Daten von Zehntausenden Nutzern des rechtspopulistischen Portals „Nius“ sind bei einem Hack abgeflossen. Statt mögliche Sicherheitslücken im eigenen Laden zu thematisieren, greift Chefredakteur Julian Reichelt die Rechercheure von „Correctiv“ an.
Zukunft des BR
:Neues Rundfunkgesetz fordert Effizienz und TV-Mindestquote
Zu teuer und ineffizient – seit Jahren hagelte es Kritik aus der Regierung an der Struktur und Arbeit des Bayerischen Rundfunks. Kann ein neues Gesetz die Streitpunkte beseitigen?
USA
:Die Abkanzlerin kehrt zurück
Karoline Leavitt, die ehemalige Pressesprecherin Donald Trumps, wird in Zukunft als Kommentatorin für Fox News arbeiten. Überraschung?
Medienaufsicht
:Kein Verfahren gegen Podcaster Ben Berndt
Die Landesanstalt für Medien NRW geht nicht weiter gegen Ben Berndt vor – beharrt aber darauf, dass der mit seinem Podcast den Sorgfaltspflichten des Medienstaatsvertrags unterliegt.
Medienregulierung
:Es geht um Kontrolle, Geld und Macht im Internet
Zähmen die deutschen Medienanstalten die großen Digitalplattformen? Das sieht zumindest der kühne Entwurf des neuen „Digitale-Medien-Staatsvertrags“ vor.
Öffentlich-rechtlicher Rundfunk in den Niederlanden
:Regierung will extrem rechtem Sender den Stecker ziehen
„Ongehoord Nederland“ ist Teil des öffentlich-rechtlichen Rundfunks – und hat wohl wiederholt journalistische Standards missachtet. Ein bizarres Lob für Hitler geht jetzt auch manchen Rechten zu weit. Es droht der Lizenzentzug.
Gewalt gegen Medienschaffende
:35 Straftaten gegen Journalisten in Bayern registriert
Die Sicherheitslage für Journalisten im Freistaat ist grundsätzlich gut – es gibt aber auch unschöne Vorfälle.
Journalismus
:Weil es sich lohnt
Die „Bunte“ muss mal wieder einen Artikel erheblich schwärzen: diesmal zu einem angeblichen Interview mit Schauspielerin Sibel Kekilli. Über das Geschäft mit dem kalkulierten Rechtsbruch.
USA
:Fernsehsender ABC klagt wegen Zensur
Donald Trump und die US-Medienaufsicht drohen mit Lizenzentzug. Nun setzt sich der Sender aus dem Disney-Konzern zur Wehr, wegen Trumps „Vergeltungskampagne“ auch gegen Moderator Jimmy Kimmel.
Italien
:Der Anti-Mafia-Journalist und sein seltsamer Freund
Sigfrido Ranucci machte sich mit seinen Investigativ-Recherchen einen Namen, dann explodierte vor seinem Haus eine Bombe. Dafür verantwortlich war nicht die Mafia - sondern ein Freund, der ihm angeblich helfen wollte.
KI und Medien
:Heikle Datengeschäfte
Die Zeitungskette USA Today Media geht eine Partnerschaft mit der KI-Firma Palantir ein. Die hat einen finsteren Ruf. Doch wer soll dann Software liefern?
Journalismus
:„Bunte“ muss Gegendarstellung von Karl-Theodor zu Guttenberg veröffentlichen
Die „Bunte“ erklärte die Beziehung des früheren Verteidigungsministers und Katherina Reiche für beendet. Das Magazin muss dies nun auf seiner Titelseite berichtigen.
Journalismus
:„Wir würden nie Redaktionen zusammenlegen“
Andrea Wasmuth ist Geschäftsführerin des neuen Unternehmens Holtzbrinck Media („Tagesspiegel“, „Handelsblatt“). Zusammen mit Verleger Dieter von Holtzbrinck hat sie große Ziele – und möchte andere Medien zukaufen.
Großbritannien
:Prinz Harry verliert vor Gericht
Haben britische Boulevardmedien Privatdetektive angeheuert, um bei Prinz Harry illegal Abhörgeräte anzubringen und Polizeibeamte zu bestechen? Einem Gericht reichen die Beweise dafür nicht.
Ungarn nach dem Regierungswechsel
:„Ein ganzes Land wurde aus 200 Metern an die Oberfläche gerissen“
Haben die Ungarn wirklich die Populisten besiegt? Márton Gergely, Chefredakteur des unabhängigen Magazins HVG, über die Widersprüche Péter Magyars und sein Fremdeln damit, dass ein Teil der Gesellschaft jetzt so heiter jubelt.
In eigener Sache
:Urteil zur SZ-Berichterstattung über Konstantin Wecker
Das Landgericht Berlin II sieht kein öffentliches Interesse daran, über mutmaßliche Beziehungen des Künstlers zu damals minderjährigen Mädchen aufzuklären. Die SZ wird Berufung einlegen.
Rundfunkbeitrag
:8,7 Milliarden Euro für die Öffentlich-Rechtlichen
20 Millionen Euro weniger haben ARD, ZDF und Deutschlandradio sowie die Landesmedienanstalten zur Verfügung. Warum die Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag auch 2025 gesunken sind.
