:Stefan Kuntz gewinnt auch gegen „Stern“ vor Gericht
Das Magazin darf wie zuvor schon die „Bild“ nicht länger den Verdacht verbreiten, der ehemalige HSV-Vorstand Stefan Kuntz habe Frauen belästigt. Nach Ansicht des Landgerichts Hamburg hatten sie dafür keine Belege.
Öffentlich-Rechtliche
:Nun kommt es auf den Inhalt an
ARD und ZDF haben entschieden, welche Sender zum Jahreswechsel eingespart werden sollen. Das Ergebnis lässt erahnen, welche Befindlichkeiten eine Rolle gespielt haben – und ist trotzdem Grund für vorsichtigen Optimismus.
Hollywood-Studio Warner
:Netflix gibt auf – jetzt kommen die Trump-Leute
Der Streaming-Konzern Netflix zieht im Bieterwettstreit um das Hollywood-Studio Warner Bros. nicht mehr nach. Jetzt könnte der Weg für Paramount frei sein – und damit für einen Vertrauten von Präsident Donald Trump.
Öffentlich-Rechtliche
:Wie es auch gehen kann
Nach den Skandalen um gefälschte Bilder bei ARD und ZDF forderte die AfD im Bundestag eine Aktuelle Stunde – und erlebte ein Parlament, das sie erstaunlich mühelos abtropfen ließ.
Gazastreifen
:Recherche nur unter Aufsicht
Internationale Journalisten dürfen immer noch nicht unabhängig in den Gazastreifen einreisen. Israels höchstes Gericht vertagt seine Entscheidung über die Zugangssperre, macht der Regierung aber einen Vorschlag.
MeinungBundesregierung
:Das Transparenzgesetz der Regierung hat eine Schattenseite
Es ist richtig, dass die Koalition politische Schleichwerbung bekämpft. Aber die geplanten Befugnisse für die Sicherheitsbehörden gehen eindeutig zu weit.
Meinung„Zensur“-Debatte
:Daniel Günther hat es seinen Gegnern ein bisschen arg leicht gemacht
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident hat keineswegs das Verbot eines pseudojournalistischen Portals gefordert. Aber wer wollte, konnte ihn so verstehen.
ExklusivMedien in Ungarn
:Der letzte Dorn in Orbáns Auge
In Ungarn erstirbt mehr und mehr die öffentliche Kritik an der rechtspopulistischen Regierung – nur der Bertelsmann-Sender RTL hält als einziges großes unabhängiges Medienunternehmen stand. Die Frage ist: Wie lange noch?
Orale Kultur
:Wir hören Stimmen. Sollten wir uns Sorgen machen?
Nicht mehr soziale Medien sind die digitalen Leitmedien, sondern Podcasts. Wie beeinflusst das Dauergeplapper aus dem Weltgehirn die Menschen, das Denken, die Demokratie?
MeinungSocial Media
:Eine Klarnamenpflicht wäre übel für die Demokratie
Debatten im Netz dürften nicht mehr anonym stattfinden, fordert ein ehemaliger Verfassungsgerichtspräsident. Wie weltfremd! Er sollte mal Lehrerinnen fragen oder Menschen mit Chef.
RBB
:„Die Wunden sind nicht verheilt“
Jörg Wagner spart in seiner Radiosendung nicht mit Kritik an seinem Arbeitgeber RBB. Nun hört er auf, nicht ganz freiwillig. Ein Gespräch über Unabhängigkeit und Verantwortung in den Öffentlich-Rechtlichen.
Medienfreiheit in Litauen
:Wenn Katzen Rundfunkdirektoren wählen
In Litauen laufen seit Wochen Demos gegen das geplante Mediengesetz, Kritiker bangen um die Freiheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Präsident warnt vor Spaltung – und die Opposition stellt Scherz-Anträge.
Medien
:„Burda ohne Philipp Welte ist nicht Burda“
Es ist ein Schock für manche im Haus: Nach mehr als 30 Jahren verlässt Verlagschef Philipp Welte überraschend das Medienunternehmen. Und jetzt?
MeinungKampf um Warner Bros. Discovery
:Entweder eine Gefahr fürs Kino oder eine Gefahr für ganz Europa
Wer übernimmt den Konzern: Netflix oder Paramount Skydance? In dem Bieterwettstreit geht es um zwei unterschiedliche Visionen für die Medienbranche.
Kulturpolitik
:Die potemkinsche Mediengruppe
16 Magazine, Agenturen und Verlage gehören nach eigenen Angaben zur Weimer Media Group. Ein Blick hinter die Fassade lässt dieses Gebilde schnell in sich zusammenfallen.
Brandenburg
:Landesregierung rutscht in die Krise
In Potsdam eskaliert der Streit über die Medienstaatsverträge. Wie es weitergeht, hängt stark davon ab, ob es dem BSW gelingt, die Probleme in den eigenen Reihen zu lösen.
MeinungÖsterreich
:Wie sich Boulevardmedien gegen eine Neuordnung der Medienförderung stemmen
In Österreich soll die Vergabe von öffentlichen Geldern für Medien neu aufgestellt werden. Die Aufregung ist groß – und Indiz für das System wechselseitiger Abhängigkeiten zwischen Macht und Medien.
Medien und Politik
:Der doppelte Weimer
Der Kulturstaatsminister und ehemalige Verleger habe sein Unternehmen „verlassen“, hieß es. Tatsächlich hält er nach wie vor 50 Prozent daran. Interessenkonflikte sind kaum vermeidbar.
MeinungÖffentlich-Rechtliche
:Das Programm gefällt Ihnen nicht? Beschweren Sie sich
Nun sollen Gerichte untersuchen dürfen, ob ARD und ZDF vielfältig und ausgewogen genug sind. Immer noch besser als das reine Bauchgefühl.
Satiriker in der Kritik
:„Was Sie hier sehen und für Jan Böhmermann halten, ist eine reine Projektionsfläche“
Der ZDF-Moderator erklärt nach der Aufregung um die Absage des Konzerts des Rappers Chefket, es sei „niemand ausgeladen“ worden. Ist das alles nur ein großer Witz?
80 Jahre SZ
:„Wer schnell beleidigt ist, sollte nicht in die Politik gehen“
In einem früheren Leben war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Fernsehredakteur. Ein Gespräch über das Verhältnis von Journalisten und Politikern, seine schlimmsten Ideen bei Instagram – und darüber, wie er es eigentlich schafft, täglich die SZ zu ertragen.
Medien
:Jan Wachtel wird Burda-CEO
Der frühere RTL-Manager folgt auf Philipp Welte. Der Generationenwechsel beim Medienkonzern ist damit vollzogen.
Medien in den USA
:Journalisten bitte nur in Begleitung
Das Pentagon erlässt neue Beschränkungen für Reporter und will so offiziell „das öffentliche Vertrauen pflegen“. Was die eigentlichen Gründe sind.
USA
:Zensur findet statt
Nach dem Mord an dem rechten Aktivisten Charlie Kirk versucht die Trump-Regierung immer unverhohlener, kritische Medien in den Vereinigten Staaten einzuschüchtern.
Öffentlich-Rechtliche
:Da geht noch mehr
ARD, ZDF und Deutschlandradio haben in einer Studie untersuchen lassen, welche Rolle sie für den sozialen Zusammenhalt spielen. Sowohl die Sender als auch die Medienpolitik können daraus lernen.
MeinungUSA
:Trump, der „Vollbluthengst“, bekommt Bestnoten von den Medien
Zeitungen, Radio- und Fernsehsender zwischen New York und Los Angeles beschönigen und verharmlosen all das, was der Präsident so tut. Und werben munter weiter dafür, ihm den Friedensnobelpreis zu verleihen. Wahrheit ist offenbar das, was ihm gefällt.
Frankreich
:„Ich bin nur ein kleiner, armer Multimillionär“
Olivier Legrain kämpft gegen die Herrschaft der Milliardäre: In Paris baut der ehemalige Manager ein „Haus für freie Medien“ und will so unabhängigen Journalismus unterstützen.
KI und Journalismus
:„Man braucht keine Millioneninvestitionen, sondern Neugier“
Was muss der Journalismus in Zeiten von Social Media und künstlicher Intelligenz tun, um zu überleben? Ein Gespräch mit Florent Daudens von der KI-Plattform Hugging Face über den Weg aus der Abhängigkeit.
Fernsehen
:Italiener lassen bei Pro Sieben Sat 1 nicht locker
Die Berlusconi-Holding Media for Europe (MFE) bessert die Übernahmeofferte auf - und setzt den anderen Großaktionär unter Druck. Die Aktie von Pro Sieben Sat 1 springt nach oben.
Digitale Zukunft
:Ausgeklickt
Das neue Schreckgespenst heißt „Zero Click Future“. Was ist dran an der Vision, dass bald KI-Assistenten unseren Zugang zur digitalen Welt kontrollieren?
Medienkonzern Burda
:„Die Politik inszeniert und zelebriert sich lieber auf Tiktok und Instagram“
Philipp Welte ist Burda-Vorstand und oberster Lobbyist der Zeitschriftenbranche. Ein Gespräch über den Generationswechsel, die Macht willkürlicher US-Medienkonzerne und die Tatenlosigkeit der deutschen Regierung.
US-Fernsehen
:Jagen, fischen, beten, hassen
Seit Anfang Juli kann man weltweit verfolgen, welche TV-Kanäle Donald Trump in seiner Streaming-App „Truth+“ bündelt – und wie ihm dort rund um die Uhr gehuldigt wird. Ein masochistischer Selbstversuch.
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wie Trump Medien mundtot macht
Abgesägte Talkmaster, Milliardenklage gegen eine große Zeitung: Der US-Präsident arbeitet gerade seine Feindesliste ab, sagt Reinhard Krumm von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Washington.
