Leute:Eine Frau für alle Felle

Leute: Was Katze Alfie sich bei dieser Idee von Claudia Schiffer gedacht hat? Ihr Blick lässt vermuten: nichts Gutes.

Was Katze Alfie sich bei dieser Idee von Claudia Schiffer gedacht hat? Ihr Blick lässt vermuten: nichts Gutes.

(Foto: Hollie Adams/Reuters)

Claudia Schiffer transportiert ihre Katze über den roten Teppich. Eva Mendes verteidigt ihren Mann Ryan Gosling. Und die britische Herzogin Sophie fordert Freiheit für die Tampons.

Claudia Schiffer, 53, Model, hat da was am Rücken. Bei der Filmpremiere von "Argylle" in London am Mittwochabend hatte sie in ihrem Rucksack eine Katze dabei. Die Katze gehöre ihrer Familie, erzählte Schiffer dem Fernsehsender Sky News, und besuche bloß ihr Herrchen: Schiffer ist mit Matthew Vaughn verheiratet, dem Regisseur von"Argylle". Das Tier spielt in dem Spionagefilm auch mit, nämlich als Katze Alfie. Ursprünglich sei dafür eine andere Katze eingeplant gewesen, aber ihr Mann habe dann gesagt, die Katze sei ein furchtbarer Schauspieler. Er habe dann zu ihrer Tochter Clementine gesagt: "Kann ich deine Katze benutzen?"

Leute: undefined
(Foto: Warren Toda/dpa)

Eva Mendes, 49, Schauspielerin, zelebriert die Oscar-Nominierung für ihren Mann Ryan Gosling, 43, Teilzeit-Ken. "So stolz auf meinen Mann", schrieb die US-Amerikanerin, die mit Gosling zwei Töchter hat, auf Instagram. "So viel Hass, als er diese Rolle annahm. So viele Leute haben versucht, ihn dafür zu beschämen." Trotz aller Hetzereien in den sozialen Medien "und den Artikeln, die über ihn geschrieben wurden", habe er "diese völlig originelle, urkomische, herzzerreißende und inzwischen ikonische Figur geschaffen und sie bis zu den Oscars gebracht", schrieb Mendes. Dazu teilte sie einen Artikel aus einem Medien-Magazin, in dem Gosling in seiner Rolle im Film "Barbie" stark abgewertet und als "echt cringe" bezeichnet wurde.

Leute: undefined
(Foto: Arthur Edwards/dpa)

Sophie, 59, britische Herzogin, hat etwas gegen Geheimniskrämerei. Beim Besuch einer Londoner Mädchenschule warb sie für einen offeneren Umgang mit Menstruationsprodukten. "Viele Unternehmen, die diese Produkte herstellen, ob es Binden sind oder Tampons oder etwas anderes, versuchen, die Verpackung relativ hübsch zu machen", sagte die Schwägerin von König Charles III. der Nachrichtenagentur PA zufolge. "Aber wo bewahren wir die auf? Versteckt im Schrank." Die Produkte müssten raus aus dem Schrank, weil das auch dazu diene, besser ins Gespräch zu kommen. "Wenn eure sechsjährige kleine Schwester eins davon in die Hand nimmt und fragt: Wofür ist das?, dann könnt ihr darüber zu Hause ein Gespräch führen", sagte Sophie. Wenn man Periodenprodukte verstecke, mache man daraus ein Tabu. Die Herzogin ist mit Charles' jüngstem Bruder, Prinz Edward, verheiratet.

Leute: undefined
(Foto: Hannes Magerstaedt/Getty Images)

Marcel Reif, 74, Sportjournalist, haderte mit seinem Schweigen. Wie er der Zeitung Jüdische Allgemeine sagte, habe er zunächst mit seiner Entscheidung gezögert, ob er bei der Veranstaltung im Bundestag anlässlich des Holocaust-Gedenktags sprechen solle. "Mein Vater hat geschwiegen, weil er wollte, dass ich als behütetes, unbelastetes Nachkriegswirtschaftswunderkind aufwachse", sagte er. "Für mich war das heldenhaft. Ich möchte deshalb auch nicht das Sprachrohr meines Vaters sein. Deswegen habe ich auch Zweifel gehabt, ob ich vor dem Bundestag sprechen soll." Das Schweigen seines Vaters habe es ihm leicht gemacht, "in diesem Land der Täter aufzuwachsen. Ich sollte nicht in jedem Mann, jeder Frau auf der Straße den vermeintlichen Mörder meiner Verwandten sehen". Erwartet wird neben Reif am kommenden Mittwoch auch die Holocaust-Überlebende Eva Szepesi. Beide halten Reden. Szepesi überlebte Auschwitz als Kind, Reif ist Vertreter der zweiten Generation.

Zur SZ-Startseite
Gérard Depardieu

SZ Plus"Me Too"-Vorwürfe
:Ist seine Kunst größer als seine Schuld?

Seit Monaten streiten die Franzosen über Gérard Depardieu und die Vorwürfe sexualisierter Gewalt gegen den Schauspieler. Auch der Präsident hat sich eingeschaltet - und wenig Feingefühl bewiesen. Inzwischen kann man wohl von einem Kulturkampf sprechen.

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: