Erster Weltkrieg

Als das alte Europa zerbrach und die Welt brannte

Soldaten kämpften in Europa und Afrika, in Nahost und im Atlantik: Von 1914 bis 1918 versank die Welt im Chaos, fast 70 Millionen Menschen standen für 40 Nationen unter Waffen. Der Erste Weltkrieg gilt als "Urkatastrophe" des 20. Jahrhunderts, der 17 Millionen Menschen das Leben kostete und für Europa Auftakt des noch mörderischeren, Zweiten Weltkriegs war. Das Leben und Sterben im Stellungskrieg prägt bis heute Politik, Kultur und nationale Identitäten.

Diplomatie
:Wenn Bayern und Italien dieselbe Königin feiern

Sie war die Schwester von Kaiserin Sisi, die letzte Königin beider Sizilien und eine mutige Frau. Wie das Leben von Marie Sophie, geborene Herzogin in Bayern, bis heute nachwirkt.

SZ PlusVon Susanne Hermanski

Literatur
:Das unbekannte Leben der Zweigs in Starnberg

Der Schriftsteller Arnold Zweig und seine Frau Beatrice lebten von 1919 bis 1923 in Starnberg. Hinweise darauf sucht man dort aber vergeblich. Nur durch Briefe lässt sich das einfache Leben des Künstlerpaars in der Kreisstadt rekonstruieren.

SZ PlusVon Reinhard Palmer

Richard von Kühlmann
:Ein Weltbürger in Ohlstadt

Als Staatssekretär im Auswärtigen Amt hat Richard von Kühlmann am Ende des Ersten Weltkriegs den Friedensvertrag von Brest-Litowsk mit ausgehandelt – nur eine von vielen seiner Stationen. Über den weltläufigen Diplomaten, der seinen Lebensabend in Oberbayern verbrachte.

Von Knud von Harbou

MeinungRüstung im Pazifik
:Möglicherweise macht Trump einen Fehler, für den schon der deutsche Kaiser teuer bezahlte

Wenn ein Zusammenstoß zwischen den USA und einem aufstrebenden China unausweichlich wird, dann wird er im Indopazifik entschieden. Das scheint der US-Präsident verstanden zu haben. Seine geplanten Riesenschiffe aber könnten die falsche Idee sein.

SZ PlusKommentar von Tomas Avenarius

ZDF-Film „Sturm kommt auf“
:Retten möchte man sie alle

„Sturm kommt auf“ nach Oskar Maria Graf erzählt von einem Dorf in der revolutionären bayerischen Zwischenkriegszeit. Eine bewegende Höllenfahrt, groß inszeniert, großartig gespielt.

SZ PlusVon Claudia Tieschky

Archäologie
:„Für mich ist ein Wrack immer wie ein Tatort“

Gesunkene Schiffe erzählen auch unsere Geschichte, sagt Unterwasser-Archäologe Florian Huber. Wie er sich ihnen nähert, was er dabei erlebt hat und warum man auf der „Titanic“ keine Knochen findet, in der Ostsee aber schon.

SZ PlusInterview von Jakob Wetzel

Hörspiel
:Nauen, bitte kommen!

Im Hörspiel „Kamina“ soll eine Autorin über die Geschichte einer ehemaligen Funkstation in Togo schreiben. Rund 111 Jahre nach deren Zerstörung. Klingt verwirrend, ist aber spannende Geschichtsunterhaltung.

SZ PlusVon Hanna Böcher

Salzburger Festspiele
:Den Krieg angefangen? Ich doch nicht

Ein paar heitere Missverständnisse beim Phrasendreschen,  und schon wieder gibt es zehntausend Tote: Dušan David Pařízek inszeniert in Salzburg den Kriegstext „Die letzten Tage der Menschheit“ als schmerzhaft genaue Tragik-Satire.

SZ PlusVon Christiane Lutz

Geschichtsbild
:Frankreich und Deutschland, Seite an Seite

Vor vier Jahrzehnten haben sich Präsident Mitterrand und Kanzler Kohl für ein starkes und friedliches Europa eingesetzt. Nun möchten ihre Nachfolger das deutsch-französische Verhältnis neu beleben.

SZ PlusVon Joachim Käppner

Opernuraufführung
:Trümmerhaufen des Fortschritts

Regisseur Nicolas Stemann verhebt sich an der Uraufführung von Philippe Manourys „Die letzten Tage der Menschheit“ an der Oper Köln. Deren Geschäftsführer kommt nun an die Bayerische Staatsoper.

