Kolonialismus

MeinungVenezuela
:In der neuen US-Kolonie gibt es nun etwas mehr Freiheit als zuvor

SZ PlusKommentar von Jan Heidtmann
Portrait Korrespondent Lateinamerika Jan Heidtmann

Mumien
:Der Fluch des Pharao kommt mit der Post

In Mumien können Pilze, Mikroben und Gifte schlummern, dennoch verschicken Online-Händler mumifizierte Körperteile unbedarft als Pakete. Forscher haben deshalb eine Bitte.

SZ PlusVon Jakob Wetzel

Klimawandel
:„Diese Hitze ist politisch“

Deutschland diskutiert angesichts der Temperaturen über Klimaanlagen. In Japan und Südkorea sorgen Notfallpläne und Hilfsfonds dafür, dass weniger Menschen an Hitze sterben. Doch sind das Lösungen für ein globales Problem?

SZ PlusVon David Pfeifer

Archäologie
:Warum es vor 3000 Jahren mehr Sprachen gab als heute

Zehntausende Sprachen könnte es in der Antike gegeben haben – so viele wie davor und danach nie wieder. Was setzte den Niedergang der Sprachenvielfalt in Gang?

SZ PlusVon Jakob Wetzel

Kolonialismus
:Wenn der Kontext kollabiert

In der französischsprachigen Welt hat Bastian Schweinsteiger gerade einen Rassismus-Skandal zu moderieren – weil er über das Team der Elfenbeinküste sagte, es spiele mitunter „wild“. Warum hier mehr als ein Übersetzungsproblem vorliegt.

SZ PlusVon Felix Stephan

Archäologie
:Warum starben die Kinder von Llullaillaco?

Vor rund 500 Jahren opferten die Inka zwei Mädchen und einen Jungen auf dem Gipfel eines Vulkans. Der Anlass des Rituals ist unbekannt – doch Forscher wollen der Antwort nun näher kommen.

SZ PlusVon Jakob Wetzel

Literatur
:Ein Gegenentwurf zur Aufschrei-Rhetorik

Die Französin Neige Sinno schreibt über Themen, zu denen es scheinbar keine zwei Meinungen gibt – und denkt dann so lange nach, bis keine Gewissheit mehr übrig ist. In ihrem neuen Roman „La Realidad“ ist der Kolonialismus dran.

SZ PlusVon Susan Vahabzadeh

WM 2026
:Der Favorit auf den Titel? Die Vororte von Paris

99 Spieler bei dieser WM sind in Frankreich geboren worden – fast vier volle Kader. Viele von ihnen haben das Spiel auf den Bolzplätzen der Banlieues gelernt.

SZ PlusVon Oliver Meiler

Israel
:Von Indien ins Heilige Land

Tausende Jüdinnen und Juden aus Indien sollen nach Israel einwandern. Sie sehen sich als „verlorener Stamm“ aus biblischen Zeiten. Doch in Israel wirft der Exodus eine alte Frage auf.

SZ PlusVon Leonard Scharfenberg

Literatur
:Wir sind die einsamsten Menschen der Welt

Unverbundenheit ist das bestimmende Gefühl unserer Zeit. Kiran Desai hat ihm mit „Die Einsamkeit von Sonia und Sunny“  ein Romanepos gewidmet – das jeden betrifft, der in den vergangenen 20 Jahren die Liebe gesucht hat.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Literatur
:Die Frau, die den Irak erfand

Unter den Herren, die einst den Nahen Osten unter sich aufteilten, war Gertrude Bell die einzige Frau. Im Roman „Die Welt in ihren Händen“ entwirft Olivier Guez sie als gebildete Weltreisende, die doch nur das Beste wollte.

Von Sonja Zekri

Literatur
:Kommt nur alle rein und lärmt

In ihrem Debüt „Oroppa“ entwirft die niederländische Autorin Safae el Khannoussi das Wimmelbild eines unbekannten Europas voller verschrobener Figuren. Kein Sehnsuchtsort, aber eine spektakuläre Schau.

SZ PlusVon Christiane Lutz

SZ-Podcast „In aller Ruhe“
:„Wir finden koloniale Orte an jeder Ecke“

Gehört der deutsche Kolonialismus in die Gedenkstättenkonzeption des Bundes? Die Historikerin Manuela Bauche sagt: Ja. Sie plädiert für ein solidarisches Erinnern.

