Wenn sie nur wüssten, wie das geht! In der deutschen Außenpolitik wird zu selten strategisch gedacht. Dabei ist Strategie nicht allein politische Kunst, sondern auch erlernbares Handwerk. Doch in Deutschland fehlen die Meister. Ein Plädoyer für mehr Strategie in der deutschen Außenpolitik.
Ein Gastbeitrag von
Georg Schulze Zumkley
Wladimir Putin drängt wieder auf die große Bühne der internationalen Politik. Die Präsidentschaftswahlen wird er gewinnen. Und dann? Kann er seine vollmundigen Ankündigungen wahr machen? Positioniert er sich wieder als Anführer der Amerika-Gegner aller Länder? Was Putins nächste Präsidentschaft für Russlands Außenpolitik bedeutet.
Ein
Gastbeitrag von Alexander Gabuev
Roter Platz, Taj Mahal, Spiegelsaal und immer wieder Quebec: Bayerns Ministerpräsidenten sind häufig unterwegs - und setzen bei ihren Reisen ganz unterschiedliche Akzente. Einer steuerte seinen Flieger sogar selbst.
Von
Frank Müller
Meinung
Asien rückt immer stärker in den Fokus amerikanischer Außenpolitik - erst vor kurzem haben die USA eine neue langfristige Militärstrategie bekanntgegeben. Zusätzlich sollen die Ressourcen für Diplomatie, Handel und Sicherheit in Asien aufgestockt werden. China begegnet der neuen Strategie misstrauisch, Nordkorea lehnt sie ganz ab.
Ein Kommentar von
David Shambaugh, Washington D.C.
In der Stichwahl um das finnische Präsidentenamt hat sich der Konservative Niinistö klar gegen seinen grünen Gegenkandidaten durchgesetzt. Sein Sieg bricht einen jahrzehntelangen Trend.
Von
Gunnar Herrmann
Meinung
Russland schwelgt in alten Zeiten - das Land hat die Modernisierung verschlafen, ist politisch rückständig und scheut es, den Westen als Partner zu akzeptieren. Das Syrien-Veto im UN-Sicherheitsrat zeugt erneut von dieser erstarrten Haltung. Nicht seine Stärke, sondern seine Schwäche birgt eine große Gefahr. Am beunruhigendsten ist, dass Moskau auf die Hilfe der Welt keinen Wert mehr legt.
Ein Kommentar von
Stefan Kornelius
Die Lorbeeren für die deutsche Einheit bekam allein Helmut Kohl. Sein Außenminister rückte an den Rand. Doch eine neue Biographie über den FDP-Mann zeigt, wie viel Einfluss Hans-Dietrich Genscher tatsächlich hatte.
Von
Bernhard Küppers
Als Farce haben Beobachter der Arabischen Liga ihren Einsatz in Syrien beschrieben, wegen der anhaltenden Gewalt wurde er unterbrochen. Jetzt möchte die Arabische Liga ihre Leute wieder ins Land zurückschicken - in Begleitung der Vereinten Nationen. Kann so der jüngste Gewaltausbruch eingedämmt werden? Und wie lang kann sich Assad noch halten?
Wichtige Fragen und Antworten. Von
Hannah Beitzer und Lilith Volkert
Er ist der Favorit für das finnische Präsidentenamt: der konservative Kandidat Sauli Niinistö. Im ersten Wahlgang verfehlte er jedoch mit 37 Prozent die absolute Mehrheit. Nun wird eine Stichwahl zwischen Niinistö und dem zweitplatzierten Grünen Pekka Haavisto entscheiden.
Von
Gunnar Herrmann
Kräftemessen mit Iran: Die EU geht im Streit um das Atomprogramm auf Konfrontationskurs - und will das Regime in Teheran mit einem Öl-Embargo zurück an den Verhandlungstisch zwingen. Doch werden die Sanktionen auch für Europa Folgen haben? Kommt es möglicherweise zum Öl-Krieg? Antworten auf die wichtigsten Fragen.
Von
Michael König, Markus Schulte von Drach und Kathrin Haimerl
Chancengleichheit für ein starkes Amerika: US-Präsident Obama fordert die Reichen auf, ebenso viel Steuern zu zahlen wie die Arbeiter. Auch die Wall Street müsse sich künftig an Regeln halten. In seiner Rede zur Lage der Nation zeigt sich Obama als Staatsmann und teilt auch gegen die Republikaner aus.
Von
Matthias Kolb, Washington
Sein Land erholt sich wirtschaftlich nur langsam, das Ansehen Spaniens im Ausland wird nur mühsam zurückgewonnen. Der Antrittsbesuch in Berlin ist Mariano Rajoys bisher wichtigste Auslandsreise - hofft er doch wie viele seiner Landsleute auf die Hilfe von Kanzlerin Merkel.
