Die Zahl der Menschen, die Hilfe brauchen, wird weiter steigen. Die Pflegewissenschaftlerin Angelika Zegelin erklärt, was sich für Alte und Kranke dringend ändern muss.
Weitere Artikel
Reformpläne
:Was kommt jetzt auf Pflegebedürftige und Beitragszahler zu?
Der Pflegekasse fehlen Milliarden, darum nimmt die Gesundheitsministerin eine große Reform des Systems in Angriff. Die Widerstände sind riesig, denn der Plan trifft fast jeden und jede. Ein Überblick.
SZ am Abend
:Nachrichten vom 4. Juni 2026
Was heute wichtig war.
Wegen Milliardendefizit
:Die Pflege wird für viele teurer
Höhere Beiträge für Kinderlose und Gutverdiener, mehr Eigenanteile für Heimbewohner, härtere Regeln für die Einstufung in Pflegegrade: Eine Reform soll die Versicherung stabiler aufstellen. Andernfalls drohen Milliardendefizite.
MeinungPro und Contra
:Sollen Kinderlose mehr Geld in die Pflegeversicherung einzahlen?
In der Pflegeversicherung droht ein Milliardendefizit. Und so wird offenbar im Gesundheitsministerium erwogen, Kinderlose künftig einen noch höheren Beitrag zahlen zu lassen.
Sozialpolitik
:Union will Eigenheim bei Finanzierung der Pflege einbeziehen
In der Diskussion um die Reform der gesetzlichen Pflegeversicherung fordern Vertreter der Union mehr Eigenverantwortung bei der Vorsorge und mehr Eigenbeteiligung von Pflegepatienten. „Wer Vermögen besitzt, muss zunächst eigenes Vermögen einsetzen ...
Pflege und Gesundheit
:Wirtschaftsweise fordern deutliche Einschnitte im Sozialstaat
Weniger Geld für Krankenhäuser und Pharmakonzerne, Kürzungen in der Pflege: Die Wirtschaftsweisen fordern Sparmaßnahmen im Sozialbereich – damit die Deutschen mehr Geld auf dem Konto haben. Worum geht es im Einzelnen?
Pflegeversicherung
:„Dann haben wir 2040 zehn Millionen Pflegebedürftige. Das ist doch irre“
Geriatrie-Experte Clemens Becker beklagt, das System der Pflege in Deutschland sei teuer, ineffektiv und nicht reformierbar. Was aus seiner Sicht passieren muss, damit die Versorgung alter Menschen nicht kollabiert.
MeinungEssay
:Wenn der Regierung der Mut fehlt
Die schwarz-rote Bundesregierung drückt sich vor dringend nötigen Veränderungen. Dabei sind die Missstände im Steuer- und Sozialversicherungssystem schon Jahrzehnte bekannt. Und vom Ausland ließe sich lernen, wie es besser geht.
Sparpläne
:Was über die Kürzungen beim Elterngeld und in der Pflege bekannt ist
Die Bundesregierung will 350 Millionen Euro beim Elterngeld einsparen und Pflegeleistungen kürzen. In der Koalition droht neuer Ärger.
Pflegerin des Jahres
:Sie hilft Menschen, denen sonst niemand hilft
Vanessa Body stammt aus Madagaskar. Schon als Kind hat sie den Traum, Krankenpflegerin zu werden. In Deutschland erfüllt er sich. Von einer Frau, die weiß, was es braucht, um glücklich zu sein.
Kulturpaten in München
:Demenz erträglicher machen
Für die Krankheit gibt es fast nie eine Heilung. Doch das Projekt „Kulturpaten und Gäste“ schafft es, manche Symptome zu lindern. Was dahintersteckt.
MeinungReformen
:Merz und Klingbeil haben zu viel Angst davor, den Menschen etwas zuzumuten
Corona, Agenda 2010, Wiedervereinigung: Die Bürger haben große Einschnitte schon getragen. Was ihnen heute fehlt, ist nicht die Einsicht, sondern eine Regierung, die ihnen erzählt, was es am Ende zu gewinnen gibt.
Interview mit DGB-Chefin Yasmin Fahimi
:„Das ist aberwitzig, vollständig aberwitzig“
Die Reformdebatte mache sie wütend, sagt Yasmin Fahimi. Ob Gesundheit, Arbeitsrecht, Sozialstaat – die DGB-Vorsitzende stellt sich gegen mehrere Pläne der Bundesregierung. Sie fordert ganz andere Lösungen.
Familienpolitik
:Sparen bei Kindern und Inklusion? Was wirklich geplant ist
Ein Kürzungspapier von Bund, Ländern und Kommunen löst bei Alleinerziehenden und pflegenden Eltern einen Aufschrei aus. Die Regierung will beruhigen: Noch sei nichts entschieden. Aber grundlos sind die Sorgen nicht.
200 Jahre LMU Klinikum
:Eine Jubiläumsfeier im Sitzen
700 geladene Gäste aus Politik und Wissenschaft feiern das 200-jährige Bestehen des LMU Klinikums. Über einen langen Abend mit einem Versprechen und einer ganz besonderen Innovation.
Arbeitszeit
:Vier Tage arbeiten, gleiches Gehalt? So kann das funktionieren
Die Seniorenheime der Münchenstift testen ein neues Arbeitszeitmodell – offensichtlich mit Erfolg. Geschäftsführer Andreas Lackner erklärt, auf was es ankommt.
Reden wir über Geld
:„Täter haben ein Gespür dafür, wann die Menschen besonders verletzlich sind“
Ordensschwester Bernadette Brommer kümmert sich um Opfer von Erbschleichern. Sie weiß, was es bedeutet, wenn das Vermögen der Mutter plötzlich an wildfremde Menschen geht. Und erklärt, warum der finanzielle Verlust oft nicht das Schlimmste ist.
Munich Economic Debates
:Einmal Bad putzen, bitte!
Die Gesellschaft altert, es gibt zu wenige Pflegekräfte. Können Roboter hier eine Hilfe sein? Ja, sagt der Münchner Robotik-Professor Alexander König. Die Geschwindigkeit ihrer Entwicklung sei „atemberaubend“.
Häusliche Pflege
:Warum so viele alte Menschen nicht das Geld erhalten, das ihnen zusteht
Alte Kleidung, einfachste Möbel – wenn die Pflegeberaterin Anika Grashof alte Menschen zu Hause besucht, sieht sie viel Armut. Jetzt zeigt eine Studie zur häuslichen Pflege: Das System der Hilfsgelder ist so kompliziert, dass Hunderttausende leer ausgehen.
Neustrukturierung in der München Klinik
:Wartezeiten in der Notaufnahme? Soll es nicht mehr geben
Vier, acht oder sogar 20 Stunden müssen Patienten in deutschen Notaufnahmen auf ihre Behandlung warten. Experte Tim Flasbeck erläutert, wie die München Klinik aus „diesem ineffizienten Wahnsinn herauskommen“ möchte.
Pflege und Migration
:„Es gibt Faktoren, die ein würdevolles Altern erschweren“
Ältere Migranten zählen zu der am stärksten wachsenden Bevölkerungsgruppe in Deutschland. In der Pflege werden sie dennoch übersehen, sagt Altersforscherin Hürrem Tezcan-Güntekin.
Psychologie
:Wenn Kinder die Elternrolle übernehmen
Papa trösten, den kleinen Bruder versorgen, den Haushalt schmeißen: Wenn Eltern aus verschiedenen Gründen an die Belastungsgrenze kommen, übernehmen Söhne und Töchter viel Verantwortung. Wann wird es zu viel?
München Klinik Schwabing
:Lichtes Wohnen für Pflegende statt Lungenkranke
Drei denkmalgeschützte ehemalige Bettenhäuser der Schwabinger Klinik werden saniert. Einziehen soll bald Personal der städtischen Krankenhäuser und Pflegeheime - zu bezahlbaren Mieten.
Literatur
:Diagnose: hoffnungslos?
In seiner Novelle „Die Lebensentscheidung“ schreibt Robert Menasse über einen EU-Beamten, der sich um seine kranke Mutter kümmern will. Das erinnert nicht zufällig an das kränkelnde Europa.
Indie-Pop aus München: young hoffi
:Zwischen Notaufnahme und Tonstudio
„Musik und Pflege sind gegenseitige Auszeiten“, sagt Niklas Hoffmann. Als „young hoffi“ macht er leisen Pop mit warmen Synths, als Krankenpfleger rettet er Leben.
Medizin
:Schwester Ursula weiß immer Rat
Eine aktuelle Meta-Analyse zeigt: In vielen Fällen könnten Pflegekräfte Tätigkeiten von Ärzten übernehmen – manchmal sogar besser.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Wie sich die Pflege auf Intensivstationen verändert
Vor 21 Jahren hat Pola Gülberg ihr Ausbildung in der Pflege abgeschlossen. Vieles funktionierte damals anders als heute. Und auch die Zukunft wartet mit Neuerungen – eine davon betrifft sie ganz persönlich.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Wenn Patienten nicht mal mehr den eigenen Kopf stabil halten können
Wer nach langer Zeit an der Beatmungsmaschine wieder aufwacht, kann sich zunächst nur schwer bewegen – wenn überhaupt: Die Muskulatur ist verkümmert. Wie Pola Gülberg und ihre Kolleginnen aus der Physiotherapie dann vorgehen.
MeinungPflege
:Ein Heim ist immer nur die zweitbeste Lösung
Wer das zweifelhafte Glück hat, dort untergekommen zu sein, macht schnell eine Erfahrung: Die Versorgung ist trotz Premiumpreisen eher dürftig. Gäbe es denn gar keine Alternative dazu? Doch.