SZ PlusVon Carolin Emcke

Belgien und Kongo
:Der Mord an Lumumba könnte endlich gesühnt werden

Der Staat Belgien hat mitgeholfen, den kongolesischen Freiheitskämpfer aus dem Weg zu räumen. Mehr als 60 Jahre später soll ein hochrangiger Repräsentant des Landes vor Gericht dafür geradestehen.

SZ PlusVon Josef Kelnberger und Paul Munzinger

Kolonialverbrechen
:Das Genozid-Museum im deutschen Idyll von Afrika

Swakopmund bietet Touristen heimeliges Nordsee-Flair in der Wüste Namibias. Ausgerechnet dort betreibt Laidlaw Peringanda das einzig richtige Museum zum Völkermord an den Herero und Nama – auf nicht mal zwölf Quadratmetern. Das finden hier nicht alle gut.

SZ PlusVon Joshua Beer

Erinnerungspolitik
:„Die Orte, an denen die Gewalt geplant wurde, liegen in Deutschland“

Sollen deutsche Kolonialverbrechen Thema offiziellen Gedenkens sein? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer findet: Nein. Ein Gespräch mit Ibou Coulibaly Diop, der ein Erinnerungskonzept für Berliner entwickelt hat.

SZ PlusInterview von Jörg Häntzschel

Venezuela
:Vergesst die Welt von gestern

Was war das in Venezuela, ein Coup, ein Staatsstreich? Sicher ist, dass die US-Militäraktion gegen Diktator Maduro ein Bruch mit der Weltordnung ist, ein Rückfall in Zeiten von Kolonialismus und Imperialismus. Und jetzt?

SZ PlusVon Peter Burghardt, Jan Heidtmann und Boris Herrmann

Erinnerungskultur
:Noch nicht mal mehr verdrängt

In der Nachkriegszeit herrschte Schweigen über die Vernichtung der Juden, jetzt rückt sie in historische Ferne. Der Politikwissenschaftler Jan Gerber fragt, was geschehen musste, damit die Deutschen sich mit der Shoah auseinandersetzen.

SZ PlusVon Willi Winkler

Ausstellung
:Aus der Sicht der Gequälten

Das Hildesheimer Dommuseum zeigt seine Schätze – in einer radikal kirchenkritischen Ausstellung. Die Schau „Die Zirkulation von Arbeit, Kapital und Leben als Lieferkette“ legt genial-assoziativ die im Schutz christlicher Missionsvorhaben begangenen Grausamkeiten dar.

SZ PlusVon Till Briegleb

Literatur
:„Aber waren Sie schon mal im Kink?“

Jamaica Kincaid ist eine der bekanntesten amerikanischen Schriftstellerinnen – und unter den bekannten mit Sicherheit die unkonventionellste. Eine unterhaltsame Begegnung in der American Academy am Ufer des Wannsees.

SZ PlusVon Johanna Adorján

Erinnerungspolitik
:Der blinde Fleck ist zurück

Das Bundeskabinett verabschiedet das neue Gedenkstättenkonzept von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. Der Kolonialismus? Kommt darin nicht mehr vor.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Neues Museum in Benin City
:Wem steht die Kunst zu?

Demonstranten verhindern am Montag die Eröffnung des für die Benin-Bronzen gebauten Museum of West African Art als Protest gegen den Staat. Der Eklat wird Rückgaben von geraubtem Kulturgut aus der Kolonialzeit nicht leichter machen.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Indonesien
:„Eklatante Schönfärberei historischer Verbrechen“

Ex-Präsident Suharto, dem die Beteiligung an Massenmorden vorgeworfen wird, ist jetzt ein „Held der Nation“. Dazu hat ihn der heutige Präsident erklärt, der einst sein Schwiegersohn war.

SZ PlusDavid Pfeifer

Neues Museum in Benin-City eröffnet
:Wohin mit der Königinmutter?

Das Museum of West African Art sollte die aus Deutschland und anderen europäischen Ländern zurückgegebenen Benin-Bronzen zeigen. Warum das nicht geklappt hat.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Eroberungsfeldzüge
:Spanien bedauert Kolonialverbrechen in Mexiko

Die indigenen Völker Mexikos haben unter den Konquistadoren vor 500 Jahren extrem gelitten. Dieses Unrecht räumt die spanische Regierung nun ein. Eine Entschuldigung ist das nicht – und geht doch manchen schon zu weit.

SZ PlusVon Patrick Illinger

Berlin
:Straßenkampf mit Name und Anschrift

Helmut Kohl bekommt eine Allee in Berlin, Harald Juhnke ein Plätzchen – und die eben erst umbenannte Mohrenstraße? Will einfach nicht verschwinden. Zeit für eine Ortsbegehung.

