DDR

Deutsche Demokratische Republik

MeinungRebellion
:Im Alter von James Dean darf man halbstark sein. Aber im Alter von Donald Trump?

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl
Portrait (freie Mitarbeit) Heribert Prantl

Julia Klöckner über die Wiedervereinigung
:„Was haben wir falsch gemacht?“

28 Jahre lang teilte die Berliner Mauer die Stadt in Ost und West. Doch in vielen Köpfen bestehe sie bis heute fort, sagte die Bundestagspräsidentin bei einer Gedenkveranstaltung. Nicht auf alle Gründe ging sie ein.

Von Valerie Höhne

Berlin
:Mauer-Gedenken am Brandenburger Tor

Mit einer Installation und einer temporären Ausstellung soll in Berlin an den 65. Jahrestag des Mauerbaus und die deutsche Teilung erinnert werden.

Nachruf
:Der Ostmoderne

Roland Korn war der letzte Chefarchitekt von Ost-Berlin. Er prägte die DDR-Hauptstadt mit dem Staatsratsgebäude und dem Haus des Reisens. Jetzt ist er mit 96 Jahren gestorben.

SZ PlusVon Peter Richter

Ostdeutschland
:Nackttanz mit der Stasi

War die Untergrundkunst der DDR letztlich ein Produkt des MfS? Eine Retrospektive und ein Buch von Gabriele Stötzer werfen eine Frage neu auf, die auch von Punks heute noch debattiert wird.

SZ PlusVon Peter Richter

MeinungUwe Steimle und die AfD
:Wer jetzt auf eine Distanzierung wartet, tut dies vergeblich

Der Kabarettist hat Dinge ausgesprochen, die das Personal der in weiten Teilen rechtsextremen Partei zumindest öffentlich noch scheut. Er ist der perfekte Hofnarr.

SZ PlusKommentar von Ulrike Nimz

Berlin
:Warum so arm, warum so unsexy?

Der Historiker Stefan Wolle schreibt eine Zeitgeschichte Berlins, erkenntnisreich ist das gerade für Wessis jüngerer Jahrgänge. Doch er hat Schwierigkeiten, des ewig gegenwärtigen Charakters der Hauptstadt Herr zu werden.

SZ PlusRezension von Meredith Haaf

Kino
:Wir werden uns einiges zu verzeihen haben

Eva Trobisch gehört spätestens mit „Etwas ganz Besonderes“ zur Spitze der deutschen Autorenfilmer. Sie meißelt darin eine fein beobachtete Thüringer Familiengeschichte aus den Ost-Klischees.

SZ PlusVon Philipp Bovermann

Ilko-Sascha Kowalczuk
:„Rassismus ist die DNA der AfD, auch die DNA ihrer Wählerschaft“

Der Historiker Ilko-Sascha Kowalczuk über seine Jugend in der SED-Diktatur, die Verharmlosung der AfD und die Wut, die ihn jeden Morgen antreibt.

SZ PlusInterview von Christian Mayer

Einstiger Todesstreifen
:Warum das „Grüne Band“ so wichtig für den Naturschutz ist

Dort, wo einst die streng gesicherte innerdeutsche Grenze verlief, leben und gedeihen heute seltene Tier- und Pflanzenarten. Kommt bald die Unesco-Auszeichnung?

SZ MagazinLiteratur
:»Ich möchte keine Regenwürmer kochen müssen«

Die Schriftstellerin Angelika Klüssendorf über die Schläge ihrer Mutter, die Flucht in die Kreativität und die Angst vor Armut, die sie seit ihrer Kindheit in der DDR begleitet.

SZ PlusInterview von Sven Michaelsen

AfD-Parteitag
:Hör mir mal zu, Höcke

Dass ausgerechnet die AfD die Mopeds von Simson für ihren Kulturkampf missbraucht, ist für Dennis Baum unerträglich. Also reist er jetzt aus New York nach Deutschland, um das Erbe seiner jüdischen Familie zu beschützen.

SZ PlusVon Boris Herrmann und Iris Mayer

Heidenreichs Fundstücke: Notizen aus meinem Leben
:Und an den Bahnhöfen zu viele junge Männer mit Glatzen

Wie fühlte es sich als Westdeutsche an, nach dem Mauerfall durch die ehemalige DDR zu reisen? Über Dankbarkeit, Melancholie – und kalte gebrannte Mandeln, die mal warm waren.

SZ PlusVon Elke Heidenreich

Wohnen im Plattenbau
:„Die Bauqualität ist enorm“

Ein Besuch bei dem Berliner Fotografen Andreas Rost, der die Vorzüge des Wohnungsbaus aus der DDR genau erklären kann, ohne die Schattenseiten des Regimes zu vergessen.

SZ PlusVon Laura Weißmüller (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

Film
:Die See ist schwer geworden

Vier Schiffe der DDR-Fischereiflotte fuhren nach der Wende weiter. Die Doku „Vom Traum, unsinkbar zu sein“ erzählt von ihnen:  tolle Geschichten von Seenotrettungen und Drogenschmuggel.

SZ PlusVon Martina Knoben

Bachmann-Preis
:Keine Party vor dem Untergang

Genau an Ingeborg Bachmanns 100. Geburtstag beginnt das Wettlesen in ihrem Namen jetzt zum 50. Mal. Der Literaturbetrieb erscheint in Klagenfurt und feiert sich – dabei ist die Stimmung der Branche gar nicht so sonnig.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Sachbuch
:Wurde die Literatur der DDR ausgelöscht?

Ostdeutsche Literatur sei nach dem Mauerfall systematisch aus dem kollektiven Gedächtnis getilgt worden, schreibt der Literaturwissenschaftler Carsten Gansel. Aber kann das stimmen?

SZ PlusVon Lothar Müller

SZ MagazinLiedermacherin Bettina Wegner im Interview
:»Ich hatte Angst. Aber es ging nicht anders. Ich musste meine Lieder singen«

Der Protest gegen das Regime der DDR und die gleich­zeitige Verbundenheit mit dem Land prägen das Leben der Liedermacherin Bettina Wegner bis heute. Ein Gespräch über die Freiheit, die Liebe und die Einsamkeit.

SZ PlusInterview von Gabriela Herpell

Klassik
:Engel der Verzweiflung

Exzentrisches Tableau der Verwüstungen des 20. Jahrhunderts: Die Oper Kassel wagt die erste szenische Aufführung der großen „Deutschen Symphonie“ des Komponisten Hanns Eisler.

SZ PlusVon Wolfgang Schreiber

Berlin
:Mokka vom Hocker

Berlins legendäre „Mokka-Milch-Eisbar“ ist wieder da: Ein paar Dinge sind aber anders als in dem gleichnamigen DDR-Schlager von 1968: Den da besungenen Honigflip sucht man auf der Karte vergeblich, dafür gibt es einen Co-Working-Space und Gendersternchen.

Von Peter Richter

Literatur
:Wieso lesen auf einmal alle deutsche Romane?

Lange haderte die deutschsprachige Literatur mit ihrer internationalen Irrelevanz. Jetzt sind Daniel Kehlmann, Shida Bazyar und Nelio Biedermann plötzlich überall. Warum?

SZ PlusVon Felix Stephan

Nachruf auf Angelica Domröse
:Biografien wie ihre gibt es kaum noch

Im Westen nannte man Angelica Domröse später „die Bardot des Ostens“ – aber gerecht wurde man der Schauspielerin mit diesem Klischee nicht. Würdigung einer Frau, die in vielerlei Hinsicht eine Klasse für sich war.

SZ PlusVon Susanne Schneider

Film
:Schauspielerin Angelica Domröse ist tot

Domröse galt als eine der beliebtesten Schauspielerinnen in der DDR, erfolgreich war sie später auch im Westen. „Die Legende von Paul und Paula“ war ihr bekanntester Film. Sie wurde 85 Jahre alt.

Kunstbiennale Venedig
:Check your Ostdeutschness

Henrike Naumann und Sung Tieu bringen Hoffnung und Horror der Wendezeit auf die Kunstbiennale in Venedig. Kann das mehr sein als Identitätsbewirtschaftung? Aber ja.

SZ PlusVon Peter Richter

Erbschaften
:Erben? Was denn?

Zwei Prozent vom Erbschaftssteueraufkommen: Das ist der Anteil, den die Ostdeutschen haben an dem, was in Deutschland vererbt wird. Im Westen ist das vielen gar nicht klar. Natürlich ist das sozialer Sprengstoff, alte Wunden können so jedenfalls nicht heilen.

SZ PlusVon Renate Meinhof (Text) und Friedrich Bungert (Fotos)

Fernsehen
:Hätte man ihn retten müssen?

Er symbolisierte den Sieg des Sozialismus, Spritzasbest aus Großbritannien wurde ihm zum Verhängnis: Vor 50 Jahren wurde der Palast der Republik fertig. Eine RBB-Dokumentation zeigt die Geschichte des Ortes, an dem die DDR feierte und unterging.

SZ PlusVon Renate Meinhof

Literatur
:Wenn man immer „die Andere“ ist

Tupoka Ogette wuchs in der DDR auf, wurde durch Rassismuskritik bekannt. In „Trotzdem zuhause“ erzählt sie ihre Geschichte. Doch gerade dort, wo das Memoir am dringendsten berühren möchte, bleibt es recht kühl.

SZ PlusVon Josephine Allotey

B. K. Tragelehn wird 90
:Sozialistisch, störrisch, subversiv

Der Regisseur B. K. Tragelehn, einst Meisterschüler von Bertolt Brecht und Künstlerfreund von Heiner Müller, ist einer der letzten Veteranen des DDR-Theaters. Am Sonntag feiert er seinen 90. Geburtstag.

SZ PlusVon Peter Laudenbach

Pop
:„Wagner, Mahler und Bernstein hießen bei uns Fleischereien“

Der Musiker Betterov, neuer Liebling der deutschen Indierock-Szene, hat ein Album über die Flucht seines Vaters aus der DDR gemacht. Ein Gespräch im Tourbus über Einsamkeit, Freiheitswillen und unverheilte Wunden.

SZ PlusVon Leon Frei

Mauerfall
:Haus der Geschichte lüftet Geheimnis des Schabowski-Zettels

Nach einem langen Rechtsstreit gibt das Haus der Geschichte preis, von wem es jenes Notizblatt gekauft hat, das eine so wichtige Rolle beim Mauerfall spielte. Besonders interessant ist, wer zuerst in den Besitz gelangt war.

SZ PlusVon Georg Ismar

Literatur
:Der Ost-Erklärer, der kein Ost-Erklärer sein will

Lukas Rietzschel gilt schon länger als die junge literarische Stimme aus den neuen Bundesländern. In seinem neuen Roman „Sanditz“ steigert er sich zu großer Erzählkunst. Anruf bei einem Skeptiker, der den Hype noch nicht glauben will.

SZ PlusVon Christine Dössel

Literatur
:Alles hätte anders sein können

Im Jahr 1985 nahm sich eine junge Pianistin, die seit ihrer Kindheit als Wunderkind galt, mit Anfang zwanzig das Leben. Jetzt erzählt die Schriftstellerin Helene Bukowski deren Geschichte.

SZ PlusVon Cathrin Kahlweit

Ines Geipels „Landschaft ohne Zeugen“
:Verhärtete Legenden

In der KZ-Gedenkstätte Buchenwald wurde der antifaschistische Staatsmythos der DDR über Jahrzehnte gehegt und gepflegt. Noch heute glauben viele an kommunistische Helden. Die Schriftstellerin Ines Geipel zertrümmert diese gefühlte Wahrheit.

SZ PlusRezension von Norbert F. Pötzl

Literatur
:Die Formel für ein besseres Leben

Peggy Mädlers Roman „Selbstregulierung des Herzens“ ist ein Panorama ostdeutscher Lebensläufe – und eine Geschichte der Kybernetik in der DDR.

SZ PlusVon Insa Wilke

Tourismus
:Wäre wer so lieb, Berlin zu besuchen?

Anderswo wird über zu viel Tourismus geklagt, aber immerhin in der deutschen Hauptstadt gehen die Zahlen zurück. Warum mussten sie aber auch all ihre Sehenswürdigkeiten zerstören?

SZ PlusVon Claudius Seidl

MeinungHauck & Bauer
:Heute vor 59 Jahren

Am 20. Februar 1967 führte die DDR eine eigene Staatsbürgerschaft ein.

Literatur
:Wie wär’s mit einem Atomsprengkopf?

Kristof Magnussons Roman „Die Reise ans Ende der Geschichte“ ist eine heitere Geheimagenten-Komödie kurz nach Ende der Sowjetunion.

SZ PlusVon Florian Kaindl

Jana Hensels neues Buch über Ostdeutschland
:Boah, Demokratie

Die Journalistin Jana Hensel erklärt die Hinwendung vieler Ostdeutscher zu einer rechtsextremen Partei mit den sozialen Verwerfungen nach der Wiedervereinigung. Das giftige Erbe der SED blendet sie aus. Und verfälscht sogar Fakten.

SZ PlusRezension von Norbert F. Pötzl

Literatur
:Leben nach der Katastrophe

In „Mischka“ erzählt  Barbara Honigmann von Freunden ihrer Eltern, die den Nazis entkamen. Es sind Protokolle brutaler Schicksale, aber auch Geschichten des Weitermachens und der Würde.

SZ PlusVon Lothar Müller

Politisches Engagement
:Und in diesem Land wollt ihr leben?

AfD, BSW und ihre publizistischen Geschütze in Berlin lehren: Dies wäre die Zeit für ein Engagement, das über die „Achtsamkeit“ des heute üblichen Aktivismus deutlich hinausgeht.

SZ PlusGastbeitrag von Marko Martin

MeinungAtomare Aufrüstung
:Auch wenn Trump alles ins Rutschen bringt: Deutschland darf nicht mitrutschen

Ist Trump ein Grund für die Bundesrepublik, aus den großen Verträgen auszusteigen und Kernwaffen anzuschaffen? Von der Bedeutung des Rechtsgrundsatzes „rebus sic stantibus“.

SZ PlusKolumne von Heribert Prantl

Malerei
:„Es gibt keinen Künstler, der so angefeindet wurde wie ich“

Georg Baselitz  gilt als einer der wichtigsten deutschen Gegenwartsmaler. Ein Gespräch zu seinem 88. Geburtstag – über Hass als Antrieb und die Freiheit nach dem Entschluss, die Welt auf den Kopf zu stellen.

SZ PlusInterview von Reinhard Brembeck

Stromausfall
:Fünf Lehren aus dem Berliner Blackout

Der Stromausfall in Berlin beschäftigt nicht nur die Betroffenen. Inzwischen fragen sich viele Menschen, ob das auch in anderen Städten passieren kann. Wie angreifbar ist unser System aus Leitungen, Umspannwerken und regionalen Versorgern eigentlich?

SZ PlusVon Michael Bauchmüller, Thomas Fromm und Nakissa Salavati

Sachbuch
:Deutschland, deine Bücher

Was lesen, wenn die Welt verrücktspielt? Der Germanist Steffen Martus erzählt eine unterhaltsame Geschichte der Gegenwart aus der Perspektive erfolgreicher Literatur.

SZ PlusVon Marie Schmidt

Erinnerungspolitik
:„Die Orte, an denen die Gewalt geplant wurde, liegen in Deutschland“

Sollen deutsche Kolonialverbrechen Thema offiziellen Gedenkens sein? Kulturstaatsminister Wolfram Weimer findet: Nein. Ein Gespräch mit Ibou Coulibaly Diop, der ein Erinnerungskonzept für Berliner entwickelt hat.

SZ PlusInterview von Jörg Häntzschel

Fußballhistorie
:Die vier vergessenen deutsch-deutschen Spiele

Offiziell gab es nur zwei Fußball-Länderspiele zwischen der BRD und der DDR. In Wahrheit waren es sechs. Über ein kurioses Kapitel des Kalten Krieges im Sport.

SZ PlusVon Roman Deininger und Uwe Ritzer

Neuer Bildband
:Wiederentdeckung verfemter Malerinnen

Ingrid von der Dollen beleuchtet 33 Künstlerinnen, die unter dem NS-Regime verfolgt wurden. Ihre Geschichten und Werke sind Teil der beinahe vergessenen Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts.

Von Sabine Reithmaier

ExklusivHaus der Geschichte
:Verkäufer des Schabowski-Zettels muss genannt werden

Dem Haus der Geschichte droht der Verlust eines ihrer wichtigsten Exponate: des Sprechzettels von der Pressekonferenz, die zum Mauerfall führte. Ein Gericht in Münster gab einem „Bild“-Reporter recht.

Von Georg Ismar

Debatte
:Die Sieger der Geschichte

Stasi-Mitarbeiter, Kinder von NVA-Offizieren und SED-Mitglieder prägen neuerdings entscheidend das Bild dessen, was „der Osten“ will, denkt und ist. Wie konnte es so weit kommen?

SZ PlusVon Felix Stephan

Kino
:Der Letzte seiner Art

„Good Bye, Lenin!“-Regisseur Wolfgang Becker wusste, dass er sterben würde. „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist sein Vermächtnisfilm – so schelmisch und warmherzig, wie er selbst immer war.

SZ PlusVon Sofia Glasl

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