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NSDAP-Mitgliederkartei
:Wer war in der Nazi-Partei?
Zwischen 1925 und 1945 traten mehr als zehn Millionen Menschen der NSDAP bei – viele aus Überzeugung, manche, weil der Druck zu groß wurde. Hier finden Sie heraus, ob Ihre Verwandten dazuzählten.
Abkürzungen, Stempel, Vermerke - auf den Mitglieder-Karten der Nazipartei finden sich viele Informationen, die auf den ersten Blick kryptisch wirken. Hier erklärt die SZ, wie Sie sie entschlüsseln.
Wie Sie nach einem Treffer weiterforschen können
Wer in der NSDAP-Mitgliederkartei fündig wird, will über die Person oft noch mehr herausfinden. Andere Archive könnten Antwort geben, manche auch online. Ein Überblick.
Wie man Parteimitglied wurde
Hitlers NSDAP nahm nicht jeden auf. Wer Mitglied werden durfte, welche Pflichten damit verbunden waren – und welche Privilegien.
Der Vater des langjährigen SZ-Chefreporters Herbert Riehl-Heyse wurde 1945 von der SS erschossen, nicht nur in Altötting gilt er vielen als Märtyrer. Jetzt taucht sein Name in den NSDAP-Akten auf – und seine Enkelin begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit.
Wie ein mutiger Mensch die Nazi-Akten rettete
Acht Millionen Mitgliederkarten der NSDAP wollten die Nazis in einer Papiermühle in Freimann bei München vernichten lassen. Doch Betriebsleiter Hanns Huber versteckte die Akten unter Lebensgefahr. Und dann wollten die Amerikaner sie erst gar nicht haben.
Das Verbrechen im Wald nebenan
In Szpęgawsk, südlich von Danzig, erschoss die SS im Herbst 1939 bis zu 7000 Polen – in unmittelbarer Nachbarschaft zum Gutshof meiner Vorfahren. Trotzdem trat meine Urgroßmutter wenig später in die NSDAP ein.
Dem Geheimnis auf der Spur
Ovid und die gefährliche Liebe
Bis heute wird darüber spekuliert, warum Kaiser Augustus persönlich den römischen Dichter Ovid ins Exil geschickt hat. War seine Aufklärungslektüre zu deutlich?
Wie der Name „Amerika“ in die Welt kam
Um die Benennung des Doppelkontinents ranken sich Legenden. Waren es am Ende zwei Deutsche mit einer vorschnell beschrifteten Landkarte?
Der Prunk von Babylon
Die Hängenden Gärten der Semiramis gehören zu den sieben Weltwundern der Antike. Und doch ist unklar, ob es sie überhaupt je gab.
Weitere Artikel
25 Jahre 9/11
:„Ich kenne keinen anderen Mordfall, bei dem man die Opfer auf der Müllkippe entsorgt hat“
Der Anschlag auf das World Trade Center ist 25 Jahre her, aber Diane und Kurt Horning konnten ihren Sohn nie begraben. Sie haben nur ein paar Dinge von ihm, die man auf der Müllhalde fand, auf der das Geröll damals abgeladen wurde. Und jetzt: Gras drüber?
25 Jahre 9/11
:Als das Monster uns verschluckte
Unser Autor stand zwei Blocks entfernt, als am 11. September der erste Turm des World Trade Centers einstürzte. Erinnerungen an den Tag, der nicht nur New York und die USA, sondern die Welt verändert hat.
25 Jahre 9/11
:Wie die USA vom Helden zum Wüterich wurden
Nur Stunden nach den islamistischen Anschlägen am Morgen des 11. September 2001 zieht Präsident George W. Bush fast unbegrenzte Machtbefugnisse an sich und beginnt den Krieg gegen den Terror. Beides prägt Amerikas Politik bis heute.
Magdeburg
:Otto der Große wiederbestattet
Mit einem Festgottesdienst im Magdeburger Dom haben Vertreter von Kirchen, Politik und Gesellschaft am Dienstag die Wiederbeisetzung von Kaiser Otto I. (912-973) begangen. Ein neuer Sarg für Otto I., der auch „der Große“ genannt wird, war notwendig ...
Film
:„Ich sehe mich als thüringische Europäerin“
In ihrem neuen Film „Vaterland“ spielt Sandra Hüller Erika Mann, die mit ihrem Vater Thomas durch Nachkriegsdeutschland reist. Ein Gespräch über das Hadern mit der Heimat und den Trost der Kunst.
Kino
:Sie sind wieder munter, die Schweine
Hanns Zischler spielt Thomas Mann, Sandra Hüller seine Tochter Erika. „Vaterland“ von Paweł Pawlikowski ist einer der besten Filme des Jahres – eine Reflexion über die Kunst und über Deutschland, präzise wie ein Laserstrahl.
Naherholung in München
:Die spektakuläre Verwandlung des Westparks
Heute ist er der meistbesuchte städtische Park Münchens. Doch einst war das Areal der heute so wichtigen grünen Lunge wüst und leer. Über eine wegweisende Entscheidung und zwei Eichen, die den Wandel veranschaulichen.
München
:Bekommt der Retter der Nazi-Akten einen Erinnerungsort?
Im April 1945 rettete Hanns Huber die Mitgliederkartei der NSDAP vor der Vernichtung. Danach geriet er in Vergessenheit. Seine Großnichte und Münchens Oberbürgermeister Krause setzen sich nun für ein Gedenken ein.
Eichmann-Prozess
:„Die Rettungsversuche ziehen sich bis in die Neunziger“
Der Historiker Klaus-Dietmar Henke über die schwierigen Anfänge der BRD nach dem Nationalsozialismus, die vielen Lügen dieser Zeit – und darüber, wie der NS-Kollaborateur Hans Globke Kanzleramtschef bleiben konnte.
Debatte
:Wir wissen doch, was geschah
Über 200 Jahre erkämpfte Deutschland sich ein demokratisches Grundgesetz – dann gab man es her, weil einige glaubten, die Regierung Hitler sei nur ein kurzer Spuk. Was ein Blick bis in die Zeit Goethes uns über die Gegenwart lehrt.
Zum Tod des Holocaust-Überlebenden Avremale Litman
:Einer, der seine Fröhlichkeit nie verlor
Avremale Litman ist als Kind vor den Nationalsozialisten geflohen. Er war eine der letzten Stimmen dieser Zeit. Jetzt ist er im Alter von 94 Jahren gestorben.
Zeitgeschichte
:Klaus Müller wollte weg aus der DDR. Aber um zu bleiben
„Wie wahnsinnig hab’n die Leute applaudiert, meine Teure!“ – schon 100 000 Menschen sind für den „Spaziergang nach Syrakus“ ins Kino gegangen. Ein Telefonat mit dem Mann, dessen Geschichte in dem Film erzählt wird.
Literatur
:Wie lernt man aus der Geschichte?
Edgar Selge unterzeichnete einen offenen Brief gegen Waffenlieferungen in die Ukraine – dann merkte er: Er lag falsch. Ein Treffen mit dem Autor, dessen Roman „Juras letzter Winter“ über einen russischen Jungen auch um diesen Irrtum kreist.
Ausstellung in den Antikensammlungen München
:Güldene Preziosen gegen die Mühen des grauen Alltags
Die kleine Schwester von Napoleon sammelte einst als Königin von Neapel erlesene antike Stücke. Als sie Geldprobleme hatte, kaufte Ludwig I. die Preziosen für München. Nun sind sie erstmals vollständig zu sehen.
ExklusivExclusive
:The German Spy Inside Eichmann’s Defense Team
In 1961, West German intelligence planted an agent in the Eichmann trial in Jerusalem. His marching orders? Preventing Andenauer’s Chancellery chief Hans Globke and other former Nazis from being mentioned in the proceedings.
ExklusivZeitgeschichte
:Der Mann, der Eichmann an den BND verraten hat
Der BND hat 1961 einen Agenten in den Eichmann-Prozess eingeschleust, der vor allem eine Aufgabe hatte: Adenauers Kanzleramtschef Hans Globke und andere NS-Kollaborateure aus dem Verfahren herauszuhalten. Eine Enttarnung.
Literatur
:Der Auftritt seines Lebens
Der Sommer 1979 an den Mecklenburger Seen, eine Novelle, die den Sex ausspart, und Jahre später eine Lesung, die aus dem Ruder läuft: Ingo Schulzes Roman „Das Wasser im August“ ist ein raffiniertes Vexierspiel mit ostalgischem Einschlag.
Literatur
:Großmeister des Erzählens
Kaum jemand hat Europas Erinnerungen, Brüche und Abgründe so genau vermessen wie er: Der ungarische Schriftsteller und Fotograf Péter Nádas ist im Alter von 83 Jahren gestorben. Ein Nachruf.
DDR-Vergangenheit
:Polizeigewerkschafter tritt nach Misshandlungsvorwürfen zurück
Nach neuen Anschuldigungen zu seiner Zeit als DDR-Grenzoffizier gibt der Vizechef der größten deutschen Polizeigewerkschaft seinen Posten auf. Zuvor warnte er Polizisten davor, AfD zu wählen.
ExklusivHybrider Krieg
:Wie einst beim KGB: Warum das Russische Haus für den Kreml so nützlich sein könnte
Seit SZ und WDR das Russische Haus in Berlin als mögliche Tarnung russischer Geheimdienste entlarvten, wird über dessen Schließung diskutiert. Ein fast 60 Jahre altes Agenten-Handbuch zeigt, wie bereits die Sowjetunion Kultureinrichtungen zur Spionage nutzte.
