Mubarak ist weg, die Wut bleibt: Auch nach dem Arabischen Frühling kommt Ägypten nicht zur Ruhe. Der im Mai 2012 gewählte Präsident Mohammed Mursi weitet seine Macht aus und lässt Befürchtungen vor einer neuen Diktatur keimen.
Erneute Unruhen in Ägypten: Bei einer Trauerfeier in Kairo werden aufgebrachte koptische Christen attackiert - ein Mensch stirbt, Dutzende werden verletzt. Der islamistische Präsident Mursi zeigt sich demonstrativ solidarisch mit den Christen.
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Die Polizei feuerte Tränengas in die Menge, Augenzeugen zufolge wurden acht Menschen verletzt. In Kairo haben Oppositionelle versucht, das Gebäude der Generalstaatsanwaltschaft und ein Gericht zu stürmen. Auch von anderen Seiten gerät die Muslimbewegung von Präsident Mursi zunehmend unter Druck.
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Der ägyptische Satiriker Bassem Jussef macht Witze über Präsident Mursi und seine Muslimbrüder - und steht deshalb im Visier der Staatsanwälte. US-Comedian Jon Stewart steht ihm bei. Auch Außenpolitiker in Washington werfen Kairo "beunruhigende Tendenzen, die Meinungsfreiheit einzuschränken" vor.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Der Satiriker Bassem Jussef übergießt Ägyptens Präsidenten in seiner TV-Show wöchentlich mit Hohn. Selbst einen Gerichtstermin verwandelt der Ex-Herzchirurg in eine Anti-Mursi-Klamotte. Von Fans wird er bejubelt, doch die Zeiten für kritische Geister sind schwierig.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Den Präsidenten nennt er "Super Mursi", in seiner TV-Show macht er sich über die Muslimbrüder lustig. Bassem Youssef, einer der bekanntesten Fernsehmoderatoren Ägyptens, ist von der Staatsanwaltschaft befragt worden. Der Vorwurf: Beleidigung des Islam. Wenig später wird er jedoch auf Kaution freigelassen.
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Die ägyptische Justiz hat erneut eine Entscheidung von Präsident Mursi für nichtig erklärt. Wegen des Termins für die umstrittene Parlamentswahl hadert der Präsident schon seit Wochen mit den Richtern. Jetzt muss er nach nur fünf Monaten einen wichtigen Vertrauten austauschen.
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Bei einer Demonstration zum zweiten Jahrestag der Revolution in Ägypten verschwindet Mohammed al-Guindi plötzlich. Die Regierung behauptet, er habe einen Autounfall gehabt. Tage später taucht der Oppositions-Aktivist in einem Krankenhaus auf, jetzt ist er an seinen schweren Verletzungen gestorben. Parteifreunde sprechen von "Folter".
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Der Ägypter, der bei einer Demonstration in Kairo nackt über die Straße geschleift wurde, hat Anschuldigungen gegen die Polizei erhoben.
mehr...Politicker
Ein Mann wird verprügelt und nackt über den Boden geschleift: Ein Video mit Aufnahmen massiver Polizeigewalt hat in Ägypten für einen Sturm der Entrüstung gesorgt. Die Opposition fordert den Rücktritt von Staatschef Mursi. Der lässt erklären, es handele sich um einen "Einzelfall".
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Sie sind zurück auf dem Tahrir-Platz: Die Revolutionäre des Arabischen Frühlings kämpfen wieder. Statt Mubarak ist nun Präsident Mursi ihr Feindbild. Der Politikwissenschaftler und Fotograf Ahmed Khalifa hat sie in Kairo begleitet.
mehr...Bilderblog
Die ägyptische Revolution ist um ein Phänomen reicher: Der "Schwarze Block" aus gut organisierten jungen Leuten geht mit großer Gewalt gegen die Staatsmacht vor. Wie viele sie sind und was sie genau wollen, wissen sie selbst nicht - aber sie nehmen weder Präsident Mursi noch die Opposition ernst.