SZ PlusVon Peter Richter

Schwarze in Deutschland
:„Wir sind schon lange hier“

Die unglaubliche Geschichte zweier Schwarzer Schwestern, die für Goebbels Propagandafilme drehten und so überlebten, lässt die Schauspielerinnen Benita Bailey und Jane Chirwa nicht mehr los. Sie wollen sie verfilmen – und fragen sich: Warum wollen bis heute so wenige davon wissen?

SZ PlusVon Kathrin Hollmer

MeinungGedenkstätten
:Deutschland war schon mal weiter

Kulturstaatsminister Wolfram Weimer streicht das Geld zusammen, das die Erinnerung an die Kolonialverbrechen des Kaiserreiches ermöglichen soll. Seine Begründung ist alles andere als überzeugend.

SZ PlusKommentar von Jörg Häntzschel

Erinnerungskultur
:Weimers Dekolonisierung

Der Kulturstaatsminister streicht den Kolonialismus aus dem Gedenkstättenkonzept. Historiker sind irritiert, die SPD kündigt Widerstand an.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Interview mit dem Nobelpreisträger Abdulrazak Gurnah
:„Ich wollte auch die Verachtung schildern“

Abdulrazak Gurnah kam noch unter britischer Kolonialherrschaft zur Welt und gelangte 1968 als Flüchtling nach England. Heute ist er Professor Emeritus und Nobelpreisträger. Ein Gespräch über das Lesen, das Erinnern und ein schillerndes Leben.

SZ PlusVon Felix Stephan

William Kentridge
:Mephisto ist jetzt weiß

„Faustus in Africa!“ ist wieder auf Tour. Vor 30 Jahren rüttelte das Stück von William Kentridge und der Handspring Puppet Company die europäische Theaterszene auf. Welche Kraft hat es heute noch?

SZ PlusVon Egbert Tholl

Hörspiel
:Nauen, bitte kommen!

Im Hörspiel „Kamina“ soll eine Autorin über die Geschichte einer ehemaligen Funkstation in Togo schreiben. Rund 111 Jahre nach deren Zerstörung. Klingt verwirrend, ist aber spannende Geschichtsunterhaltung.

SZ PlusVon Hanna Böcher

MeinungStraßen-Umbenennung
:Es hätte wichtigere Kämpfe gegeben als den gegen die Mohrenstraße

Zeichen für gesellschaftlichen Wandel? Nach all dem Streit verloren sich kaum 200 Menschen bei der feierlichen Umbenennung.

SZ PlusKommentar von Jan Heidtmann

„Black History. Die vergessene Geschichte Afrikas“
:Dieses Buch will Menschen ihre Geschichte zurückgeben

Amat Levin erzählt in „Black History“ die vergessene Historie Afrikas und trägt mit seinem wuchtigen Sachbuch viel zu einem besseren Verständnis des Kontinents bei. Seine Recherche führt auch raus in die Diaspora – manchmal vielleicht etwas zu weit.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Kriegsführung im 19. und 21. Jahrhundert
:Was der Kreml von den Kolonialkriegen gelernt hat

Wer Putins Invasion in der Ukraine verstehen will, muss sich mit Europas Vorgehen in Afrika im 19. Jahrhundert beschäftigen, betont der Historiker Dieter Langewiesche.

Rezension von Florian Keisinger

MeinungDebatte
:Die Epoche der Wokeness ist vorbei. Der Kulturkampf geht gerade erst richtig los

Wer heute gegen den Strom des Zeitgeists schwimmen möchte, verteidigt die Wokeness. Ein Hoch auf Gendern, Intersektionalität, Safe Spaces.

SZ PlusEin Essay von Philipp Bovermann

Präsidentschaftswahl in Kamerun
:„Dieses Land braucht einen Neuanfang“

Als Korruptionsbekämpfer hat Akere Muna sich international einen Namen gemacht, nun will er das scheinbar Unmögliche schaffen: Kameruns seit 1982 herrschenden Präsidenten von der Macht verdrängen. Hat er eine Chance? Ein Besuch in Jaunde.

Von Paul Munzinger

Kamerun
:Ich hab noch eine Göttin in Berlin

Vor mehr als einem Jahrhundert haben deutsche Kolonialherren die Muttergöttin des Volkes der Nso nach Berlin gebracht. Da steht sie noch immer. Vor allem deswegen, weil sie sich in Kamerun erst einigen müssen, wer sie haben darf.

