Die Berlinale und deren Leitung stehen erneut in der Kritik. Der Vorwurf: Angeblich antisemitische Äußerungen beim Festival. Die meisten Leser sprechen sich für mehr Diskurs aus.
Debatte
:Das freie Wort gilt auch für Dummköpfe
Israel, die Linke und die Kunst: Wollen wir nicht im Provinzialismus eines Wolfram Weimer versinken, sollten wir endlich akzeptieren, dass hier jeder seine Meinung äußern darf. Das eigentliche Problem dieses ewig währenden Konflikts liegt woanders.
MeinungKultur
:In Europa ist Tanzen ein Akt der Selbstbestimmung. In Iran ist es ein Akt des Widerstands
In der Kunst geht es immer darum, die Ausdrucksform zu finden, die zu einem passt. Es geht um Autonomie, Würde und das Recht auf Schönheit. Beobachtungen zum Protest in Teheran und zur Berlinale, mit einem Abstecher zu Vermeer.
„Board of Peace“
:Trumps „Friedensrat“ für Gaza: Große Pläne, kaum Konkretes
Der Friedensplan für Gaza soll in die nächste Phase treten. Wie das gelingen soll, wird bei der ersten Sitzung von Trumps umstrittenem „Friedensrat“ allerdings nicht so recht klar.
MeinungNahostkonflikt
:Herrschen „Zensur“ und „Paranoia“ beim Thema Gaza auf der Berlinale?
Stars wie Javier Bardem und Tilda Swinton greifen in einem offenen Brief das Festival scharf an. Die Vorwürfe der Künstler an die Jury und die Organisatoren sind teils absurd, im Einzelnen auch falsch.
MeinungDebatte
:Sieht so Zensur aus?
In Deutschland würden linke, propalästinensische Stimmen systematisch unterdrückt, heißt es aus dem Kulturbetrieb seit dem 7. Oktober 2023. Dafür bekommen sie erstaunlich oft Fördergelder. Eine Recherche.
Nach einer Diskussionsrunde
:Israelische Generalkonsulin wirft Kammerspielen Antisemitismus vor
Gab es ein „Israel-Bashing“ bei einer Podiumsdiskussion in dem Münchner Top-Theater? Wurden „rote Linien“ überschritten? Die Stadtspitze äußert sich zurückhaltend. Die Veranstalter weisen den Vorwurf zurück.
Israel
:UN-Berichterstatterin Albanese lehnt Rücktritt ab
Wegen ihrer Aussagen zu Israel hat die Italienerin schon häufig Kritik auf sich gezogen. Nun nimmt der diplomatische Gegenwind zu. Deutschland und Frankreich verlangen, dass sie ihren Posten räumt.
Essen
:“Unsere Küche ist ein Rezept für den Frieden“
In ihrem Berliner Restaurant „Kanaan“ haben der Israeli Oz Ben David und der Palästinenser Jalil Dabit zehn Jahre lang versucht, den Nahostkonflikt wenigstens auf dem Teller zu lösen. Nun muss das Lokal schließen. Aufgeben wollen die beiden trotzdem nicht.
Israel-Reise
:Bundestagspräsidentin Klöckner besucht den Gazastreifen
Julia Klöckner fordert bei ihrer Reise in den von Israels Armee kontrollierten Teil des Gazastreifens, den „Weg der Öffnung“ weiterzuverfolgen. In Israel hat sie zuvor die Regierung scharf kritisiert.
Nach dem 7. Oktober
:Der Antisemitismus in Italien nimmt zu
Ein Angriff auf eine Synagoge, problematische Banner bei Demonstrationen: Judenfeindliche Vorfälle häufen sich auch in Italien. Die rechte Regierung reagiert mit einem Gesetz, das viele kritisch sehen.
Debatte
:Kann es im Nahen Osten Gerechtigkeit geben?
Israelis und Palästinenser haben einander viel angetan. Aber aus der Erfahrung zugefügten Leids folgt noch kein Weg zu einem gerechten Frieden.
Nahost
:Israel vereinfacht Siedlungsbau im Westjordanland
Der Sprecher der EU-Außenbeauftragten Kallas kritisiert die Beschlüsse: „Dieser Schritt ist ein weiterer Schritt in die falsche Richtung“. Zuletzt kam es im Gazastreifen erneut zu Gewalt - acht Palästinenser starben.
