Ostdeutschland

Jana Hensels neues Buch über Ostdeutschland
:Boah, Demokratie

Die Journalistin Jana Hensel erklärt die Hinwendung vieler Ostdeutscher zu einer rechtsextremen Partei mit den sozialen Verwerfungen nach der Wiedervereinigung. Das giftige Erbe der SED blendet sie aus. Und verfälscht sogar Fakten.

SZ PlusRezension von Norbert F. Pötzl

MeinungLandgrabbing
:Ran an die Spekulanten

Boden wird immer knapper. Das treibt die Preise für Bauland und Agrarflächen in schwindelerregende Höhen. Nur wenige profitieren, während immer mehr Menschen darunter leiden. Das kann so nicht weitergehen.

SZ PlusEssay von Uwe Ritzer

Brandenburg
:Die Koalition ist zu Ende, und die Regierung? Bleibt erst mal die alte

Nach dem Bruch des Bündnisses mit dem BSW will Brandenburgs SPD-Ministerpräsident Woidke jetzt erst einmal eine Minderheitsregierung führen – und mit der CDU reden. Kann das gutgehen?

Von Meredith Haaf

Debatte
:Die Sieger der Geschichte

Stasi-Mitarbeiter, Kinder von NVA-Offizieren und SED-Mitglieder prägen neuerdings entscheidend das Bild dessen, was „der Osten“ will, denkt und ist. Wie konnte es so weit kommen?

SZ PlusVon Felix Stephan

Der Kabarettist Steffen Möller über Polen
:„Es gibt kein Land, dem wir ähnlicher sind“

Der Kabarettist Steffen Möller ist ein Grenzgänger zwischen Polen und Deutschland. Aber wie begegnen sich die beiden Nachbarn im Alltag? Ein Interview über Gartenzwerge, deutsch-polnisches Eheglück und die Irrwege der nationalistischen Propaganda.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

Technologie
:Wenn die KI Ostdeutsche für dümmer hält

Bayern sind schlauer als Sachsen-Anhalter und ein Arzt ist ein weißer Mann mit Kittel und Stethoskop: Sprachmodelle wie Chat-GPT lernen aus dem Internet und fluten es zugleich mit Klischees und falschen Informationen. Was hilft?

SZ PlusVon Katharina Haase

Bücherschau-Eröffnung mit der Schriftstellerin Annett Gröschner
:„Bildet Banden!“

Die 66. Münchner Bücherschau im Haus der Kunst beginnt mit einer Rede der Berliner Schriftstellerin Annett Gröschner. Die versucht, sich auch in harten Zeiten das „utopische Vorstellungsvermögen“ zu bewahren.

Von Antje Weber

Sachbuch
:Im Labor der Zeitenwende

Der Historiker und Journalist Simon Strauß spürt im brandenburgischen Prenzlau den Druck, unter dem das Land gerade steht – und findet ein paar ungeahnte Lösungen.

SZ PlusGastbeitrag von Michael Sommer

„Stadtbild“-Äußerungen
:Merz, der Belehrbare

Eine Woche lässt Bundeskanzler Friedrich Merz die Debatte um seine „Stadtbild“-Äußerungen laufen – dann erklärt er sie doch noch. Offenbar auch auf Drängen des Vizekanzlers.

SZ PlusVon Daniel Brössler und Vivien Timmler

MeinungDeutschland
:Aus den Niederlagen der AfD lässt sich viel lernen für die Siege der Demokraten

Die rechtsextremistische Partei eilt von einem Umfragehoch zum nächsten, doch bei Bürgermeisterwahlen hat sie zuletzt reihenweise verloren. Wäre doch schade, wenn das unterginge.

SZ PlusKommentar von Iris Mayer

Ausladung
:Klützer Literaturhausleiter muss Schreibtisch räumen

Oliver Hintz war gedrängt worden, Michel Friedman von einer Veranstaltung in der Ostsee-Stadt wieder auszuladen – und ging an die Öffentlichkeit. Jetzt verliert er wohl seinen Job. Der Fall offenbart die Verhärtungen der deutsch-deutschen Beziehungskrise.

Von Felix Stephan

Brandenburg
:Lieber ohne Partei

Die SPD verliert das Rathaus in Potsdam, zum ersten Mal seit 35 Jahren. Die neue Oberbürgermeisterin ist parteilos, und das gilt auch für siegreiche Kandidaten in anderen Städten. Funktioniert die Parteiendemokratie in Brandenburg überhaupt noch?

SZ PlusVon Meredith Haaf

MeinungFestakt in Saarbrücken
:Statt einer Einheitsrede hält Merz eine Leistungsrede

Der Bundeskanzler spricht weniger über West und Ost als über eine gemeinsame Kraftanstrengung. Aber seine wirtschaftsliberalen Rezepte sind schon in seiner Koalition umstritten.

SZ PlusKommentar von Nicolas Richter

SZ JetztIdentität
:„Im Westen wäre es mir als Migrantin leichter gefallen“

Nawal ist in Schwerin geboren und aufgewachsen – und trotzdem nie angekommen. Im Westen ist sie aber auch nicht zuhause. Wo dann?

SZ PlusText und Fotos: Hannah Ludmann

SZ JetztOstdeutsche Identität
:„Alles ist hier unfertiger, und das gibt Freiheit“

Viele junge Leute ziehen von Ost- nach Westdeutschland – und wieder zurück? Vier junge Menschen erzählen, warum sie sich bewusst für eine Heimkehr entschieden haben.

SZ PlusProtokolle: Elisabeth Marx und Christin Lesker, Illustration: Daniela Rudolf-Lübke

Bundesrepublik
:Entfremdung zwischen Ost und West

35 Jahre nach der Wiedervereinigung schwindet das Verbundenheitsgefühl: Nur noch ein Drittel der Menschen sieht Ost und West zusammengewachsen.

Merz bei der Ost-MPK
:Zahlen und Reden

Kanzler Merz und die örtlichen Ministerpräsidenten einigen sich darauf, dass Ostdeutschland stärker von den Investitionen des Bundes profitieren soll. Brandenburgs Regierungschef fordert niedrigere Strompreise und mehr Geld für die Bahn.

SZ PlusVon Iris Mayer und Nicolas Richter

Psychische Gesundheit
:Studie: „Wendekinder“ sind auf Jahrzehnte psychisch belastet

Für junge Menschen im Osten war das Ende der DDR ein erheblicher Einschnitt. Die psychischen Folgen aber wurden kaum erforscht. Nun zeigt eine Studie, wie groß diese offenbar sind – und wie lange sie anhalten.

SZ PlusVon Christina Berndt

Klimawandel
:Millionen Menschen von extremer Wasserknappheit bedroht

Im Mittelmeerraum, in Südafrika und in Teilen Nordamerikas droht das Wasser in manchen Städten schon in wenigen Jahren auszugehen, warnen Forscher. Was das für die Bevölkerung bedeutet.

Von Benjamin von Brackel

Politische Theorie
:Das Buch zum Eklat

Vor einem Jahr hielt der Schriftsteller Marko Martin dem Bundespräsidenten in Schloss Bellevue dessen einst arg duldsame Politik gegenüber Putin vor. In seinem neuen Essay „Freiheitsaufgaben“ legt er jetzt noch mal nach.

SZ PlusVon Jens Schneider

Partei auf Kurssuche
:Wie die Grünen im Osten aus der Krise kommen wollen

Wackelnde Mandate und Anfeindungen auf offener Straße – im Osten stecken die Grünen in einer tiefen Krise und suchen in der Lutherstadt Wittenberg einen Weg heraus.

SZ PlusVon Markus Balser und Katharina Erschov

Rassismus im Fußball
:„In den Kurven gibt es eindeutig einen Rechtsruck“

Die jüngsten rassistischen Vorfälle bei Länderspielen und im DFB-Pokal könnten die Vorboten einer schlimmen Entwicklung sein. Die Kräfteverhältnisse in vielen Kurven werden gerade neu ausgehandelt.

Von Christoph Ruf

AfD
:Projekt Systemwechsel

Gute Laune macht die Lektüre des Wissenschaftsbands zur „Destabilisierung von Institutionen durch die AfD“ nicht. Dafür versteht man besser, wie die anhaltenden Angriffe der Rechtspopulisten funktionieren.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Oberbürgermeisterwahl
:Parteiloser Markus Renner siegt vor AfD-Kandidat in Meißen

Der parteilose Kandidat Markus Renner wird laut vorläufiger Auszählung neuer Oberbürgermeister der sächsischen Stadt Meißen. Er setzte sich gegen den von der AfD unterstützten René Jurisch durch.

Wiederkehr des Plattenbaus
:Zu links, zu rechts, zu ostig?

Die „Platte“ kämpft seit Jahrzehnten gegen ihr problematisches Image. Warum? Eine Ausstellung in Potsdam sucht Antworten in der Kunst – zu einer Zeit, in der selbst die Bauministerin wieder auf den Geschmack von Massenwohnungsbau kommt.

SZ PlusVon Peter Richter

Archäogenetik
:Ost- und Westdeutschland: Unterschiede im Erbgut

Forschende rekonstruieren, wie Menschen sich östlich von Elbe und Saale niedergelassen haben. Und zeigen: Migration prägt bis heute den Osten Deutschlands.

SZ PlusVon Priska Wörl

Roman
:Was alles besser geworden ist

Jochen Schmidt mag Listen. Und zum dritten Mal erzählt der Schriftsteller nun schon aus dem Leben des hypersensiblen Ex-Ostdeutschen Richard Sparka. Man muss ihn einfach lieben.

SZ PlusGastbeitrag von Michael Maar

Grüne
:In einem unbekannten Land

Die Grünen spielen in Ostdeutschland so gut wie keine Rolle. Parteichef Banaszak will das jetzt ändern, mit mehr Nähe. Aber ob Expeditionen durchs Hinterland der richtige Weg sind?

SZ PlusVon Ulrike Nimz und Vivien Timmler

Verleger Holger Friedrich
:Was der ostdeutsche Blick sein soll

Putin-Versteher, Autokratenfreund und nun angeblich auch noch Antisemit: Die publizistischen Einwürfe von Holger Friedrich, unter anderem Verleger der „Berliner Zeitung“, führen regelmäßig zu wütenden Reaktionen.

SZ PlusVon Jens Schneider

Film
:Kommt eine Elektrikerin aus der Lausitz nach Wien

Fritzi Haberlandt brilliert in der Culture-Clash-Komödie „Wilma will mehr“. Leiwand!

SZ PlusVon Martina Knoben

SZ MagazinCSD
:Angriff auf den Regenbogen

Hunderte Rechtsextreme bedrohten 2024 den Bautzener Christopher Street Day. In diesem Jahr soll die Veranstaltung am 10. August wieder stattfinden – auf dem Spiel steht die Verteidigung der Demokratie. Wer sind die Organisatoren, die sich nicht einschüchtern lassen wollen?

SZ PlusVon Agnes Striegan

Literatur und Pop
:Ach, wär man doch dabei gewesen

Der Journalist Cordt Schnibben hat einen Roman über den legendären Bremer Club „Lila Eule“ geschrieben. Die Protagonisten: Ost- und Westdeutschland, ein paar Drogen und viel Musik.

SZ PlusVon Claudia Fromme

SZ MagazinEssen und Trinken
:„Ich möchte mit meinem Content den anderen Osten zeigen“

Senfeier, Birnen-Igel und die klassische Sauce aus Ketchup: Als „Ostfluencerin“ will Olivia Schneider DDR-Rezepte wertschätzen und bewahren. Ein Interview über die Liebe der Ostdeutschen zu Senf und die besten Kniffe für festliche Buffets.

SZ PlusInterview von Emilia Stemmler

Ostbeauftragte
:„Das geht nicht ohne Wunden“

Elisabeth Kaiser ist die neue Ostbeauftragte der Bundesregierung und die Erste in diesem Amt, die nicht mehr bewusst die DDR miterlebt hat. Wie schaut sie auf die Umbrüche, Ressentiments aus dem Westen und die AfD?

SZ PlusVon Iris Mayer

Kino
:Exorzismus für ein ostdeutsches Dorf

Ein Weltkriegs-Filmdreh soll Touristen nach Brandenburg holen, fördert aber nur schlimme Geschichten zutage: Die Tragikomödie „Another German Tank Story“ ist Teil einer neuen Welle des deutschen Heimatfilms.

SZ PlusVon Sofia Glasl

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Rückkehr der Baseballschlägerjahre“ – Marco Wanderwitz über den Wahlerfolg der AfD

Würde ein Verbot der AfD die Demokratie retten? Dafür plädiert der ehemalige Ostbeauftragte der Bundesregierung im Gespräch mit Carolin Emcke.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Regionalkonferenz in Berlin
:Ostdeutsche Länder verlangen mehr Einfluss

Außerdem wünschen sich die Ministerpräsidenten eine Investitionsoffensive, um der Unzufriedenheit vieler Menschen zu begegnen.

„Mit der Faust in die Welt schlagen“ im Kino
:Kinder, die SS-Runen in die Tapete kratzen

Wann biegt ein Leben, wann ein Land falsch ab? Das Filmdrama „Mit der Faust in die Welt schlagen“ erzählt sensibel von einer Jugend nach der Wende im deutschen Osten.

SZ PlusVon Fritz Göttler

Ostdeutschland
:Wie kommt die CDU da wieder raus?

