Holocaust

Alle Artikel und Hintergründe

Erinnern
:Veranstaltungen zum Holocaust-Gedenktag

Ein Gottesdienst, eine Konzertlesung und ein Rundgang erinnern am 24. und 25. Januar an die Opfer des Holocaust.

Künstliche Intelligenz
:„Diese Postings entwerten die Arbeit von Gedenkstätten“

Gedenkstätten, Museen und Erinnerungsinitiativen wehren sich gegen Geschichtsverfälschung durch KI-Bilder auf sozialen Medien. Sie appellieren an die Plattformbetreiber, der Flut an Fake-Inhalten endlich Einhalt zu gebieten.

Von Thomas Radlmaier

Erinnerungspolitik
:„Die Orte, an denen die Gewalt geplant wurde, liegen in Deutschland“

Sollen deutsche Kolonialverbrechen Thema offiziellen Gedenkens sein? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer findet: Nein. Ein Gespräch mit Ibou Coulibaly Diop, der ein Erinnerungskonzept für Berliner entwickelt hat.

SZ PlusInterview von Jörg Häntzschel

Holocaustüberlebende
:Eva Schloss stirbt mit 96 – Freundin und Stiefschwester von Anne Frank

Wie die Familie Frank hatte sich Eva Schloss vor den Nazis in Amsterdam versteckt, wurde verraten und nach Auschwitz deportiert. Bis ins hohe Alter setzte sie sich für Toleranz und Verständigung ein.

Holocaust
:Mein Onkel, der Mörder

Das Foto „Der letzte Jude in Winniza“ ist ein weltbekanntes Zeugnis des Holocaust. Lange wusste man nicht, wer der Mann mit der Waffe ist. Bis ein Ehepaar beschloss, in der eigenen Familie nachzuforschen.

SZ PlusVon Moritz Geier (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

Neuer Bildband
:Wiederentdeckung verfemter Malerinnen

Ingrid von der Dollen beleuchtet 33 Künstlerinnen, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden. Ihre Geschichten und Werke sind Teil der beinahe vergessenen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Von Sabine Reithmaier

Theater
:Ein Musical als Totentanz

„East Side Story – A German Jewsical“ am Berliner Maxim-Gorki-Theater erzählt von jüdischem Leben in Deutschland nach dem Holocaust. Eine große, böse Show ohne Betroffenheitskitsch.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Erinnerungskultur
:Noch nicht mal mehr verdrängt

In der Nachkriegszeit herrschte Schweigen über die Vernichtung der Juden, jetzt rückt sie in historische Ferne. Der Politikwissenschaftler Jan Gerber fragt, was geschehen musste, damit die Deutschen sich mit der Shoah auseinandersetzen.

SZ PlusVon Willi Winkler

SZ MagazinPsychologie
:„Verzeihen ist ein Geschenk, das wir uns selbst machen“

Kaum etwas ist so schwer, wie anderen zu vergeben – und kaum etwas so befreiend. Der US-Psychologe Robert Enright erklärt, welche Kraft in der Vergebung liegt und warum sogar Opfer von Gewalt und Missbrauch den Tätern verzeihen konnten.

SZ PlusInterview von Lea Gittermann

Holocaust
:Vom Unerhörten

Claude Lanzmann führte zur Vorbereitung des Films „Shoah“ zahlreiche Interviews mit Überlebenden der Ghettos und Vernichtungslager, Historikern und Tätern. 26 davon sind nun im Jüdischen Museum Berlin zu hören.

SZ PlusVon Lothar Müller

Susanne Röckels Buch „Vera“
:Wie funktioniert Erinnerung?

Die Schriftstellerin Susanne Röckel verknüpft im Buch „Vera“ ihre eigene Jugendgeschichte mit der einer Überlebenden des Massakers von Babyn Jar im Zweiten Weltkrieg. Kann das gutgehen?

Von Antje Weber

Sachbuch
:„Die Nazis waren nicht einfach alle Psychopathen“

Der britische Historiker Richard J. Evans über Hitlers Paladine, Vollstrecker und Handlanger – und die Frage, aus welchem Milieu die Führungsschicht des Dritten Reiches stammte.

SZ PlusInterview von Joachim Käppner

Antrittsbesuch in Israel
:Eine halbe Stunde Qual

Der Bundeskanzler will sich in Jerusalem der deutschen Verantwortung stellen. Dann lässt ihn Ministerpräsident Netanjahu in fast jedem Punkt auflaufen.

