LGBTQ Plus

Provokative Kunst
:Eine Frau als Dragqueen

„Im Grunde ist es ultrafeministisch“, findet die 29-jährige Dragqueen „Futurristic“. Wie die Menschen auf ihre Kunst reagieren, warum sie raus aus München musste –  und wie der Anschlag auf den Berliner CSD nachwirkt.

SZ PlusVon Lisa Marie Wimmer

Die Linke
:"Die SPD hat’s verkackt"

Mit Bratwurst und Bürgernähe greift die Linke die Sozialdemokraten an, in manchen Gegenden hätte sie das Zeug zur Volkspartei. Wären da nicht auch all die Mitglieder, denen Palästina-Solidarität und queere Politik wichtiger sind als alles andere.

SZ PlusVon Valerie Höhne und Christian Zaschke

Susanne Kaisers Krimis
:Wie eine feministische Kommissarin Frauenhass begegnet

Die Krimiautorin Susanne Kaiser kennt sich aus mit Gewalt an Frauen und organisierter Hetze im Netz. Ihr Debüt „Riot Girl“ hat ihr gleich einen Glauser-Preis eingebracht. Eine Fallstudie.

SZ PlusVon Anna Steinbauer

Anschlag auf den CSD Berlin
:„Wenn ich jetzt nicht für Freiheit auf die Straße gehe, wann dann?“

Wie fühlen sich queere Politiker und solche, die am Berliner CSD teilgenommen haben, nach dem Anschlag? Welche Konsequenzen fordern sie? Die SZ hat bei Ricarda Lang, Konstantin Kuhle, Diana Kinnert und Tim Klüssendorf nachgefragt.

SZ PlusProtokolle: Tobias Bug und Valerie Höhne

Glockenbachviertel
:Zwei queere Menschen mit Pfefferspray attackiert

Die jungen Personen saßen auf einer Bank im Glockenbachviertel, als sie von Unbekannten zunächst trans- und homophob beleidigt und dann auch noch angegriffen wurden.

Workshop in der KZ-Gedenkstätte Dachau
:Vergessene Opfer des Nazi-Terrors

Queere Menschen wurden im Nationalsozialismus verfolgt, doch ihre Geschichten fanden lange wenig Platz in der Erinnerungskultur. Ein Workshop der Internationalen Jugendbegegnung Dachau wirkt dem entgegen.

Von Antonia Bredendiek

Freizeit
:Zusammen liest man weniger allein: Münchens schönste Buchclubs

Was macht man, wenn man ein Buch gelesen hat und dringend darüber reden will? Man sucht sich einen Buchclub. Derzeit werden in München so viele gegründet wie lange nicht. Die schönsten Lesekreise und ihre Besonderheiten.

Von Sophie-Louise Gartmann

Medien
:Eine verstörende Argumentation

Die „Fuldaer Zeitung“ druckt einen Leserbrief ab, in dem ein Pfarrer den Anschlag auf den CSD ein „Signal des Himmels“ nennt. Der Chefredakteur rechtfertigt die Veröffentlichung – und offenbart dabei ein Missverständnis.

SZ PlusVon Stefan Niggemeier

Christopher Street Day in Wolfratshausen
:„Das ist genau, was wir brauchen“

Eine Woche nach dem Anschlag in Berlin steht der CSD in Wolfratshausen unter besonderen Vorzeichen. Rund 350 Menschen lassen sich davon nicht beirren und setzen ein Zeichen für Vielfalt und Demokratie. Ein mulmiges Gefühl aber bleibt.

SZ PlusVon Paul Schäufele

Podcast: „Auf den Punkt“
:Wie die queere Community mit dem Anschlag auf den CSD umgeht

Gewalt gegen queere Menschen nimmt zu. Nicht erst seit dem Anschlag auf den CSD in Berlin. Der politische Sprecher des CSD München sagt, was sich ändern müsste.

Von Johannes Korsche

MeinungDebatte
:Bloß nicht irritieren lassen

Seit dem Anschlag auf den CSD in Berlin wurde viel gemeint und noch mehr gefordert – immer streng entlang gewohnter Storys und Gewissheiten. An der Realität gefährdeter Menschen ändert all das: nichts.

SZ PlusGastbeitrag von Kevin Kühnert

Debatte
:Eine Tote, viele Lügen, eine Gewissheit

Seit dem Terroranschlag im Berliner Tiergarten ist eine Woche vergangen, die Nachrichtenzyklen drehen sich weiter. Und jetzt? Weiter wie zuvor?

SZ PlusGastbeitrag von Sasha Marianna Salzmann

Anschlag auf den CSD
:Gestern waren wir euch noch egal

Seit dem Anschlag in Berlin wird die queere Community überschüttet mit Blumen und warmen Worten. Gleichzeitig werden Gelder gestrichen. Zum CSD in Hamburg werden trotzdem viele gehen: Jetzt erst recht.

SZ PlusVon Josef Wirnshofer (Text) und Ludwig Nikulski (Fotos)

Bestsellerautor und Agent Uwe Neumahr
:„Eine gute Buchhandlung ist immer ein Ort der Freiheit“

Uwe Neumahr hat einen Bestseller über berühmte Pariser Buchhandlungen von einst geschrieben, und als Literaturagent kennt er auch die Branche von heute bestens. Ein Gespräch über Höhen und Tiefen des Buchgeschäfts.

SZ PlusInterview von Antje Weber

Nach CSD-Anschlag in Berlin
:Prien verspricht mehr Geld zur Verhinderung von Extremismus

Die Familienministerin hat angekündigt, fünf Millionen Euro zusätzlich für Deradikalisierung auszugeben. Mehr Unterstützung für queere Projekte soll es aber nicht geben.

Von Valerie Höhne

Christopher Street Day
:„Wenn ich Angst habe, haben die gewonnen“

Wie geht es queeren Menschen nach dem Anschlag in Berlin? Sophia K. tanzte in der Nähe, als ein Mann mit dem Auto in die Menge raste. Von der Bundesregierung ist sie enttäuscht – und fordert echte Solidarität.

SZ PlusInterview von Tobias Bug

Literatur
:Gutes Örtchen, schlechtes Örtchen

Denis Scheck witzelte über die „Schnatterzone der Damentoilette“, und schon ist er da: Der Sammelband, in dem Schriftstellerinnen wie Dana Vowinckel und Katja Eichinger berichten, was an diesem mystischen Ort wirklich passiert.

SZ PlusVon Max Fluder

Mahnwache nach Anschlag auf CSD
:„Man will jetzt alles – bloß sich nicht allein fühlen“

Rund 4000 Menschen kommen am Montagabend auf den Marienplatz, in Solidarität mit den Opfern des Anschlags auf den Berliner CSD. Die Anteilnahme ist groß – vor allem bei jenen, denen Hass auf ihre Community täglich im Alltag begegnet.

Von Jacqueline Lang

MeinungNach dem CSD-Anschlag
:Merz sagt, der Hass fange klein an – und versäumt es, dagegen anzugehen

Der Bundeskanzler erklärt in einer Rede, Gewalt gegen queere Menschen beginne bei „dummen Witzen“. Das ist richtig, und die Regierung sollte dementsprechend handeln.

SZ PlusKommentar von Valerie Höhne

Nach Angriff auf Berliner CSD
:CSD-Demo und mehr sollen in Nürnberg stattfinden

Trotz des Anschlags in Berlin halten die Veranstalter am CSD in Nürnberg fest. Sicherheit hat dabei höchste Priorität, das Motto in diesem Jahr: „Nürnberg liebt“.

Podcast: „Auf den Punkt“
:Terror in Berlin, Brände vor Bordeaux

Was wir über den islamistischen Terroranschlag auf den CSD in der Hauptstadt wissen – und die Waldbrände in Frankreich.

Von Valerie Höhne, Oliver Meiler und Lars Langenau

Queere Community
:Ein fröhliches Fest wird von der Realität eingeholt

Wenige Stunden vor dem Anschlag in Berlin endet in Ebersberg der dritte Christopher Street Day mit 600 Teilnehmern friedlich. Am Tag danach stehen Organisatoren und Teilnehmer unter Schock – und stellen sich Fragen.

Von Michaela Pelz

Homosexuelle in Polen
:Heiraten? Nur im Ausland

Ehen bleiben für gleichgeschlechtliche Paare in Polen verboten. Nun scheiterte auch noch ein Gesetz für Lebenspartnerschaften am Präsidenten. Aber ein europäisches Urteil macht den Betroffenen Hoffnung.

SZ PlusVon Viktoria Großmann

LGBTQ+ im Oberland
:„Wir sind mehr“

In Wolfratshausen veranstaltet die queere Community am 1. August zum zweiten Mal einen Christopher Street Day. Das Organisationsteam will damit auch ein Zeichen gegen rechte Backlash-Versuche setzen.

SZ PlusVon Jasmin Engel

Menschenrechte in Indonesien
:„Sie benutzen das Thema LGBTQ+, um von ihrer Inkompetenz abzulenken“

Indonesien stuft die queere Community neuerdings als „nichtmilitärische Bedrohung“ ein – so wie Terrorismus oder Menschenhandel. Ein verkappter Aufruf zur Gewalt? Betroffene wie Dania Joedo sind alarmiert.

SZ PlusVon Thomas Hahn

SZ JetztSolo-Reisen
:Wie ist es, als Frau alleine zu reisen?

Vier junge Frauen erzählen, was sie auf ihren Solo-Trips erlebt haben, in welchen Situationen sie Angst hatten – und ob sie es wieder machen würden.

SZ PlusProtokolle von Marina Schepetow

CSD in Freising
:Flagge zeigen im Vorhof des Vatikans

Rund 1500 Teilnehmer feiern den ersten Christopher Street Day in Freising. Sie wollen damit zeigen, dass es auch auf dem Land eine queere Gemeinschaft gibt – und sie wollen gehört werden.

SZ PlusVon Lena Meyer

Filmtipp für München: „Mit leiser Stimme“
:Queeres Leben in Tunesien

Im französisch-tunesischen Film „Mit leiser Stimme“ reist eine junge Frau mit ihrer Freundin zurück in ihr Heimatland. Dort lebt sie zwischen starrer Tradition und unausgesprochenen Sehnsüchten.

Von Josef Grübl

Istanbul
:Türkei verweigert LGBTQ-Kreuzfahrtschiff das Anlegen

Ein Kreuzfahrtschiff mit lesbischen, schwulen und bisexuellen Passagieren an Bord darf in der Türkei nicht anlegen. Die Behörden begründen ihre Entscheidung mit „moralischen Werten“.

MeinungGescheiterter AfD-Antrag
:Die Kraft des Schweigens

Der Geretsrieder Stadtrat macht vor, wie man die AfD ausbremst, ohne sie in ihrer Opferrolle zu bestätigen.

SZ PlusKommentar von Stephanie Schwaderer

AfD und LGBTQ
:Provokation läuft ins Leere

Die Geretsrieder AfD will über die Regenbogenfahne am Rathaus diskutieren. Aber der Stadtrat spielt nicht mit.

Von Stephanie Schwaderer

Queeres Leben in München
:Ein Buzzcut, der alles veränderte

Ein Safe-Space beim Haarschnitt – Luxus oder Notwendigkeit? Alex Al Zaabi, 27, hat Münchens ersten queeren Friseursalon eröffnet und zeigt, was heteronormative Friseursalons nicht können.

Von Lena Mittermayr

CSD in München
:Warum queere Aktivisten plötzlich wie Konservative reden

Wenige soziale Bewegungen waren in den vergangenen Jahren so erfolgreich wie LGBTIQ-Aktivisten. Jetzt kommen sie in eine für sie ungewohnte Position: die Defensive. Diese Verschiebung ist kein Zufall.

SZ PlusEssay von Max Fluder

Budapest
:Eine Stadt atmet auf

Das liberale Budapest wurde lange von Orbán drangsaliert. Besonders stark war der ultrakonservative Druck auf die LGBTQ-Community. Jetzt schöpfen viele Hoffnung. Doch auch mit der neuen Regierung könnte es Konflikte geben.

SZ PlusVon Verena Mayer

„Pride Match“ in Seattle
:„Ein unvernünftiger und unlogischer Schritt“

Ausgerechnet Ägypten und Iran bestreiten bei dieser WM das „Pride Match“. Aus den muslimisch geprägten Ländern gibt es scharfe Kritik daran. Und die Fifa? Will mit alldem nichts zu tun haben.

Von Felix Haselsteiner

Demonstration und Straßenfest
:Lang und bunt: Wie München an diesem Wochenende den CSD feiert

Beim Christopher Street Day kommt etwa eine halbe Million Menschen zusammen, um queer zu feiern, diesmal mit Stars wie Conchita Wurst und Patrick Lindner. Die Veranstalter haben das Konzept radikal geändert.

Von Michael Zirnstein

Kabinettsbeschluss
:Bayern hat jetzt auch einen Aktionsplan Queer

Der Juni bietet in Bayern für die queere Community viele Gründe zur Freude. Pünktlich zum Pride-Monat gibt es in Bayern auch einen Plan zur Stärkung der Rechte von LSBTIQ*. Aber reicht das aus?

Politparade 2026
:Warum die CSU beim Christopher Street Day wieder einen Wagen bekommt

Im vergangenen Jahr liefen die Konservativen nur zu Fuß mit, davor waren sie sogar von der queeren Politparade ausgeschlossen. Doch diesmal ist alles wieder anders.

Von Anna Hoben

Homosexualität und katholische Kirche
:Beim CSD findet so viel queere Seelsorge statt wie sonst das ganze Jahr nicht

Der schwule katholische Religionslehrer Michael Brinkschröder leitet die Queerseelsorge, die die katholische Kirche vor eineinhalb Jahren in München geschaffen hat. Sein Team wird auch am Christopher Street Day dabei sein.

SZ PlusVon Andrea Schlaier

SZ-Podcast „In aller Ruhe“
:„Für die, die das Spiel organisieren, gibt es nur eine Richtung: immer mehr“

Was macht eine erfolgreiche Mannschaft aus? Thomas Hitzlsperger über die Rolle von Daten und Taktik, die extreme Belastung einer WM und Rassismus in der Kabine.

SZ PlusPodcast von Carolin Emcke

Schwulenfeindliche Attacke
:23-Jähriger übernachtet mit Partner in Hotel – Mutter und Bruder greifen ihn an

Plötzlich stehen die Frau und der Zwillingsbruder im Zimmer – bewaffnet mit Schere und Bratpfanne. Die Opfer werden verletzt.

Lesbische Frauen auf dem Oktoberfest
:„Wir warten nicht darauf, dass Politik Räume schafft, sondern schaffen sie selbst“

Auf der Wiesn soll es in diesem Jahr ein eigenes Event für lesbische Frauen geben. Organisatorin Sina Scherer erklärt, warum solche Veranstaltungen wichtig sind und wie die Zelte auf ihre Anfrage reagiert haben.

SZ PlusInterview von Jacqueline Lang

„Kalter weißer Mann“ in München
:Gendern wird zum Komödienstoff

Gerhard Wittmann kennt man als Double von Dieter Reiter und aus den Eberhofer-Filmen. Jetzt glänzt er als täppisch konservative Hauptfigur in der Komödie „Kalter weißer Mann“, dem neuen Stück des erfolgreichen Autorenduos von „Extrawurst“.

SZ PlusKritik von Barbara Hordych

LGBTIQ+
:Queeres Sportfestival für München

„Team München“ gilt als größter queerer Sportverein Bayerns. Das 12. Sommersportfestival soll Wettkampf und Party, Bewegung und Begegnung vereinen – Motto: Gemeinsam sind wir stärker.

Von Thomas Becker

Travestie-Festival in München
:Wo Dragqueens die Muskeln spielen lassen

Von schlagfertig bis schlagkräftig: Dragkings und -queens zeigen beim zweiten „Go Drag! Festival Munich“ wieder die ganze Bandbreite ihrer Kunst. Das Publikum ist aufgefordert mitzumachen.

Von Michael Zirnstein

„Mariannes erstes Mal am Meer“ in München
:Transgender im Theater: Eine zauberhafte Liebe und der Hass

Schön und zum Weinen schmerzvoll: „Mariannes erstes Mal am Meer“ von Paul Marianne Furtwängler im Schwere Reiter in München erzählt von der Beziehung eines Trans-Paares.

SZ PlusKritik von Egbert Tholl

Maßnahmen gegen Diskriminierung
:Queere Community wartet auf Aktionsplan der Staatsregierung

Der Juni ist besonders bunt in Bayern, da finden die meisten Christopher-Street-Days statt. Politisch hinkt der Freistaat jedoch hinterher, ein Versprechen von Markus Söder ist noch nicht eingelöst.

Von Johann Osel

Fetisch
:Wenn die Klamotte das Leben verändert

Victor Görgey ist „Bavarian Mr. Fetish“. Welche besondere Bedeutung für ihn Kleidung hat, die sich wie Gummi anfühlt, und wieso Fetisch mehr umfasst als eine sexuelle Komponente.

SZ PlusVon Johanna Feckl

Party im Bahnwärter Thiel
:Queere Kollektive tanzen für die Hoffnung

Die Veranstalter-Teams Tuntopia und Impuls laden ihre Gäste ein zu Techno und Schlager gegen die Ohnmacht der Gegenwart.

Von Anna Weiß

Travestie-Künstler Chris Kolonko
:Der Mann, den viele nur als Frau kennen

Chris Kolonko glänzt beruflich seit 40 Jahren in Frauenrollen, privat lebt er als Mann mit einem Mann zusammen. Was den Travestie-Künstler am Spiel mit der Illusion reizt und warum Schönheitsoperationen aus seiner Karriere nicht wegzudenken sind.

SZ PlusInterview von Barbara Hordych

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