Rap

Musik-Award 2026
:Bad Bunny schreibt Geschichte – die Grammy-Gewinner im Überblick

Mehrere Premieren und ein bekannter Abräumer: Am 1. Februar Ortszeit wurden die Grammy-Awards verliehen. Wir geben eine Übersicht über die Sieger.

Von Michael Schnippert

Rap
:Schreien, abdrehen und im Schmerz zerfließen

Auf „My Ghosts Go Ghost“ verarbeitet das experimentelle Hip-Hop-Duo „By Storm“ seine Trauer um ein totes Bandmitglied. Das klingt nach Apokalypse – und schafft Hoffnung.

SZ PlusVon Luca Viglahn

Leute
:Fang den Dieb

Rapper Samra möchte mit einer hohen Summe Einbrecher fassen, ein Südtiroler Bürgermeister hat genug von Touris, und Constantin Schreiber will über Sexismus gegen Männer reden.

Grammy Awards 2026
:„Tja, so ist das nun mal in Livesendungen“

Cher ernennt bei den Grammys einen Toten zum Gewinner, Bad Bunny schweigt ohrenbetäubend. Und sonst? Ist der wichtigste Musikpreis politisch erstaunlich bürokratisch.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Nicki Minaj und Donald Trump
:Um Gottes willen

Die Rapperin Nicki Minaj ist jetzt Trump-Fan und betreibt auch ansonsten sehr energisch christliche Identitätspolitik. Aus Kalkül? Vielleicht ja auch einfach aus Überzeugung.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Reden wir über Geld mit Philipp Herrmann
:„Zu Hause war das Thema Geld immer mit Angst verbunden“

Philipp Herrmann hat ein Unternehmen aufgebaut und es nach sieben Jahren für Millionen verkauft. Jetzt unterstützt er andere Gründer. Zu Geld hat er ein zwiespältiges Verhältnis.

SZ PlusInterview von Björn Finke und Nils Heck

Earl Sweatshirt kommt nach München
:Der rappende Papa

Für den Kalifornier Earl Sweatshirt ist der Rap mehr Therapieform als Mittel zur Selbstüberhöhung. Sein neues Album „Live Laugh Love“, auf dem er seine Rolle als Familienvater umkreist, macht da keine Ausnahme. Nun stellt er die Platte im Backstage vor.

Von Martin Pfnür

Pop
:Sorry, Welt

Auf einer ganzen Zeitungsseite bittet der Skandal-Star Kanye West bei allen um Entschuldigung, die er verletzt hat – und erklärt sein Verhalten ausführlich mit einer bipolaren Störung. Ist er jetzt, wie er selbst sagt, „auf seinem Weg nach Hause“?

Von Jens-Christian Rabe

Bushidos Abschiedstour
:„Ich werde euch vermissen!“

In der ausverkauften Olympiahalle verabschiedet sich der Rap-Titan Bushido von seinem Münchner Publikum. Die Zeiten haben den Neu-Grünwalder geändert. Und vielleicht trifft man ihn hier bald beim Bäcker wieder.

SZ PlusVon Linus Freymark

Pöbel MC kommt nach München
:Der rappende Physiker

Gesellschaftskritische Texte statt Proletentum, ein Uni-Abschluss statt Vorstrafen: Der Rostocker Künstler Pöbel MC zeigt, dass Rap und Bildung kein Widerspruch sein müssen.

Von Linus Freymark

„MTV Rewind“
:Lass dich überraschen

Der Musiksender MTV, einst Kulturgut, dann durch das Internet zusehends obsolet, lebt auf einer Art Piratenseite wieder auf. Linear, schwerst nostalgisch, enorm unpraktisch, wunderschön.

Von Jakob Biazza

Hip-Hop-Konzert in München
:Rap gegen Nazis

Der Leipziger Yung Pepp ist gerade einmal 17 Jahre alt und positioniert sich in seinen Rap-Texten gegen rechts. Nun ist er zum ersten Mal auf Tour und kommt in der Milla in München vorbei.