SZ PlusVon Egbert Tholl

„Clarissa“ von Stefan Zweig
:Nur der Anfang der Menschheitstragödie

Ein fragmentarischer Roman über Menschen, die den Krieg kommen sehen: Stefan Zweigs „Clarissa“ in einer beeindruckenden neuen Ausgabe liest sich gerade jetzt wie eine Warnung an uns Nachgeborene.

SZ PlusVon Aurelie von Blazekovic

Geschichte
:Das Leben des einfachen Arbeiters Johann Gammerl

Johann Gammerl macht 1936 etwas Besonderes: Er schreibt eine Autobiografie. Sein Ururenkel veröffentlicht sie Jahrzehnte später.  Sie liefert bemerkenswerte Einblicke in das Leben und Sterben gewöhnlicher Menschen in Bayern vor 150 Jahren.

SZ PlusVon Patrick Wehner

Historie
:Als München bunt wurde

Alle Schattierungen von Blau, Rot und Grün, ein paar schwarze Striche für die Konturen. Das war die Palette von Wassily Kandinsky, der vor 80 Jahren starb. Der große Maler befreite die Farben aus den Zwängen der Konvention – und mit ihnen ihre Betrachter.

SZ PlusVon Kia Vahland

Robert Harris
:„Was diese alten Burschen wohl hinter verschlossenen Türen aushecken“

Putin als Romanfigur kann er sich vorstellen, Trump eher nicht: Der britische Bestsellerautor Robert Harris über mächtige Männer, einen verliebten Premierminister und Kardinäle, die gerne Strippen ziehen.

SZ PlusInterview von Christian Mayer

Historie
:Eine Wunde, die endlich heilen soll

Kulturhauptstadt Europas 2025: Ein Besuch in Gorizia und Nova Gorica an der italienisch-slowenischen Grenze, wo Weltkriege und Diktatur tiefe Spuren hinterlassen haben.

SZ PlusVon Tobias Zick

„Als Hitler den Ersten Weltkrieg gewann“
:Fixiert auf Versailles

Gerd Krumeich verengt in seinem neuen Buch den Aufstieg Hitlers auf die deutsche Niederlage 1918 und den demütigenden Friedensschluss. Eine provokante These, die am Ende weniger zu Erkenntnis führt als zu überwunden geglaubten Deutungen.

SZ PlusRezension von Eckart Conze

MeinungFriedenspolitik
:Die Grünen sind streitunfähig geworden

Parteien wandeln sich, das gehört dazu. Doch bei den Grünen findet derzeit eine Entfremdung von sich selbst statt: Die Fahne der anderen Meinung wird nicht mehr hochgehalten; sie wird versteckt.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Kollwitz-Ausstellung in Frankfurt
:Mutter der Nation

Käthe Kollwitz wurde in beiden Deutschlands verehrt und darüber hinaus - ihre Kunst erdrückte das fast. Nun sind die Grafiken und Bronzen in Frankfurt zu sehen.

SZ PlusVon Kia Vahland

Geschichte im Landkreis
:"Das ist mein Beitrag dazu, dass so ein Scheiß nie wieder passiert"

Josef Kendlinger hat sich 2017 auf die Suche nach dem Grab seines im Ersten Weltkrieg verstorbenen Großvaters gemacht. Was als ein persönliches Anliegen begann, entwickelte sich über die Jahre zu einer Lebensaufgabe. Mittlerweile hat er knapp 300 Ruhestätten von Gefallenen aus der Region gefunden.

SZ PlusVon Pia Hitzer

Ernst Tollers "Eine Jugend in Deutschland"
:Aus dem Leben eines Utopisten

Wem die Protestbewegungen heute zu kleinlich sind, der sollte Ernst Toller lesen. Jetzt erscheint die Neuauflage von "Eine Jugend in Deutschland".

SZ PlusVon Willi Winkler

ARD-Serie
:Agentin wider Willen

Die bislang teuerste Schweizer Serie: "Davos 1917" erzählt von den Folgen des Zivilisationsbruchs und vom Auseinanderbrechen Europas.

SZ PlusVon Christian Mayer

Aktuelles Lexikon
:PEN

Schriftstellerverband, der für Verständigung eintritt, darin aber selbst nicht unbedingt glänzt.

Von Felix Stephan

Kriegsgedenkorte als Unesco-Erbe
:Hier die Amis, dort die Briten

... und Deutsche und Franzosen manchmal zusammen: Soldatenfriedhöfe aus dem Ersten Weltkrieg sind nun Weltkulturerbe. Eine Reise entlang der früheren Westfront bringt Einsichten für die Gegenwart.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

"Mein Sohn, der Soldat" im Kino
:Verscharrte Geschichte

Junge, zwangsrekrutierte Afrikaner mussten für Frankreich im Ersten Weltkrieg kämpfen und sterben. Superstar Omar Sy, dessen Familie aus Senegal stammt, erzählt davon in "Mein Sohn, der Soldat".

SZ PlusVon Fritz Göttler

100 Jahre Türkische Republik
:"Ein Demokrat, der am liebsten allein regierte"

Das Osmanische Reich stand vor dem Ersten Weltkrieg vor dem Kollaps. Aber 1923, vor 100 Jahren, rief Kemal Atatürk die Türkische Republik aus. Er hatte sich gegen alle Gegner durchgesetzt: den Sultan, die konservativen Geistlichen, die feindlichen Nachbarn und die Siegermächte.

SZ PlusVon Christiane Schlötzer

Das Politische Buch
:Jagd auf die Demokratie

Wie gefährdet der Parlamentarismus zu jeder Zeit war, kann man in den beiden Jahrzehnten zwischen den beiden Weltkriegen studieren. Konservative Machtträume und Hass auf die Moderne waren nicht nur ein Problem der Weimarer Republik.

Rezension von Clemens Klünemann

Louis-Ferdinand Célines Roman "Krieg"
:Die Sprache des Traumas

Louis-Ferdinand Célines wiederentdecktes, meisterhaftes Romanfragment "Krieg" und die Frage nach der Beziehung zwischen Autor und literarischem Werk.

SZ PlusVon Andreas Bernard

SZ-Serie: Vergessene Orte im Münchner Umland
:Ein Ort der Geselligkeit - und ein Gefängnis

Der Sommerkeller auf einem Hügel bei Benediktbeuern war im 19. Jahrhundert ein beliebter Ausflugsplatz mit Gastbetrieb. Doch im Ersten Weltkrieg wurden hier Kriegsgefangene geknechtet.

SZ PlusVon Benjamin Engel und Harry Wolfsbauer

Zeitgeschichte
:Waffen unter Beton: Das Geheimnis des Maximilianeums

Vor einem Jahr fanden Bauarbeiter ein Waffenlager im Landtag. Ein Gutachten bringt dramatische Geschehnisse des Jahres 1933 in Erinnerung.

SZ PlusVon Johann Osel

Das Politische Buch
:Ulbrichts langer Aufstieg zur Macht

Ilko-Sascha Kowalczuk legt am Beispiel Walter Ulbrichts nicht weniger als eine Geschichte des deutschen Kommunismus im 20. Jahrhundert vor. Das akribisch recherchierte Großwerk zeigt, dass der KPD-Politiker mehr war als nur Stalins treuer Parteisoldat.

SZ PlusRezension von Daniel Siemens

Erster Weltkrieg
:Wie Tote wieder einen Namen bekommen

Werden in Flandern britische Gefallene aus dem Ersten Weltkrieg entdeckt, schlägt die Stunde der "War Detectives". Sie versuchen, jeden Einzelnen zu identifizieren.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

Nobelpreisträgerin Olga Tokarczuk
:Das unzähmbare Herz

In Olga Tokarczuks Roman "Empusion" begibt sich ein sexuell fluides Medium in einen schlesischen Luftkurort. Klingt nach Thomas Manns "Zauberberg"? Durchaus kein Zufall.

SZ PlusVon Hubert Winkels

Lärm in der Kriegsführung
:Bummmmm!

Von Kriegstrompeten und Dudelsäcken bis zu "Shock and Awe": Seit der Antike setzen Armeen auf Lärm, um Feinde zu täuschen und zu verängstigen. Über Kriegsführung mit Hilfe der Akustik.

SZ PlusVon Lars Langenau

Münchner Kammerspiele
:Fähnchen mit Feelgood

Es ist beeindruckend, dass mitten im Ersten Weltkrieg ein Frauenfriedenskongress stattfand. Doch das macht Theaterstücke zu dem Thema nicht automatisch gut, wie "Anti War Women" an den Münchner Kammerspielen zeigt.

SZ PlusVon Christiane Lutz

MeinungInternationaler Frauentag
:Feminismus ist mehr eine Frage der Haltung als des biologischen Geschlechts

Beim Feminismus geht es im Kern um Freiheit - für Frauen, Männer und alle anderen. Daher kann wirkliche Gleichberechtigung auch nicht nur auf junge, wohlhabende Weiße im Westen zielen.