Von Tomas Avenarius, Kairomehr...
In seiner Heimat sieht sich Ägyptens Präsident Mursi heftigen Protesten ausgesetzt. Beim Besuch in Berlin wirbt er um die Unterstützung Deutschlands. Doch die Bundesregierung zögert. Denn viele fragen sich: Wofür steht Mursi?
Von Barbara Galaktionowmehr...
Antisemitische Äußerungen und harte Gangart im eigenen Land: Der ägyptische Präsident Mursi stößt international auf Vorbehalte. Wenn er an diesem Mittwoch nach Berlin kommt, wollen ihm Kanzlerin und Außenminister aber möglichst ohne Skepsis begegnen. Denn schließlich geht es um Einfluss - und um viel Geld.
Von Daniel Brössler, Berlinmehr...
Ägyptens Militärchef ist alarmiert: Angesichts der andauernden Spannungen fürchtet al-Sisi um die Stabilität des Landes. Um die Unruhen in den Griff zu bekommen, darf die Armee jetzt Polizeiaufgaben wahrnehmen.
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Tausende Menschen setzen sich in Ägypten über die nächtliche Ausgangssperre hinweg. In Port Said, Ismailia und Suez, wo der Ausnahmezustand gilt, aber auch in der Hauptstadt Kairo ziehen sie erneut auf die Straßen, um gegen die "undemokratischen Maßnahmen" von Präsident Mursi zu protestieren.
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Meinung
Ägyptens Präsident Mursi hat dem Volk zivile Herrschaft versprochen - und verlässt sich in der Stunde der Verzweiflung auf das von ihm vertriebene Militär. Sein Hilferuf steht für seinen totalen Glaubwürdigkeitsverlust. Dabei braucht Ägypten eine Regierung, die rettet - solange es noch etwas zu retten gibt.
Ein Kommentar von Tomas Avenarius, Kairomehr...
Über drei Städte hat der ägyptische Präsident Mursi den Ausnahmezustand verhängt - nun bittet er die Armee angesichts der anhaltenden Unruhen um Unterstützung. Ein Gesetzesentwurf soll der Armee erlauben, wie eine Polizeieinheit zu agieren. Außerdem soll Mursi länger Sondervollmachten nutzen können.
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Demütigung während der Demonstrationen: Eine Gruppe von Männern hat bei den Protesten in Kairo mindestens 19 Frauen die Kleider vom Leib gerissen. Dabei soll es auch zu einer Vergewaltigung gekommen sein.
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Ägyptens Präsident Mursi ruft wegen Unruhen den Notstand in drei Städten aus. In Suez, Ismailia und Port Said soll für 30 Tage der Ausnahmezustand gelten.
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Meinung
Präsident Mursi und seine Muslimbrüder sind abgetaucht. In Ägypten glaubt kaum jemand mehr, dass die Regierung noch etwas ordnen kann. Dabei geht es längst um mehr als politische Rivalitäten.
Ein Kommentar von Sonja Zekri, Kairomehr...
21 Todesurteile, 26 Opfer bei Krawallen: Ägypten kommt nach der Urteilsverkündung um die Ausschreitung beim Fußballspiel im Stadion von Port Said nicht zur Ruhe. Nach dem Jahrestag der Revolution ist die Situation im Land
äußerst angespannt.
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Nach den Ausschreitungen mit neun Toten hat die ägyptische Regierung Militäreinheiten nach Suez verlegt. In die ohnehin angespannte Situation fällt ein Gerichtsurteil: Im Prozess um die tödlichen Fußballkrawalle von Port Said im vergangenen Februar hat das Gericht in Kairo 21 Angeklagte zum Tode verurteilt. Zwei Polizisten werden erschossen, als Angehörige der Verurteilten das Gefängnis in der Hafenstadt stürmen wollen.
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