Der Verfassungsschutz beobachtet 27 Abgeordnete der Linken, darunter Radikale, aber auch Reformer. Eine Systematik ist nicht zu erkennen, ein Merkmal sticht unter den Betroffenen allerdings deutlich heraus. Innenminister Friedrich hat darauf nun reagiert: Er will die Liste überprüfen lassen.
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Thorsten Denkler und Oliver Das Gupta
"Die gehen an der Realität vorbei": SPD-Bundesvorstandsmitglied Ralf Stegner lehnt es grundsätzlich ab, mit den Linken zu koalieren. Während Parteikollegen aus dem linken SPD-Flügel sich das durchaus vorstellen können. Für Empörung bei den Linken sorgt ein Bericht, dass der Verfassungsschutz 27 ihrer Bundestagsabgeordneten beoobachtet - mehr als ein Drittel der Fraktion.
Empörung bei der Linken: Mehr als ein Drittel ihrer Abgeordneten im Bundestag soll vom Verfassungsschutz kontrolliert werden - darunter fast die gesamte Führungsriege. Fraktionschef Gysi bezichtigt den Verfassungschutz der Lüge, Parteichef Ernst kündigt eine Untersuchung an - CDU-Politiker rechtfertigen dagegen die Observierungen.
Das Bundesamt für Verfassungsschutz steht wegen Berichten über die Beobachtung linker Bundestagsabgeordneter parteiübergreifend massiv in der Kritik: "Wenn das tatsächlich wahr ist, wäre das unerträglich", sagte Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger der SZ. Der Präsident des Verfassungsschutzes spricht von "künstlicher Aufregung" - und bekommt Rückendeckung von der Kanzlerin.
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Daniel Brössler und Jan Bielicki
Die Bundesregierung streitet über Sinn und Unsinn der Beobachtung von Linkspartei-Politikern durch den Verfassungsschutz streitet. Die SZ dokumentiert, welche 27 Abgeordnete überwacht werden. Darunter befinden sich auch die Partei- und Fraktionsvorstände wie Gregor Gysi.
In Niedersachsen oberviert der Verfassungsschutz Linkspartei-Politiker wie Agenten, in der schwarz-gelben Koalition sorgt das Thema für Krach. Angereichert wird die Debatte durch Linken-Fraktionschef Gysi - für den ist der Verfassungsschutz nur noch ein "Pfeifenverein sondergleichen".
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Robert Roßmann und Daniel Brössler, Berlin
SPD-Chef Gabriel schließt eine Koalition mit der Linken im Bund aus - was die Sozialisten einmütig erbost: Die SPD wolle wohl dauerhaft Juniorpartner der Kanzlerin bleiben, ätzen die Linken-Reformer Bartsch und Ramelow im Gespräch mit Süddeutsche.de. Parteivize Sahra Wagenknecht wirft den Sozialdemokraten vor, offenbar "lieber den Krieg der Finanzmafia" zu unterstützen, statt die Demokratie zu verteidigen.
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Oliver Das Gupta
Der Verfassungsschutz soll die Kriterien überprüfen, nach denen bisher Linke-Politiker überwacht wurden - das ordnete Innenminister Friedrich an. Linke-Fraktionschef Gysi erhielt unterdessen Einblick in seine Akte und glaubt, dass die Überprüfungen einem ganz speziellen Zweck dienen.
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Daniel Brössler und Susanne Höll
Die politische Zukunft von Linke-Geschäftsführer Dietmar Bartsch ist ungewiss. Verzichtet Lafontaine auf den Parteivorsitz, könnte Bartsch aufrücken. Auf die Partei würden dann bewegte Zeiten zukommen.
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Susanne Höll
Linken-Geschäftsführer Dietmar Bartsch gibt auf. Nach langen Querelen wird er im Mai nicht mehr für den Posten des Geschäftsführers antreten. Seine Erklärung im Wortlaut.
Nach der blutigen Anschlagsserie in Nigeria hat Präsident Goodluck Jonathan den Ausnahmezustand über Teile des Landes verhängt. Außerdem wurden die internationalen Grenzen in der Nähe der betroffenen Regionen geschlossen. Für christliche Neujahrsfeiern hat die Sekte mit neuen Anschlägen gedroht.
Kurzmeldungen
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Gregor Gysi will die Linke 2013 in den Bundestagswahlkampf führen - gemeinsam mit Oskar Lafontaine. Doch Gysis Wunschkompagnon hält sich bedeckt - und kritisiert die "Eigentorschützen" in seiner Partei.