USA
:Film- und Fernsehriese Paramount zahlt 16 Millionen Dollar an Trump
Mit der außergerichtlichen Einigung gibt das Unternehmen im Rechtsstreit seiner Tochter CBS mit dem US-Präsidenten nach. Ein weiterer Sieg für Trump – und ein Schlag für die Pressefreiheit.
MeinungFernsehen
:Aus RTL und Sky könnte ein deutsches Netflix entstehen
Die Kölner TV-Firma will mit der Übernahme zu einem Fernseh-Champion werden. Die Chance dafür ist da – aber nur, wenn alles richtig läuft.
Medien
:Megadeal im deutschen TV-Markt: RTL kauft Sky Deutschland
Es ist eine der bedeutendsten Übernahmen im deutschen Medienmarkt in den vergangenen Jahren: RTL will das Pay-TV-Unternehmen Sky übernehmen – und so zu Netflix und Amazon Prime aufschließen.
Journalismus
:Was Google deutschen Medien schuldet
1,3 Milliarden Euro im Jahr: Im Streit um faire Vergütung für journalistische Inhalte hat eine Studie berechnet, was Medien hierzulande entgeht.
Frankreich
:Ihr Lächeln nervt Macron und Le Pen – nun muss sie gehen
Sie ist eine harte Interviewerin, vor allem wenn sie Politiker befragt. Entlassen wird Anne-Sophie Lapix vom Sender France 2 aber offenbar auch, weil ihre Mimik vielen nicht passt.
USA
:Wer ist „Big Balls“?
Auf Fox News zeigen sich präpotente Jünglinge, die an der Seite von Elon Musk gerade versuchen, den US-Staatsapparat abzuwickeln. Auch ein besonders Trump-gläubiger 19-Jähriger stellt sich vor – und erklärt seinen Spitznamen.
Wolfram Weimer
:Wie gewinnt er das Vertrauen der Kulturschaffenden?
Antisemitismus, Filmförderung, Hilfen für die Verleger – den Ex-Publizisten Wolfram Weimer erwarten in seinem Amt als Kulturstaatsminister viele Aufgaben.
Kulturpolitik
:Die Tegernsee-Connection
Gespräche am Golfplatz, Gesinnung, Geburtstag: Wie Wolfram Weimer zum Kulturstaatsminister unter Friedrich Merz aufstieg.
SZ-Podcast "Auf den Punkt"
:Haben Medien die AfD normalisiert?
Ist der Partei zu viel Beachtung geschenkt worden? Der Medienwissenschaftler Tanjev Schultz über den medialen Umgang mit Rechtsextremen.
KI-Webseiten
:Der Diebstahl wird automatisiert
In Frankreich sorgt eine Recherche um KI-betriebene Nachrichtenseiten für Aufsehen – denn die Inhalte sind geklaut. Gegen die prominenteste der Websites gehen nun mehrere Medien vor – und sie hat einen Ableger in Deutschland.
Streit um Peters-Roman
:Wie weit weg von der Wirklichkeit muss Literatur sein?
Kunstfreiheit gegen Persönlichkeitsrecht: Der Berliner Galerist Johann König will sich als Figur in einem Roman von Christoph Peters wiedererkannt haben – und möchte nun die weitere Veröffentlichung verhindern.
Großbritannien
:Abhörskandal: Harry einigt sich mit „Sun“ auf Vergleich
Überraschung im Verfahren um illegale Recherchemethoden. Eigentlich wurde Prinz Harry im Prozess gegen die „Sun“ im Zeugenstand erwartet. Doch daraus wird nichts.
Stephen Kings Radiosender
:Schluss an Silvester
Romanautor Stephen King macht seine drei Rock-Radiosender in Maine dicht – aus wirtschaftlichen Gründen. In der US-Medienlandschaft geht damit mehr verloren als ein paar Arbeitsplätze.
Donald Trump und die Institutionen
:Die Rache beginnt
Donald Trump verklagt eine Lokalzeitung und ein Umfrageinstitut. Genau das hatte er versprochen: einen Feldzug gegen die Institutionen der Demokratie.
Medienpolitik
:Neue Chefin für das Grimme-Institut
Mit Çiğdem Uzunoğlu rückt eine Frau aus der Computerspiel-Branche an die Spitze des Instituts, das zuletzt in schweren Geldnöten war.
Vergabe der TV-Rechte
:Unübersichtlich fürs Publikum – aber gut für die Klubs
Die Samstagskonferenz der Fußball-Bundesliga wechselt zu Dazn, Sky überträgt am Freitagabend und behält die zweite Liga. Was zur TV-Rechte-Vergabe schon bekannt ist.
Zeitungsverleger
:Einstimmig hält besser
Die Presse-Verlegerverbände rücken zusammen: Mit einem neuen Bündnis für medienpolitisches Lobbying wollen sie sich gegen Google und die Öffentlich-Rechtlichen stärken.