SZ PlusKommentar von Kia Vahland

Geschichte
:Der Tote an der Frezenbergstraat

Im Ersten Weltkrieg ließen Tausende Menschen ihr Leben. Noch heute sind viele Spuren von ihnen zu finden. Unterwegs mit Archäologen, die versuchen, die Erinnerung an die Toten wachzuhalten.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

MeinungUkraine
:Es geht ums Überleben

Neuerdings wird in der Debatte mit großer Nonchalance das Wort "Abnutzungskrieg" herumgereicht. Der Begriff beschreibt jedoch etwas, das in der Praxis mit sehr viel Gewalt und Tod verbunden ist.

SZ PlusKommentar von Hubert Wetzel

Dem Geheimnis auf der Spur
:Heldenhafter Vogel

Die Brieftaube Cher Ami rettete im Ersten Weltkrieg knapp 200 US-Soldaten das Leben. Vor Kurzem wurde ein letztes ungeklärtes Detail über sie bekannt.

Von Carolin Werthmann

Britische Filmpreise
:"Im Westen nichts Neues" für 14 Baftas nominiert

Der deutsche Antikriegsfilm hat bei den britischen Filmpreisen die meisten Nominierungen erhalten.

Waffenlieferungen und Pazifismus
:Kann es einen "guten Krieg" geben?

Im Gegensatz zu den Ukrainern können sich das viele Deutsche nach den Verbrechen des 20. Jahrhunderts nicht mehr vorstellen.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Raphaela Edelbauer: "Die Inkommensurablen"
:Geheimcodes aus dem Lumpenproletariat

Wie funktioniert die Manipulation der Massen - und wie verhält man sich zu ihr? Raphaela Edelbauers glänzender Roman "Die Inkommensurablen" über den Kriegsausbruch von 1914.

SZ PlusVon Helmut Böttiger

MeinungEssay
:Das gar nicht so große Trauma

Als ein Ei 300 Milliarden Mark kostete: Die deutsche Hyperinflation von 1923, ihre Ursachen und ihr Erbe.

SZ PlusEssay von Nikolaus Piper

Jaroslav Hašeks 100. Todestag
:Schlitzohr als Volksheld

Vor 100 Jahren starb Jaroslav Hašek, der Erfinder des "braven Soldaten Schwejk". Nie hat eine literarische Figur eine Nation so geprägt wie dieser Antiheld die tschechische.

Von Viktoria Großmann

"Karl Kraus Handbuch"
:Wo der Polemiker zu verteidigen wäre

Aus dem Handbuch zu Leben und Werk von Karl Kraus erfährt sogar der Kenner Neues. Umso merkwürdiger, zu welchen Lücken es kommt, wo sich die Darstellung der Zeit des Nationalsozialismus nähert.

Von Jens-Malte Fischer

"Im Westen nichts Neues" bei Netflix
:Schlammschlacht

Warum die Netflix-Neuverfilmung von "Im Westen nichts Neues" fast nichts mehr mit der Romanvorlage von Erich Maria Remarque zu tun hat.

SZ PlusVon Hubert Wetzel

Altlasten im Maximilianeum
:Woher stammen die Waffen aus dem Landtag?

Bei der gerade laufenden Sanierung des Landtags haben Bauarbeiter in einem Hohlraum Waffen, Munition und historische Gegenstände entdeckt. Vermutlich stammt der spektakuläre Fund aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg.

Von Johann Osel

Filmtipp
:Leider relevant

Die Netflix-Literaturverfilmung "Im Westen nichts Neues" ist für kurze Zeit im Kino zu sehen. Regisseur Edward Berger stellt seinen Film persönlich in München vor.

Von Josef Grübl

Ernst Jüngers Tagebücher
:Zwischen Dandytum und geistigem Widerstand

Selbst die Dinge in seiner Nähe betrachtete er aus großer Ferne: In seinen Notizen scheint die Distanz zwischen Ernst Jünger und der ihn umgebenden Welt unüberbrückbar.

SZ PlusVon Kurt Kister

Ernst Jünger und seine Leser
:Anleitung zum Kaltduschen

Martin Schulz, Elon Musk, Rudolf Augstein: Ernst Jünger stiftet eine atmosphärische Verbundenheit unter Männern, die sonst nicht viel gemeinsam haben.

Von Carolin Amlinger

Geschichte der Mobilmachung
:Putin, der Mann von gestern

Eine Mobilmachung als Eskalation ist so bedrohlich wie oldschool. Das lässt bei aller Sorge sogar ein wenig hoffen.

SZ PlusVon Kurt Kister

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: