DDR-Sport:Eiskunstlauftrainerin Jutta Müller gestorben

Katarina Witt (li.) mit ihrer Trainerin Jutta Müller im Jahr 1992. (Foto: imago/Höhne/imago/Höhne)

Die gebürtige Chemnitzerin war die Frau, mit deren Hilfe Katarina Witt in den 80er-Jahren zur Spitzenläuferin wurde. Sie wurde 94 Jahre alt.

Die langjährige Eiskunstlauftrainerin Jutta Müller ist tot. Sie starb im Alter von 94 Jahren in einem Pflegeheim in Bernau bei Berlin. Jutta Müller feierte ihre größten Erfolge zu DDR-Zeiten als Trainerin von Katarina Witt. "Ohne sie hätte ich nie diese Weltkarriere erreicht", sagte Witt einmal in einem Interview: "Man wusste, sie ist streng, der dauerhafte Erfolg gab ihr recht, und sie ließ nichts durchgehen. Die Zeit mit ihr hat mich für immer gestählt."

Müllers Tochter Gaby Seyfert, ebenfalls frühere Eiskunstläuferin, bestätigte den Tod der Deutschen Presse-Agentur. Zuerst hatte der MDR darüber berichtet.

Jutta Müller (li.) und ihre Tochter im Jahr 2010 auf der Leipziger Buchmesse. (Foto: Hendrik Schmidt/dpa)

Müller galt als eine der erfolgreichsten Eiskunstlauftrainerinnen der Welt. Von Mitte der 1960er-Jahre an holte die Chemnitzerin in drei Jahrzehnten fast 60 Gold-, Silber- und Bronzemedaillen bei internationalen Wettkämpfen.

Olympiasiege feierte Müller mit Anett Pötzsch (1980) und Katarina Witt (1984, 1988). Mit ihrer Tochter gewann Müller Olympia-Silber (1968) und zwei Weltmeistertitel (1969, 1970). "Mit ihr verliert die Eiskunstlauf-Welt eine der größten Trainerpersönlichkeiten", sagte Andreas Wagner, Präsident der Deutschen Eislauf-Union.

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