1. Expertenbericht zur Judenfeindlichkeit — Antisemitismus in Deutschland weitverbreitet

    Die Bundesregierung hat den ersten Antisemitismusbericht eines unabhängigen Expertengremiums vorgelegt - das Ergebnis ist alarmierend: Etwa ein Fünftel aller Bundesbürger sollen demnach latent antisemitisch sein. Und inzwischen spiele dabei das Internet eine besondere Rolle.

  2. Auschwitz-Gedenken und Antisemitismus — Wenn die Erinnerung verblasst

    Vergessen die Deutschen, was im Nationalsozialismus passiert ist? Jeder fünfte Erwachsene unter 30 weiß nicht, was Auschwitz ist. Judenfeindliche Ressentiments halten sich hartnäckig in der Gesellschaft. Die Geschehnisse gehen in der Informationsflut des Internets unter - und ritualisierte Gedenktage wie der Jahrestag der Befreiung von Auschwitz wirken beim Nachwuchs nicht. Von Oliver Das Gupta

  3. Vor 25 Jahren starb Entertainer Hans Rosenthal — "Sie finden das war... Spitze!"

    Eine Hand voll Promis, unterhaltsame Spiele, etwas Musik und am Ende ein Luftsprung. So lautete das Erfolgsrezept einer der populärsten Fernsehshows im Deutschen Fernsehen. Vor 25 Jahren starb "Dalli Dalli"-Erfinder Hans Rosenthal. Von Martina Pock

  4. 150. Geburtstag des Mathematikers David Hilbert — Schneller als Einstein

    Gleichungen für ein ganzes Jahrhundert: Vor 150 Jahren wurde der geniale Mathematiker David Hilbert geboren. Mit der Präsentation seiner Gravitationsgleichungen löste er ein Problem, an dem sich Albert Einstein vergeblich abgemüht hatte: die Weiterentwicklung der Speziellen zur Allgemeinen Relativitätstheorie. Von Klaus P. Sommer und Daniela Wuensch

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  6. Nationen-Stereotype in Europa — Vorurteile und ihr wahrer Kern

    Die Franzosen, heißt es jedenfalls, sind arrogant und ein wenig feige, die Italiener geschwätzige Modeverrückte, die keine Steuern zahlen, und die Deutschen so pedantisch, dass sie auch im Urlaub penibel sämtliche Poolliegen mit ihren Handtüchern eindecken. Stimmt - aber nicht so ganz, sagen internationale Autoren, die entschlüsseln, was hinter den Klischees steckt.

  7. Gastbeitrag von Charlotte Knobloch — Was wir der Geschichte schulden

    Meinung Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus ist wertlos, wenn es nicht mit dem Kampf gegen Neonazis einhergeht. Staatliche Maßnahmen können einen umfassenden Dialog in der Gesellschaft allerdings nicht ersetzen: Das beweist das Unwissen vieler junger Menschen zum Thema Holocaust. Ein Gastbeitrag von Charlotte Knobloch

  8. Zeitungszeugen — Holocaust als Marktartikel

    Zeitzeugen, Wissenschaftler und Kirchen in Dachau sehen die Veröffentlichungen aus "Mein Kampf" in der Sammeledition "Zeitungszeugen" als reines Geschäftsmodell. Von Helmut Zeller

  9. Rechtsextreme Gewalt in Deutschland — Meine Nazis, deine Nazis

    Wie braun ist Deutschland - und wo stecken die Rechtsextremen? Westdeutsche schieben das Problem gerne nach Ostdeutschland, dort wehrt man sich gegen die Klischees in der Berichterstattung. Dabei hinkt die Debatte den Verhältnissen seit Jahrzehnten hinterher und geht daran vorbei, dass Polizei, Verfassungsschutz und Justiz den Rechtsradikalismus selbst befördert haben. Von Jens Bisky

  10. Wissen über den Holocaust  — "Wir als Lehrer sind gefordert"

    Auschwitz? Jeder fünfte Deutsche unter 30 Jahren ist ahnungslos, wenn es um den Holocaust geht, besagt eine neue Studie. Dabei ist der Nationalsozialismus fester Bestandteil der deutschen Schulbildung. Eine Hauptschullehrerin versucht zu erklären, was da falsch läuft. Interview: Christina Jungkurth

  11. Studie — Judenfeindlichkeit in Deutschland weit verbreitet

    Video Zu diesem Ergebnis kommt ein unabhängiger Expertenkreis. Dessen Bericht wurde am Montag in Berlin vorgestellt.

  12. Die Linke: Eklat in der Partei-Sitzung — Antisemitismus-Debatte eskaliert

    Während die Linke in einer Sitzung darüber streitet, was Antisemitismus ist und was nicht, greift Parteichef Klaus Ernst einen seiner Parteikollegen lautstark an. Der hatte Ernst einen unangemessenen Umgang mit dem Präsidenten des Zentralrats der Juden vorgeworfen. Einige verlassen daraufhin den Saal.

  13. Verhältnis zu Israel — Wie es die Linke mit dem Antisemitismus hält

    Die Linke und der Antifaschismus: Die Debatte kennt man bereits aus Teilen der 68er-Bewegung. Ulrike Meinhof verglich Stammheim mit Auschwitz und rechtfertigte zugleich das Massaker an den jüdischen Athleten 1972. Die Söhne der Nazis sprachen sich selbst frei von jeder Schuld, und wer "Israel im Geiste" hatte, durfte reale Juden getrost beschimpfen. Von Michael Stallknecht

  14. Politik kompakt — IRA-Splittergruppe zündet Bomben in Nordirland

    In der nordirischen Stadt Londonderry sind zwei Bomben explodiert. Nach einem Warnanruf ließ die Polizei die betreffenden Gebäude rechtzeitig räumen - verletzt wurde niemand. Eine Splittergruppe der IRA ist offenbar für die Anschläge verantworlich. Kurzmeldungen im Überblick

  15. Nazi-Trinkspiel in den Skiferien — Britische Studenten verprügeln jüdischen Kommilitonen

    Eine rauschende Nacht, ein Hakenkreuz - und viel Alkohol: Als ein jüdischer Student gegen ein antisemitisches Trinkspiel protestierte, das seine Kommilitonen im Uni-Skiurlaub spielten, gingen sie auf ihn los. Der 20-Jährige hat eine gebrochene Nase - und seinen Mitstudenten drohen harte Strafen.

  16. Umberto Eco zum 80. — Meister der Raffinesse

    Eigentlich ist er Wissenschaftler, doch seinen Namen machte sich Umberto Eco als Großer der Weltliteratur: Seit drei Jahrzehnten begeistert der fulminante Fabulierer die Welt mit mysteriös verschlungenen literarischen "Schnitzeljagden". An diesem Donnerstag wird er 80 Jahre alt.

  17. Bundestag — Antisemitismus-Resolution grenzt Linke aus

    Mehrere Fraktionen im Parlament stellen sich zum 70. Jahrestag der Reichspogromnacht in einer Resolution gegen den Antisemitismus, grenzen dabei aber die Linken aus.

  18. Vatikan und Missbrauchskandal — Papst-Prediger bedauert Antisemitismus-Vergleich

    Benedikts Hausprediger entschuldigt sich, Missbrauchsdebatte mit Judenhass gleichgesetzt zu haben. Die Missbrauchs-Causa wirkt sich auch auf den Beginn der Ostermesse im Vatikan aus.

  19. Türkei — Öl ins Feuer des Antisemitismus

    Politiker in Istanbul loben die historisch guten Beziehungen zu den Juden - doch der Antisemitismus im Land wächst. Von Kai Strittmatter, Istanbul

  20. Ifo-Chef Sinn — Managerkritik mit Antisemitismus verglichen

    Ifo-Präsident Sinn nimmt die derzeit oft zu Sündenböcken abgestempelten Manager in Schutz - und zieht Parallelen zum Antisemitismus in den 30er Jahren.

  21. Antisemitismus-Streit der Linken — Gysi und die Antizionisten: Eine Frage des Überlebens

    Der Antisemitismus-Streit der Linken führt zum Kern aller Probleme der noch immer relativ frisch vereinigten Partei. Für Gregor Gysi geht es nicht nur um das selbstverständliche Bekenntnis zum Existenzrecht Israels, sondern auch um die Existenz seiner Partei. Ein Kommentar von Daniel Brössler

  22. Die Linke: Antisemitismus-Streit — Der Boss ist genervt

    Der Antisemitismus-Streit zeigt: In Wahrheit regieren Feindschaft und Misstrauen die Linke. Fraktionschef Gysi muss über sich lesen, ihm gehe "der Arsch auf Grundeis". Jemand Besseren als ihn hat die Partei aber nicht - nur er hält sie noch zusammen. Von Daniel Brössler

  23. Migranten — "Antisemitismus ist keine Randerscheinung"

    Migranten müssen sich mit der zunehmenden Judenfeindlichkeit in ihren Reihen auseinandersetzen. Die ist mehr von Rassismus geprägt als manche glauben wollen. Ein Gastbeitrag von Cem Özdemir

  24. Kommentar — Der neue Antisemitismus

    Wer heute über Antisemitismus redet, der redet nicht über ein paar versprengte Neonazis in Deutschland. Heute gibt es in Europa einen neuen Antisemitismus, der das Wertesystem der Gesellschaft benutzt. Der neue Antisemitismus kombiniert klassische antijüdische Klischees mit dem Wertekanon der postmodernen, konfliktscheuen Wohlstandswelt. Von Von Stefan Kornelius

  25. OSCE-Konferenz — "Antisemitismus beginnt mit Vorurteilen und endet mit Völkermord"

    Die internationale Antisemitismus-Konferenz in Berlin hat Judenfeindlichkeit und Intoleranz als Bedrohung für die Demokratie und die weltweite Sicherheit verurteilt. Die Politik Israels und der Konflikt im Nahen Osten könnten "Antisemitismus niemals rechtfertigen", heißt es in einer gemeinsam verabschiedeten "Berliner Erklärung".

  26. Parteienstreit — Getrennt im Kampf gegen den Antisemitismus

    Ein Beschluss aller Bundestagsparteien sollte ein Zeichen setzen. Doch ein Streit über die Israel-Politik der DDR bedroht das gemeinsame Ziel. Von Daniel Brössler

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