Das Video dauert nur 27 Sekunden, aber seine politischen Konsequenzen dürften gravierend sein: Der syrische Rebellenkommandeur, der angeblich ein Organ eines getöteten Assad-Anhängers gegessen haben soll, führt dem Westen ein fundamentales Problem vor Augen.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Meinung
US-Präsident Obama sträubt sich gegen eine Intervention in Syrien. Aber ohne ein Eingreifen wird wahrscheinlich alles noch viel schlimmer. Am Ende könnte es sein, dass der Friedenspräsident eine große Katastrophe einfach geschehen ließ.
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Bombenexplosion nahe Damaskus: Eine Autobombe tötet 16 Menschen, darunter mehrere Kinder. In der Gegend südlich der Hauptstadt wird heftig zwischen Regierungstruppen und Oppositionellen gekämpft. Doch Assads Soldaten sind immer weniger erfolgreich - wie jetzt sogar Russland zugeben muss.
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Gruppenvergewaltigungen und gezielte Tötungen von Ärzten: Menschenrechtler warnen, dass der Bürgerkrieg in Syrien Verwerfungen in der gesamten Region zur Folge hat. Gerade sexuelle Gewalt ist für viele Hauptgrund für ihre Flucht.
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Immer mehr Menschen suchen Schutz in Deutschland: Im vergangenen Jahr stieg die Zahl der Asylbewerber um 41 Prozent. Wegen des Bürgerkriegs stellten deutlich mehr Syrer Asylanträge. Für Diskussionen sorgt vor allem der Zuwachs von Asylsuchenden aus Serbien und Mazedonien.
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Vor den Augen der Welt droht Syrien auseinanderzubrechen - und die Staatengemeinschaft schaut zu. Nun fordert der internationale Gesandte Lakhdar Brahimi den UN-Sicherheitsrat auf, endlich zu handeln. Fortschritte gebe es in letzter Zeit nicht.
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Das blutige Massaker in der syrischen Stadt Haula hat im Ausland harsche Reaktionen provoziert. Der französische Präsident Hollande denkt nun sogar über ein militärisches Eingreifen nach - wenn die UN mitziehen. Man dürfe Machthaber Assad "nicht weiter sein eigenes Volk massakrieren lassen". Russland und die USA lehnen militärische Maßnahmen strikt ab.
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Bei einem Bombenanschlag nahe Damaskus sind mindestens 15 Menschen getötet worden. Staatliche Medien machen "bewaffnete Terroristen" für den Anschlag verantwortlich. Die anhaltende Gewalt treibt Tausende Syrer ins Ausland - auch nach Deutschland.
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Syrische Rebellen haben in der Region Idlib ein Flugzeug der Regierungstruppen abgeschossen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch wirft dem Assad-Regime Kriegsverbrechen vor. Auch in den Flüchtlingslagern nimmt das Leid der Menschen kein Ende.
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Meinung
Syrische Panzer, die ein Wohnviertel beschießen. Killerkommandos, die Kinder mit Äxten erschlagen haben sollen. Dazu UN-Blauhelme, die ohnmächtig zuschauen. Dass Sondervermittler Annan drei Tage nach dem Massaker von Haula zu Gesprächen nach Damaskus gereist ist, verlängert nach Ansicht vieler Syrer nur das Leid. Denn selbst die Bilder der Leichen in weißen Tüchern werden die Weltgemeinschaft kaum zum Handeln zwingen.
Ein Kommentar von Sonja Zekrimehr...
Bei dem Angriff waren mehr als 90 Menschen ums Leben gekommen - darunter viele Kinder. Nach dem Massaker von Hula zeigt sich die internationale Gemeinschaft schockiert. Vertreter der oppositionellen Freien Syrischen Armee fordern ein sofortiges Eingreifen der Vereinten Nationen - und Luftangriffe auf die Assad-Truppen. Unterdessen gibt es Berichte über neue Gefechte zwischen der Armee und Regime-Gegnern.
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Zehn Tage vor Ablauf der befristeten Beobachtermission in Syrien hat Russland einen neuen Resolutionsentwurf in Umlauf gebracht: Er sieht eine Verlängerung der Mission vor, nicht aber Sanktionen gegen Regierung oder Opposition, sollten diese den Friedensplan missachten.
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Rund 1000 Familien sind in der syrischen Rebellenhochburg Homs eingeschlossen. Um sie herum toben blutige Kämpfe. Die Regierung hat erklärt, die Zivilisten aus der Stadt bringen zu wollen - doch die Rebellen sind damit nicht zufrieden.
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Die Spirale der Gewalt dreht sich weiter: In Syrien schießen Regierungstruppen auf Zivilisten - es gibt viele Tote. Im Jemen protestieren Zehntausende, aus Bahrain und Jordanien werden Zusammenstöße gemeldet. In Libyen gehen die Kämpfe mit unveränderter Härte weiter.
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Der internationale Druck auf Syrien nimmt zu, die Gewalt im Land auch: Während der UN-Sicherheitsrat über Sanktionen gegen Syrien streitet, bereiten Eliteeinheiten den Sturm auf eine aufständische Kleinstadt vor.
Von Tomas Avenarius und Paul-Anton Krügermehr...
Tausende demonstrieren wieder auf den Straßen Syriens, die Staatsführung versucht Stärke zu demonstrieren: Im Rahmen eines gewaltigen Militäreinsatzes rücken regimetreue Soldaten mit Panzern in eine Grenzstadt zur Türkei ein. Der türkische Premier spricht von "Barbarei" - und hält die Grenzen für Flüchtlinge offen.
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Das staatliche syrische Fensehen meldet, 120 Sicherheitskräfte seien bei Auseinandersetzungen mit "Banden" gestorben. Die Opposition stellt dies ganz anders dar. Begehrt das Militär gegen Präsident Assad auf?
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In Syrien zeichnet sich trotz Waffenruhe keine Entspannung ab: "Kaum ein einziger Punkt" des Friedensplans sei von der syrischen Führung umgesetzt worden, heißt es aus der Regierung von US-Präsident Obama. Oppositionelle berichten erneut von vielen Toten. Die Verhandlungen über eine ungehinderte Arbeit der Beobachtermission im ganzen Land sollen zum Erliegen gekommen sein.
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Findet die internationale Gemeinschaft endlich ein Mittel gegen die Gewalt in Syrien? Lange hatte sich Russland gegen eine UN-Resolution gesperrt, am Ende gelang es, die Regierung in Moskau doch noch zu überzeugen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat einstimmig der Entsendung einer ersten Beobachtermision zugestimmt.
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Meinung
Nur ein einziges Mal in 60 Jahren hat die Nato bisher den "Bündnisfall" ausgerufen - nach dem 11. September 2001. Wenn nun der türkische Premier die Bündnispartner in die Pflicht nehmen will, heißt das nicht, dass er sich amerikanische Soldaten in seinem Land wünscht. Erdogans Aufruf soll ein Signal sein - an die Nato-Staaten, aber auch an Syriens Präsident Assad.
Ein Kommentar von Christiane Schlötzermehr...
Seit heute Morgen um 5 Uhr gilt laut dem vereinbarten Friedensplan der Waffenstillstand in Syrien. Bisher scheint sich die Regierung in Damaskus daran zu halten, es gibt derzeit keine Berichte über Kämpfe in der Region. Doch das Vertrauen in Assad ist denkbar gering.
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Scharmützel, Berichte über Tote, aber keine schweren Gefechte - so stellt sich derzeit die Lage in Syrien dar. Das Assad-Regime scheint sich weitgehend an die Waffenruhe zu halten. Doch das ist nur ein kleines Zugeständnis an die UN. Ein Abgleich mit dem Sechs-Punkte-Plan des Sondergesandten Kofi Annan zeigt, wie sehr sich die Regierung in Damaskus noch bewegen muss.
Von Markus C. Schulte von Drachmehr...
Meinung
Die Arabische Liga trägt Zwietracht in die ohnehin gespaltenen Reihen der syrischen Rebellen. Mit dem geplanten Unterstützungsfonds für die Aufständischen machen sie den Konflikt unübersichtlicher und brutaler.
Ein Kommentar von Sonja Zekrimehr...
Der Konflikt in Syrien greift auf das Nachbarland Türkei über. Soldaten Assads schießen auf türkisches Gebiet und verletzen dabei mindestens fünf Menschen - Aktivisten sprechen sogar von zwei Toten. Die Hoffnung auf die für Dienstag vereinbarte Waffenruhe schwindet weiter.
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Meinung
Diktator Assad trickst mit Nachforderungen, seine Feinde provozieren mit Feuerüberfällen. In Syrien scheinen derzeit weder das Regime noch seine Gegner an einem Ausgleich interessiert zu sein. Beide Seiten setzen auf Sieg - weshalb in Homs und Hama weiter Krieg geführt wird.
Ein Kommentar von Tomas Avenariusmehr...
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