Der Versuch, den Siegeszug der Rechtsextremen zu stoppen, indem man sich ihre Forderungen aneignet, hat nicht funktioniert. Gerade im Osten treibt die AfD die CDU vor sich her. Wie kann sich die Union aus dieser Umklammerung wieder lösen?

SZ PlusVon Iris Mayer

Bundestagswahl 2025
:Was die AfD stark macht

Bei der Bundestagswahl war die AfD so stark wie nie – besonders im Osten Deutschlands. Woran das liegen kann und welche Parallelen es zum Erfolg der AfD im Westen gibt. Eine Spurensuche in Daten und Grafiken.

SZ PlusVon Marie Gundlach, Markus Hametner, Sören Müller-Hansen und Oliver Schnuck

Wirtschaft in Ostdeutschland und AfD
:„Abhauen ist feige“

Die Wahlerfolge der AfD prägen den Osten Deutschlands – das hat Folgen für die Wirtschaft. Ortsbesuch bei einem Unternehmer in Sachsen.

SZ PlusVon Saskia Aleythe

Italienisches Stahlwerk in Sachsen
:„Wir können doch nicht alle immer nur weniger arbeiten“

Vor 30 Jahren zog der Italiener Giuseppe Pasini im sächsischen Riesa ein Stahlwerk hoch. Heute vermisst er den Elan dieser Zeit. Ein Gespräch über die richtige Wochenarbeitszeit und seine Erwartungen an die neue Bundesregierung.

SZ PlusInterview von Thomas Fromm

MeinungOstdeutschland
:Wenn die CDU ihren Kurs nicht ändert, macht sie die AfD noch stärker

Die Union hat die Bundestagswahl im Westen gewonnen  – im Osten muss sie dabei zuschauen, wie die AfD zur Volkspartei wird. Es ist höchste Zeit für einen Kurswechsel.

SZ PlusKommentar von Iris Mayer

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Bundestagswahl: Warum die AfD im Osten so stark abgeschnitten hat

Die Partei siegt in allen ostdeutschen Bundesländern. Dort ist sie längst Volkspartei. Ähnliches könnte auch bald im Westen passieren.

Von Iris Mayer und Leopold Zaak

MeinungBundestagswahl
:Es bringt nichts, vor der Radikalität der AfD zu warnen

Gerade noch mal gutgegangen mit den Rechtspopulisten? Die Ergebnisse der AfD, zumal in Ostdeutschland, sind eine dringende Warnung, jetzt nicht in Routinen zu verfallen.

SZ PlusKommentar von Johan Schloemann

Aufbegehren gegen DFB-Regeln
:Der Fußball-Osten will sich nicht länger vertrösten lassen

Eine Initiative von 16 Ost-Klubs fordert eine Reform des Drittligaaufstiegs und will die Pyro-Strafen des DFB nicht mehr akzeptieren. Und fragt sich ganz grundsätzlich: War man zwischen Rostock und Jena zu lange zu devot?

Von Christoph Ruf

SZ JetztRechtsextremismus
:Die „Doro“ macht weiter

Nazis bedrohen die Leute hinter dem Jugendtreff, beschmieren ihn – und haben ihn auch schon mal niedergebrannt. Aber „die Doro“ steht. Warum die Zivilgesellschaft im sächsischen Limbach-Oberfrohna nicht aufgibt.

SZ PlusText: Elisa Pfleger, Fotos: Joana Hahn

Wolfgang Hardtwigs Erinnerungen „In der Geschichte“
:Wie viele Zeitschichten in ein einziges Leben passen

Die Erinnerungen des Historikers Wolfgang Hardtwig sind ein Schlüsseltext: Der Ost-West-Konflikt innerhalb der Geschichtswissenschaft ist immer noch nicht beendet.

SZ PlusVon Gustav Seibt

Autorin Daniela Krien
:„Der Verlust lehrt uns immer mehr als der Gewinn“

Die Menschen in Ostdeutschland vermissen Respekt und Wertschätzung – welche Folgen das hat, kann Bestsellerautorin Daniela Krien genau erklären. Ein Gespräch über biografische Brüche, über Sinn und Selbstoptimierung und mittelbegabte Kinder.

SZ PlusInterview von Judith Wittwer

Regierungsbildung in Erfurt
:BSW in Thüringen reagiert auf Kritik aus Berlin

Seit Tagen greift die BSW-Spitze das in Thüringen ausgehandelte Sondierungspapier an. Nachdem der Bundesvorstand des Bündnisses Sahra Wagenknecht den Druck massiv erhöht hat, äußert sich jetzt wiederum der Landesvorstand.

Von Sara Maria Behbehani

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