Debatte
:Soll er halt kommen, der Crash
Neue Zahlen belegen, in welch bizarrem Ausmaß die Tech-Konzerne das Internet und somit die Öffentlichkeit kontrollieren. Kaum noch jemand spricht davon, diese Macht zu brechen. Es könnte bald zu spät sein.
Bayerisches Zeitungsmonopol
:„Das Haus wird auseinandergenommen“
Die Mediengruppe Bayern aus Passau hat den Verlag hinter dem „Fränkischen Tag“ geschluckt. Seitdem wird der Konzern demontiert: Es gibt Kündigungen, Klagen und Frust. Die Redaktion ist bislang verschont geblieben.
MeinungÖsterreich
:Der ORF bleibt leider weiter am Gängelband der Politik
In einer Marathonsitzung wurde ein neuer ORF-Chef gekürt. Unmittelbar danach tritt einer der Stiftungsräte zurück. Seine Mahnung zu Österreichs größtem Medienunternehmen muss allen eine Lehre sein.
MeinungÖsterreich
:Die Medien brauchen dringend Hilfe von allen
Österreichs Medienlandschaft droht Gefahr: durch Sparmaßnahmen und durch Skandale. Wieso die Wahl zum neuen ORF-Chef kaum Hoffnung auf Besserung macht.
Verband der Verfolgten des Naziregimes
:Halbe Wahrheit
Der Bundesgerichtshof beanstandet einen Bericht über angebliches rechtsextremes Unternehmertum, weil er nur einseitige Informationen enthielt.
Film
:Zerstört Bolloré jetzt das französische Kino?
Der Multimilliardär und Besitzer von Canal+ will nicht länger mit den 600 Filmschaffenden zusammenarbeiten, die ihn für seine Unternehmenspolitik kritisiert haben – darunter Größen wie Juliette Binoche.
Öffentlich-Rechtliche
:Bayerns Durchgreifplan beim BR
Die Staatsregierung legt einen Entwurf für ein neues BR-Gesetz vor, das im Fernsehen eine Infoquote vorschreibt und dem Programm inhaltliche Vorgaben macht. Beim Rundfunkbeitrag dagegen ist man gar nicht mehr so streng wie bisher.
Journalismus
:„Wir sind alle Europäer“
In der Slowakei werden Journalisten von der EU-feindlichen Regierung beschimpft, sogar bedroht. Nun übernimmt die slowakische Tageszeitung „Denník N“ ausgerechnet das Brüsseler Medium „EU Observer“. Es ist auch ein politisches Bekenntnis.
Presserecht
:Stefan Kuntz gewinnt auch gegen „Stern“ vor Gericht
Das Magazin darf wie zuvor schon die „Bild“ nicht länger den Verdacht verbreiten, der ehemalige HSV-Vorstand Stefan Kuntz habe Frauen belästigt. Nach Ansicht des Landgerichts Hamburg hatten sie dafür keine Belege.
Öffentlich-Rechtliche
:Nun kommt es auf den Inhalt an
ARD und ZDF haben entschieden, welche Sender zum Jahreswechsel eingespart werden sollen. Das Ergebnis lässt erahnen, welche Befindlichkeiten eine Rolle gespielt haben – und ist trotzdem Grund für vorsichtigen Optimismus.
Hollywood-Studio Warner
:Netflix gibt auf – jetzt kommen die Trump-Leute
Der Streaming-Konzern Netflix zieht im Bieterwettstreit um das Hollywood-Studio Warner Bros. nicht mehr nach. Jetzt könnte der Weg für Paramount frei sein – und damit für einen Vertrauten von Präsident Donald Trump.
Öffentlich-Rechtliche
:Wie es auch gehen kann
Nach den Skandalen um gefälschte Bilder bei ARD und ZDF forderte die AfD im Bundestag eine Aktuelle Stunde – und erlebte ein Parlament, das sie erstaunlich mühelos abtropfen ließ.
Gazastreifen
:Recherche nur unter Aufsicht
Internationale Journalisten dürfen immer noch nicht unabhängig in den Gazastreifen einreisen. Israels höchstes Gericht vertagt seine Entscheidung über die Zugangssperre, macht der Regierung aber einen Vorschlag.
MeinungBundesregierung
:Das Transparenzgesetz der Regierung hat eine Schattenseite
Es ist richtig, dass die Koalition politische Schleichwerbung bekämpft. Aber die geplanten Befugnisse für die Sicherheitsbehörden gehen eindeutig zu weit.
Meinung„Zensur“-Debatte
:Daniel Günther hat es seinen Gegnern ein bisschen arg leicht gemacht
Der schleswig-holsteinische Ministerpräsident hat keineswegs das Verbot eines pseudojournalistischen Portals gefordert. Aber wer wollte, konnte ihn so verstehen.
