Geothermieanlage in Polling:Brandanschläge in Oberbayern: extremistischer Hintergrund vermutet

Geothermieanlage in Polling: Bei den Bränden entstand ein Schaden von etwa 2,5 Millionen Euro.

Bei den Bränden entstand ein Schaden von etwa 2,5 Millionen Euro.

(Foto: IMAGO/David Breidert/IMAGO/David Breidert)

Mehrere Feuer an einer geplanten Geothermieanlage und Bahnlinie im Landkreis Mühldorf am Inn könnten vorsätzlich gelegt worden sein. Die Generalstaatsanwaltschaft ermittelt nun.

Nach mehreren Bränden an einer im Bau befindlichen Geothermieanlage und an einer Bahnlinie in Oberbayern ermittelt nun die Generalstaatsanwaltschaft. Die Behörde geht von Brandanschlägen und einem extremistischen Hintergrund aus, wie es in einer Mitteilung hieß.

Die Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) habe noch am Tag der Vorfälle (16. Oktober) in Polling (Landkreis Mühldorf am Inn) die Ermittlungen aufgenommen. Es werde in alle Richtungen ermittelt, sagte ein Sprecher.

An der künftigen Geothermieanlage wie auch an der Bahnstrecke Tüßling nach Mühldorf gab es am Montag, den 16. Oktober, mehrere Brände, die Ermittler gingen von vorsätzlicher Brandstiftung aus. Sechs Maschinenfahrzeuge seien dabei zerstört und fünf weitere Baumaschinen beschädigt worden, teilte die Generalstaatsanwaltschaft nun mit.

Wegen des Feuers in einem Kabelschacht an der Bahnstrecke war zudem der Zugverkehr am Montagvormittag lahmgelegt. Der Schaden dürfte rund 2,5 Millionen Euro betragen, hieß es.

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