Kurzmeldungen
im Überblick
Seit Tagen lähmen Proteste und Streiks Nigeria, nun will Präsident Jonathan reagieren: Er hat angekündigt, die Benzinpreise, die sich zuvor verdoppelt hatten, wieder um ein Drittel zu senken. Die Streikenden lehnen das Angebot ab.
Kurzmeldungen
im Überblick
In Belgien rückt ein Ende der Staatskrise in Sicht: Nach eineinhalb Jahren haben sich die Parteien in zentralen Fragen des Haushalts geeinigt. Die könnte das letzte Hindernis zur Bildung einer neuen Regierung gewesen sein.
Kurzmeldungen
im Überblick
Vor einem Jahr verlor er den Machtkampf gegen Ex-Parteichef Lafontaine, jetzt versucht Dietmar Bartsch ein Comeback: Nach langen Spekulationen hat der Reformer angekündigt, für den Linken-Parteivorsitz kandidieren zu wollen - Gysi und Lafontaine reagierten zurückhaltend.
Über Kreuz mit Lafontaine, unbeliebt im Westen: In der Linkspartei dachten viele, aus Dietmar Bartsch kann nichts mehr werden. Nun ist der Reformer angetreten, das Gegenteil zu beweisen. Eine Doppelspitze Bartsch/Wagenknecht könnte eine Chance für die Partei sein - doch dafür braucht es einen innerparteilichen Friedensschluss.
Ein Kommentar von
Daniel Brössler
Neue Runde im Machtgerangel bei der Linken: Die Traditionalistin Wagenknecht lehnt es ab, gegen den Reformer Bartsch anzutreten, führende Funktionäre positionieren sich für oder gegen Bartsch - auch Ex-Parteichef Bisky zeigt seine Präferenz.
Hat Christian Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident korrekt über einen delikaten Privatkredit informiert? Das Bundespräsidialamt beteuert, Wulff habe nicht getäuscht. Vertreter von SPD, Grünen und Linkspartei verweisen auf andere Fälle, in denen der Niedersachse von seinen Kontakten zu Wirtschaftsgrößen profitierte. Sie pochen auf Aufklärung - manche sehen Wulffs Amt wackeln.
Von
Michael König, Thorsten Denkler und Oliver Das Gupta
Hände schütteln, Küsschen rechts und links, Erinnerungsfotos mit Polaroid-Kamera: In Saarlouis präsentieren sich Sahra Wagenknecht und Oskar Lafontaine den Bürgern beim Glühweintrinken. Es ist der erste gemeinsame Auftritt, seit die beiden Politiker ihre Partnerschaft öffentlich gemacht haben.
Von
Oliver Klasen, Saarlouis
"Er ist im Saarland unterfordert": Linksfraktionschef Gysi spekuliert über eine Rückkehr Oskar Lafontaines in eine führende Rolle im Bundestag. Vizechefin Wagenknecht warnt jedoch vor einer Personaldebatte in der Fraktion - seit Monaten debattiert die Partei darüber, wer ihr künftig vorstehen soll.
Bislang konnten FDP und Union sich in der Frage der Vorratsdatenspeicherung nicht einigen - nun schlägt Bundesinnenminister Friedrich den Liberalen einen Kompromiss vor: Er will gemeinsam in Brüssel für eine Verkürzung der Speicherfrist kämpfen.
Kurzmeldungen
im Überblick
Wer soll die Linken aus ihrer politischen Krise führen? Sahra Wagenknecht vom radikal linken Flügel hat erklärt, am Parteivorsitz nicht interessiert zu sein. Jetzt wird der Reformer Dietmar Bartsch als Kandidat gehandelt. Er hatte sich 2010 im Streit mit Oskar Lafontaine zurückgezogen. Teile der Partei warten auf sein Comeback.
Von
Daniel Brössler, Berlin
Linken-Fraktionsvize Dietmar Bartsch über die Querelen in seiner Partei, inhaltlichen Nachholbedarf und die Debatte um ein Comeback des Ex-Vorsitzenden Oskar Lafontaine.
Interview:
Oliver Das Gupta
Eine Kampfkandidatur gegen Gesine Lötzsch werde es "definitiv nicht" geben: Sahra Wagenknecht will doch nicht Parteivorsitzende der Linken werden. Stattdessen beugt sie sich dem Druck des Reformflügels der Partei - und strebt ein anderes Amt an.
Die Sehnsucht nach Einheit währte nicht lange: In der Linken ist der Streit um den Parteivorsitz voll entbrannt. Lötzsch kündigt an, wieder kandidieren zu wollen - Ko-Chef Ernst reagiert verärgert. Als einziger behaupten kann sich Gregor Gysi: Er bleibt alleiniger Fraktionsvorsitzender.
Von
Daniel Brössler