Die Linke und der Nahostkonflikt
:Wie der Israelhass junger Linker der Partei Probleme bereitet
Die Linke wächst rasant, selbst bei den Landtagswahlen im Westen könnte sie erfolgreich sein. Doch vor allem die Jungen tragen einen alten Streit in die Partei: die Haltung zu Israel – und zu antisemitischen Tendenzen eigener Mitglieder.
Antisemitismus-Debatte
:Mehr Mut zur Meinungsfreiheit
Nach einem Eklat an der Kunstakademie Düsseldorf fordern Leser mehr Meinungstoleranz und mehr Gehör für propalästinensische Stimmen.
MeinungNahost
:In Israel und Gaza gibt es keinerlei Einsicht, auf keiner Seite
Technologisch und militärisch ist der jüdische Staat ein Gigant, im Friedenschließen verhält er sich wie ein Amateur. Und die Palästinenser müssen sich fragen, warum sie in nun fast 100 Jahren ihrem eigenen Staat nicht näher gekommen sind.
Grenzübergang Rafah
:30 000 Menschen wollen zurück nach Gaza - doch nur 50 pro Tag dürfen
Nach vielen Monaten öffnet Israel den Grenzübergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen. Dort warten knapp 20 000 Menschen auf medizinische Behandlung. Die USA feiern die Öffnung als Erfolg und planen neue Gespräche mit der israelischen Führung.
Israel
:Die Toten zwischen uns
Vor mehr als 23 Jahren wurden im Kibbuz Metzer fünf Menschen von Palästinensern ermordet. Dann kam einer der Terroristen im Gefangenenaustausch frei. Und jetzt? Von Tätern und Opfern und Gräben, die tiefer sind als die Hoffnung.
Krieg in Gaza
:Was lässt Israel von Gaza übrig?
Die „Gelbe Linie“, die fast die Hälfte des Küstenstreifens abschneidet, sollte nur eine vorübergehende Grenze sein. Doch viele Palästinenser dort befürchten: Sie werden ihr Land nicht zurückbekommen.
Nahost
:Alle Geiseln sind zurück, doch Gazas Zukunft ist ungewiss
Der Fund des toten Ran Gvili, der letzten Geisel der Hamas, ist ein bewegender Moment für Israel – und könnte auch einen Fortschritt in Trumps Friedensplan bedeuten. Inwieweit dieser tatsächlich umgesetzt wird, ist unsicher.
München
:Antisemitismus-Vorwürfe gegen Villa-Stuck-Künstler
Wenn ein Stück Wassermelone für Diskussionen sorgt: Die israelische Generalkonsulin sieht in einem Exponat der Performance-Gruppe „Chicks on Speed“ die Verherrlichung des Terrors der Hamas.
MeinungAuswärtsspiele von Maccabi Tel Aviv
:Was hier passiert, ist im Kern antisemitisch
Fans des israelischen Fußballklubs müssen regelmäßig um ihre körperliche Unversehrtheit fürchten. Wenn die Polizei in Freiburg ein Spiel mit mehr als 2000 Einsatzkräften sichern muss, hat das mit politischem Protest nichts zu tun.
Nahost
:Dauerhafter Sitz in Trumps „Friedensrat“ soll eine Milliarde Dollar kosten
Der Rat soll sich eigentlich mit dem Wiederaufbau Gazas beschäftigen, jetzt scheinen die Ziele doch breiter gestreut zu sein. Mehrere Staatschefs haben Einladungen erhalten. Die Besetzung eines untergeordneten Exekutiv-Gremiums verärgert Israels Premier Netanjahu.
Gaza-Konflikt
:„Wenn man dem Antizionismus nicht entgegentritt, bleibt kein Jude übrig“
Die israelische Publizistin Einat Wilf verhandelte einst für linke israelische Politiker über einen Frieden mit den Palästinensern. Sie empfindet sich immer noch als links – hält die Härte Israels inzwischen aber für den einzigen Weg. Ein Gespräch.
Biografie über Israels Premierminister
:Benjamin beinhart
Seit mehr als 30 Jahren prägt Benjamin Netanjahu die Politik Israel entscheidend mit. Seinen ideologischen Kern – die Ablehnung eines Palästinenserstaats – habe er dabei nie verändert, schreibt sein Biograf Joseph Croitoru.
Krieg in Nahost
:Britische und französische Luftwaffe greifen IS in Syrien an
Der Angriff zielte auf eine unterirdische Anlage nördlich von Palmyra ab, die der Terrormiliz als Waffenlager gedient haben soll. Die britische Regierung will damit ein Wiederaufleben des IS verhindern.
Nahost
:Könnte so schön sein
U-Bahn-Netze, Luxus-Resorts, künstliche Inseln: Pläne für den Wiederaufbau Gazas machen viele, palästinensische Spezialisten genauso wie Trumps Immobilien-Amigos. Ist das nicht viel zu früh?
Italien
:Spendengelder für Nahrung und Medikamente – oder für die Hamas?
Unter dem Deckmantel der Wohltätigkeit soll ein italienisches Netzwerk die palästinensische Terrororganisation finanziert haben, sieben Personen wurden festgenommen. Nun diskutiert Italien über die Solidarität mit Gaza.
Gaza
:Hamas bestätigt Todesfälle
Die islamistische Terrororganisation Hamas hat offiziell den Tod von fünf führenden Mitgliedern bei israelischen Angriffen während des Gaza-Kriegs bestätigt. Unter den Toten sind der ehemalige Sprecher des militärischen Hamas-Flügels, Abu Obeida ...
SZ-Podcast „Auf den Punkt“
:2025: Was wurde aus ICE-Deportationen, Gaza-Kriegsverbrechen und Russlands Eroberungen?
Was für ein Klima schaffen die Abschiebungen in den USA? Hat Israel Kriegsverbrechen in Gaza aufgeklärt? Und: wie die Kreml-Propaganda im Ukraine-Krieg wirkt.
MeinungNahost
:Es sind diese leisen Veränderungen, die eine Zwei-Staaten-Lösung untergraben
19 neue Siedlungen sollen im Westjordanland gegründet werden. Das bleibt in den Augen vieler Staaten falsch und völkerrechtswidrig – auch für Deutschland. Nur braucht es endlich Druck von außen und echte Konsequenzen.
Terror in Sydney
:Zwei Attentäter von nebenan
Australiens Behörden versuchen, die Hintergründe der Terrortat aufzuklären, bei der zwei Männer am Sonntag 15 Menschen bei einem jüdischen Fest erschossen haben. Was man bisher weiß.
Nahost-Konflikt
:Eine palästinensische Frau und ein jüdischer Mann kämpfen für den Dialog
Gemeinsam gehen Jouanna Hassoun und Shai Hoffmann an Schulen und reden dort über den Nahost-Konflikt, bei dem es für viele spätestens seit dem Krieg in Gaza nur noch zwei unvereinbare Seiten zu geben scheint. Für ihren Einsatz haben sie den Dachau-Preis für Zivilcourage erhalten.
UNRWA
:Besuch bei den verdächtigten Helfern
Das Hilfswerk UNRWA für Palästinenser zieht Kritik aus Israel und Deutschland auf sich. Es soll zur Radikalisierung beitragen, lautet der Vorwurf.
Friedensplan für Nahost
:Netanjahu deutet Zugeständnisse an
Kommt wieder Bewegung in den Friedensprozess für Gaza und die Palästinensergebiete? Es gibt zumindest Hinweise, dass sich Israels Premier amerikanischem Druck beugen könnte. Aber er stellt Bedingungen.
Protest
:Radikal, radikaler, Greta
Erst lenkte sie den Blick der Welt auf die Klimakrise, inzwischen kämpft sie ebenso entschlossen für die Palästinenser: Die Wandlung der Aktivistin Greta Thunberg polarisiert – auch die Leserinnen und Leser der SZ.
Ramersdorf
:Mann beleidigt Frau mit Palästinensertuch und wird gewalttätig
Als Passantinnen einschreiten, werden auch diese von dem 51-jährigen Täter bedroht. Eine 21-Jährige wird durch einen Faustschlag ins Gesicht verletzt.
Parteitagsbeschlüsse
:So wollen die Grünen wieder auf Kurs kommen
Die Regierungszeit hat das Profil der Partei verwässert. Nun will sie es wieder schärfen. Wie das gelingen soll: ein Überblick über die wichtigsten Punkte.
Berlin
:Verbot von Palästina-Kongress war rechtswidrig
Der Abbruch eines sogenannten Palästina-Kongresses in Berlin im April 2024 durch die Polizei war rechtswidrig. Das hat das Verwaltungsgericht Berlin entschieden. Aus Sicht der Richter hat die Polizei nicht ausreichend geprüft, ob es ein milderes ...
Gaza-Konflikt
:Berlin verwarnt UN-Palästinenserhilfswerk
Jahrzehntelang hat Deutschland das UNRWA unterstützt. Nun enthielt sich die Bundesregierung erstmals bei der Mandatsverlängerung. Was steckt dahinter?
Radsport
:Team Israel Premier Tech ändert seinen Namen
Nach den propalästinensischen Kundgebungen während der Spanien-Rundfahrt gegen den Rennstall steigen die bisherigen Investoren aus. Es folgen ein neuer Besitzer und ein neuer Name.
Drei Bücher über die neue Weltordnung
:Die Widersprüche des Westens
Wie zurechtfinden in der neuen multipolaren Krisenwelt? Die Bücher von Daniel Marwecki und Martin Kobler weisen einen klugen Weg durch ein Dickicht an Heuchelei, Doppelstandards, Macht und Moral. Ein weiteres Werk allerdings verheddert sich dort.
Aktivismus
:Ist Greta Thunberg radikal?
Als Teenagerin hat sie die größte Umweltbewegung aller Zeiten ausgelöst, mittlerweile kämpft Thunberg auch für Gaza - und zieht besonders in Deutschland immer noch mehr Hass auf sich. Über das Leben einer Frau, für die es nur richtig oder falsch gibt. Und die Frage, ob sie zu krass ist oder wir zu passiv sind.
Palästinenser
:Rätselhafte Charterflüge nach Johannesburg
Mehr als 300 Palästinenser sind in den vergangenen Wochen nach Südafrika ausgereist. Eine undurchsichtige Firma in Israel hat das offenbar organisiert. Hilfsorganisationen erheben gegen diese nun schwere Vorwürfe – und auch gegen die Regierung in Jerusalem.
Palästina-Unterstützer
:Extremistische Gruppen laden in Münchner Vorzeige-Schule ein
Die „Schlau-Schule“ ist für ihre Integrationsarbeit vielfach ausgezeichnet worden. Doch nach Kritik des Antisemitismus-Beauftragten stoppte der Trägerkreis nun eine geplante Pro-Palästina-Veranstaltung. Es war nicht die erste Einladung dieser Art.
Berlin
:Pro-palästinensische Aktivisten auf Brandenburger Tor
Drei pro-palästinensische Aktivisten haben am Donnerstagmittag das Brandenburger Tor in Berlin mithilfe einer Hebebühne bestiegen. Dabei entrollten sie ein Transparent mit dem Schriftzug „Nie wieder Völkermord, Freiheit für Palästina“, sagte ...
Wegen Forschungszusammenarbeit mit Israel
:Palästina-Aktivisten versuchen, die Technische Universität zu besetzen
Bei einer propalästinensischen Demonstration stürmen etwa 40 Aktivisten die TU. Sie werfen der Universität Mitschuld am Leid in Gaza vor.
Journalismus
:Eine „technisch falsche“ Frage
Der italienische Journalist Gabriele Nunziati stellt in Brüssel eine Frage zu Israel und Gaza. Kurz darauf ist er seinen Job los. Bei der Europäischen Kommission will man damit nichts zu tun haben.
MeinungNaher Osten
:Die Palästinenser sind Menschen ohne Rechte
Ein 20-Punkte-Plan schafft noch keinen Frieden – erst recht nicht, da Israel den Bewohnern von Gaza und der Westbank weiterhin Lebensbedingungen auferlegen darf, die Leben unmöglich machen.
MeinungFolterskandal
:Israels Normen und Werte sind ins Rutschen geraten
Die Medien debattieren über ein Video aus einem Gefängnis. Dabei geht es jedoch weniger um die mutmaßliche Misshandlung eines Palästinensers als um das Ansehen des Landes.