Ägyptens Ex-Machthaber Hosni Mubarak muss sich erneut für seine Rolle im Arabischen Frühling verantworten, eine erste Verurteilung war wieder aufgehoben worden. Beim Prozessauftakt kommt es im Gerichtssaal zu Tumulten. Mubarak und seine Mitangeklagten plädieren auf "nicht schuldig".
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Mindestens vier Menschen sind bei einer Schießerei zwischen Christen und Muslimen in Ägypten ums Leben gekommen. Auslöser für den Gewaltausbruch nahe Kairo waren offenbar Schmierereien von Kindern.
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In den ägyptischen Städten Kairo und Port Said sind in den vergangenen Tagen bei Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei etwa 470 Menschen verletzt worden. Hintergrund ist ein Verfahren zur Tötung von 72 Fans des Kairoer Fußballvereins Al-Ahly.
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Bei Ausschreitungen in Ägypten haben Demonstranten an mehreren Gebäuden der Muslimbrüder-Partei von Präsident Mursi Feuer gelegt. In zahlreichen Städten kommt es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen: In Alexandria bewerfen sich Anhänger und Gegner Mursis mit Steinen, in Kairo sind um den Tahrir-Platz herum zahlreiche Krankenwagen aufgestellt.
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Gerade noch hatte Ägyptens Präsident Mursi wegen seiner Vermittlerrolle im Gaza-Konflikt weltweit Lob erhalten. Nun entzieht er der Justiz wichtige Kontrollrechte. Seine Kritiker sprechen von einem "neuen Pharao" - die EU forderte Mursi auf, den demokratischen Prozess im Land zu respektieren.
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Er will die absolute Macht, nun schlägt ihm die Wut des Volkes entgegen: Ägyptens Präsident Mursi hat die Justiz ausgeschaltet und sich offenbar mit dem Militär arrangiert - doch sein Einfluss ist nicht unbegrenzt. Die Rücksichtslosigkeit des Präsidenten eint seine Gegner, Demonstranten rufen nach dem Sturz der Regierung. Parteibüros brennen.
Von Sebastian Gierkemehr...
Auf dem Tahrir-Platz in Kairo treffen Oppositionelle auf Ordnungskräfte, die Polizei setzt Tränengas ein. Trotzdem wollen die Demonstranten solange bleiben, bis Ägyptens Präsident Mursi seine Machtfülle wieder beschränkt.
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Streiken bis zum Ende der Krise: Nach Mursis Machtausbau stellt sich Ägyptens Justiz auf die Seite der Opposition - und will so Druck auf den Präsidenten ausüben. Ähnliches hat schon einmal bei Hosni Mubarak funktioniert. Doch die Richterschaft ist gespalten.
Von Tomas Avenarius, Kairomehr...
Zeigt er Kompromissbereitschaft - oder nicht? Die Demonstrationen gegen die Machtausweitung des ägyptischen Präsidenten werden immer massiver, es gibt ein Todesopfer und Hunderte Verletzte. Heute spricht Mohammed Mursi mit protestierenden Richtern. Zugleich verlautet jedoch, der Islamist wolle an seinen umstrittenen Entscheidungen festhalten.
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Der ägyptische Präsident Mohammed Mursi gibt nicht nach. Auch bei einem Treffen mit dem Obersten Richterrat beharrte er auf den Dekreten, mit denen er sich nach Ansicht seiner Kritiker über die Justiz stellt. Mursi betonte hingegen, er respektiere die Justiz.
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Driftet Ägypten erneut ins Chaos? Der Machthunger von Präsident Mursi und den Muslimbrüdern bringt die Massen auf die Straßen. Der Berliner Politologe Hamadi El-Aouni erklärt, was die neue Regierung antreibt - und warum die Politisierung des Islam das Klima im Land zu vergiften droht.
Interview: Johannes Kuhnmehr...
Es ist die größte Demonstration seit Beginn seiner Präsidentschaft: Zehntausende Menschen sind in Kairo gegen die umstrittene Verfassungserklärung Mohammed Mursis auf die Straße gegangen. Bei heftigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Jugendlichen wurde ein Mann getötet.
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In Ägypten regt sich weiter Widerstand gegen Präsident Mursi. Zehntausende Demonstranten versammelten sich am Abend auf dem Tahrir-Platz in Kairo. Am Rande kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei.
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Die Richter streiken, die Proteste halten an. Jetzt haben sich die ägyptischen Islamisten etwas Neues ausgedacht: Das Volk soll im Schnellverfahren den umstrittenen Verfassungsentwurf beschließen, um die Krise zu beenden.
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Meinung
Vom ersten frei gewählten Präsidenten Ägyptens zum Hassobjekt der Massen: Mohammed Mursi und seine Muslimbrüder haben massiv an Ansehen verloren - droht nach den wütenden Protesten nun auch der Sturz des Diktators auf Zeit?
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Die Muslimbrüder geben das überstürzte Verfassungsvotum als Befreiungsschlag in einer festgefahrenen Lage aus. Doch für die Oppositionellen, die demonstrierend durch Kairos Straßen ziehen, bietet es Anlass zur Sorge: Die Gesetze, über die hinter dicken Mauern abgestimmt wird, tragen eindeutig die Handschrift der Islamisten - und die Scharia soll wichtigste Grundlage der Justiz bleiben.
Von Sonja Zekri, Kairomehr...
Der internationale Druck auf Ägyptens Präsident Mursi wächst. EU-Parlamentspräsident Martin Schulz hat offen damit gedroht, wegen des "Staatsstreichs" Hilfszahlungen an das Land zu stoppen. Eine plurale Demokratie müsse entstehen. Auch Außenminister Westerwelle warnt. In Ägypten zeigen neue Massendemos die tiefe Spaltung der Gesellschaft.
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Die Ägypter entscheiden noch im Dezember über den umstrittenen Verfassungsentwurf von Präsident Mursi. Die Vorlage, die sich auf die Prinzipien der Scharia als die "wichtigste Quelle der Gesetzgebung" stützt, hat auch heute wieder Tausende zu Massendemonstrationen auf die Straße getrieben.
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Das ägyptische Verfassungsgericht sieht sich von den Protesten islamistischer Demonstranten unter Druck gesetzt. Es vertagt nun ein Verfahren, das über die Rechtmäßigkeit von Ägyptens Verfassunggebender Versammlung entscheiden soll, und setzt seine Arbeit bis auf weiteres aus.
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Ägyptens Präsident Mursi will per Referendum eine Verfassung durchsetzen, die der Scharia noch stärkeres Gewicht verleiht. Doch die Richter kündigen an, die Aufsicht zu verweigern - ohne ihre Kontrolle könnte der Volksabstimmung die Rechtmäßigkeit fehlen.
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Ägyptens Oberste Richter vertagen nach Drohungen ihre Entscheidung über den umstrittenen Verfassungsentwurf von Präsident Mohammed Mursi - und könnten ihm gerade dadurch eine Hintertür öffnen.
Von Tomas Avenarius, Kairomehr...
Marsch auf den Präsidentenpalast: In Kairo haben Zehntausende Menschen gegen die Politik von Mohammed Mursi und seine Muslimbrüder demonstriert. Die Regierungsgegner versuchten, Straßensperren zu durchbrechen. Mursi soll auf Anraten seiner Leibwächter den Palast durch einen Hintereingang verlassen haben.
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Die Fernsehansprache ist für die Demonstranten ein "unseriöses" Gesprächsangebot: Ägyptens Präsident Mursi zeigte kaum Kompromissbereitschaft, gab aber seinen Widersachern die Schuld an der Gewalt. Jetzt wirkt auch US-Präsident Obama auf den islamistischen Staatschef ein.
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