Von Sandra Langmann

RTL-Podcast
:Wie ein Spieleabend zwischen Segmüller-Möbeln

In „Nina & Aykut – Der Video-Podcast“ bringt RTL den Rapper Haftbefehl und seine Frau dazu, Pferdepoesiealbum-dusselige Fragen zu beantworten. Ein unwürdiges Projekt.

Von Jakob Biazza

„Punk Rocky“
:Prügelnde Cops, ICE, Winona Ryder

Das neue Video von Rapper ASAP Rocky enthält mal wieder den gesamten Zeitgeist. Eine Liebeserklärung.

Von Joachim Hentschel

Frauen im Hip-Hop
:„Dass ich Typen mal aufs Maul haue, die sich übergriffig verhalten, lasse ich gern so stehen“

Seit den Loveparades der Neunziger hat kein so stumpf daherballernder Pop-Trend ein so immenses Analysebedürfnis ausgelöst: Ein paar Begegnungen mit den Protagonistinnen des Genres „Fotzenrap“.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Pop
:Nerv mich nicht, ich hab abgeliefert

Zah1de hat als Tiktok-Rapperin das Internet durchgespielt. Sie hat astronomisch viele Follower, angeblich einen Millionenvertrag und: noch nie ein Konzert gegeben. Ein Besuch bei der Premiere – vor 4500 Menschen.

Von Leon Frei

Weihnachtsfeier
:Der Tesla-Eklat von Kool Savas

Nach seinem umstrittenen Auftritt bei der Tesla-Weihnachtsfeier in Grünheide steht der „King of Rap“ in der Kritik. Nun hat sich Kool Savas selbst geäußert.

Von Jerrit Schloßer

Hip-Hop
:Eine Frage der Ehre

„Fotzenrap“ von Ikkimel und Co. gilt als Feminismus in seiner radikalsten Form. Aber worin genau liegt der Unterschied zu dem, was männliche Rapper schon seit Jahrzehnten tun?

SZ PlusGastbeitrag von Saralisa Volm

Pop
:Der Boss ist jetzt Germane

Rapper Kollegah, seit je nicht ganz knusper, wehklagt zu wehender Deutschlandflagge, diesmal unter bürgerlichem Namen. Bundeskanzler will er auch werden. Gott bewahre.

Von Philipp Bovermann

Zum Tod von Malte Pittner
:Krasse Göre

Wunderbar undogmatischer Rapper, ewiger Country-Fan: Malte Pittner, Mitglied von „Deichkind“ und „Texas Lightning“, ist im Alter von 48 Jahren gestorben. Ein Nachruf.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Haftbefehl-Auftritt
:Legende sagt man zu Toten, Bruder

Dass er noch lebt, beweist der Rapper Haftbefehl bei einer Art Konzert in einem kleinen Club in Osnabrück. Es bleibt einem nur, ihm jetzt das Allerallerbeste zu wünschen.

SZ PlusVon Joachim Hentschel und Alexander Menden

Haftbefehl
:Ach du meine Goethe

Stehen die Texte des Rappers Haftbefehl auf einer Stufe mit den großen deutschen Klassikern? Was seine Sprache so besonders macht – und weshalb sie trotzdem nicht gleich auf den Stundenplan muss.

SZ PlusVon Sonja Zekri

Rap-Trio PA69
:„Wie viel Bock auf Saufen habt ihr?“

Das Rap-Trio „PA69“ macht Trinkmusik gegen rechts und füllt damit die Hallen. Sein Debütalbum präsentiert es auf einem Doppelkonzert: erst für Nüchterne, dann für Betrunkene.

SZ PlusVon Anna Weiß

Lyrik und Rap
:„Deepe Message in die Fresse“

Rapper wie Haftbefehl haben die vulgäre Pöbelei auf Deutsch in Mode gebracht? Keineswegs. Ein Blick in die Literaturgeschichte zeigt: Leidenschaftlich beschimpft haben sich Dichter schon vor Jahrhunderten.

SZ PlusVon Alexander Estis

Streaming
:Kokain, schwere Sucht

Der Rapper Haftbefehl hat sich über die Jahre fast umgebracht. Eine erschütternde Netflix-Doku zeigt seinen Kollisionskurs. Und vielleicht die Rettung.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Karriereende
:„Selbst meine Mutter hat mich irgendwann Bushido genannt“

Bushido, die Kunstfigur, hat ihren Schöpfer Anis Ferchichi sehr reich gemacht – und in tiefe Depressionen getrieben. Jetzt ist Schluss mit Rap. Ein Abschiedsgespräch über Hass als PR, fünf Jahre Therapie und die Rettung: seine Familie.

SZ PlusInterview von Jakob Biazza

Antisemitismusvorwürfe
:Debakel der Wurstigkeit

Jan Böhmermann lädt den Rapper Chefket ein, der das Existenzrecht Israels leugnet. Und dann wieder aus. Ein seltsam instinktloser Störfall.

Von Claudius Seidl

Cro-Konzert in der Olympiahalle München
:Euphorisch bekreischtes Spektakel aus dem Pop-Lehrbuch

Beim ersten seiner beiden karriereumspannenden „Cronicles“-Konzerte in der Olympiahalle München beamt der schwäbische Hip-Hop-Superstar Cro sein Publikum in eine wunderbar eskapistische Blase kollektiven Fan-Glücks – und lässt diese am Ende ein Stück weit platzen.

Kritik von Martin Pfnür

Ed Sheeran
:„Wochen im dunkelsten Käfig“

Sänger Ed Sheeran steckt schon länger in einer Schaffenskrise. Seine Musik wurde zuletzt immer mutloser, verzagter, phrasiger. Sein neues Album soll die Befreiung bringen – und scheitert wieder.

Von Jakob Biazza

Maliq: Junge Musik aus München
:Mutiger Rap für ein offenherziges Deutschland

Malik Schwarz-Edlmann alias Maliq ist ein Rapper mit Vision. Seit Jahren veröffentlicht er Songs, seit Kurzem auf einem namhaften Label. Doch der 22-Jährige will mehr: Als Strippenzieher des Künstlerkollektivs „Germanistan“ kämpft er für kreative Ausdruckskraft und Toleranz.

SZ PlusVon Hannes Christoph Meck

Rapper Yakary im Backstage
:Sing-Sang und Skandale

Yakary ist für seine eingängige Musik bekannt, eckt aber auch an. Es fällt schwer, den Künstler genau so zu mögen wie seine Songs. Nun legt er einen Tourstopp im Backstage ein.

Von Linus Freymark

Ayliva in Mannheim
:„Alles, alles tut weh, weil du fehlst“

Sängerin Ayliva, derzeit größter deutscher Popstar, startet ihre Tour in Mannheim und zeigt: Man kann mit endloser Schmerzliebe und ansonsten wenig 15 000 Menschen sehr glücklich machen.

SZ PlusVon Joachim Hentschel

Popmusik
:„Wieso sieht man Sterne nur, wenn die Sonne nicht scheint?“

Rapper Apache 207, seit einer Kollaboration mit Udo Lindenberg quasi Alleinherrscher am deutschen Streaming-Markt, ist jetzt also endgültig beim Schlager angekommen. Steht ihm irre gut.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Künstler-Devotionalien
:Viel Asche

Snoop Dogg verkauft halb gerauchte Joints als Kunst. Was zahm ist, im Vergleich zu Gummipuppen und Särgen, die andere Künstler angeboten haben. Über den faszinierenden Devotionalien-Markt.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Rapper Soho Bani
:„Ich würde Milliardäre abschaffen“

Mit 26 ist er ein Star der Branche: Der Berliner Rapper Soho Bani über seine Panikattacken, seine Kritik am hemmungslosen Kapitalismus − und darüber, warum es kontraproduktiv ist, bei Konzerten Friedrich Merz anzupöbeln.

SZ PlusInterview von Malte Ritter

Noname kommt nach München
:Eine Rapperin, die denkt statt protzt

Die einstige Poetry-Slammerin Fatimah Nyeema Warner alias „Noname” ist eine Meisterin des smarten Conscious-Raps. Nun kommt sie samt Band für ein Konzert ins Technikum.