Schriftstellerin Christa Reinig
:Erinnerung an eine wichtige Stimme der Frauenbewegung
Sie war Floristin, Trümmerfrau, DDR-Dissidentin und wurde zur feministischen Ikone: Zum hundertsten Geburtstag verdient die Schriftstellerin Christa Reinig eine Wiederentdeckung.
AfD-Debatte
:Geschichte wiederholt sich eben nicht
Was taugen historische Analogien? Zu einem aktuellen Streit über „neuen Faschismus“ unter Historikern und warum aus der Vergangenheit hergeleitete Prognosen selten weiterhelfen.
Literatur
:Und wer zahlt die Rechnung?
Er hat Geld, sie muss jeden Cent zählen. Ruth-Maria Thomas fragt in ihrem Roman „Die zweitgrößte Liebe“, ob eine Liebe mit Klassenunterschied gutgehen kann.
Debatte
:Herzland
Wenn man zurzeit sagt, dass man aus dem Osten kommt, erntet man besorgte Blicke. Wählen da jetzt nicht alle AfD? Eine Einladung zur Differenzierung von einer Erfurterin.
SZ-Kolumne Typisch deutsch
:Der süße Klang der Klingen
Auf einer Theaterbühne sind Schlachten deutlich angenehmer als im wahren Leben. Warum das Mittelalter-Stück „Der Rächer am Totensarg“ ein Gefühl von Lebenslust und Freiheit vermittelt.
Anschlag in München von 1970
:Einzeltäter legte Brand in jüdischem Altenheim
Vor 56 Jahren starben sieben Menschen bei dem Anschlag auf die Einrichtung in der Reichenbachstraße. Nun legen sich die Behörden auf einen Verdächtigen fest.
Gedankenspiel AfD-Regierung
:1933 – noch einmal?
Es ist das Jahr 2033. Alice Weidel ist Bundeskanzlerin und baut mit ihrer Regierung Deutschland zu einem anderen Land um. Das Szenario aus der Feder des Journalisten Justus Bender wirkt erschreckend real.
Literatur
:„Bald fange ich wirklich an zu kotzen. Oder fahr heim“
Der Autor Samuel Beckett, Meister des Absurden, bereist Hitlerdeutschland. Die nun erstmals publizierten „German Diaries“ sind die grimmigen, oft auch amüsanten Protokolle dieser „Grand Tour“.
18. Jahrhundert
:Als die Truppen der Habsburger über München herfielen
Im Kampf um die Kaiserwürde erobern die Österreicher die Stadt Mitte des 18. Jahrhunderts gleich mehrfach. Besonders brutal wüten sie vor den Toren der Stadt im Lehel, wo Dutzende Häuser in Flammen aufgehen.
Russland
:Wagt es, euch zu erinnern
Während in Putins Russland immer neue Statuen von Stalin enthüllt werden, verschwinden immer mehr Denkmäler für Stalins Opfer. Wer an die Verfolgten von damals erinnert, muss vorsichtig sein. So war das früher, so ist es jetzt wieder.
News-Überblick
:Das sind die Nachrichten des Tages
Immer mehr junge Menschen suchen bei der Telefonseelsorge Hilfe, der fast missglückte Start einer Boeing am Münchner Flughafen wird untersucht, auf der Landshuter Allee gilt weiterhin Tempo 30 und mehr.
NS-Vergangenheit
:Jäger der Nazi-Juristen
Reinhard Strecker klagte die Taten jener NS-Richter an, die in der Bundesrepublik weiter Karriere machten. Nachruf auf einen unermüdlichen Aufklärer.
Verfassungsschutz
:Nie wieder eine deutsche Geheimpolizei
Mit ihrer Geheimdienstreform möchte die Bundesregierung das Trennungsgebot zwischen Polizei und Verfassungsschutz aufweichen. Dabei wurde es nach der NS-Zeit aus guten Gründen eingeführt.
SS-Verbrechen
:„Mit der Komplizenschaft der italienischen Faschisten“
Bei einem Massaker tötete die SS im toskanischen Sant’Anna di Stazzema 1944 Hunderte Menschen. Erstmals räumt ein Minister der Meloni-Regierung eine Mitschuld ein – aus Kalkül?
Julia Klöckner über die Wiedervereinigung
:„Was haben wir falsch gemacht?“
28 Jahre lang teilte die Berliner Mauer die Stadt in Ost und West. Doch in vielen Köpfen bestehe sie bis heute fort, sagte die Bundestagspräsidentin bei einer Gedenkveranstaltung. Nicht auf alle Gründe ging sie ein.