Von Daniel Brössler

Ausstellung im NS-Dokuzentrum München
:Was der Krieg mit uns macht

Eine sehenswerte Ausstellung im NS-Dokumentationszentrum spürt den traumatischen und oft übersehenen Folgen kriegerischer Auseinandersetzungen nach.

Von Jürgen Moises

Holocaust-Gedenken
:Knobloch wirbt für Yad-Vashem-Standort in Bayern

Im Bildungsausschuss des bayerischen Landtags plädiert die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern dafür, sich für das Bildungszentrum einzusetzen.

Von Anna-Maria Salmen

Holocaust-Gedenkstätte
:Bayern bewirbt sich um Yad-Vashem-Außenstelle in München

Neben zwei weiteren Bundesländern bewirbt sich auch der Freistaat um die Gedenkstätte. Bald steht der Besuch einer israelischen Delegation an.

Künstliche Intelligenz
:„Neue Dimension der Fake History“

Ein jüdischer Junge, der in Auschwitz Geige spielt. Ein Soldat, der in Dachau menschliche Knochen vor dem Krematorium einsammelt: Bilder, die Szenen aus Konzentrationslagern zeigen, fluten derzeit soziale Medien. Das Problem: Sie sind durch KI erstellt.  Über ein makaberes Geschäft auf Kosten historischer Fakten.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier und Amely Wild

Literatur
:Ein Dackel der Geschichte

Noch immer sind so viele Schicksale des 20. Jahrhunderts nicht erzählt. Aber die Geister der Erinnerung leben unter uns, zeigt der Schriftsteller Marko Dinić – in seinem beeindruckenden Roman „Buch der Gesichter“ und bei einem Spaziergang in Wien.

SZ PlusVon Verena Mayer

Auktion mit KZ-Dokumenten
:Judensterne „mit Gebrauchsspuren“

Ein Auktionshaus in Neuss wollte Hunderte Schriftstücke von KZ-Häftlingen und andere Zeugnisse aus dem Holocaust versteigern. Über einen empörenden Fall.

Von Jörg Häntzschel

Geschichte
:„Zu gewissen Zeiten ist die Ukraine tatsächlich übersehen worden“

Martin Schulze Wessel hat die Beziehungen zwischen Deutschland und der Ukraine erforscht. Ein Gespräch über verdrängte Kriegsschuld, Putins Ambitionen und Merkels fatale Lehren aus der Geschichte.

SZ PlusVon Moritz Baumstieger und Jens-Christian Rabe

Gedenkpolitik und Nahostkonflikt
:Von Gaza nach Neuengamme

Die Gedenkorte in Deutschland werden zunehmend zum Schauplatz des Nahostkonflikts. Das gefährdet eine ohnehin fragile Erinnerungskultur.

SZ PlusGastbeitrag von Volker Weiß

Jüdisches Leben in Deutschland
:Bekommt Yad Vashem bald einen Standort in Bayern?

In Deutschland soll ein Bildungszentrum zum Holocaust entstehen. Bayern möchte gerne der Standort dafür sein. Bald wird eine israelische Delegation erwartet, die sich hier umsehen will.

Von Patrick Wehner

SZ MagazinMarianne Rosenberg im Interview
:„Ich war zu einer Ware geworden“

Die Sängerin Marianne Rosenberg über die Zwänge des Schlagermilieus, denen sie nur mit Rio Reisers Hilfe entkam, und über ihre von Verfolgung und Nazi-Terror geprägte Familiengeschichte.

SZ PlusInterview von Johannes Waechter

Münchner Festival „Wohin jetzt?“
:Jüdisches Leben in vielen Facetten

Die Münchner Kammerspiele haben ein vielseitiges Programm zu den Erfahrungen und Perspektiven von Jüdinnen und Juden in Deutschland seit der Nachkriegszeit zusammengestellt: „Wohin jetzt? Jüdisches (Über)leben nach 1945“. Ein Überblick.

Von Jutta Czeguhn und Yvonne Poppek

Kino
:Ein Mensch, ein böser Mensch

„Das Verschwinden des Josef Mengele“, Kirill Serebrennikows Studie des Auschwitz-Lagerarztes, ist ein schillernder Ausflug in die Kälte.

SZ PlusVon Fritz Göttler

ORF-Moderator
:„Wir leben in einem Zeitalter des Opportunismus“

Der 95-jährige Journalist und Autor Paul Lendvai erzählt in dem schmalen Buch „Wer bin ich?“ sein Jahrhundertleben: Ein Gespräch über die Zerbrechlichkeit der Freiheit und darüber, warum er bislang nie offen über seine jüdische Identität geredet hat.

