Geschichte Bayerns

Geschichte Bayerns

Der Türmer von Nürnberg
:Ein Leben auf sechs Etagen

Ulrich Baldauf wohnt in der mittelalterlichen Nürnberger Stadtmauer. Wer bei ihm klingelt, muss Geduld haben. Es dauert, bis er öffnet.

SZ PlusVom Olaf Przybilla (Text) und Johannes Simon (Fotos)

Geschichte Bayerns
:Seine Majestät auf Reisen

1858 erkundete Maximilian II. sein Land auf damals abenteuerliche Weise von Lindau bis nach Berchtesgaden. Nicht überall wurde er erkannt.

SZ PlusVon Sebastian Beck

Starnberger Buchreihe
:Stadtgeschichte als Ladenhüter

Die Starnberger Stadtverwaltung braucht dringend Platz in ihrem Archiv. Darum sollen mehr als 7000 Bücher mit einem Verkaufswert von 119 000 Euro zum Jahresende entsorgt werden. Zuvor gibt es eine Verschenk-Aktion.

Von Peter Haacke

Chronik von Hohenbachern
:Die Professoren und Bauernbuam und ihre 516 Seiten

Mehr als ein Jahrzehnt lang haben fünf Dorfbewohner die Geschichte von Hohenbachern aufgeschrieben – jedes Haus, jede Familie und zahlreiche Anekdoten. Jetzt liegt die Chronik vor. Und die Auflage könnte zu klein sein.

SZ PlusVon Kerstin Vogel

Gigantisches Bauprojekt
:Wie die Bundeswehr eine belastete Nazi-Burg umbaut

Die Bundeswehr baut die Kaserne in Sonthofen derzeit für 400 Millionen Euro in einen ABC-Abwehr-Stützpunkt um. Historiker erforschen derweil die Vergangenheit der Ordensburg als NSDAP-Eliteschmiede.

SZ PlusVon Florian Fuchs

Ernte in Eichenau
:Knochenarbeit fürs Pfefferminzmuseum

In Erinnerung an die erfolgreiche Pfefferminz-Ära in Eichenau ernten Mitglieder des Museum-Fördervereins zweimal im Jahr Teeblätter mit der Hand. Allerdings geht der Ertrag seit einigen Jahren zurück. Das hat auch mit dem Klimawandel zu tun.

SZ PlusVon Manfred Amann

NS-Dokuzentrum in Bayreuth
:„Das ist nicht mehr zweite Bundesliga, sondern Kreisklasse“

Weil das Geld fehlt, entscheidet sich Bayreuth für ein digitales Angebot statt ein großes Dokuzentrum . Dann wird auch noch die zuständige Kulturreferentin beurlaubt. Und das zum Jubiläum. Wie geht es weiter?

SZ PlusVon Max Weinhold Hernandez

Archäologie
:Was war das Gore-Tex des Mittelalters?

Wie kleideten sich die Bajuwaren im Jahr 626? Wie schützten sie sich vor Regen und Kälte? Textilarchäologen wie Tracy Niepold suchen aus den Überbleibseln in Gräbern der Region München nach Antworten. Dabei helfen moderne Analysemethoden.

SZ PlusInterview von Bernhard Lohr

Nach Berggasthof Streichen nun Schloss Erkersreuth
:Kulturerbe Bayern: Wer soll das bezahlen?

Das „Kulturerbe Bayern“ will geschichtsträchtige Orte in Bayern erhalten – vergleichbar dem englischen National Trust. Doch interne Kritiker fürchten, dass das Stiftungsvermögen bald aufgebraucht ist.

Von Matthias Köpf

Straße trägt Namen von SA-Mann
:Nach fünf Jahren Diskussion: Allersberg benennt Straße um

Eine Marktgemeinde benennt 76 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg eine Straße nach einem Mann, der in der paramilitärischen Kampforganisation der Nazis war. Und rudert nun zurück.

Von Olaf Przybilla

Zeitgeschichte
:Vom Eliteschüler zum Kanonenfutter

In der Reichsschule Feldafing sollten Buben zum NS-Führungsnachwuchs ausgebildet werden. Hans Dunker war einer von ihnen. Dann musste er an die Front und erlebte die Schrecken des Krieges. Seine Tochter Helene Munson hat in ihrem Buch „Die Feldafing-Jungs – Hitlers Kindersoldaten“ sein Tagebuch aufgearbeitet.

Von Sabine Bader

Unter Bayern
:Kracherl, Messi und die Partisanen

Beim Fußball geht es um Leben und Tod. Das wurde auch den Buben in der Provinz klar, als in den Sechzigerjahren der Einödbauer Dammerl von den jugoslawischen Kickern berichtete.

Von Hans Kratzer

Geschichte
:Ein gefeierter Heimatautor und seine NS-Vergangenheit

Der Hinweis eines Lesers führt zur Spruchkammerakte des Heimatautors und langjährigen SZ-Mitarbeiters Ludwig „Wugg“ Retzer. Die Unterlagen dokumentieren seine bisher unbekannte NSDAP-Mitgliedschaft und seine Propagandatexte.

SZ PlusVon Patrick Wehner

MeinungBundesrepublik
:Der Pazifismus hat eine große Vergangenheit – aber keine Gegenwart

Er siecht dahin in einer Zeit, die ihn gut brauchen könnte. Die Zeitenwende war für ihn ein Zeitenende.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

SZ-Serie: Waren Sie schon mal in …
:Sixtnitgern, wo die Waldarbeiter zechten

Der kleine Ort in der Gemeinde Odelzhausen entwickelte sich von einer ärmlichen Siedlung zu einem modernen Dorf. Dass der Name das Missfallen einer Ehefrau ausdrückt, ist eine Legende. Auch mit den neuerlich errichteten Windrädern hat er nichts zu tun.

SZ PlusVon Renate Zauscher

Sagengestalten aus dem Bayerwald
:Der Mann, der die Schauermärchen sammelt

Über Generationen hinweg erzählt man sich im Bayerischen Wald Gruselgeschichten. Sepp Probst hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie zu sammeln, zu erhalten – und neu zum Leben zu erwecken.

SZ PlusVon Anna Hofstetter

Royale Religion
:Bayerns Königin der Protestanten

Die junge Karoline von Baden hat einst einen wesentlich älteren Mann geheiratet. Mit ihr zog der Protestantismus in Altbayern ein.

Glosse von Matthias Köpf

Justizgeschichte
:Das waren die berühmtesten Häftlinge der JVA Straubing

Der „Mittagsmörder von Nürnberg“ ist nicht der einzige berühmte Häftling der JVA Straubing. Eine Auswahl, vom Oetker-Entführer bis zum Moshammer-Mörder.

SZ PlusVon Andreas Glas

Tourismus
:„Die Inszenierung muss Grenzen haben“

Kochel am See lädt am 12. Juli zum ersten „König-der-Berge“-Aktionstag auf den Spuren Ludwigs II. ein. Gleichzeitig wirbt Tourismusleiter Daniel Weickel für sanften Tourismus. Im Gespräch erklärt er, wie beides vereinbar ist und warum er Angler für die perfekten Gäste hält.

SZ PlusInterview von Jasmin Engel

NSDAP-Akten
:„Viele wollen jetzt wissen, was ihre Familie im Nationalsozialismus wirklich getan hat“

Seit der Veröffentlichung der NSDAP-Mitgliederkartei erleben Archive einen Ansturm. Zum Beispiel auf Spruchkammerakten. Der Leiter des Staatsarchivs München erklärt, was sich darin über die Rolle der Vorfahren zur Nazi-Zeit finden lässt.

SZ PlusInterview von Patrick Wehner

Nach zwei Jahren Sanierung
:Das Valentin-Karlstadt-Musäum ist zurück

Das beliebte Museum für das Schaffen von Karl Valentin und Liesl Karlstadt ist nach langer Sanierung neu gestaltet worden. Erste Einblicke in die Ausstellungsräume im Isartor, wo weiterhin nicht alle Probleme behoben sind.

SZ PlusVon Oliver Hochkeppel

Geschichte
:War Hitlers Aufstieg unaufhaltsam?

Das Haus der Bayerischen Geschichte in Regensburg beschäftigt sich in einer Ausstellung mit den ersten Jahren der Weimarer Republik in Bayern. Ministerpräsident Markus Söder sieht darin eine Mahnung für heute.

Von Sebastian Beck

Kampf gegen Antisemitismus
:Landgericht Bayreuth für NS-Forschungsprojekt ausgezeichnet

Am Beispiel der Bayreuther Justiz wurde aufgezeigt, welche Rolle die deutsche Justiz in der NS-Zeit gespielt hatte. Zudem wurde der Umgang mit Justiz-Unrecht nach dem Zweiten Weltkrieg beleuchtet.

Einstiger Todesstreifen
:Warum das „Grüne Band“ so wichtig für den Naturschutz ist

Dort, wo einst die streng gesicherte innerdeutsche Grenze verlief, leben und gedeihen heute seltene Tier- und Pflanzenarten. Kommt bald die Unesco-Auszeichnung?