Verwaltungsgericht München
:Rentnerin muss 45 000 Euro für Entfernung von Weltkriegsmunition von Grundstück zahlen
Weil sie sich an den Kosten einer mehrwöchigen Großbaustelle in ihrem Garten im Jahr 2017 beteiligen sollte, ging Melitta Meinberger vor Gericht – allerdings ohne Erfolg.
Hanne Lenz’ Erzählungen
:Die Schriftstellerin, die keine werden konnte
Hanne Lenz stand zeitlebens im Schatten ihres Ehemanns, des Schriftstellers Hermann Lenz. Der Erzählband „Das Nachtkarussell“ führt vor Augen, dass in ihr ebenfalls viel literarisches Potenzial steckte.
Donau
:Die Donau gibt ihre Toten zurück
Es lohnt sich, den Schlamm im leeren Flussbett zu deuten. In ihm liegt neben Zivilisationsmüll die Erkenntnis: Europas großer Strom ist so viel mehr als ein Wirtschaftsraum.
Klimakrise
:Wildes Weh und trockenes Ach
Rheingold, Romantik, „Wacht am Rhein“: Der Strom, an den die Deutschen ihr Schicksal binden wollten, ist heute ein europäischer Fluss. Und im Moment eher ein Rinnsal. Da kommen die Schiffer auf alte Ideen: Felsen sprengen.
Sammelband zu Thomas Mann
:„Totalitäre Politik ist eine schmutzige Teufelei“
„Was heute nottäte, wäre ein militanter Humanismus“: Thomas Mann war in seinem Engagement für die Demokratie unmissverständlich. Ein Band der TU München macht das einmal mehr deutlich.
Autobiografie
:Mehr als nur ein Sohn von Willy
Peter Brandt, der älteste Sohn von Willy Brandt, hat seine Autobiografie vorgelegt. „Sich ändern, um sich treu zu bleiben“ ist der nüchtern-analytische Blick eines bekennenden Sozialisten zurück in die Bonner Republik.
Berlin
:Mauer-Gedenken am Brandenburger Tor
Mit einer Installation und einer temporären Ausstellung soll in Berlin an den 65. Jahrestag des Mauerbaus und die deutsche Teilung erinnert werden.
Literatur
:Dieser ewige Kampf um Freiheit
Hannah Häffners „Die Riesinnen“ und Miriam Carbes „Unerwünschte Töchter“ erzählen von mehreren Generationen von Frauen. Was alle miteinander und mit der Gegenwart verbindet: Sie können nie ganz die sein, die sie gern wären.
Literatur
:Und wo bleibt der Sex?
Wokeness-Kritiker schimpfen, Altphilologinnen vermissen Erotik, und Action-Fans feiern: Wie lange kein Film mehr bewegt Christopher Nolans „Odyssee“ die Gemüter. Ein unvollständiger Debatten-Überblick.
Geschichte des Zivildiensts
:Von „Drückebergern“ zu „Helden des Alltags“
Demütigende Fragen und kaum gesellschaftliche Anerkennung: 50 Jahre lang gab es in der Bundesrepublik „Zivis“, die den Kriegsdienst verweigerten. Eine Chronik.
Juden-Verfolgung in der NS-Zeit
:„Von jetzt ab existieren Sie nicht mehr!“
Margarete Bihrle soll 1941 deportiert werden, doch ein Nachbar streicht ihren Namen heimlich von der Deportationsliste. Bis zum Ende des Kriegs verlässt sie ihre Münchner Wohnung nicht mehr – und überlebt als Unsichtbare.
Kino
:Nastassja Kinski und Wim Wenders einigen sich
Er filmte sie als 13-jähriges Kind in einer Nacktszene, über die er lange nicht verhandeln wollte. Nun kündigt der 80-jährige Regisseur an, die strittige Szene in „Falsche Bewegung“ von 1974 herauszuschneiden.
Endphase des Zweiten Weltkriegs
:Rückzug der Radikalisierten
Als die Wehrmacht 1944/45 von der Roten Armee Richtung Westen getrieben wurde, wendete sich die im Vernichtungskrieg angeeignete Gewalt gegen die eigene Bevölkerung, zeigt der Historiker Bastiaan Willems.
Weimarer Republik
:Zu wenig Geld, zu viel Gewalt
Woran scheiterte die Weimarer Republik? Die Historikerin Ute Daniel zeigt auf Politiker aller Couleur, die keine Reparationen zahlen und lieber einen ganz anderen Staat wollten. Und sie hat ein paar nützliche Tipps für heute.
Münchner Gesellschaft
:Es lebe die Beinfreiheit
Beim Sommerfest im Bayerischen Hof zeigt Kunsthallen-Direktor Roger Diederen, wie sich Männer modisch selbst befreien. Und Sophie-Alexandra Prinzessin von Bayern feiert die Münchner Lebensfreude.