SZ PlusVon Paul Munzinger

Einigung mit Frankreich
:Neukaledonien soll neuen Status erhalten

Das französische Überseegebiet Neukaledonien soll einen neuen Status bekommen. Ein Jahr nach schweren Unruhen auf der Inselgruppe im Südpazifik, bei denen vierzehn Menschen ums Leben kamen, haben sich die rivalisierenden politischen Kräfte bei ...

Sachbuch „Wir stehen in der Mitte der Unendlichkeit“
:In ihren Augen wirken wir entwurzelt, hektisch und labil

Der Westen erscheint ihnen wie ein „riesiges unreifes Baby“: Nachfahren von Ureinwohnern Nordamerikas offenbaren in Gesprächen mit den Ethnologen Dahr Jamail und Stan Rushworth eine völlig andere Welterfahrung. Das ist so eindrucksvoll wie augenöffnend.

SZ PlusVon Harald Eggebrecht

Kanada
:Willkommen in der šxʷməθkʷəy̓əmasəm-Straße

In Vancouver gibt es neuerdings eine Straße, deren Name sich nicht mit lateinischen Buchstaben schreibt.  Was hat es damit auf sich?

Von Jan Bielicki

Podcast „In aller Ruhe“ mit Carolin Emcke
:„Moderne Sklaverei“ – Sven Hilbig über digitalen Kolonialismus

Die Schattenseiten der Digitalisierung: Darüber, wie Technologiekonzerne den globalen Süden ausbeuten, spricht der Digitalisierungsexperte in der neuen Folge von „In aller Ruhe“.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Zum Tod von Koyo Kouoh
:Die Botschafterin

Sie war die wichtigste Vermittlerin afrikanischer Kunst in Europa und sollte die nächste Kunstbiennale in Venedig leiten. Am Samstag ist Koyo Kouoh gestorben – viel zu früh.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Reden wir über Geld
:„Wie ehrlich sind die Europäer?“

Alexander Kum'a Ndumbe III. aus Kamerun hat wie alle Prinzen seiner Familie  in Deutschland Abitur gemacht. Und erst viel später erfahren, dass ein Kunstwerk aus seinem Familienbesitz in einem Münchner Museum liegt. Er möchte es zurückholen.

SZ PlusVon Martina Scherf

Literatur
:Bye-bye, Empire

Jane Gardam wurde in Deutschland spät, aber zum Glück noch entdeckt. Ihre Romane sind strudelhafte Charakterstudien – und ein sanft spöttischer Abschied von der Ära Großbritanniens als Kolonialmacht. Nun ist die Autorin gestorben.

SZ PlusVon Kathleen Hildebrand

Bandung-Konferenz
:Der Geist der Freiheit

Die Bandung-Konferenz vereinte vor 70 Jahren 29 asiatische und afrikanische Länder im Kampf gegen Kolonialismus und für Frieden und Freiheit. Welche Lehren lassen sich aus dem Treffen ziehen – und wie steht es um den globalen Süden heute?

SZ PlusVon David Pfeifer

Was läuft an Vorträgen?
:Joseph Beuys und die Kraft der Kunst

Diskussionen über Deutschland, die Verknüpfungen von Kolonialismus und Nationalsozialismus sowie die Entstehungsgeschichte des Films „Die Fotografin“. Auf diese Vorträge und Talk-Runden dürfen sich Münchner im April freuen.

Von Barbara Hordych

Historiker im Museum Fünf Kontinente über Kulturgüter
:„Das fröhliche bayerische Forschen war mit sehr viel Gewalt verbunden“

Richard Hölzl erforscht die Herkunft der Objekte im Museum Fünf Kontinente. Bisweilen tun sich da Abgründe auf. In der aktuellen Ausstellung erklärt er, wie die Provenienz-Forschung voran kommt und warum Karl Mays Winnetou-Romane voller kolonialer Klischees sind.

SZ PlusVon Martina Scherf

Historie: Panamakanal
:„Wir haben ihn bezahlt, und wir werden ihn behalten“

Donald Trump ist nicht Amerikas erster Präsident, der den Panamakanal als US-Eigentum betrachtet. Die Geschichte einer sehr einseitigen Beziehung.

SZ PlusVon Christian Schmidt-Häuer

„Rauch und Asche“ von Amitav Ghosh
:Die Geburtsstunde des modernen Drogenhandels

In seinem Buch „Rauch und Asche“ erklärt Amitav Ghosh den Hintergrund der Opiumkriege – und wieso man dem Westen in Peking auch heute noch mit großem Misstrauen begegnet.

SZ PlusVon David Pfeifer

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