Medizin
:Das Mädchen aus Zimmer drei
Sie kämpfte um ihr Leben. Jahre später steht sie vor mir, gesund, selbstbewusst – und entschlossen, Pflegerin zu werden. Folge zehn der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Ich stech’ dich ab, wenn ich hier raus bin“
Beschimpfungen, Drohungen, Schläge – für viele Pflegekräfte ist das Alltag. Folge neun der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Wenn du jetzt nicht deine Klappe hältst, dann knallt’s!“
Lästereien, Machtspiele, Mobbing: Eine giftige Stimmung auf Station trägt zum Fachkräftemangel in der Pflege bei. Dabei geht es auch anders. Folge 13 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wie aus Pflegekräften Süchtige werden
Alkohol, Propofol, Fentanyl: Im Krankenhaus versuchen manche Pflegekräfte, ihren Stress zu betäuben. Doch kaum jemand spricht darüber. Folge zwölf der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wenn nichts mehr hilft, die Maschinen aber weiterlaufen
Eine Patientin liegt im Sterben, doch die Familie will sie nicht gehen lassen. Wann ist es genug? Folge acht der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wie ich mich überwunden habe, über meine Schwerhörigkeit zu sprechen
Lippen lesen, freundlich nicken, ablenken: Über Jahre habe ich versucht, mein schlechtes Gehör zu verheimlichen. Aber sollte man sich für seinen Körper schämen? Folge elf der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Wenn Sie so weitermachen, haben Sie mit 40 Ihren ersten Herzinfarkt.“
Erst reanimiere ich Patienten – dann stolpert mein eigenes Herz. Warum „Zähne zusammenbeißen“ in der Pflege für alle gefährlich ist. Folge 15 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:„Nun hau endlich ab!“
Nach einer schweren Erkrankung verlieren viele Menschen den Lebensmut. Manchmal hilft da nur: streng sein. So wie bei Dieter. Folge 18 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Manchmal müssen wir auch junge Menschen sterben lassen
So wie meinen 20-jährigen Patienten. Doch das zu akzeptieren, kann grausam sein. Folge 19 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Frau Marx schreit und glaubt, wir hätten sie entführt
Manche Menschen, die nach Wochen aus der Narkose erwachen, können nicht mehr zwischen Traum und Realität unterscheiden. Was tun? Folge 16 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Dennis fährt, tippt eine SMS – und sieht den Lieferwagen nicht
Heute feiern wir seinen 30. Geburtstag auf der Intensivstation. Doch sein bisheriges Leben wird für immer vorbei sein. Folge 17 der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Eine starke Armee braucht starke Kliniken
Während jetzt viel Geld in Rüstung fließt, kommt das Gesundheitssystem im Alltag an seine Grenzen. Folge sechs der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Mein Patient: ein Sexualstraftäter
Wie bleibt man professionell, wenn man einen Menschen versorgen muss, dessen Taten man verabscheut? Folge fünf der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Wenn jemand kollabiert, den man kennt
Ein Notfall wie viele – bis der erste Blick auf die Patientin alles verändert. Folge vier der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Corona: Wenn Vater und Tochter nicht mehr miteinander sprechen
In der Klinik ging es um Sekunden, draußen geht es noch immer um Überzeugungen. Folge drei der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
Medizin
:Ein bisschen Würde im kalten Neonlicht
Der letzte Weg meines Patienten Karl erinnert mich daran, was im Leben wirklich zählt. Folge zwei der SZ-Kolumne „Zwischen Leben und Abschied“ aus dem Alltag eines Intensivpflegers.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Ein junger Patient ringt um sein Leben
Der Zustand des Mannes ist lebensbedrohlich, als er auf die Intensivstation kommt: Leberversagen, Liegetraumata und vermutlich ein fortgeschrittener Krätzebefall. Jetzt kommt es auf die bevorstehende Nacht an.
Demenz
:Noch mal ans Meer
Gebucht hat die Reisegruppe sieben Tage am Strand in Südfrankreich. Ihre Hoffnung: Mal wieder loslassen. Kann das gelingen? Unterwegs mit Alzheimer-Kranken und ihren Angehörigen an der Côte Bleue.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Eine Patientin, die sich zurück ins Leben kämpft
Einer älteren Frau auf Intensivstation geht es immer schlechter – schon bald ist sie dem Tod nah. Doch dann ändert sich ihr Zustand. Über einen Fall, der für Pflegerin Pola Gülberg zu den schönsten des Jahres gehört.
SZ-Pflegekolumne: Auf Station
:Wie die Feiertage am Jahresende für Pflegepersonal aussehen
Während andere die Christmette besuchen oder Gans genießen, geht der Betrieb auf der Intensivstation trotzdem weiter. Pola Gülberg über das Arbeiten an den Weihnachtstagen mit Pausen voller Lebkuchen-Desserts.
Gesundheitssystem
:Was sich 2026 für Patientinnen und Patienten ändern soll
Weil Personal fehlt, das Geld knapp wird und die Qualität der Versorgung besser sein könnte, soll vieles im Gesundheitssystem reformiert werden – manches schon im kommenden Jahr.