Europas meistgesuchter mutmaßlicher Kriegsverbrecher Ratko Mladic ist gefasst - jetzt soll die Justiz die Aufarbeitung seines Falls übernehmen. Doch bereits die erste Anhörung musste unterbrochen werden, der ehemalige General präsentierte sich als gebrechlicher, alter Mann, der sich kaum verständlich machen kann. Die serbische Staatsanwaltschaft spricht von Taktik.
Eine Demonstration für die Freilassung des mutmaßlichen Kriegsverbrechers Ratko Mladic in Belgrad endet in Gewalt und Chaos. Sein Sohn beteuert, Mladic habe viele Muslime gerettet - die Massaker seien "hinter seinem Rücken" passiert.
Grün-Gelb-Roter Regierungstraum: Grünen-Chef Özdemir betont, dass seine Partei einer Ampelkoalition in NRW nicht im Wege steht.
Kurzmeldungen im Überblick.
Die französische EU-Ratspräsidentschaft begrüßt die Festnahme von Radovan Karadžić als "wichtigen Schritt" auf dem Weg hin zu einer Annäherung Serbiens an die EU. Lob für Belgrad kam auch von den USA und dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag.
Nach seinem Verkehrsunfall schließt Simbabwes Ministerpräsident Tsvangirai einen Anschlag aus. Syriens Staatschef Baschar al-Assad will einen umfassenden Frieden.
Nach der Verhaftung von Karadžić kommen erste Details zu seinem Leben in den vergangenen Jahren ans Licht: Offenbar arbeitete er zuletzt unbehelligt unter falschem Namen in einer Klinik. Nun droht Karadžić ein Prozess vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal.
Nach langer Fahndung hat die serbische Polizei Darko Jankovic festgenommen: Er soll für den Tod zahlreicher Menschen während des Bosnienkriegs verantwortlich sein.
Der neue Chefankläger Brammertz setzt im Gegensatz zu seiner Vorgängerin del Ponte auf Kooperation. Er sieht jetzt den "Moment, konstruktiv mit der Regierung in Belgrad zusammenzuarbeiten."
Von
Nicolas Richter und Enver Robelli
Wenn der Lohn nicht kommt, hacken sie sich die Finger ab: Mit Verstümmelungsaktionen machen Textilarbeiter im serbischen Novi Pazar auf ihre unerträgliche Situation aufmerksam.
Von
E. Robelli
13 Jahre lang war der mutmaßliche Kriegsverbrecher Radovan Karadzic auf der Flucht. Warum Serbiens Führung jetzt den Mut fand, ihn festzunehmen.
Von
Enver Robelli, Pristina
Milan Babic ist tot in seiner Zelle im Gefängnis von Scheveningen aufgefunden worden. Das gab das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag bekannt. Babic war wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verurteilt worden.
Die serbische Regierung hat ein Kopfgeld von einer Million Euro für Hinweise ausgesetzt, die zur Festnahme des früheren bosnisch-serbischen Armeechefs Ratko Mladic führen.
In Belgrad haben Sicherheitskräfte erneut den den Versuch unternommen, den wegen Kriegsverbrechen angeklagten bosnisch-serbischen Generals Ratko Mladic festzusetzen.
Von
Bernhard Küppers
Der als Kriegsverbrecher gesuchte ehemalige bosnische Serbengeneral ist weiter auf freiem Fuß. Chefanklägerin Carla Del Ponte dementierte Berichte, wonach der seit zehn Jahren flüchtige Ratko Mladic verhaftet worden sei.
Von
Bernhard Küppers
Laut Medienberichten soll einer der meistgesuchten mutmaßlichen Verbrecher des Bosnien-Krieges gefasst worden sein - nach mehr als zehn Jahren auf der Flucht. Belgrad und Den Haag weisen die Meldung jedoch zurück.
Von
Bernhard Küppers