SZ PlusInterview von Verena Mayer

Kino
:„Josef Mengele war der perfekte Psychopath“

August Diehl spielt den berüchtigten KZ-Arzt in einem Film. Ein Gespräch über den Horror des Holocaust und die lange Jagd nach dem „Todesengel“ von Auschwitz.

SZ PlusInterview von David Steinitz

Erinnerung ans jüdische Displaced-Person-Camp
:„Wir sind mit klaren Gefühlen aufgewachsen: draußen die Feinde und die Amerikaner die Retter“

Rachel Salamander hat ihre Kindheit im Lager Föhrenwald für jüdische Displaced Persons verbracht. Wie es war, unter Menschen aufzuwachsen, die in die tiefsten Abgründe geblickt haben, und an einem Ort, an dem kein Bewohner aus freien Stücken gewohnt hätte.

SZ PlusInterview von Felicitas Amler

Vorfall am Sendlinger-Tor-Platz
:Münchner Kriminalpolizei fahndet nach aggressivem Judenhasser

Der Unbekannte soll einem Teilnehmer einer pro-israelischen Kundgebung mit Vernichtung in der Gaskammer gedroht haben.

Razzia am Starnberger See
:Generalstaatsanwaltschaft München lässt Holocaust-Leugner verhaften

Alfred S. saß schon mehrmals im Gefängnis, weil er die Tatsache bestreitet, dass die Nazis Millionen Juden ermordet haben. In der rechtsextremen Szene gilt der 70-Jährige als prominent.

SZ PlusVon Martin Bernstein

Bayerische Juden in der NS-Zeit
:„Im Kindergarten, da wurden wir immer mit Steinen beworfen“

Der Journalist und Autor Thomas Muggenthaler zeichnet in seinem Buch „Mit dem Leben davongekommen“ die Lebenswege bayerisch-jüdischer Emigranten nach. Es sind Geschichten über Flucht und Rückkehr und den ambivalenten Blick auf die alte Heimat.

Von Alexander Kappen

Theater
:Das Grauen des Holocaust im Plenarsaal

Das Schauspiel Stuttgart zeigt Peter Weiss’ erschütterndes Sprechoratorium „Die Ermittlung“ im Stuttgarter Landtag. Selten war die Aufmerksamkeit im Theater so hoch wie hier.

SZ PlusVon Egbert Tholl

Hörspiel
:Schweigen ist keine Option

Kai Grehn hat das Hörspiel „Imiona nurtu. Die Namen der Strömung“ in der Gedenkstätte des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau aufgenommen. Das gelingt, trotz aller Risiken.

SZ PlusVon Stefan Fischer

Holocaust-Gedenken
:Spaenle wirbt für Yad-Vashem-Außenstelle in Bayern

Drei Bundesländer sind im Rennen: Wer holt das Yad-Vashem-Bildungszentrum nach Deutschland? Der bayerische Antisemitismusbeauftragte macht sich für einen Standort im Freistaat stark.

Friedrich Merz
:Die Emotionen eines Kanzlers

Der Regierungschef kämpft in einer Rede mit den Tränen. Auch seine Vorgänger im Amt haben schon emotionale Momente erlebt. Was aber passiert, wenn aus Gefühlen Politik wird?

SZ PlusVon Daniel Brössler, Henrike Roßbach

SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:Wo beginnt Antisemitismus, Meron Mendel?

Und wo endet Kritik an Israels Führung? Gespräch mit dem Leiter der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt.

Von Lars Langenau

Holocaust-Überlebender in Markt Indersdorf
:Reise voller Kindheitserinnerungen

Nach Kriegsende kamen junge Überlebende der nationalsozialistischen Verfolgung in einem Kinderzentrum im Kloster Indersdorf unter und wurden dort auf ein neues Leben in Freiheit vorbereitet. Menahem Mairovich war einer von ihnen. 79 Jahre später kehrt er erstmals in die bayerische Gemeinde zurück.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

Biografie über Erich von dem Bach-Zelewski
:Himmlers Massenmörder

Erich von dem Bach-Zelewski war im besetzten Osteuropa für den Tod Hunderttausender verantwortlich. Seine Strategie der Selbstinszenierung als „Problemlöser“ half ihm auch nach 1945.  Jan Kreutz hat nun die zahllosen Selbstzeugnisse des SS-Offiziers ausgewertet und eine erhellende Biografie vorgelegt.

