“ macht er leisen Pop mit warmen Synths, als Krankenpfleger rettet er Leben.
Medizin
:Schwester Ursula weiß immer Rat
Eine aktuelle Meta-Analyse zeigt: In vielen Fällen könnten Pflegekräfte Tätigkeiten von Ärzten übernehmen – manchmal sogar besser.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Wie sich die Pflege auf Intensivstationen verändert
Vor 21 Jahren hat Pola Gülberg ihr Ausbildung in der Pflege abgeschlossen. Vieles funktionierte damals anders als heute. Und auch die Zukunft wartet mit Neuerungen – eine davon betrifft sie ganz persönlich.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Wenn Patienten nicht mal mehr den eigenen Kopf stabil halten können
Wer nach langer Zeit an der Beatmungsmaschine wieder aufwacht, kann sich zunächst nur schwer bewegen – wenn überhaupt: Die Muskulatur ist verkümmert. Wie Pola Gülberg und ihre Kolleginnen aus der Physiotherapie dann vorgehen.
MeinungPflege
:Ein Heim ist immer nur die zweitbeste Lösung
Wer das zweifelhafte Glück hat, dort untergekommen zu sein, macht schnell eine Erfahrung: Die Versorgung ist trotz Premiumpreisen eher dürftig. Gäbe es denn gar keine Alternative dazu? Doch.
Medizin
:Das Mädchen aus Zimmer drei
Sie kämpfte um ihr Leben. Jahre später steht sie vor mir, gesund, selbstbewusst – und entschlossen, Pflegerin zu werden. Folge zehn der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Ich stech’ dich ab, wenn ich hier raus bin“
Beschimpfungen, Drohungen, Schläge – für viele Pflegekräfte ist das Alltag. Folge neun der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Wenn du jetzt nicht deine Klappe hältst, dann knallt’s!“
Lästereien, Machtspiele, Mobbing: Eine giftige Stimmung auf Station trägt zum Fachkräftemangel in der Pflege bei. Dabei geht es auch anders. Folge 13 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wie aus Pflegekräften Süchtige werden
Alkohol, Propofol, Fentanyl: Im Krankenhaus versuchen manche Pflegekräfte, ihren Stress zu betäuben. Doch kaum jemand spricht darüber. Folge zwölf der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wenn nichts mehr hilft, die Maschinen aber weiterlaufen
Eine Patientin liegt im Sterben, doch die Familie will sie nicht gehen lassen. Wann ist es genug? Folge acht der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wie ich mich überwunden habe, über meine Schwerhörigkeit zu sprechen
Lippen lesen, freundlich nicken, ablenken: Über Jahre habe ich versucht, mein schlechtes Gehör zu verheimlichen. Aber sollte man sich für seinen Körper schämen? Folge elf der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Wenn Sie so weitermachen, haben Sie mit 40 Ihren ersten Herzinfarkt.“
Erst reanimiere ich Patienten – dann stolpert mein eigenes Herz. Warum „Zähne zusammenbeißen“ in der Pflege für alle gefährlich ist. Folge 15 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Eine starke Armee braucht starke Kliniken
Während jetzt viel Geld in Rüstung fließt, kommt das Gesundheitssystem im Alltag an seine Grenzen. Folge sechs der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Mein Patient: ein Sexualstraftäter
Wie bleibt man professionell, wenn man einen Menschen versorgen muss, dessen Taten man verabscheut? Folge fünf der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wenn jemand kollabiert, den man kennt
Ein Notfall wie viele – bis der erste Blick auf die Patientin alles verändert. Folge vier der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Corona: Wenn Vater und Tochter nicht mehr miteinander sprechen
In der Klinik ging es um Sekunden, draußen geht es noch immer um Überzeugungen. Folge drei der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Ein bisschen Würde im kalten Neonlicht
Der letzte Weg meines Patienten Karl erinnert mich daran, was im Leben wirklich zählt. Folge zwei der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Ein junger Patient ringt um sein Leben
Der Zustand des Mannes ist lebensbedrohlich, als er auf die Intensivstation kommt: Leberversagen, Liegetraumata und vermutlich ein fortgeschrittener Krätzebefall. Jetzt kommt es auf die bevorstehende Nacht an.
Demenz
:Noch mal ans Meer
Gebucht hat die Reisegruppe sieben Tage am Strand in Südfrankreich. Ihre Hoffnung: Mal wieder loslassen. Kann das gelingen? Unterwegs mit Alzheimer-Kranken und ihren Angehörigen an der Côte Bleue.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Eine Patientin, die sich zurück ins Leben kämpft
Einer älteren Frau auf Intensivstation geht es immer schlechter – schon bald ist sie dem Tod nah. Doch dann ändert sich ihr Zustand. Über einen Fall, der für Pflegerin Pola Gülberg zu den schönsten des Jahres gehört.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Wie die Feiertage am Jahresende für Pflegepersonal aussehen
Während andere die Christmette besuchen oder Gans genießen, geht der Betrieb auf der Intensivstation trotzdem weiter. Pola Gülberg über das Arbeiten an den Weihnachtstagen mit Pausen voller Lebkuchen-Desserts.
Gesundheitssystem
:Was sich 2026 für Patientinnen und Patienten ändern soll
Weil Personal fehlt, das Geld knapp wird und die Qualität der Versorgung besser sein könnte, soll vieles im Gesundheitssystem reformiert werden – manches schon im kommenden Jahr.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Der schwierige Weg zurück ins Bewusstsein
Einige Male versucht Pola Gülberg einen sedierten Patienten aufwachen zu lassen – ohne Erfolg: Der Mann reagiert hektisch, sodass die Pflegerin abbrechen muss. Wie es schließlich doch klappt und welche Rolle die Ehefrau dabei spielt.
Gesundheit
:Regierung verärgert Pflegekräfte mit Reformideen
Eine Kommission der Gesundheitsministerin will die Versorgung von Pflegebedürftigen verbessern. Es hagelt Kritik – auch weil offen bleibt, wie die Vorschläge finanziert werden sollen.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Dehydriert und kaum ansprechbar
Immer wieder kommen ältere Patienten ins Krankenhaus, deren Zustand Pflegerin Pola Gülberg als verwahrlost bezeichnen würde. Manche würden den Angehörigen Vorwürfe machen. Warum das zu kurz gedacht ist.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Im Krankenhaus kommt ein Unglück selten allein
Eine junge Frau kommt nach einem Herzinfarkt in die Klinik. Als wäre das nicht schon schlimm genug, kommen noch zwei weitere Krankheiten hinzu – jedes Mal ein herber Rückschlag. Warum das auch für Pflegerin Pola Gülberg eine schwierige Situation ist.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Warum Trompetespielen zum Gesundheitsrisiko werden kann
Dem Patienten von Pola Gülberg geht es stetig besser – nur seine Sauerstoffsättigung, die bleibt im Keller. Der Grund dafür bleibt allen ein Rätsel – bis die Pflegerin eine Idee hat.
Fachkräftemangel in München
:Mehr Pflegekräfte durch schnellere Anerkennung
Im Ausland qualifizierte Pflegefachkräfte sollen schneller auch in Deutschland in ihrem Beruf arbeiten können. In München wurde nun das Kompetenzzentrum für internationale Pflege eröffnet. Dort sollen Anpassungsmaßnahmen beschleunigt werden.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Und plötzlich fällt der Patient ins Koma
Einem Mann geht es rapide immer schlechter: Er dämmert weg, reagiert nicht mehr auf Schmerzreize. Doch warum? Pola Gülberg und ihre Kolleginnen stehen vor einem Rätsel, dessen Lösung eine besondere Form einer seltenen Erkrankung ist.
Palliativpflege
:Zwei Frauen und der Tod
Sterben in der Abstellkammer? Nur mit Morphin? Ohne Betreuung? Wegen solcher Vorurteile klären Michaela Bayer und Sara Loy mit viel Engagement über ihren Job, die Palliativpflege, auf – im Alltag und auf Instagram. Eine Nachtschicht im Münchner Klinikum Großhadern.
Krankenhäuser
:Pflegefachkräfte sollen künftig auch die Betten putzen
Die Helios Kliniken sind profitabel. Damit das so bleibt, sollen Pflegefachkräfte zusätzlich aufwendige Reinigungsarbeiten übernehmen. Dagegen wehren diese sich nun in München und Umgebung.
SZ-Pflegekolumne Auf Station
:Eine Fahrt mit dem E-Scooter, die fast mit einer Amputation endet
Auf der Intensivstation von Pola Gülberg liegt ein Mann, der sich bei einem Sturz vom E-Roller extrem schlimme Verletzungen zugezogen hat – vor allem um ein Bein sieht es gar nicht gut aus. Wie konnte das passieren, wo doch niemand sonst an dem Unfall beteiligt war?
Gesundheit
:Wie Kliniken neue Pflegekräfte finden
In deutschen Krankenhäusern herrscht ein großer Mangel an Personal, besonders in ländlichen Gebieten. Für ein Projekt in Brandenburg werden junge Menschen aus Albanien, Kosovo und Nordmazedonien angeworben. Ist das die Lösung?
MeinungPrantls Blick
:Der demente Mensch ist ein Mensch mit Herz
Lebenssatt ist ein anderes Wort für Wohlergehen. Auch alte Menschen müssen in Würde lebenssatt werden. Man darf sie nicht so behandeln, dass sie ihr Leben satthaben.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Worüber sich ein schwer Verletzter Sorgen macht
Pola Gülberg versorgt einen Patienten, der sich durch einen Sprung aus dem Fenster aus einer brennenden Wohnung gerettet hatte. Doch sein Gesundheitszustand war nicht das, was ihn auf der Intensivstation am meisten beschäftigte.