Freikorpssoldaten marschieren im Regierungsviertel, 1919
Geschichte der Gewalt

"Knallt ab den Walther Rathenau"

Von Weimar über die RAF bis hin zu den "Reichsbürgern" von heute: Immer wieder wollten verschiedene Gruppen den Staat mit Waffen ins Wanken bringen. Eine Chronik deutscher Extremisten.

Von Joachim Käppner

Postillon-Artikel

Polizei ermittelte angeblich nicht gegen Studenten

Der Münchner hatte einen Text des Satiremagazins "Der Postillon" gelikt. Die Polizei teilt nun mit, dass nicht gegen ihn, sondern gegen die Urheber ermittelt werde.

Von Martin Bernstein

Satire

Polizei ermittelt, weil Student "Postillon"-Artikel likt

Klingt wie ein Scherz der Satire-Website, passiert aber ganz real. Zwei Münchner Kommissariate verdächtigen den 27-Jährigen gleichzeitig des rechten und des ausländischen Extremismus.

Von Martin Bernstein

Proteste nach Chemnitz
Leserdiskussion

Gegen Diskriminierung und Hass: Was kann jeder Einzelne tun?

Hass und Ressentiments sind keine Randphänomene, schreibt SZ-Autorin Carolin Emcke. Wir alle seien verantwortlich für eine demokratische Gesellschaft, in der sich niemand schutzlos ausgeliefert fühlen darf.

Extremismus

Kretschmer verspricht mehr Härte gegen Rechte

Wer in Chemnitz den Hitlergruß gezeigt hat, soll vor Gericht kommen, kündigt Sachsens Ministerpräsident an.

Von HENRIKE ROSSBACH, Jens Schneider und Constanze von Bullion, Berlin

Kinder möglicherweise für Schulmassaker trainiert
USA

Entführte Kinder offenbar für Massaker ausgebildet

Laut Medienberichten haben US-Behörden elf Kinder gefunden, die in einem Versteck in New Mexico festgehalten wurden. Dort sollen sie im Umgang mit Sturmgewehren trainiert worden sein.

Ein der Reichsbürgersszene zugeordneter Mann hat dem Staatsschutz per Fax gedroht.
Leserdiskussion

Für wie bedrohlich halten Sie die "Reichsbürger-Szene"?

Die "Reichsbürger-Szene" ist im vergangenen Jahr extrem gewachsen. Das geht aus dem aktuellen Verfassungsschutzbericht hervor. Die Mitglieder sind zum Teil zu "schwersten Gewalttaten" bereit, lehnen das deutsche Rechtssystem ab und weigern sich oftmals, Steuern oder Bußgelder zu zahlen.

Austrian Chancellor Kurz and Vice Chancellor Strache attend a news conference in Vienna
Extremismus

Österreich schließt mehrere Moscheen

"Radikalisierungstendenzen haben in unserem Land keinen Platz", sagt Kanzler Kurz bei einer Pressekonferenz. Zahlreiche Imame könnten ausgewiesen werden. Die Türkei spricht von einer "islamophoben, rassistischen, diskriminierenden Welle".

Justizminister Bausback auf der Pressekonferenz zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus
Innere Sicherheit

Der Versuch, Terror zu unterstützen, soll strafbar werden

Seit eineinhalb Jahren bekämpft eine zentrale Ermittlungsstelle in Bayern Terrorismus. Justizminister Bausback zieht eine positive Bilanz - und will in Berlin noch mehr Anklagen möglich machen.

Von Lisa Schnell

S-Bahnhof Düsseldorf Wehrhahn
Wehrhahn-Prozess

Ein Verbrechen, das droht ungesühnt zu bleiben

Der aufgehobene Haftbefehl gegen den Angeklagten ist eine überraschende Wende - und für die Nebenkläger ein Schock. 18 Jahre nach dem Bombenattentat wird die Aufklärung immer ungewisser.

Von Joachim Käppner, München

Krise des Westens

2017 - das Jahr, in dem das Autoritäre zu ungeahnter Stärke fand

Dafür gibt es viele Erklärungen. Die Ungleichheit in der Gesellschaft. Oder Migration. Doch diese greifen zu kurz. Der Kulturkampf hat gerade erst begonnen.

Von Sebastian Gierke

G20 Gipfel -Gewalt im Schanzenviertel
jetzt
Interview zu Linksextremismus

"Es wird die linke Gefahr an die Wand gemalt"

Ist das harte Vorgehen der Justiz gegen Linksextremisten nach G20 übertrieben? Oder wurde zu lange weggeschaut? Ein Gespräch mit Extremismusforscher Klaus Schroeder.

Interview von Berit Dießelkämper

Bettler in München, 2016
Extremismus in Bayern

Das braune Winterhilfswerk

In Bayern verteilen Neonazis Kleidung und Suppe an Bedürftige. Flüchtlinge und Drogenabhängige bekommen allerdings nichts. Dahinter steckt die rechte Partei "Der III. Weg".

Von Johann Osel

20 01 2015 Doha QAT FIFA WM Katar 2022 Vorberichte im Bild Kinder spielen mit Drachen in Doha
Katar und Saudi-Arabien

Ein Hauch von Frühling am Golf

Der Emir von Katar möchte die Arbeitsbedingungen von Ausländern verbessern, der Kronprinz von Saudi-Arabien den Einfluss des ultrakonservativen Islam zurückdrängen. Demokratie im westlichen Sinne wollen beide jedoch nicht.

Kommentar von Paul-Anton Krüger, Kairo

Sch¸lerprojekt gegen Salafismus
Extremismus

Aussteigerprogramme für Extremisten: Hauptsache, sie legen keine Bombe

Die Qualität von Projekten, die Radikalisierten helfen sollen, schwankt stark. Gerade private Programme haben oft eigentlich ganz andere Ziele.

Von Ronen Steinke, Berlin

Vor der Nationalratswahl in Österreich
Prantls Blick

Wenn Hoffnung zum wichtigsten Wort wird

Am kommenden Sonntag wird wieder gewählt - der Nationalrat in Österreich, der Landtag in Niedersachsen. Wieder fragt man sich, welchen Erfolg die Rechtspopulisten einfahren werden. Die Sprache der Zuversicht sollte man dennoch nicht verlernen.

Politische Wochenvorschau von Heribert Prantl

Schmierereien der Identitären Bewegung in München, 2016
Extremismus

Keine Woche ohne rechtes Remmidemmi

Die "Identitäre Bewegung" beackert das gleiche Feld wie Springerstiefel-Nazis, will aber nichts mit diesen zu tun haben. Ein Treffen mit einem Mitglied.

Von Johann Osel

Pressekonferenz zu Internetplattform ´linksunten.indymdedia"
Innenminister de Maizière

"Keine Rückzugsräume für Extremisten von links und von rechts"

Mit dem Verbot von linksunten.indymedia stoppt Innenminister de Maizière eine Plattform der linksextremen Szene. Anhaltspunkte dafür, dass die Betreiber sich selbst strafbar gemacht haben, gibt es nicht.

Von Stefan Braun, Berlin

Internetseite 'linksunten.indymedia.org'offline
Extremismus

Starke Gesten machen noch keine starke Demokratie

Man muss kein Sympathisant der autonomen Szene sein, um Zweifel an der Sinnhaftigkeit des Verbots von Indymedia zu haben.

Kommentar von Joachim Käppner

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Leserdiskussion

Tut Deutschland genug gegen politischen Extremismus?

Das Innenministerium hat die linksextremistische Internet-Plattform linksunten.indymedia.org verboten, das "wichtigste Medium des gewaltorientierten Linksextremismus". Bei der Bundeswehr ermittelt die Polizei in den letzten Monaten immer wieder gegen Soldaten, die rechtsextremes Verhalten zeigten. Braucht es mehr staatliche Maßnahmen, um Extremismus vorzubeugen?

Polizeieinsatz in Rigaer Straße
Linksextremismus

Innenministerium verbietet linksextreme Internetseite

Bei anschließenden Hausdurchsuchungen fand die Polizei zahlreiche Waffen. Zuletzt waren sich CDU und SPD uneins über den richtigen Umgang mit Linksextremen.

Von Ronen Steinke und Benjamin Moscovici

DEU, Deutschland, Bayern, Nuernberg, 21.07.2017: - In der Untersuchungshaftanstalt Nürnberg, Bärenschanzstr.68 finden regelmaessige Treffen der moslemischen Gefangenen statt. Gemeinsames Unterhalten, Kaffeetrinken und Beten gehoeren zum ca. 2 Stuendigen
Seelsorge für Muslime

Auf dem Knastflur Richtung Mekka

2000 Muslime sitzen in Bayerns Gefängnissen ein. Die wenigen Seelsorger, die ihre religiöse Betreuung übernehmen, arbeiten meist ehrenamtlich. Es ist eine Arbeit, die auch der Radikalisierung in der Haft vorbeugen soll.

Von Milena Hassenkamp, Nürnberg

Im Mai 1968 kam es in München zu zahlreichen Protestmärschen
Politische Rhetorik

Der Begriff "Extremismus" wird als Etikett missbraucht

Was früher "radikal" war, heißt heute "extremistisch". Dabei findet selbst der Verfassungsschutz, dass zum Beispiel radikale Kapitalismuskritiker keine Extremisten sind.

Gastbeitrag von Wolfgang Kraushaar

Nach der Messerattacke in Hamburg
Hamburg nach dem Messerangriff

Fassungslos in Barmbek

Hamburg trauert - doch hätte der Messerangriff im Stadtteil Barmbek verhindert werden können? Ahmad A. war den Behörden bereits als psychisch instabiler Islamist bekannt.

Von Thomas Hahn, Hamburg

Streitkultur im Netz

Warum ein israelischer Buchladen in Berlin schließen musste

Angeblich haben massive Angriffe der Antifa die Betreiber in den Ruin getrieben. Stimmt das?

Von Gustav Seibt