Von
Javier Cáceres, Madrid
Politische Antwort statt Säbelrasseln: Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz Ischinger warnt, ein Krieg mit Iran könne und dürfe nicht die einzige Alternative zu Sanktionen sein.
Die Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, hat mit einer Twitter-Meldung Empörung hervorgerufen. "Die Nazis waren eine linke Partei", schrieb sie in dem Nachrichtendienst. Führende Linke-Politiker reagierten umgehend.
Meldungen im Überblick
Europa muss im Atomstreit mit Iran endlich die Augen öffnen und die angedrohten strengen Sanktionen in die Tat umsetzen: Die letzte Möglichkeit, einen israelischen Angriff zu verhindern, ist der totale wirtschaftliche und diplomatische Boykott des Regimes in Teheran. Ein Militärschlag Israels würde den gesamten Nahen Osten in Flammen aufgehen lassen.
Ein Gastbeitrag von
Ronen Bergman
Die arabische Revolution hat Geburtstag, doch die Golfstaaten feiern nicht mit. Auch den dortigen Monarchen bläst der Wind des Wandels ins Gesicht. Bislang begegnen sie ihm mit einer wohlkalkulierten Doppelstrategie: Sie zementieren im Inneren den Status quo und unterstützen die Neuordnung in den umliegenden Ländern - zumindest ein bisschen. Die EU sollte sich einmischen.
Ein Gastbeitrag von
Nora Müller
An der Grenze zu Afghanistan haben sich pakistanische Sicherheitskräfte und radikal-islamische Aufständische ein schweres Gefecht geliefert. Dabei sind laut Sicherheitskreisen mehr als 30 Menschen ums Leben gekommen.
Kurzmeldungen
im Überblick
Clinton und Panetta, Westerwelle und de Maizière, Monti und Ackermann: In München treffen sich Spitzenvertreter aus Politik und Wirtschaft zur 48. Sicherheitskonferenz. Ein Überblick über die wichtigsten Teilnehmer und ihre Diskussionsrunden.
Rüffel vom Altkanzler: Helmut Kohl ist unzufrieden mit dem Kurs seiner Nachfolger. In der Schuldenkrise fordert er ein "beherztes Zupacken" - und reklamiert für sich, dass es unter seiner Führung gar nicht erst zu den heutigen Finanzproblemen gekommen wäre. Mit der deutschen Außenpolitik geht er hart ins Gericht.
Unzuverlässiger Bündnispartner, keine berechenbare Größe mehr, fehlerhafte Innenpolitik: Schonungslos kritisiert Altkanzler Kohl die Bundesregierung und wird damit wohl vor allem die Debatte über die außenpolitischen Grundlagen Deutschlands verstärken. Jetzt reagiert auch Kanzlerin Merkel auf die Worte ihres einstigen Förderers.
Von
Daniel Brössler und Nico Fried
Libyen ist nicht der Irak, und die Enthaltung der Bundesrepublik im UN-Sicherheitsrat war keine an Werte gebundene Außenpolitik, sondern ein skandalöser Fehler.
Eine Außenansicht von
Joschka Fischer
"Um die Armen mache ich mir keine Sorgen." Mit diesem Satz knüpft Mitt Romney an die bisherigen Patzer der republikanischen Präsidentschaftskandidaten an, die sich in schöner Regelmäßigkeit zur Lachnummer machen. Dabei schien es für die Republikaner nie leichter, den durch die Wirtschaftskrise angeschlagenen US-Präsidenten Obama abzulösen. Die größten Pannen und Ausrutscher der konservativen Kandidaten zeigen, warum sich Obama trotzdem gute Chancen auf seine Wiederwahl ausrechnen kann. Ein Überblick in Bildern.
Bilder
Das Bewerberfeld der US-Republikaner für die Präsidentschaftskandidatur hat sich bereits gelichtet: Von ursprünglich sieben Bewerbern sind noch vier übrig geblieben. Von Radikalen über Manager bis hin zu Polit-Veteranen - die Kandidaten im Kurzporträt.
Meinung
Selten hatte die Welt in einem Jahr vier derart hochkarätige Machtentscheidungen vor sich. Die Wahlen und Führungswechsel in Russland, Frankreich, China und den USA werden Aufschluss geben über die Stärke dieser Staaten und ihrer Systeme.
Ein Kommentar von
Stefan Kornelius
Den Occupy-Campern vom Bundespressestrand droht die Räumung. Die Grundstücksverwalterin klagt gegen die Aktivisten, zudem läuft ein Strafantrag wegen Hausfriedensbruch. Doch die Besetzer meinen: "Jetzt geht's erst richtig los."
Kurzmeldungen im Überblick