SZ PlusRezension von Stephan Lehnstaedt

Götz Aly
:Es waren die Deutschen

„Wie konnte das geschehen?“: Götz Aly fragt noch einmal, warum so viele mitmachten bei den Verbrechen der Nationalsozialisten. Seiner funktionalen Erklärung für die Judenvernichtung muss man nicht zustimmen, um sagen zu können: ein großes Alterswerk.

SZ PlusGastbeitrag von Martin Sabrow

MeinungPrantls Blick
:Auschwitz: Ein deutscher Mord

Vor sechzig Jahren fällte das Landgericht Frankfurt die Urteile im ersten Auschwitz-Prozess: Es waren Blicke ins Labyrinth der Schuld. Und: An Auschwitz scheitert jede Gewissheit.

SZ PlusVon Heribert Prantl

Individualität im KZ
:Der Stoff der Mordstätten

Bei Weitem nicht alle KZ-Häftlinge trugen den gestreiften Anzug, erklärt die Modeexpertin und Historikern Karolina Sulej. Detailreich und manchmal chaotisch erzählt sie, was Kleidung im KZ bedeutete.

Rezension von Viktoria Großmann

MeinungAfD-Verbot
:Steinmeier muss endlich der Anwalt des wehrhaften Staates sein

Das Grundgesetz hält die Instrumente für den Einsatz gegen Verfassungsfeinde bereit, aber die demokratischen Parteien nutzen sie nicht. Der Bundespräsident steht daher vor einer großen Aufgabe.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Biografie über Robert Servatius
:Der Lobbyist der NS-Verbrecher

Der Jurist Robert Servatius verteidigte in Nürnberg und Jerusalem NS-Größen mit immer gleicher Taktik. Und er verteidigte sich damit auch selbst, schreibt sein Biograf Dirk Stolper.

SZ PlusRezension von Knud von Harbou

Charta der Vertriebenenverbände
:„Eine bewusste Abkehr von Rache“

Bundeskanzler Friedrich Merz würdigte die Leistungen der Heimatvertriebenen für die junge Bundesrepublik. Vor 75 Jahren gaben sie sich eine Charta, die für Versöhnung plädierte.

Von Robert Probst

ExklusivAttentat auf Hitler am 20. Juli 1944
:Was hätte ich damals getan?

Und bedeutet „Was tue ich heute?“ nicht in gewisser Weise dasselbe? Diese Fragen begleiten Matthias Brandt, Schauspieler und Sohn von Willy Brandt, sein ganzes Leben hindurch. Gedanken zu Widerstand damals und jetzt – anlässlich des Gedenktags zum Attentat auf Adolf Hitler.

SZ PlusGastbeitrag von Matthias Brandt

Straßenausstellung  in München
:Weiße Koffer erinnern an die ermordeten jüdischen Nachbarn

Der Aktionskünstler Wolfram P. Kastner stellt in Schwabing Gepäck mit Namen und Anschrift versehen vor Häusern auf, in denen einst Juden wohnten. So will er den Opfern nationalsozialistischer Verfolgung ihre Würde und ihre Geschichten zurückgeben.

SZ PlusVon Thomas Radlmaier

NS-Raubkunst
:„Zu einem Spottpreis erworben“

Das Georg-Kolbe-Museum in Berlin plant ein großes Gedenkprojekt rund um den „Tänzerinnen-Brunnen“. Dann stellt sich heraus: Es handelt sich um Raubkunst. Doch der Direktorin fällt es schwer, das zuzugeben.

SZ PlusVon Jörg Häntzschel

Analyse der NS-Zeit
:Hitler erklären auf 128 Seiten? Ja, geht!

Es muss nicht immer eine dicke Biografie sein, um Adolf Hitlers Person und Politik der Vernichtung zu verstehen. Es reicht, zu Sybille Steinbachers präziser Einführung zu greifen.

Rezension von Isabell Trommer

Graphic Novel
:Wie zeichnet man das Böse?

In der Graphic Novel „Schweigen“ erzählt Birgit Weyhe historisch fundiert von den Leben zweier Frauen in Nazi-Deutschland und Argentinien unter der Militärdiktatur.

SZ PlusVon Max Fluder

Omri Boehm bei „München redet“
:„Eine Welt, die Verbrechen gegen die Menschlichkeit erlaubt, erlaubt sie auch gegen Juden“

Die deutsche Lehre aus dem Holocaust dürfe nicht die bedingungslose Unterstützung israelischer Kampfhandlungen sein, sagt der Philosoph Omri Boehm bei einer SZ-Veranstaltung im Residenztheater. Zugleich verteidigt er sich gegen seine Kritiker.

Von David Kulessa

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: