Kirchheim

Mahnung gegen Rechts

Das Gymnasium Kirchheim erinnert mit einer Aktion an die Juden-Pogrome vor 80 Jahren

Von Christina Hertel, Kirchheim

Zeitgeschichte

Flucht ins Feindesland

Während der Nazizeit emigrierten viele Münchner Juden nach Italien - obwohl das Land ebenfalls von Faschisten regiert wurde.

Von Jakob Wetzel

Schauspieler stellen die Flucht über die Berge nach.
Theaterwanderung in Österreich

Wie fühlt sich Flucht an?

Im Montafon spüren Wanderer in idyllischer Almlandschaft dem Schicksal verfolgter Juden nach. Der Kontrast könnte kaum größer sein.

Von Hans Gasser

Judenverfolgung

Der lange Weg in die Heimat

Harry Heber ist sieben Jahre alt, als er mit seiner Schwester mit den "Kindertransporten" aus Hitlers Reich nach Großbritannien flieht. Er kennt weder Land noch Sprache und wird von der Schwester getrennt.

Von Alexander Menden

Migration aus Afrika
Prantls Blick

"Wisst ihr nicht, dass diese verdammten Zahlen menschliche Wesen sind?"

Vor achtzig Jahren begann in Évian die Konferenz über die Rettung der in Nazi-Deutschland verfolgten Juden. Sie wurde zum Desaster. Warum das, trotz aller Unterschiede, Mahnung und Warnung für heute ist.

Die politische Wochenvorschau von Heribert Prantl

Hauptsynagoge in München, 1911
Jüdische Geschichte

Wie München vor 80 Jahren seine Synagoge verlor

Das architektonische Kunstwerk in der Herzog-Max-Straße war ein Zeichen dafür, dass Juden ein Teil der Gesellschaft waren. Doch dann deklarierten die Nazis die Synagoge als "Verkehrshindernis".

Charlotte Knobloch spricht über offenen Hass und Antisemitismus in Deutschland
Politischer Salon in Freising

"Judenfeindlichkeit ist wieder salonfähig geworden"

Charlotte Knobloch, Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, spricht über offenen Hass und den Einzug der AfD in den Bundestag.

Von Petra Schnirch, Freising

Demonstration vor der al-Aqsa-Moschee auf dem Tempelberg
Antisemitismus von Muslimen

Von Fremden und Feinden

Der Politologe David Ranan sieht den Antisemitismus von Muslimen vor allem als eine Folge des Nahostkonflikts. Eine große Gefahr für den gesellschaftlichen Frieden in Deutschland will er derzeit nicht erkennen.

Von Ludger Heid

Nazis in Bayern

Die fünf schrecklichen Tage von Nammering

Im April 1945 kamen in dem kleinen Dorf in Niederbayern fast 800 KZ-Häftlinge zu Tode. Es hat lange gedauert, bis sich die Bevölkerung erinnern wollte.

Von Johann Osel

SZ-Magazin
SZ-Magazin
Auschwitz

Todesgleis im Vorgarten

In den Wohngebieten von Auschwitz findet man noch die Gleise, auf denen die Züge voller todgeweihter Juden ins Lager fuhren. Wie leben die Bewohner des Ortes mit diesen Spuren des Grauens?

SZ-Magazin
Auschwitz

Spuren des Todes

Vor dem KZ Auschwitz-Birkenau liegen noch die Gleise, auf denen Deportationszüge ins Lager fuhren. Heute führen sie durch Äcker, Gärten und Einfahrten - ein grotesker Blick auf Alltag und Hölle zugleich.

Von Christoph Cadenbach, SZ-Magazin

Erben des Holocaust

"Vorname Angst, Nachname Verdrängen"

Nina Ruge, Rachel Salamander und Martin Moszkowicz berichten, wie sie als Kinder von Shoah-Überlebenden aufwuchsen - zwischen Schweigen und Aufarbeitung

Von Jessica Schober

Stadtrat

München will mit Stelen und Tafeln an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern

Nach jahrelangen Diskussionen billigt der Kulturausschuss eine Alternative zu Stolpersteinen. Doch der Streit geht weiter.

Von Jakob Wetzel

Charlotte Knobloch
Ehrung von Kreszentia Hummel

"Ich verneige mich vor ihr, an jedem Tag meines Lebens"

Kreszentia Hummel gab im Zweiten Weltkrieg ein jüdisches Mädchen als ihr eigenes Kind aus - es war Charlotte Knobloch. Nun hat der Staat Israel Hummel posthum den höchsten Ehrenpreis verliehen.

Von Anna Hoben

A view of the Sobibor train station in Poland
Holocaust

Massiv motivierte Massenmörder

Treblinka, Sobibór und Bełżec: Die Täter, die den Holocaust in den Vernichtungslagern vorantrieben, empfanden absolute Handlungsfreiheit, wie neue Bücher belegen.

Rezension von Ludger Heid

Der Hertha-Arzt, der im KZ starb
SZ-Magazin
Vereinsgeschichte von Hertha BSC

Der heldenhafte Tod des Hertha-Arztes

Der frühere Mannschaftsarzt von Hertha BSC Berlin starb als Jude in Auschwitz. Nun haben Hertha-Fans sein Schicksal recherchiert - und entscheidende Hinweise in einem alten SZ-Magazin-Artikel entdeckt.

Von Lars Reichardt

Judenverfolgung unter den Nazis

Die Geschichte der mutigen Elisabeth Braun

Die Schriftstellerin war Tochter jüdischer Eltern. Im Hildebrandhaus in München versteckte sie 15 verfolgte Menschen - keiner von ihnen überlebte die Nazizeit.

Von Wolfgang Görl

Herschel Grynszpan
NS-Geschichte

Das Rätsel um Herschel Grynszpan

Die Nazis nutzten das Attentat eines jungen Juden als Vorwand für die Pogromnacht 1938. Angeblich starb er im KZ - doch gibt es eine neue Spur in Wien.

Von Benjamin Moscovici

Anne Frank
Nationalsozialismus

Entdeckung von Anne Frank - Verrat oder Zufall?

Das Schicksal des jüdischen Mädchens bewegt bis heute die Welt. Ein Tipp soll die Nationalsozialisten 1944 zu ihrem Versteck geführt haben. Neue Erkenntnisse deuten auf eine andere Erklärung hin.

Von Antonie Rietzschel

Adolf Burger
NS-Zeit

Holocaust-Überlebender Adolf Burger ist tot

Er wurde von den Nazis gezwungen, sich im KZ Sachsenhausen an der wohl größten Geldfälschungsaktion der Geschichte zu beteiligen. Nun ist Adolf Burger im Alter von 99 Jahren gestorben.

Farbiger US-Soldat mit einem Kind auf den Knien
Holocaust

Amerikaner und Deutsche erforschen zusammen Judenverfolgung

Das Holocaust Memorial Museum in Washington sammelt zentral alle Quellen zur Geschichte der Judenverfolgung. Material aus Bayern ermöglicht nun einzigartige Einblicke.

Von Hans Kratzer

13 Bilder
Foto-Installation "Gegen das Vergessen"

Unter den Augen der Überlebenden

Vor 75 Jahren ermordete die SS in der Schlucht Babij Jar bei Kiew mehr als 30 000 Juden. Der Fotograf Luigi Toscano reiste jahrelang um die Welt, um Überlebende zu porträtieren.

Von Julian Dörr

Max Mannheimer KZ Überlebender
Reaktionen

"Es liegt nun an uns, sein Vermächtnis fortzuführen"

Der Holocaust-Überlebende Max Mannheimer war eine der wichtigsten Stimmen für die im Nationalsozialismus ermordeten Juden. Seine Mahnung, nicht zu vergessen, bleibe unser Auftrag, sagte Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer.

Finanzausschuss stimmt zu

Vier weitere Stolpersteine

Freising erinnert an vier Opfer des Nationalsozialismus. Anders als in München gibt es keine Bedenken gegen die Aktion.

Von Kerstin Vogel, Freising

Erinnerung

Neue Stolpersteine für ermordete Juden verlegt - trotz Verbots

Der Künstler Gunter Demnig hat an drei Standorten erneut Messingplatten unmittelbar vor Wohnhäusern in den Boden gesetzt.

Von Wolfgang Görl