ExklusivMedien in Ungarn
:Der letzte Dorn in Orbáns Auge
In Ungarn erstirbt mehr und mehr die öffentliche Kritik an der rechtspopulistischen Regierung – nur der Bertelsmann-Sender RTL hält als einziges großes unabhängiges Medienunternehmen stand. Die Frage ist: Wie lange noch?
Orale Kultur
:Wir hören Stimmen. Sollten wir uns Sorgen machen?
Nicht mehr soziale Medien sind die digitalen Leitmedien, sondern Podcasts. Wie beeinflusst das Dauergeplapper aus dem Weltgehirn die Menschen, das Denken, die Demokratie?
MeinungSocial Media
:Eine Klarnamenpflicht wäre übel für die Demokratie
Debatten im Netz dürften nicht mehr anonym stattfinden, fordert ein ehemaliger Verfassungsgerichtspräsident. Wie weltfremd! Er sollte mal Lehrerinnen fragen oder Menschen mit Chef.
RBB
:„Die Wunden sind nicht verheilt“
Jörg Wagner spart in seiner Radiosendung nicht mit Kritik an seinem Arbeitgeber RBB. Nun hört er auf, nicht ganz freiwillig. Ein Gespräch über Unabhängigkeit und Verantwortung in den Öffentlich-Rechtlichen.
Medienfreiheit in Litauen
:Wenn Katzen Rundfunkdirektoren wählen
In Litauen laufen seit Wochen Demos gegen das geplante Mediengesetz, Kritiker bangen um die Freiheit des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Der Präsident warnt vor Spaltung – und die Opposition stellt Scherz-Anträge.
Medien
:„Burda ohne Philipp Welte ist nicht Burda“
Es ist ein Schock für manche im Haus: Nach mehr als 30 Jahren verlässt Verlagschef Philipp Welte überraschend das Medienunternehmen. Und jetzt?
MeinungKampf um Warner Bros. Discovery
:Entweder eine Gefahr fürs Kino oder eine Gefahr für ganz Europa
Wer übernimmt den Konzern: Netflix oder Paramount Skydance? In dem Bieterwettstreit geht es um zwei unterschiedliche Visionen für die Medienbranche.
Kulturpolitik
:Die potemkinsche Mediengruppe
16 Magazine, Agenturen und Verlage gehören nach eigenen Angaben zur Weimer Media Group. Ein Blick hinter die Fassade lässt dieses Gebilde schnell in sich zusammenfallen.
Brandenburg
:Landesregierung rutscht in die Krise
In Potsdam eskaliert der Streit über die Medienstaatsverträge. Wie es weitergeht, hängt stark davon ab, ob es dem BSW gelingt, die Probleme in den eigenen Reihen zu lösen.
MeinungÖsterreich
:Wie sich Boulevardmedien gegen eine Neuordnung der Medienförderung stemmen
In Österreich soll die Vergabe von öffentlichen Geldern für Medien neu aufgestellt werden. Die Aufregung ist groß – und Indiz für das System wechselseitiger Abhängigkeiten zwischen Macht und Medien.
Medien und Politik
:Der doppelte Weimer
Der Kulturstaatsminister und ehemalige Verleger habe sein Unternehmen „verlassen“, hieß es. Tatsächlich hält er nach wie vor 50 Prozent daran. Interessenkonflikte sind kaum vermeidbar.
MeinungÖffentlich-Rechtliche
:Das Programm gefällt Ihnen nicht? Beschweren Sie sich
Nun sollen Gerichte untersuchen dürfen, ob ARD und ZDF vielfältig und ausgewogen genug sind. Immer noch besser als das reine Bauchgefühl.
Satiriker in der Kritik
:„Was Sie hier sehen und für Jan Böhmermann halten, ist eine reine Projektionsfläche“
Der ZDF-Moderator erklärt nach der Aufregung um die Absage des Konzerts des Rappers Chefket, es sei „niemand ausgeladen“ worden. Ist das alles nur ein großer Witz?
80 Jahre SZ
:„Wer schnell beleidigt ist, sollte nicht in die Politik gehen“
In einem früheren Leben war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder Fernsehredakteur. Ein Gespräch über das Verhältnis von Journalisten und Politikern, seine schlimmsten Ideen bei Instagram – und darüber, wie er es eigentlich schafft, täglich die SZ zu ertragen.
Medien
:Jan Wachtel wird Burda-CEO
Der frühere RTL-Manager folgt auf Philipp Welte. Der Generationenwechsel beim Medienkonzern ist damit vollzogen.
Medien in den USA
:Journalisten bitte nur in Begleitung
Das Pentagon erlässt neue Beschränkungen für Reporter und will so offiziell „das öffentliche Vertrauen pflegen“. Was die eigentlichen Gründe sind.
USA
:Zensur findet statt
Nach dem Mord an dem rechten Aktivisten Charlie Kirk versucht die Trump-Regierung immer unverhohlener, kritische Medien in den Vereinigten Staaten einzuschüchtern.
Öffentlich-Rechtliche
:Da geht noch mehr
ARD, ZDF und Deutschlandradio haben in einer Studie untersuchen lassen, welche Rolle sie für den sozialen Zusammenhalt spielen. Sowohl die Sender als auch die Medienpolitik können daraus lernen.