Von Martin Pfnür

Kino
:Der Schmerz des Lebens

Die Eminem-Doku „Stans“ zeigt, wie Kunst die Menschen retten kann − und wie krankhaft obsessiv Fans werden können.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Rap-Doku
:„Mach die Kamera an, lass kurz in die Wohnung, zeig mal das Gewehr“

Zwischen Rehabilitierungs-PR, Familienvaterdasein und Abgrund: Die Amazon-Prime-Doku über den Rapper Gzuz ist spannend, verstörend und fantastisch inszeniert.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Konzert im Theatron
:Lieber gemeinsam rappen

Reime mit Botschaft: Am 2. August stehen LeoLex und La Lucía der Rap-Crew C’est La Nuit zusammen auf der Theatronbühne im Olympiapark.

Von Sandra Langmann

Rap
:Die Drakeisierung des Hip-Hop

Ist Rap gerade dabei, sich final zur Playlist-Musik zu verzwergen? Gut möglich. Ein paar Gedanken anlässlich des neuen Albums von Travis Scott.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Will Smith im Interview
:„Ich habe mich immer vor diesem Ort gefürchtet und ihn blockiert“

Der Eklat bei den Oscars zwang Will Smith zu einer Art innerer Inventur: Fassade aufbrechen, Dämonen sortieren, wachsen. Ein Gespräch über Verdrängung, das Unterbewusste und sein neues Projekt – die Menschheit einen.

SZ PlusVon Jakob Biazza

SZ-Podcast „Das Thema“
:Showdown vor Gericht: Diddys tiefer Fall

Rapper Sean „Diddy“ Combs ist angeklagt, Frauen misshandelt zu haben. Bald wird das Urteil gesprochen. Kommt er je wieder frei?

Von Ann-Kathrin Nezik und Timo Nicolas

Rapper vor Gericht
:Geschworene im Combs-Prozess teilweise einig

Wochenlang stand der New Yorker Prozess gegen Sean „Diddy“ Combs wegen Anschuldigungen von Sexualstraftaten im Scheinwerferlicht. Jetzt wurde zumindest in einigen Punkten Einigkeit erreicht.

Ruger im Feierwerk
:Afrobeat aus Nigeria

Ruger ist von der Afrobeats-Erfolgswelle auf die Bühnen des Planeten gespült worden. Am Samstag kommt der 25-Jährige mit seinem eingängigen Sound ins Feierwerk.

Von Linus Freymark

Prozess gegen "P. Diddy"
:„Es turnte ihn an, also geschah es“

Sean „P. Diddy“ Combs gehörte zu den Allergrößten im Rap-Geschäft. Frauen aber soll er wie das Allerletzte behandelt haben. Über die Abgründe eines Superstars und einen Prozess, der für manche nicht mehr ist als eine Show.

SZ PlusVon Ann-Kathrin Nezik

Rap
:Wie man im Wahnsinn nicht verrottet

Weil gerade viel gejammert wird, Musik sei nur noch gleichförmig und Algorithmus-optimiert: „Lotus“, das brillante neue Album von Rapperin Little Simz, zeigt die weiterhin gänzlich ungehemmte Kraft des Pop.

SZ PlusVon Jakob Biazza

Leute
:„Das würd’ ich nie wieder machen“

Katja Krasavice beichtet auf Tiktok, Barbara Salesch bekommt Komplimente von ihrer Haushaltshilfe, und Papst Leo XIV. hat sich um einen neuen Perso gekümmert.

Zum Tod von Rapper Xatar
:Gold, Junge

Xatar, prägender Rapper, Marketing-Genie und seit dem Überfall auf einen Goldtransporter sagenumwobene Mythenfigur, ist tot. Ein Nachruf.

SZ PlusVon Jakob Biazza und Philipp Bovermann

Deutschrap
:Xatar ist tot – er wurde 43 Jahre alt

Der Musiker wurde am 8. Mai 2025 in Köln tot aufgefunden. Berühmtheit erlangte er nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch Kriminalität.

Rapper Lazza im Backstage
:Ein bisschen Mailand in München

Der Mailänder Lazza schaut auf seiner Europa-Tour vorbei und bringt mit seinem neuen Album „Locura“ ein Stück italienische Popkultur nach München. Aber was macht ein italienischer Rapper eigentlich hier?

Von Linus Freymark

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