NSDAP-Mitgliederkartei
:Die „deutscheste der deutschen Städte“

Nürnberg wurde nicht grundlos zur Stadt der Reichsparteitage. Im Juli 1933, wenige Monate nach der „NS-Machtübernahme“, stellt Adolf Hitler der Stadt eine Art Ultimatum.

SZ PlusVon Olaf Przybilla

Kultur- und Freizeittipps
:Auf den Spuren der bayerischen Volkssänger mit Tobias Boeck

Der Moderator und Sänger Tobias Boeck freut sich in der Woche von 29. Juni bis 5. Juli auf seine Fernsehsendung, die „Brass Wiesn“ und einen Ausflug ins Mittelalter.

Frühgeschichte im Landkreis Ebersberg
:So lebten die Poinger vor 5000 Jahren

Schon vor Tausenden von Jahren ließen sich Menschen in Poing nieder. Ein Archäologe berichtet von aktuellen Ausgrabungen.

KZ-Gedenkstätte
:Streit um NS-Maschinen im Steinbruch Flossenbürg

Der Steinbruch sollte längst Teil der Gedenkstätte sein. Doch ein Konflikt mit dem früheren Pächter bremst die Pläne: Dieser will Maschinen, die auch unter dem NS-Regime im Einsatz waren, offenbar nicht ohne Weiteres abgeben.

SZ PlusVon Patrick Wehner

SZ-Serie: Waren Sie schon mal in ...
:Dingharting, groß und klein

Kapellen, alte Bauernhäuser, Dorfweiher und grandioser Alpenblick: Groß- und Kleindingharting atmen bayerisches Bilderbuchflair. Die Herkunft der beiden Ortsnamen führt tief in die bayerische Geschichte.

SZ PlusVon Udo Watter

Geschichtspolitik
:Ein Ende der Ehre für Hindenburg

In Deutschland gibt es immer noch eine dreistellige Zahl von Straßen und Plätzen, die nach Hitlers entscheidendem Förderer Paul von Hindenburg benannt sind. In Berchtesgaden hat sich ein Unternehmer eine demokratische Umbenennung zum Ziel gesetzt.

Von Matthias Köpf

Versteigerung
:Sisis Locken und Ludwigs Schokoladenkännchen

Bei einer Sonderauktion am 25. und 26. Juni in München werden Objekte mit direktem Bezug zu berühmten Personen des bayerischen Hochadels und Schloss Possenhofen versteigert.

Bayerische Geschichte
:Ludwig der Bayer – ein Forschungsobjekt für die Ewigkeit

Vor 151 Jahren hat die Monumenta Germaniae Historica beschlossen, alle Urkunden des Kaisers systematisch zu erfassen. Jetzt konnte die ehrwürdige Forschungseinrichtung das Projekt endlich abschließen.

SZ PlusVon Sebastian Beck

SZ-Serie: Waren Sie schon mal in ...
:Baiern, wie Bayern aus dem Bilderbuch

Die Gemeinde im Landkreis Ebersberg hat nicht nur einen ungewöhnlichen Namen, sondern auch viele kleine Ortsteile. Schnurr, Berganger, Piusheim und Co. ergeben zusammen ein idyllisches Fleckchen Erde.

SZ PlusVon Anja Blum

Ausstellung
:Bayerns berühmtester „Cold Case“

Der Tod Ludwigs II. ist ein bis heute ungelöstes Rätsel. Das Museum Starnberger See zeigt eine Ausstellung über die letzten Tage des Märchenkönigs als Drama in vier Akten.

Von Katja Sebald

Vor zehn Jahren bei Werneck
:Autobahnbrücke bricht ein – Arbeiter stürzen in die Tiefe

Bei Werneck betonieren Arbeiter im Juni 2016 eine Brücke, als das Traggerüst plötzlich nachgibt. Die juristische Aufarbeitung des Unglücks ist noch immer nicht abgeschlossen.

Denkmal in München
:Ludwig II. ist zurück auf der Corneliusbrücke

Eine überlebensgroße Bronzestatue des Märchenkönigs stand viele Jahre auf der Brücke – bis die Nationalsozialisten sie 1942 einschmolzen. Nun erinnert an der Stelle ein neues Denkmal an den Kini, pünktlich zu dessen 140. Todestag.

Von Patrik Stäbler

Bayerische Geschichte
:Die Alchemisten von Oberschleißheim

Vor 400 Jahren starb Herzog Wilhelm V. von Bayern. Mit dem Alten Schloss in Schleißheim, in dem er Kunst, Religion und Landwirtschaft verband, legten er und sein Sohn Maximilian I. den Grundstein für die imposante Anlage nördlich von München.

SZ PlusVon Bernhard Lohr

Geschichte des Finanzministeriums
:Wenn die Preußen den Bayern „das Lebenslicht ausblasen“

Weimarer Zeit, NS-Diktatur, Bundesrepublik: Das Pflichtbewusstsein bayerischer Finanzbeamter übersteht jedes System. Das zeigt eine neue Studie.

SZ PlusVon Johann Osel

Schafskälte in Bayern
:Was geschorene Schafe mit dem Neuschnee im Gebirge zu tun haben

Der Deutsche Wetterdienst umschreibt die frühsommerliche Mistwetterlage klimapoetisch, der Volksmund kennt Mitte Juni die Schafskälte. Fakt ist: Auf den Bergen schneit’s, im Rest Bayerns ist es nicht viel besser.

Von Hans Kratzer

Walhalla in Regensburg
:Ein Denkmal mit erhöhter Unfallgefahr

Die Walhalla ist ein beliebtes Ausflugsziel mit grandioser Aussicht. Nach einem tödlichen Unfall 2025 sind provisorische Absperrungen angebracht worden. Die sorgen für Diskussionen.

Von Ute Wessels/dpa

140 Jahre nach dem Tod
:Der Hype um den Märchenkönig Ludwig II. dauert an

Geheimnisvoller Tod, prunkvolle Schlösser: Bayerns König Ludwig II. fasziniert auch 140 Jahre nach seinem mysteriösen Ende. Wer war dieser Mann, was trieb ihn – was macht den Kult um ihn aus?

Artenschutz versus Denkmalschutz
:Der Biber und die Pfahlbauten

In Pestenacker spitzt sich die Lage zu: Im feuchten Erdboden liegen bestens erhaltene Reste einer Siedlung aus der Steinzeit. Ausgerechnet dort sind neuerdings Biber aktiv. Kann das gut gehen?

Von Matthias Köpf

Vortrag in Kochel
:Die Erfindung des bayerischen Idylls

Im Info-Zentrum des Walchensee-Kraftwerks geht es am 10. Juni um ein kulturgeschichtliches Phänomen.

Oettingen in Schwaben
:Wie ein kleiner Ort sein historisches Hotel saniert hat

Fast wäre das Hotel Krone eingestürzt, ein Gebäude aus dem Jahr 1424. Dann nahm Oettingen mit seinen 5500 Einwohnern das Projekt selbst in die Hand – und investierte 30 Millionen Euro.

SZ PlusVon Florian Fuchs

Neues Buch über das Münchner Genie
:Karl Valentins Werk als immerwährender Kalender

Zeitlos wie sein Humor: Ein neues Buch über Karl Valentin präsentiert sich als immerwährender Kalender – vollgepackt mit hunderten von teilweise unveröffentlichten Fotografien aus dem Archiv des komischen Genies.

Von Oliver Hochkeppel

Paläontologie
:Das bayerische Urviech

Gomphi, das Gomphoterium von Gweng, gilt den Paläontologen immer noch als Sensationsfund. In Mühldorf am Inn haben sie ihren Urelefanten jetzt gleichsam ein zweites Mal ausgegraben.

Kolumne von Matthias Köpf

Dachauer Friedenskirche
:Gedenken an Ruth Ziegler

Die damals 13-Jährige wurde im November 1938 zusammen mit ihren Großeltern von den Nazis aus Dachau deportiert.

Eisenbahngeschichte
:Neuer Verein erforscht Isartalbahn

Hektometersteine, Fahrgastzahlen und alliierte Luftangriffe: Der in Beuerberg gegründete „Freundeskreis Isartalbahn“ beschäftigt sich mit der traditionsreichen Zugstrecke zwischen München und Bichl.

Von Anja Brandstäter

Freizeit am Starnberger See
:Sisi-Erkundungstour für Kinder

Ein Suchspiel für Kinder hat das Kaiserin-Elisabeth-Museum in Possenhofen entwickelt. Die Entdeckungsreise rund um das Schloss umfasst 22 Stationen. Das Bildungsspiel ist für Kinder von acht bis zehn Jahren geeignet und dauert gut 60 Minuten.

Von Sabine Bader

Nazi-Parolen in Niederbayern
:Mann wegen KZ-Nachbauten vor Finanzamt in U-Haft

Ein 33-Jähriger soll Holzbauten mit eindeutigen Bezügen zu den Vernichtungslagern der Nationalsozialisten vor ein Finanzamt in Niederbayern gestellt haben.

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